Statt wie vorbereitet die Predigt "landen zu lassen" bei der Beachtung der Wahrnehmung, endete die Predigt (gehalten in Afrikaans) beim Vorschlag:
Beim Morgengebet vor dem Spiegel sich selbst zu sagen: Heute ist wieder
ein Tag der Uebung, ueben im Schrist-sein. Und bei der morgendlichen Haende-waschung klar feststellen, dass diese Haende gegeben sind um "meine eigene Welt" recht, sogar ev. besser zu machen.
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Sonntag, 18. März 2012
Sonntag, 11. März 2012
Predigtskizze zum 4. Fasten-Sonntag B (18.03.2012) Eph 2.4-10 + Joh 3.14-21
Ein erfuelltes Leben.
Das ist ein grossartiger und recht weit verbreiteter Wunsch! Um ihn zu realisieren gibt es viel Hilfe, Vor- und Ratschlaege, Buecher, CD's und Kurse etc...
Das meiste, das wir im Verlauf des Lebens unternehmen, steht irgendwie mit diesem Ziel im Zusammenhang.
Die Fastenzeit kann als Trainingsfeld der christlichen Praxis gesehen werden. Im Training mal Ausschau halten nach dem Ziel ist wohl klug und wohltuend. So fragen wir uns heute: Wie fuehrt uns das Christentum zu einem "erfuellten Leben"? (in der alten Sprache: "ewiges Leben"). Die andere Frage: wie denn ein erfuelltes Leben aussieht, die koennen wir kaum beantworten, hoechstens ertraeumen (was oft fehlgeht).
Jesus im Nikodemusgespraech und Paulus im Epheserbrief legen heute die Grund-
lagen, Grundhaltung fest:
A) Fuer sie beide gilt es als reales Faktum, dass der Jahwe-Gott die Welt und uns liebt. [In der Wahrnehmungs-Entwicklung des Jahwe-Gottes hat sich diese Sicht inzwischen als prioritaer durchgesetzt]. Wer sich fuer diese neue Sicht nicht entscheiden kann, lebt in der alten Welt; Er weiss dann, dass er noch nicht in eine neue Welt wiedergeboren ist.
B) Weil aber dieser Entscheid (angesichts der Wirklichkeit der alten Welt) nicht so einfach ist, sollten wir Hinweise suchen; Hinweise, dass Gott die Welt liebt (wer sucht, der findet).
1. Heute nun werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Christ das Leben des JvN als solchen Hinweis auffassen koennte. Gott hat uns ein solches Leben vor Augen gefuehrt...d.h. auch: auf unseren eigenen Weg mitgegeben - das ist eine grosse Gnade. Es ist also ratsam, vielleicht sogar sehr wichtig, das Leben des JvN so kritisch und meditativ wie moeglich zu verinnerlichen.
2. Auch ein Blick auf uns selbst kann uns weiterfuehren. Wenn wir unsere Person und unser Leben als "ein Kunstwerk Gottes" wahrnehmen, dann wird unsere Existenz ein Hinweis, dass Gott die Welt liebt. Neugeboren heisst ja, neue transzendenzfaehige Sinne haben, d.h. ein neues Wahrnehmungsvermoegen und damit konstruktiv eine neue Wirklichkeit wahrnehmen.
C) Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in den Uebungs-Alltag: Der Wahrnehmung besondere Beachtung schenken! Wagen wir es doch, darauf zu achten: von der komplexen Wirklichkeit: was waehlen wir aus? welche Modelle nutzen wir zur Wirklichkeitserfassung? welche "Farben" (Emotionen) tragen wir auf? was halten wir ueber die Zeit hinaus fest? und was vergessen wir so gern? ... Ein Licht geht uns auf, wenn wir feststellen, wie sehr unser Wahrnehmungs-Vermoegen das praegt, was wir dann "Wirklichkeit" nennen. In diesem Licht kann sogar der heidnische Koenig des Perserreiches Cyrus als "Erloeser des Volkes Gottes" gesehen werden! (AT-Lesung /
ein Titel, den wir fuer gewoehnlich dem Jesus Christus allein zugestehen)
"Erst wer Gnade wahrnehmen kann, kann sich erloest vorkommen".
Das ist ein grossartiger und recht weit verbreiteter Wunsch! Um ihn zu realisieren gibt es viel Hilfe, Vor- und Ratschlaege, Buecher, CD's und Kurse etc...
Das meiste, das wir im Verlauf des Lebens unternehmen, steht irgendwie mit diesem Ziel im Zusammenhang.
Die Fastenzeit kann als Trainingsfeld der christlichen Praxis gesehen werden. Im Training mal Ausschau halten nach dem Ziel ist wohl klug und wohltuend. So fragen wir uns heute: Wie fuehrt uns das Christentum zu einem "erfuellten Leben"? (in der alten Sprache: "ewiges Leben"). Die andere Frage: wie denn ein erfuelltes Leben aussieht, die koennen wir kaum beantworten, hoechstens ertraeumen (was oft fehlgeht).
Jesus im Nikodemusgespraech und Paulus im Epheserbrief legen heute die Grund-
lagen, Grundhaltung fest:
A) Fuer sie beide gilt es als reales Faktum, dass der Jahwe-Gott die Welt und uns liebt. [In der Wahrnehmungs-Entwicklung des Jahwe-Gottes hat sich diese Sicht inzwischen als prioritaer durchgesetzt]. Wer sich fuer diese neue Sicht nicht entscheiden kann, lebt in der alten Welt; Er weiss dann, dass er noch nicht in eine neue Welt wiedergeboren ist.
B) Weil aber dieser Entscheid (angesichts der Wirklichkeit der alten Welt) nicht so einfach ist, sollten wir Hinweise suchen; Hinweise, dass Gott die Welt liebt (wer sucht, der findet).
1. Heute nun werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Christ das Leben des JvN als solchen Hinweis auffassen koennte. Gott hat uns ein solches Leben vor Augen gefuehrt...d.h. auch: auf unseren eigenen Weg mitgegeben - das ist eine grosse Gnade. Es ist also ratsam, vielleicht sogar sehr wichtig, das Leben des JvN so kritisch und meditativ wie moeglich zu verinnerlichen.
2. Auch ein Blick auf uns selbst kann uns weiterfuehren. Wenn wir unsere Person und unser Leben als "ein Kunstwerk Gottes" wahrnehmen, dann wird unsere Existenz ein Hinweis, dass Gott die Welt liebt. Neugeboren heisst ja, neue transzendenzfaehige Sinne haben, d.h. ein neues Wahrnehmungsvermoegen und damit konstruktiv eine neue Wirklichkeit wahrnehmen.
C) Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in den Uebungs-Alltag: Der Wahrnehmung besondere Beachtung schenken! Wagen wir es doch, darauf zu achten: von der komplexen Wirklichkeit: was waehlen wir aus? welche Modelle nutzen wir zur Wirklichkeitserfassung? welche "Farben" (Emotionen) tragen wir auf? was halten wir ueber die Zeit hinaus fest? und was vergessen wir so gern? ... Ein Licht geht uns auf, wenn wir feststellen, wie sehr unser Wahrnehmungs-Vermoegen das praegt, was wir dann "Wirklichkeit" nennen. In diesem Licht kann sogar der heidnische Koenig des Perserreiches Cyrus als "Erloeser des Volkes Gottes" gesehen werden! (AT-Lesung /
ein Titel, den wir fuer gewoehnlich dem Jesus Christus allein zugestehen)
"Erst wer Gnade wahrnehmen kann, kann sich erloest vorkommen".
Sonntag, 4. März 2012
Kinder, Kinder! Okakarara 04.03.2012
Um 07h30 fuhr ich los, den Wagen voll. 100 km spaeter,um 09h in Okakarara
muss ich erst die Wegschwierigkeiten vergessen, dann mich eine Stunde gedulden;
um 10h koennen wir beginnen; von ca. 120 Leuten sind es ca. 100 Kinder! Also:
auf KG (Kinder-Gottesdienst) umstellen:
A) als Beginn machen wir in der Kirche eine Prozession zur entfernten Kerze: der Fastenweg auf Ostern zu; wir singen und stampfen...
B) im folgenden "Kyrie" fragen wir um Erbarmen auf den vielen Weg-schwierigkeiten.
C) zum Tagesgebet: totale Stille
D) Die Erzaehlung: Abraham opfert Isaak - sagt Gott will keine Opfer; er ist inter-
essiert an unserem Leben: wie wir leben ist ihm wichtig: Gott des Lebens
E) Die Erzaehlung Tabor: Peter, James + John kennen Jesus kaum. Um ihnen zu zeigen, wer er ist, nimmt er sie auf einen Berg (wie der Waterberg). Dort strahlt er ganz weiss: alle GUTEN TATEN strahlen. Moses neben ihm zeigt: die Gesetze (zB 10 Gebote) fuehren zum Leben; Elia zeigt: Gesetze genuegen nicht: wir brauchen bessere Gesetze und und wir moegen mehr tun als nur die Gesetze einhalten.
Weiss, Moses, Elias zeigen: Jesus vereint die Drei zugunsten eines wundervollen Llebens.Dem Petrus, der Kirche gefaellt es: Gute Taten tun, Gesetz einhalten und mehr tun als das Gesetz fordert, so wird auch die Gemeinde Okakarar aufleben. Petrus will drei Zelte; wir schlagen vor: ein Zelt, damit alle drei in der einen Person gelebt werden.
F) Glaubensbekenntnis:
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen viele gute Taten tun? Jaaa......
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen die Gesetze halten? Jaaa...
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen mehr tun als nur die Gesetze halten?
Da war das Jaaa ganz kaerglich, die meisten blieben stummm...
muss ich erst die Wegschwierigkeiten vergessen, dann mich eine Stunde gedulden;
um 10h koennen wir beginnen; von ca. 120 Leuten sind es ca. 100 Kinder! Also:
auf KG (Kinder-Gottesdienst) umstellen:
A) als Beginn machen wir in der Kirche eine Prozession zur entfernten Kerze: der Fastenweg auf Ostern zu; wir singen und stampfen...
B) im folgenden "Kyrie" fragen wir um Erbarmen auf den vielen Weg-schwierigkeiten.
C) zum Tagesgebet: totale Stille
D) Die Erzaehlung: Abraham opfert Isaak - sagt Gott will keine Opfer; er ist inter-
essiert an unserem Leben: wie wir leben ist ihm wichtig: Gott des Lebens
E) Die Erzaehlung Tabor: Peter, James + John kennen Jesus kaum. Um ihnen zu zeigen, wer er ist, nimmt er sie auf einen Berg (wie der Waterberg). Dort strahlt er ganz weiss: alle GUTEN TATEN strahlen. Moses neben ihm zeigt: die Gesetze (zB 10 Gebote) fuehren zum Leben; Elia zeigt: Gesetze genuegen nicht: wir brauchen bessere Gesetze und und wir moegen mehr tun als nur die Gesetze einhalten.
Weiss, Moses, Elias zeigen: Jesus vereint die Drei zugunsten eines wundervollen Llebens.Dem Petrus, der Kirche gefaellt es: Gute Taten tun, Gesetz einhalten und mehr tun als das Gesetz fordert, so wird auch die Gemeinde Okakarar aufleben. Petrus will drei Zelte; wir schlagen vor: ein Zelt, damit alle drei in der einen Person gelebt werden.
F) Glaubensbekenntnis:
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen viele gute Taten tun? Jaaa......
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen die Gesetze halten? Jaaa...
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen mehr tun als nur die Gesetze halten?
Da war das Jaaa ganz kaerglich, die meisten blieben stummm...
Freitag, 2. März 2012
Predigt-Skizze zum 3. Fasten-Sonntag B (11.03.2012) Exodus 20.1-17 (10 Gebote Moses) + John 2.13-25 (Tempelreinigung)
Tempelreinigung scheint mir eine ziemlich wichtige Angelegenheit fuer die Welt-Zukunft - und was immer als Tempel gelten mag, er muss rein und in Ehren gehalten werden.
In der Nachfolge Jesu versuchen wir den Welt-Tempel zu reinigen!
zum Beispiel im Rahmen der 10 Gebote des Moses, wo es heisst:
Wenn Du das Leben willst, dann...
Wir aber sind in der beruehmten Situation, die die Bibel so auskundschaftet:
Waehle das Leben oder den Tod! Diese Situation fordert zum Entscheid heraus!
Wenn die Welt zum Teufel gehen soll, waehle Strategie A
Wie es einst war im Anfang, als ich in den Welt-Tempel eintrat...
Wenn die Welt eher ein Paradies werden soll, dann waehle Strategie B
Es soll nicht mehr sein wie frueher, wenn ich ihn einst verlasse...
01 A ) Ich schaetze den Gott Mamon ueber alles: ohne ihn geht nichts. Geld ist die
beste Gnade, das hoechste Gut.
01 B ) Ich glaube nicht an den Gott Mamon; Geld ist ein erfundenes Instrument, das
notduerftig und zwangsmaessig den Tauschhandel ersetzt.Ich aber glaube an
den Gott der Liebe.
02 A ) Wer etwas auf sich gibt, wer einen beruehmten Namen haben will, der muss
reich sein. Geld regieret die Welt - dem stimm ich zu. Wer nicht konsumiert,
ist selber schuld.
02 B ) Ich mache mir einen Namen in der Reichtums-Verteilung: dass alle teil-nehmen
koennen an der Fuelle des Lebens.
