Heute gehen wir mal davon aus, dass mit JvN soetwas wie Auferstehung geschehen ist, ohne dass wir behaupten, wir haetten begriffen, was geschah. Immerhin, wie tief wir auch denken, es ist ersichtlich, dass viele Menschen an JvN denken, sich taufen lassen (2 Milliarden) d.h. der Name Jesu zieht Leute an; er hat Wirkung. Dies geht nun schon 2000 Jahre so... und fuer das Christentum ist kein Ende abzusehen. Mehr Menschen erkennen zu beginn des 3. Jht: es geht weniger um die Frage: Was geschah (in der "konstruierten" Vergangenheit) als vielmehr darum, zu was entscheiden wir uns auf dass "es" geschehe (konstruktive Zukunft). Und wenn wir uns endgueltig fuer die zukuenftige Auferstehung entscheiden, eine Auferstehung, die mehr und mehr auf uns zukommt, dann hat das eben so seine Konsequenzen...
Der Grund, warum das Christentum ueberlebt ist fuer mich der "Gemeindefaktor".
Der "Gemeinde-Aufbau" ist im Christentum die wichtigste pastorale Angelegenheit.
Die Familie ist fuer Kirche zu klein und zu einseitig (Blutsverwandschaft, Sippenhaft, Clan-doktrin...), Nation ist fuer Kirche zu eng (politische Gebietsherrschaft ist das Gegenteil von Befreiung). Ein "Geschaeft" ist die Kirche auch nicht, weil hier der Geld
erwerb ueberwiegt; ein "Club" ist fuer die Kirche zu kurzweilig.
Kirche ist eine Versammlung mit Anschluss-haftung. Die eucharistische Versammlung ist ein Zeugnis, das dann die Woche hindurch eingeloest wird.
Wir bezeugen die aktive Auferstehung Jesu in unser Leben und in unsere Situation hinein. Das ist die Grundfunktion der "Christlichen Gemeinde" .
Das hat sichtlich Wirkung... Und diese Nach-wirkung ist fuer Thomas entscheidend.
Ein Christentum ohne Wirkung nach innen und aussen ist eben kein Christentum!
Eine Zeit-Bemerkung: Leider wird diese Wahrheit von vielen Bischoefen nicht eingesehen; sie verunmoeglichen die Eucharistiefeier durch Weihe-Verweigerung.
Sie weiten Gemeinden zu Regionen; sie wollen wie der Papst wenige dafuer Gross-
veranstaltungen. Das scheint mir eine Sackgasse. Und deshalb meine Mahnung, wir muessen uns darauf einrichten, dass die christliche Wirkkraft zur Erloesung der Menschen stark abschwaecht.
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Freitag, 13. April 2012
Samstag, 7. April 2012
Oster-Freude 2012
Als christlich Erzogene, mit langer Tradition und geistlichen Uebungen vertraut, ist uns die Osterfreude eingepflanzt: die Oster-Liturgie mit dem Licht (Schoepfung), mit dem Wasser (Taufe), mit den Lesungen (Geschichten von der Auferstehung), mit den Halleluya-Liedern.... zuerst einmal einfach Freude!
Aber auch eine Oster-Meditation tut uns immer wieder gut:
Der Karfreitag hat uns mitgeteilt, dass "sie" JvN hinderten, seine Mission zu erfuellen. Nur drei Jahre, Missverstaendnisse von den Seinen und von Aussen, seine eigenen Begrenztheiten, seine "unsicheren Mitstreiter" etc... - das war ihm gegeben. Aber, so wie wir das einschaetzen koennen, Er hat seinen IHM eigenen Beitrag geleistet; wenn auch unter dem wichtigen Vermerk: Mission unaccomplished
d.h. Auftrag nicht erfuellt.
Mk 16.1-8 erzaehlt uns: die Frauen Jesu gingen zum Grab; gewiss zum trauern, bedauern, seinen Koerper einzubalsamieren, seine Ueberreste zu werten ... das war ihre Absicht - doch es kam nicht dazu. Es war ein Schock: kein Leichnam im Grab heisst auferstanden. Er ist noch/wieder unter den Lebenden... ihr werdet ihn sehen.
Der Schock erschreckt sie und macht sie sprachlos... ("Ueber was man nicht reden kann, darueber soll man schweigen" ?)
Aber bis heute ist die Welt voller Auferstehungs-Geschichten: Natur und Kultur spielen Auferstehung... Menschen stehen wieder auf und gehen... warum eigentlich soll nach dem Tod nicht Auferstehung folgen? Nur weil wir das in unserer beschraenkten Wahrnehmung nicht einsehen koennen? Seit der Entdeckung der Transzendenz ( ca. vor 150'000 Jahren) wuchert die Frage und viele Antworten leuchten ein, befriedigen aber selten. Obwohl Transzendenz in unserem Kosmos etwas ganz normales ist; was immer wir wahrnehmen, sehen, hoeren - es wird dauernd ueberhoeht; alles transzendiert: es geht immer in ein Jenseits - der eine Tag in den andern; der eine Horizont zum andern; die Raupe transzendiert in den Schmetterling; jedes Ufer hat ein jenseitiges; ein Maedchen wird zur Braut - es gibt nichts, das nicht transzendiert, das nicht je in ein Jenseits eingeht! Transzendenz ist eine absolute Grunderfahrung des Menschen und kann darum unsere Hoffnung sein!
Wir Christen haben JvN akzeptiert als einen, der seinen "Gott gegebenen" Beitrag leistete, ihn aber nicht vollenden konnte (sonst waere die Welt an ihr ende gekommen, wie es in der Apokalyptik geahnt wurde). Das ist der tiefere Grund, warum wir in der Taufe die Entscheidung faellen IHM nachzufolgen, seine Mission in unseren Zeit-raum (Situation) hineinwirken zu lassen; d.h. wir sind entschieden unseren je eigenen (auch wohl beschraenkten) Beitrag einzubringen in den Versuch
seine Mission der Vollendung zu naehern. Es ist ein gobales Unternehmen; es soll die Menscheit auf einen neuen Level bringen; die heutige Situation transzendieren...
Wenn wir Aufertehung singen, dann nicht nur unsere je eigene; vielmehr ist es die Auferstehung unserer gesamten Weltwirklichkeit, wir transzendieren in eine andere Lebens-Art; unvorstellbar... das macht uns sprachlos... oder: es verschlaegt uns die Sprache... vielleicht retten uns die Bilder, die Symbole (in der kirchlichen Sprache: die Sakramente, wo es heisst: alles ist Gande).
Ich kann es mir nicht verkneifen, hier eine Oster-Mahnung anzufuegen:
A) Es gibt scheinbar Christen, die wollen es nicht akzeptieren, dass JvN seine Mission nicht vollenden konnte. Sie draengen IHN immer wieder in ihren Gebeten
Er moege doch weiterwirken; dies und jenes verbessern... sie wollen nicht annehmen
(obwohl sie sich als fromme Glauebige ausgeben), dass Er seinen Leib immer und immer wieder in der Eucharistie in unsere Haende gibt, damit Wir als sein Auferstehungsleib seine Mission der Vollendung entgegen weiterfuehren; es ist jetzt an uns; Er zaehlt auf uns... Echt Glauebige bestuermen nicht JvN, er soll doch
aufwachen und weitermachen... das ist unchristlich!
B) Waehrend die Frauen am Grab sich nach ihrem Schock zu Erzaehlerinnen weiter- entwickelten, bleiben einige heutige glaeubige Christen bei der Absicht, den toten Leichnahm einzubalsamieren, die Relikte zu ueberbewerten... sie kommen nicht weg von ihrer traurigen eingebildeten Leichenpflege - schade!
Moege das Lied von der Auferstehung uns zum christlichen Selbst- verstaendnis und zum Mitgehen mit dem Auferstandenen ermuntern.