03 A ) Zeit ist Geld; entweder ich arbeite fuer sie oder sie fuer mich. Es gibt keine
unbezahlte Minute. Freizeit ist ein Geschaeft.
03 B ) Ich schaetze unbezahlbare Dinge und biete sie auch an. Fuer Geld sorge ich
nur circa 5 x 8h's in der Woche.
04 A ) Kein gutes Wort ohne Bezahlung. Ich verkaufe Wissen, Erfahrung und
Einsichten nur dem Hoechst-Bietenden.
04 B ) Ich erzaehle gratis. Erziehung und Schule muessen grais geliefert werden.
05 A ) Militaerische Aufruestung ist ein gutes Geschaeft - es lohnt sich.
05 B ) Meine Investitionen foerdern das Leben.
06 A ) Sex ist kaeuflich und Vertraege werden nur gegen gutes Geld eingehalten.
06 B ) Vertraege werden treu eingehalten und Sex ist unbezahlbar.
07 A ) Ich konsumiere was ich will, ohne zu merken, welchem Trend ich folge.
07 B ) Ich konsuiere und kaufe "fair". Der Kunde ist Koenig.
08 A ) Die Welt will betrogen sein, Schein statt Sein.
08 B ) Ich lasse mich vom Geldreichtum nicht blenden; ich bin fuer Qualitaet.
09 A ) Besitztum ist heilig und geht niemand etwas an.
09 B ) Ich bin fuer gerechte Resourcen-Verteilung.
10 A ) Ich nutze alles und jeden so gut wie moeglich aus; meine Umgebung ist mir zu
Diensten. Jedem das Seine und mir etwas mehr.
10 B ) Die Gueter anderer werd' ich nicht missbrauchen, Ich bin fuers "teilen".
Wenn ich ein Jude waere, wuerde ich auf ein Wunder hoffen.
Wenn ich ein Grieche waere, wuerde ich alle Weisheiten studieren.
Wenn ich ein Christ waere, wuerde ich mich auf die Socken machen.
In der Nachfolge Jesu versuchen wir den Welt-Tempel zu reinigen!
zum Beispiel im Rahmen der 10 Gebote des Moses, wo es heisst:
Wenn Du das Leben willst, dann...
Wir aber sind in der beruehmten Situation, die die Bibel so auskundschaftet:
Waehle das Leben oder den Tod! Diese Situation fordert zum Entscheid heraus!
Wenn die Welt zum Teufel gehen soll, waehle Strategie A
Wie es einst war im Anfang, als ich in den Welt-Tempel eintrat...
Wenn die Welt eher ein Paradies werden soll, dann waehle Strategie B
Es soll nicht mehr sein wie frueher, wenn ich ihn einst verlasse...
01 A ) Ich schaetze den Gott Mamon ueber alles: ohne ihn geht nichts. Geld ist die
beste Gnade, das hoechste Gut.
01 B ) Ich glaube nicht an den Gott Mamon; Geld ist ein erfundenes Instrument, das
notduerftig und zwangsmaessig den Tauschhandel ersetzt.Ich aber glaube an
den Gott der Liebe.
02 A ) Wer etwas auf sich gibt, wer einen beruehmten Namen haben will, der muss
reich sein. Geld regieret die Welt - dem stimm ich zu. Wer nicht konsumiert,
ist selber schuld.
02 B ) Ich mache mir einen Namen in der Reichtums-Verteilung: dass alle teil-nehmen
koennen an der Fuelle des Lebens.
03 A ) Zeit ist Geld; entweder ich arbeite fuer sie oder sie fuer mich. Es gibt keine
unbezahlte Minute. Freizeit ist ein Geschaeft.
03 B ) Ich schaetze unbezahlbare Dinge und biete sie auch an. Fuer Geld sorge ich
nur circa 5 x 8h's in der Woche.
04 A ) Kein gutes Wort ohne Bezahlung. Ich verkaufe Wissen, Erfahrung und
Einsichten nur dem Hoechst-Bietenden.
04 B ) Ich erzaehle gratis. Erziehung und Schule muessen grais geliefert werden.
05 A ) Militaerische Aufruestung ist ein gutes Geschaeft - es lohnt sich.
05 B ) Meine Investitionen foerdern das Leben.
06 A ) Sex ist kaeuflich und Vertraege werden nur gegen gutes Geld eingehalten.
06 B ) Vertraege werden treu eingehalten und Sex ist unbezahlbar.
07 A ) Ich konsumiere was ich will, ohne zu merken, welchem Trend ich folge.
07 B ) Ich konsuiere und kaufe "fair". Der Kunde ist Koenig.
08 A ) Die Welt will betrogen sein, Schein statt Sein.
08 B ) Ich lasse mich vom Geldreichtum nicht blenden; ich bin fuer Qualitaet.
09 A ) Besitztum ist heilig und geht niemand etwas an.
09 B ) Ich bin fuer gerechte Resourcen-Verteilung.
10 A ) Ich nutze alles und jeden so gut wie moeglich aus; meine Umgebung ist mir zu
Diensten. Jedem das Seine und mir etwas mehr.
10 B ) Die Gueter anderer werd' ich nicht missbrauchen, Ich bin fuers "teilen".
Wenn ich ein Jude waere, wuerde ich auf ein Wunder hoffen.
Wenn ich ein Grieche waere, wuerde ich alle Weisheiten studieren.
Wenn ich ein Christ waere, wuerde ich mich auf die Socken machen.
Mittwoch, 29. Februar 2012
Vorbemerkungen zum Predigttext vom 2. Fasten-Sonntag B Mk 9.2-10 "Verklaerung" (04.03.2012)
Die Erzaehlung:
Drei Juenger Jesu erleben auf dem Berg Tabor, dass der Jahwe-Gott Jesus bestaetigt (confirmation: wie schon bei der Taufe am Jordan).
Ueberlegung:
Auch fuer uns Christen stellt sich in turbulenten Zeiten oft die Frage: Welchem Trend folgen wir, dem der Revolution oder dem des Wachsen-Lassens? Welchen Trend verstaerken wir: hartes diktatorisches Durchgreifen oder geduldige Rechts-
prozesse? Welchen Trend lehnen wir ab: Macht-Loesungen oder friedliche Konflikt- loesungs-strategien?
Jesus:
Er wird gesehen zwischen Elias und Moses: zwischen dem Eiferer (Donner + Feuer)
und dem Gesetzgeber (Ordnung + Recht).Es scheint, dass Jesus die beiden Profeten in die Balance bringt (beide in sich verkoerpert, vereinigt). Dies gefaellt dem Petrus (Kirche) und er wird darob auch noch vom Jahwe-Gott bestaetigt: auf ihn sollt ihr hoeren! Dieser Balance-Akt wird Jesus das Leben kosten - aber fuer ihn geht es nicht anders: Soll das Leben weitergehen (auch fuer die Menschen / die Kirchen), dann muss dieser Ausgleich der chaotischen und kosmischen Kraefte, der Eiferer und der Gesetzgeber gefunden werden. Beide sind nicht sakrosankt; aber sie sind verwoben im Suchprozess der Evolution.