Aber auch eine Oster-Meditation tut uns immer wieder gut:
Der Karfreitag hat uns mitgeteilt, dass "sie" JvN hinderten, seine Mission zu erfuellen. Nur drei Jahre, Missverstaendnisse von den Seinen und von Aussen, seine eigenen Begrenztheiten, seine "unsicheren Mitstreiter" etc... - das war ihm gegeben. Aber, so wie wir das einschaetzen koennen, Er hat seinen IHM eigenen Beitrag geleistet; wenn auch unter dem wichtigen Vermerk: Mission unaccomplished
d.h. Auftrag nicht erfuellt.
Mk 16.1-8 erzaehlt uns: die Frauen Jesu gingen zum Grab; gewiss zum trauern, bedauern, seinen Koerper einzubalsamieren, seine Ueberreste zu werten ... das war ihre Absicht - doch es kam nicht dazu. Es war ein Schock: kein Leichnam im Grab heisst auferstanden. Er ist noch/wieder unter den Lebenden... ihr werdet ihn sehen.
Der Schock erschreckt sie und macht sie sprachlos... ("Ueber was man nicht reden kann, darueber soll man schweigen" ?)
Aber bis heute ist die Welt voller Auferstehungs-Geschichten: Natur und Kultur spielen Auferstehung... Menschen stehen wieder auf und gehen... warum eigentlich soll nach dem Tod nicht Auferstehung folgen? Nur weil wir das in unserer beschraenkten Wahrnehmung nicht einsehen koennen? Seit der Entdeckung der Transzendenz ( ca. vor 150'000 Jahren) wuchert die Frage und viele Antworten leuchten ein, befriedigen aber selten. Obwohl Transzendenz in unserem Kosmos etwas ganz normales ist; was immer wir wahrnehmen, sehen, hoeren - es wird dauernd ueberhoeht; alles transzendiert: es geht immer in ein Jenseits - der eine Tag in den andern; der eine Horizont zum andern; die Raupe transzendiert in den Schmetterling; jedes Ufer hat ein jenseitiges; ein Maedchen wird zur Braut - es gibt nichts, das nicht transzendiert, das nicht je in ein Jenseits eingeht! Transzendenz ist eine absolute Grunderfahrung des Menschen und kann darum unsere Hoffnung sein!
Wir Christen haben JvN akzeptiert als einen, der seinen "Gott gegebenen" Beitrag leistete, ihn aber nicht vollenden konnte (sonst waere die Welt an ihr ende gekommen, wie es in der Apokalyptik geahnt wurde). Das ist der tiefere Grund, warum wir in der Taufe die Entscheidung faellen IHM nachzufolgen, seine Mission in unseren Zeit-raum (Situation) hineinwirken zu lassen; d.h. wir sind entschieden unseren je eigenen (auch wohl beschraenkten) Beitrag einzubringen in den Versuch
seine Mission der Vollendung zu naehern. Es ist ein gobales Unternehmen; es soll die Menscheit auf einen neuen Level bringen; die heutige Situation transzendieren...
Wenn wir Aufertehung singen, dann nicht nur unsere je eigene; vielmehr ist es die Auferstehung unserer gesamten Weltwirklichkeit, wir transzendieren in eine andere Lebens-Art; unvorstellbar... das macht uns sprachlos... oder: es verschlaegt uns die Sprache... vielleicht retten uns die Bilder, die Symbole (in der kirchlichen Sprache: die Sakramente, wo es heisst: alles ist Gande).
Ich kann es mir nicht verkneifen, hier eine Oster-Mahnung anzufuegen:
A) Es gibt scheinbar Christen, die wollen es nicht akzeptieren, dass JvN seine Mission nicht vollenden konnte. Sie draengen IHN immer wieder in ihren Gebeten
Er moege doch weiterwirken; dies und jenes verbessern... sie wollen nicht annehmen
(obwohl sie sich als fromme Glauebige ausgeben), dass Er seinen Leib immer und immer wieder in der Eucharistie in unsere Haende gibt, damit Wir als sein Auferstehungsleib seine Mission der Vollendung entgegen weiterfuehren; es ist jetzt an uns; Er zaehlt auf uns... Echt Glauebige bestuermen nicht JvN, er soll doch
aufwachen und weitermachen... das ist unchristlich!