Kirche: Es waere schoen beispielhaft (cf. Petrus-Wohlgefuehl), wenn diese Balance der beiden uralten Traditionen in den Kirchen gelebt wuerde; auch in der Frage nach der Interpretation des II. Vatik. Konzils; in der Haltung gegenueber den Menschen-
rechten;und in der globalen Finanzverwaltung etc... etc...!
Mein Vorschlag: Auf Tabor ein Zelt, nicht drei!
Drei Juenger Jesu erleben auf dem Berg Tabor, dass der Jahwe-Gott Jesus bestaetigt (confirmation: wie schon bei der Taufe am Jordan).
Ueberlegung:
Auch fuer uns Christen stellt sich in turbulenten Zeiten oft die Frage: Welchem Trend folgen wir, dem der Revolution oder dem des Wachsen-Lassens? Welchen Trend verstaerken wir: hartes diktatorisches Durchgreifen oder geduldige Rechts-
prozesse? Welchen Trend lehnen wir ab: Macht-Loesungen oder friedliche Konflikt- loesungs-strategien?
Jesus:
Er wird gesehen zwischen Elias und Moses: zwischen dem Eiferer (Donner + Feuer)
und dem Gesetzgeber (Ordnung + Recht).Es scheint, dass Jesus die beiden Profeten in die Balance bringt (beide in sich verkoerpert, vereinigt). Dies gefaellt dem Petrus (Kirche) und er wird darob auch noch vom Jahwe-Gott bestaetigt: auf ihn sollt ihr hoeren! Dieser Balance-Akt wird Jesus das Leben kosten - aber fuer ihn geht es nicht anders: Soll das Leben weitergehen (auch fuer die Menschen / die Kirchen), dann muss dieser Ausgleich der chaotischen und kosmischen Kraefte, der Eiferer und der Gesetzgeber gefunden werden. Beide sind nicht sakrosankt; aber sie sind verwoben im Suchprozess der Evolution.
Kirche: Es waere schoen beispielhaft (cf. Petrus-Wohlgefuehl), wenn diese Balance der beiden uralten Traditionen in den Kirchen gelebt wuerde; auch in der Frage nach der Interpretation des II. Vatik. Konzils; in der Haltung gegenueber den Menschen-
rechten;und in der globalen Finanzverwaltung etc... etc...!
Mein Vorschlag: Auf Tabor ein Zelt, nicht drei!
Samstag, 25. Februar 2012
Vorbemerkungen zum Predigttext des 1. Fasten-Sonntag B Mk 1.12-15 (26.02.2012)
Zur Eroeffnung der Fastenzeit erhalten wir eine Programm-Ansage. Der Mk-Jesus wird dargestellt als einer, der eine Proklamation abgibt. Es handelt sich gleichsam um eine Klarstellung, fuer die es nun hoechste Zeit ist. Es geht nicht um etwas, das nun auch wieder "geglaubt" weden soll - sondern - Jesus legt eine Tatsache, eine Wirklichkeit offen: etwas, das jetzt geschieht: dass naemlich die "Herrschaft Gottes" im "hic et nunc" nahe ist. Wenn diese Tatsache mal feststeht, anerkannt ist, dann kann ueber die Konsequenzen geredet werden. Es muss aber klar werden, dass nicht irgendeine "Herrschaft Gottes" jenseits der Wueste oder hinter den Bergen oder in der Fantasie gemalt, nahe steht. Es ist ganz anders: in der Person des JvN ist die "Herrschaft Gottes" nahe. Erst wenn einem das aufgeht, dass ja in der gegen-waertigen Peson Jesu die "Herrschaft Gottes" zum Greifen nahe ist, erst jetzt begreift man auch, dass eine Meta-Noia, ein Paradigma-Wechsel angesagt ist.
Man muss jetzt ganz anders denken und fuehlen. Alte Vorstellungen gar Ueberzeugungen, grossartige Fantasien sind aufzugeben.
In Jesus Christus ist die "Herrschaft Gottes" nahe. Darum ist auch ein neues Handeln eroeffnet; die bisherigen Taten fuehrten nicht zum Ziel. Das war ja schon immer die Suende: Taten, die versklaven statt befreien. Damit ist nun Schluss! Und es braucht nun eine Entscheidung - naemlich: jene Taten zu bewirken, die die "Herrschaft Gottes" kennzeichnen, verwirklichen.
Wenn nun Jesus Christus als das Sakrament der "Herrschaft Gottes" gesehen wird, dann oeffnet sich eine Tuer zu einem vorlaeufigen, christlichen, zeitgenoessischen Verstaendnis von "Herrschaft Gottes". Im Einfluss-Bereich Gottes, dort wo Gott das Sagen hat, da geht es nun um "die volle Teilnahme an der Fuelle des Lebens fuer alle".
Wenn Gott (in der bisherigen Geschichte) als Schoepfer und Vollender des Himmels und der Erde gesehen wird, wenn er nun auch Abba wird, wenn er nun end-gueltig sich offenbart, sich gibt, dann kann Gottes Gabe (das Leben) sich nur in der vollen Teilnahme an dessen Fuelle vewirklichen. Was immer Jesus, die Evangelisten, die Apostel, die Kirche, die Heiligen sich unter "Herrschaft Gottes" vorstellen,das mag ein grossartiges Mosaik ergeben. Aber daum geht es ja gar nicht. Die die Fuelle aktivierende konkrete Teilnahme am geschenkten Leben ist "Herrschaft Gottes" wie JvN sie beispielhaft parktizierte. Jesus gilt als prototypischer "Aktivist"! Das kosmische und menschliche Leben ist ein spirituelles Energiepotential, das zu aktivieren fuer alle auf die Fuelle des Lebens hin nun offen vor liegt (d.h. nahe ist, also moeglich geworden ist).
Sich fuer die "neue Gute-Botschaft" entscheiden heisst, sich auf den kosmisch-humanen Energiefluss einlassen und mit bestimmen,dass allen die Fuelle angeboten und moeglich wird. Das macht keiner allein. Darum ist Jesu erste Tat "Mitaktivisten" zu rekrutieren.
Man muss jetzt ganz anders denken und fuehlen. Alte Vorstellungen gar Ueberzeugungen, grossartige Fantasien sind aufzugeben.
In Jesus Christus ist die "Herrschaft Gottes" nahe. Darum ist auch ein neues Handeln eroeffnet; die bisherigen Taten fuehrten nicht zum Ziel. Das war ja schon immer die Suende: Taten, die versklaven statt befreien. Damit ist nun Schluss! Und es braucht nun eine Entscheidung - naemlich: jene Taten zu bewirken, die die "Herrschaft Gottes" kennzeichnen, verwirklichen.
Wenn nun Jesus Christus als das Sakrament der "Herrschaft Gottes" gesehen wird, dann oeffnet sich eine Tuer zu einem vorlaeufigen, christlichen, zeitgenoessischen Verstaendnis von "Herrschaft Gottes". Im Einfluss-Bereich Gottes, dort wo Gott das Sagen hat, da geht es nun um "die volle Teilnahme an der Fuelle des Lebens fuer alle".
Wenn Gott (in der bisherigen Geschichte) als Schoepfer und Vollender des Himmels und der Erde gesehen wird, wenn er nun auch Abba wird, wenn er nun end-gueltig sich offenbart, sich gibt, dann kann Gottes Gabe (das Leben) sich nur in der vollen Teilnahme an dessen Fuelle vewirklichen. Was immer Jesus, die Evangelisten, die Apostel, die Kirche, die Heiligen sich unter "Herrschaft Gottes" vorstellen,das mag ein grossartiges Mosaik ergeben. Aber daum geht es ja gar nicht. Die die Fuelle aktivierende konkrete Teilnahme am geschenkten Leben ist "Herrschaft Gottes" wie JvN sie beispielhaft parktizierte. Jesus gilt als prototypischer "Aktivist"! Das kosmische und menschliche Leben ist ein spirituelles Energiepotential, das zu aktivieren fuer alle auf die Fuelle des Lebens hin nun offen vor liegt (d.h. nahe ist, also moeglich geworden ist).
Sich fuer die "neue Gute-Botschaft" entscheiden heisst, sich auf den kosmisch-humanen Energiefluss einlassen und mit bestimmen,dass allen die Fuelle angeboten und moeglich wird. Das macht keiner allein. Darum ist Jesu erste Tat "Mitaktivisten" zu rekrutieren.
Freitag, 24. Februar 2012
Zwischen-Ruf 24.02.2012
Am Samstagnachmittag 18.02.12 wurde ich in ein Gespraech mit drei Maennern
aus der Anthony-Pfarrei verwickelt.Das Gespraechs-Resultat war fuer mich:
Es wird mir nicht gelingen, den Slogan "Der Kosmos erschafft sich selbst" in der
(vorbereiteten) Predigt als moderne Blasphemie deutlich zu machen. Ich hab' mich entschieden, die Predigt wie folgt abzuaendern.
Die "Blasphemie" Jesu soll uns aufmuntern, in unserem persoenlichen Bereich, aber auch in der Oeffentlichkeit darueber nachzudenken, welche "Gesetze" uns an einer guten Entwicklung hindern. zB. Ist das Gesetz "nur der Priester kann segnen" (wie viele annehmen) wohltuend, missverstanden oder gar schaedlich? Ist das "Gesetz":
man muss erst staatlich heiraten, erst dann darf man kirchlich heiraten, noch
zeitgemaess und wohltuend? (in Namibia heiraten viele dreimal: kulturell, staatlich,
kirchlich!) Ist das "Gesetz": man muss dreimal bezahlen: Kirchensteuer, Kollekte
und noch das Sakrament! wohltuend, geldgierig oder kluge Politik?
Jesus hat uns gezeigt: Gesetze sind nicht unbedingt von Gott; man muss sich der Gesetze annehmen; In diesem Sinne gehoert jeder Glaeubige zur "gesetzgebenden
Versammlung" (Parlament)!
aus der Anthony-Pfarrei verwickelt.Das Gespraechs-Resultat war fuer mich:
Es wird mir nicht gelingen, den Slogan "Der Kosmos erschafft sich selbst" in der
(vorbereiteten) Predigt als moderne Blasphemie deutlich zu machen. Ich hab' mich entschieden, die Predigt wie folgt abzuaendern.
Die "Blasphemie" Jesu soll uns aufmuntern, in unserem persoenlichen Bereich, aber auch in der Oeffentlichkeit darueber nachzudenken, welche "Gesetze" uns an einer guten Entwicklung hindern. zB. Ist das Gesetz "nur der Priester kann segnen" (wie viele annehmen) wohltuend, missverstanden oder gar schaedlich? Ist das "Gesetz":
man muss erst staatlich heiraten, erst dann darf man kirchlich heiraten, noch
zeitgemaess und wohltuend? (in Namibia heiraten viele dreimal: kulturell, staatlich,
kirchlich!) Ist das "Gesetz": man muss dreimal bezahlen: Kirchensteuer, Kollekte
und noch das Sakrament! wohltuend, geldgierig oder kluge Politik?
Jesus hat uns gezeigt: Gesetze sind nicht unbedingt von Gott; man muss sich der Gesetze annehmen; In diesem Sinne gehoert jeder Glaeubige zur "gesetzgebenden
Versammlung" (Parlament)!
Mittwoch, 15. Februar 2012
Predigtskizze zum 7. Sonntag B (19.02.2012) ..... .... Mk 2.1-12
Wie damals, so ist es auch heute nicht leicht Jesus Christus zu ereichen.
Billionen von Menschen und Tausende von christlichen Kirchen "umgeben / um-
mauern Jesus Christus (ver-koerpern ihn als Christen; cf. der Leib Christi), sie verzerren aber auch das Bild auf ihn. Wir muessen fuer das 3. Jht neue Wege finden, um den erloesenden J. v. N. wieder zu finden, um dem Auferstandenen wirklich zu begegnen. Die Oekumene ist immer noch eher ein "Flick-Gewand"; noch weniger einig sind sich die abrahamitischen Religionen ueber J. v. N. geschweige denn die andern Religionen der Welt. Wir benoetigen fuer das Christentum einen neuen Zugang zu Jesus, eine neue Spiritualitaet.
Im heutigen Ev wird dem Profeten J.v.N. Blasphemie vorgeworfen. Er sagt: Deine Suenden sind Dir vergeben. Das ist provokativ. Haette er gesagt: Gott vergibt Dir Deine Suenden wie auch wir vergeben ("Vater-unser"), dann waeren die Schrift- gelehrten nicht erschrocken. Die Blasphemie des mk-Jesus besteht darin, dass er sich aneignet, was in der Sicht der Gelehrten, allein dem Heiligen Jahwe-Gott zusteht.
Es scheint, dass wir heutzutage eine aehnliche Blasphemie erleben. Einige Naturwissenschaftler, Kosmologen (zB. L. Krauss, St. Hawking...) erklaeren:
Der Kosmos braucht keinen Creator, der Kosmos erschafft sich selbst. Wer bisher sagen konnte: Ich glaube an Gott, den Schoepfer des Himmels und der Erde, der fuehlt sich im Widerspruch; wer am Creator-Gott festhalten will, der bezichtigt
diese Nwss der Blasphemie.
In dieser modernen Auseinandersetzung moege man folgendes bedenken:
A) Es ist die Kosmologie, die mit Hilfe von nwss Methoden ein modernes Weltbild
(Urknall etc...) entwirft, konstruiert.
1. Dieses kosmologische Welt-bild ist eine Hypothese; nicht streng nwss bewiesen.
2. Wer mit nwss Methoden ein Welt-bild konstruiert, der bekommt "Gott" in keiner
Art und Weise zugesicht.
3. Mit "Himmel +Erde" ist nicht das kosmologische heutige Weltbild gemeint.
4. Wer den "Urknall" postuliert, sollte nicht, weil er nicht weiss woher der kommt,
den Heiligen Gott als Ausloeser des Urknalls setzen; denn da missbraucht er
Gott als Lueckenbuesser.
5. Jedes Weltbild ist subjektiv, d.h. alle Vorstellungen, Beweise, Erklaerungen sind
von der menschlichen Bedingtheit gezeichnet.
B) "Himmel + Erde" ist ein humaner Kulturbegriff und meint als "Erde" die erkannte Weltsituation (unsere Realitaet) und als "Himmel" die zukuenftige Erfuellung (die Stillung der hoechsten Lebens- Erwartungen). [Das Denken der Verfasser von Gn 1 scheint mir "secularisierende Entmythologisierung].
C) "Gott schuff" trifft nicht Gott als "Sandkastenspieler" und auch nicht Gott als "kosmischer Engineur", sondern eher: "Gott ermoeglicht es mir", "Himmel + Erde" als seine Zumutung zu achten. Unser Gott mutet uns zu, die festgestellte Realitaet und die zukuenftige Vollendung (Lebensfuelle) als seine Herausforderung zu sehen. Der Kern der schoepferischen Taetigkeit Gottes ist nicht materialistisch ( Gott erschafft die Materie) sondern "perspektivisch" (Gott eroeffnet uns eine neue Perspektive).
D) "Ich glaube" uebersetzen wir ja nun bekanntlich mit: "Ich hab' entschieden", "in meiner Sicht ist es wirklich so;" oder auch: "Fuer mich gilt:", "Ich setze es als Wirklichkeit, dass..." "glauben" ist ja nicht nur eine einfache Annahme (ich nehme an, dass...) sondern vielmehr eine wirklichkeitsstiftende Energie.
E) Was also oberflaechlich als Blasphemie erscheint, ist bei naeherem Zusehen eine befreiende Aussage. Gott ist nicht zu nutzen dort, wo wir noch keine Erklaerung haben sondern zu achten als der, der uns "ewiges" Leben anbietet, die Lebensfuelle fuer uns alle. Und zu dieser Lebensfuelle gehoert, dass wir Menschen einander auch verzeihen, dass wir einander zur Gemeinschaft zulassen auf dem Weg zur Teilnahme an der Lebensfuelle.
Daher weden wir nun in der Eucharistie das vorliegende Brot als eine neue Wirk-lichkeit definieren; es wird fuer uns der Leib Christi - in unsere Haende uebergeben.
Billionen von Menschen und Tausende von christlichen Kirchen "umgeben / um-
mauern Jesus Christus (ver-koerpern ihn als Christen; cf. der Leib Christi), sie verzerren aber auch das Bild auf ihn. Wir muessen fuer das 3. Jht neue Wege finden, um den erloesenden J. v. N. wieder zu finden, um dem Auferstandenen wirklich zu begegnen. Die Oekumene ist immer noch eher ein "Flick-Gewand"; noch weniger einig sind sich die abrahamitischen Religionen ueber J. v. N. geschweige denn die andern Religionen der Welt. Wir benoetigen fuer das Christentum einen neuen Zugang zu Jesus, eine neue Spiritualitaet.
Im heutigen Ev wird dem Profeten J.v.N. Blasphemie vorgeworfen. Er sagt: Deine Suenden sind Dir vergeben. Das ist provokativ. Haette er gesagt: Gott vergibt Dir Deine Suenden wie auch wir vergeben ("Vater-unser"), dann waeren die Schrift- gelehrten nicht erschrocken. Die Blasphemie des mk-Jesus besteht darin, dass er sich aneignet, was in der Sicht der Gelehrten, allein dem Heiligen Jahwe-Gott zusteht.
Es scheint, dass wir heutzutage eine aehnliche Blasphemie erleben. Einige Naturwissenschaftler, Kosmologen (zB. L. Krauss, St. Hawking...) erklaeren:
Der Kosmos braucht keinen Creator, der Kosmos erschafft sich selbst. Wer bisher sagen konnte: Ich glaube an Gott, den Schoepfer des Himmels und der Erde, der fuehlt sich im Widerspruch; wer am Creator-Gott festhalten will, der bezichtigt
diese Nwss der Blasphemie.
In dieser modernen Auseinandersetzung moege man folgendes bedenken:
A) Es ist die Kosmologie, die mit Hilfe von nwss Methoden ein modernes Weltbild
(Urknall etc...) entwirft, konstruiert.
1. Dieses kosmologische Welt-bild ist eine Hypothese; nicht streng nwss bewiesen.
2. Wer mit nwss Methoden ein Welt-bild konstruiert, der bekommt "Gott" in keiner
Art und Weise zugesicht.
3. Mit "Himmel +Erde" ist nicht das kosmologische heutige Weltbild gemeint.
4. Wer den "Urknall" postuliert, sollte nicht, weil er nicht weiss woher der kommt,
den Heiligen Gott als Ausloeser des Urknalls setzen; denn da missbraucht er
Gott als Lueckenbuesser.
5. Jedes Weltbild ist subjektiv, d.h. alle Vorstellungen, Beweise, Erklaerungen sind
von der menschlichen Bedingtheit gezeichnet.
B) "Himmel + Erde" ist ein humaner Kulturbegriff und meint als "Erde" die erkannte Weltsituation (unsere Realitaet) und als "Himmel" die zukuenftige Erfuellung (die Stillung der hoechsten Lebens- Erwartungen). [Das Denken der Verfasser von Gn 1 scheint mir "secularisierende Entmythologisierung].
C) "Gott schuff" trifft nicht Gott als "Sandkastenspieler" und auch nicht Gott als "kosmischer Engineur", sondern eher: "Gott ermoeglicht es mir", "Himmel + Erde" als seine Zumutung zu achten. Unser Gott mutet uns zu, die festgestellte Realitaet und die zukuenftige Vollendung (Lebensfuelle) als seine Herausforderung zu sehen. Der Kern der schoepferischen Taetigkeit Gottes ist nicht materialistisch ( Gott erschafft die Materie) sondern "perspektivisch" (Gott eroeffnet uns eine neue Perspektive).
D) "Ich glaube" uebersetzen wir ja nun bekanntlich mit: "Ich hab' entschieden", "in meiner Sicht ist es wirklich so;" oder auch: "Fuer mich gilt:", "Ich setze es als Wirklichkeit, dass..." "glauben" ist ja nicht nur eine einfache Annahme (ich nehme an, dass...) sondern vielmehr eine wirklichkeitsstiftende Energie.
E) Was also oberflaechlich als Blasphemie erscheint, ist bei naeherem Zusehen eine befreiende Aussage. Gott ist nicht zu nutzen dort, wo wir noch keine Erklaerung haben sondern zu achten als der, der uns "ewiges" Leben anbietet, die Lebensfuelle fuer uns alle. Und zu dieser Lebensfuelle gehoert, dass wir Menschen einander auch verzeihen, dass wir einander zur Gemeinschaft zulassen auf dem Weg zur Teilnahme an der Lebensfuelle.
Daher weden wir nun in der Eucharistie das vorliegende Brot als eine neue Wirk-lichkeit definieren; es wird fuer uns der Leib Christi - in unsere Haende uebergeben.
Freitag, 10. Februar 2012
Kurze Ueberlegungen zum 6. Sonntag B (12.02.12) Mk 1.40-45
Jesu' IMAGE
Wir leben in einer Zwischen-Zeit und feiern dies als zwischen Weihnachtszeit (ins Leben einsteigen) und Fastenzeit (vom Leben aussteigen) (zwischen: Dargeboten dem Tempel und Dargeboten der Aschen-Erde / Sternenstaub).In dieser Zwischen-
Zeit will die Kirche 2012 uns durch Markus den aktiven Jesus zeigen.
Nachdem ER (Mk1.15) das "Koenigtum Gottes" als bevorstehend-nahe proklamiert
hat - wird Jeus gefaerlich und irritierend aktiv: Auf seiner galilaeischen Wanderung, so hebt Markus hervor, beruft und heilt ER. Diese seine heilende Taetigkeit wird als sehr dramatisch und hintergruendig dargestellt; seine Heilungen erscheinen als sehr
Erkenntnis-traechtig: Die Auseinandersetzung mit destruktiven Geistern scheint sein eigentliches Wesen zu gefaerden, das Eingehen auf die juedischen Vorschriften
bringt grosses Missverstaendnis und die Sorge um sein oeffentliches Image wird kritisch .
Im juedischen Lebensmilieu war es klar, viele koerperliche Symptome stempelten den Menschen als "unrein". (und damit als abgesondert, ausgestossen, gefaehrlich).
Wenn nun Jesus diese Symptome durch Heilung zum Verschwinden brachte, dann
wurde das als "rein-machen" (re-sozialisierung) interpretiert; was ja gerade dem
Reinheits-verstaednis von Jesus diametral entgegensteht. Wir wissen von
Mk 7.14-23, dass Jesus die "Reinheitsdiscussion" auf die Intentionsebene ver-schieben wollte, statt auf die Koerpersymptome fixiert zu sein. Folglich soll der
von der Hautkrankheit Geheilte schweigen; zwar dem oeffentlichen Gesetz Folge leisten, aber nicht diese Heilung als "rein-machung" propagieren, denn dadurch wird das vorherrschende System (die allgemeine Auffassung) nur zementiert. Sorry, der
Geheilte ruinierte dann Jesu Image.
Natuerlich stehen wir heute noch vor dem gleichen Problem: Welches Image bauen wir heutzutage von Jesus durch unsere Erzaehlungen auf? Als Gekreuzigter (ein
Krimineller) und als Auferstandener (ein Unmoeglicher) hat er Glaubwuerdigkeits-probleme. Repraesentiert durch Mitra's und paepstliches Zeremoniell, durch inner-
kirchliche Streitigkeiten und Autokratie bekommt Jesus ein eingenartiges fuer viele fragwuerdiges Image. Durch den Klerikalismus wird er zum sonderbaren Hohepriester
deklariert.Durch die Braut-Mystik wird er zum Partner-Ersatz etc....
Daher die dringliche Mahnung: Wenn Du meinst, Dein Jesus habe Dir geholfen, bitte schweige! Denn ER moechte nicht als "aller-welt-helfer" gelten; das Gegenteil ist der Fall: ER moechte uns einladen, dass WIR einander helfen!
Daher die dringliche Mahnung: Wenn Du meinst, Dein Jesus sei Dir "Ein + Alles",
bitte schweige! Denn ER moechte nicht Deiner Liebe zu Deinen Mitmenschen im
Wege stehen. Und vor allem: wenn Du meinst mit Deinem oeffentlichen Bekenntnis Jesu Image aufzupolieren, bitte schweige, lass Taten sprechen.
Wir leben in einer Zwischen-Zeit und feiern dies als zwischen Weihnachtszeit (ins Leben einsteigen) und Fastenzeit (vom Leben aussteigen) (zwischen: Dargeboten dem Tempel und Dargeboten der Aschen-Erde / Sternenstaub).In dieser Zwischen-
Zeit will die Kirche 2012 uns durch Markus den aktiven Jesus zeigen.
Nachdem ER (Mk1.15) das "Koenigtum Gottes" als bevorstehend-nahe proklamiert
hat - wird Jeus gefaerlich und irritierend aktiv: Auf seiner galilaeischen Wanderung, so hebt Markus hervor, beruft und heilt ER. Diese seine heilende Taetigkeit wird als sehr dramatisch und hintergruendig dargestellt; seine Heilungen erscheinen als sehr
Erkenntnis-traechtig: Die Auseinandersetzung mit destruktiven Geistern scheint sein eigentliches Wesen zu gefaerden, das Eingehen auf die juedischen Vorschriften
bringt grosses Missverstaendnis und die Sorge um sein oeffentliches Image wird kritisch .
Im juedischen Lebensmilieu war es klar, viele koerperliche Symptome stempelten den Menschen als "unrein". (und damit als abgesondert, ausgestossen, gefaehrlich).
Wenn nun Jesus diese Symptome durch Heilung zum Verschwinden brachte, dann
wurde das als "rein-machen" (re-sozialisierung) interpretiert; was ja gerade dem
Reinheits-verstaednis von Jesus diametral entgegensteht. Wir wissen von
Mk 7.14-23, dass Jesus die "Reinheitsdiscussion" auf die Intentionsebene ver-schieben wollte, statt auf die Koerpersymptome fixiert zu sein. Folglich soll der
von der Hautkrankheit Geheilte schweigen; zwar dem oeffentlichen Gesetz Folge leisten, aber nicht diese Heilung als "rein-machung" propagieren, denn dadurch wird das vorherrschende System (die allgemeine Auffassung) nur zementiert. Sorry, der
Geheilte ruinierte dann Jesu Image.
Natuerlich stehen wir heute noch vor dem gleichen Problem: Welches Image bauen wir heutzutage von Jesus durch unsere Erzaehlungen auf? Als Gekreuzigter (ein
Krimineller) und als Auferstandener (ein Unmoeglicher) hat er Glaubwuerdigkeits-probleme. Repraesentiert durch Mitra's und paepstliches Zeremoniell, durch inner-
kirchliche Streitigkeiten und Autokratie bekommt Jesus ein eingenartiges fuer viele fragwuerdiges Image. Durch den Klerikalismus wird er zum sonderbaren Hohepriester
deklariert.Durch die Braut-Mystik wird er zum Partner-Ersatz etc....
Daher die dringliche Mahnung: Wenn Du meinst, Dein Jesus habe Dir geholfen, bitte schweige! Denn ER moechte nicht als "aller-welt-helfer" gelten; das Gegenteil ist der Fall: ER moechte uns einladen, dass WIR einander helfen!
Daher die dringliche Mahnung: Wenn Du meinst, Dein Jesus sei Dir "Ein + Alles",
bitte schweige! Denn ER moechte nicht Deiner Liebe zu Deinen Mitmenschen im
Wege stehen. Und vor allem: wenn Du meinst mit Deinem oeffentlichen Bekenntnis Jesu Image aufzupolieren, bitte schweige, lass Taten sprechen.
Samstag, 4. Februar 2012
Eine beunruhigende Frage... Januar 2012
An Weihnachten 2012 war ich recht intensiv dabei... hab' aber im Januar mich
voll der APC-Arbeit gewidmet: Es ging darum den Betrieb von APC-Tsumeb, von
APC-Otshikuku und von APC-Otjiwarongo fuer 2012 zu untermauern. Nun, der
Start ist geglueckt...
Wenn wir mit dem Kirchenjahr wandern, dann folgt nach der Geburtsszene bei Lukas die Namensgebung, die Praesentation im Tempel (Simon + Anna) und dann das
unbekannte Leben Jesu in Nazareth.
Bei Mt folgt auf die Geburtsszene, die interessante Ehrung durch die 3 Weisen
aus dem Morgenland, der dramatische Kindermord und dann auch der Hinweis auf
das Leben in Nazareth.
Der "Nazarener" verbringt also viele Jahre im Staedtchen mit der Family "Josef + Maria etc...". Und als ER mit 30 in der Oeffentlichkeit auftaucht, da war ER bereits
ein staunenswert reifer junger Mann - begabt - und gerade daran, seinen Lebens-
entscheid zu realisieren: Johannestaufe ja - aber ER hat seine eigenwillige, gar
eigensinnige Botschaft. Den Test in der Wueste (Mt 4.1-11) hat er hervorragend
bestanden. Jesus ist fuer seinen Auftritt bereit!
Fuer einen Entwicklungspsychologen stellt sich die Frage: wie kam es zu dieser fruehen Bereitschaft, zu seinem profetischen Lebensstil, zu diesem eigenartigen Empowerment, zu dieser klaren neuen Lebenslinie, die - obwohl kurz - bis heute viele fasziniert?
Ich denke man muesste die lukanische Fimszene Lk 2.41-52 sehr zu Herzen nehmen, sowohl in der Katechese als auch in der Religionspaedagogik.
1) Jesus war fuer die Family ein verlorenes Kind.
2) Er hat sich eben "der Sache Gottes" angenommen und ist damit irdischen Plaenen und Sorgen distanziert geworden.
3a) Das war die Folge von seinem intensiven Hinhoeren auf die juedischen Lehrer
(juedische Lebens-Weisheit, Weltverstaendnis, Zeitsituation)
3b) er befragte sie intensiv, hat wohl alles in Frage gestellt
3c) und er hat immer neue intelligente, staunenswerte Antworten preisgegeben; und wohl die Reaktionen darauf als Lernprozess erlebt.
4) Dieser langjaehrige Ausbildungsprozess hat ihn weiter gebracht - er wurde ein Virtuose, nicht im Harfenspiel (David) aber im Welt- und Lebensverstaendnis.
5) Er hat sich so ein Gottes- und Weltbild augeeignet, das noch heute - im Kern - ultramodern ist.
Erst wenn die Kirche sich diesem Erziehungsprozess wieder und wieder anvertraut, wird sie Profeten fuer die Zukunft gebaeren.
voll der APC-Arbeit gewidmet: Es ging darum den Betrieb von APC-Tsumeb, von
APC-Otshikuku und von APC-Otjiwarongo fuer 2012 zu untermauern. Nun, der
Start ist geglueckt...
Wenn wir mit dem Kirchenjahr wandern, dann folgt nach der Geburtsszene bei Lukas die Namensgebung, die Praesentation im Tempel (Simon + Anna) und dann das
unbekannte Leben Jesu in Nazareth.
Bei Mt folgt auf die Geburtsszene, die interessante Ehrung durch die 3 Weisen
aus dem Morgenland, der dramatische Kindermord und dann auch der Hinweis auf
das Leben in Nazareth.
Der "Nazarener" verbringt also viele Jahre im Staedtchen mit der Family "Josef + Maria etc...". Und als ER mit 30 in der Oeffentlichkeit auftaucht, da war ER bereits
ein staunenswert reifer junger Mann - begabt - und gerade daran, seinen Lebens-
entscheid zu realisieren: Johannestaufe ja - aber ER hat seine eigenwillige, gar
eigensinnige Botschaft. Den Test in der Wueste (Mt 4.1-11) hat er hervorragend
bestanden. Jesus ist fuer seinen Auftritt bereit!
Fuer einen Entwicklungspsychologen stellt sich die Frage: wie kam es zu dieser fruehen Bereitschaft, zu seinem profetischen Lebensstil, zu diesem eigenartigen Empowerment, zu dieser klaren neuen Lebenslinie, die - obwohl kurz - bis heute viele fasziniert?
Ich denke man muesste die lukanische Fimszene Lk 2.41-52 sehr zu Herzen nehmen, sowohl in der Katechese als auch in der Religionspaedagogik.
1) Jesus war fuer die Family ein verlorenes Kind.
2) Er hat sich eben "der Sache Gottes" angenommen und ist damit irdischen Plaenen und Sorgen distanziert geworden.
3a) Das war die Folge von seinem intensiven Hinhoeren auf die juedischen Lehrer
(juedische Lebens-Weisheit, Weltverstaendnis, Zeitsituation)
3b) er befragte sie intensiv, hat wohl alles in Frage gestellt
3c) und er hat immer neue intelligente, staunenswerte Antworten preisgegeben; und wohl die Reaktionen darauf als Lernprozess erlebt.
4) Dieser langjaehrige Ausbildungsprozess hat ihn weiter gebracht - er wurde ein Virtuose, nicht im Harfenspiel (David) aber im Welt- und Lebensverstaendnis.
5) Er hat sich so ein Gottes- und Weltbild augeeignet, das noch heute - im Kern - ultramodern ist.
Erst wenn die Kirche sich diesem Erziehungsprozess wieder und wieder anvertraut, wird sie Profeten fuer die Zukunft gebaeren.
Abonnieren
Posts (Atom)