B) Waehrend die Frauen am Grab sich nach ihrem Schock zu Erzaehlerinnen weiter- entwickelten, bleiben einige heutige glaeubige Christen bei der Absicht, den toten Leichnahm einzubalsamieren, die Relikte zu ueberbewerten... sie kommen nicht weg von ihrer traurigen eingebildeten Leichenpflege - schade!
Moege das Lied von der Auferstehung uns zum christlichen Selbst- verstaendnis und zum Mitgehen mit dem Auferstandenen ermuntern.
Freitag, 6. April 2012
"Karfreitag" 2012
Die Christenheit bedenkt den Tod ihrer Initiations-Persoenlichkeit. Vier normative Erzaehlungen deuten diesen Tod und einige Briefe setzen Interpretationsmuster,
zB. Paulus. Karfreitag ist wahrscheinlich das groesste, weltweite Memorial-Ereigniss in unserer Zeit. Juden, Christen und Muslime sind sich darin einig: er starb den Einsatz-Tod (death by engagement). Er hat "death by nature" und "death by culture" in eine dritte Dimension gezogen. Dieser dreidimensionale Tod ist am "Hohen Donnerstag" sehr deutlich als "Dienstleistung" charakterisiert worden. Das Symbol
"Weizenkorn" wird beglaubigt im "Brot- und-Wein-Ritus". "Brot fuer das Leben der Welt" wird in die Hand der Vielen uebergeben, damit sie dieses Brot werden. In diesem Traditionsprozess ist Tod impliziert, gewuerdigt, sinnvoll gemacht. Unendlich viele Tode scheinen sinnlos - hier ist ein anderer Weg aufgezeigt.
Sich fuer den dreidimensionalen Tod entscheiden ist ein Risiko; denn er ist "unberechenbar", aber er bereichert immerhin den vorgaengigen Lebensvollzug. Der vorgaengige christlich-engagierte Lebensvollzug kann als Gnaden-Erweis Gottes gesehen weden. Dieser Erweis stirbt im Tod; der Tod ist gott-verlassen - und darum kann er nicht bestehen.
Im wirklich dreidimensionalen Tod sehen wir den Uebergang in die unendliche Fuelle des Lebens: die Schuppen fallen von den Augen, eine total Neue Dimension oeffnet sich. Dieser Uebergang ist weder ein Faktum noch eine Illusion sondern nur die logische Folge der Entscheidung: das Geheimnis Gott als Lebensfuelle zu komponieren.
zB. Paulus. Karfreitag ist wahrscheinlich das groesste, weltweite Memorial-Ereigniss in unserer Zeit. Juden, Christen und Muslime sind sich darin einig: er starb den Einsatz-Tod (death by engagement). Er hat "death by nature" und "death by culture" in eine dritte Dimension gezogen. Dieser dreidimensionale Tod ist am "Hohen Donnerstag" sehr deutlich als "Dienstleistung" charakterisiert worden. Das Symbol
"Weizenkorn" wird beglaubigt im "Brot- und-Wein-Ritus". "Brot fuer das Leben der Welt" wird in die Hand der Vielen uebergeben, damit sie dieses Brot werden. In diesem Traditionsprozess ist Tod impliziert, gewuerdigt, sinnvoll gemacht. Unendlich viele Tode scheinen sinnlos - hier ist ein anderer Weg aufgezeigt.
Sich fuer den dreidimensionalen Tod entscheiden ist ein Risiko; denn er ist "unberechenbar", aber er bereichert immerhin den vorgaengigen Lebensvollzug. Der vorgaengige christlich-engagierte Lebensvollzug kann als Gnaden-Erweis Gottes gesehen weden. Dieser Erweis stirbt im Tod; der Tod ist gott-verlassen - und darum kann er nicht bestehen.
Im wirklich dreidimensionalen Tod sehen wir den Uebergang in die unendliche Fuelle des Lebens: die Schuppen fallen von den Augen, eine total Neue Dimension oeffnet sich. Dieser Uebergang ist weder ein Faktum noch eine Illusion sondern nur die logische Folge der Entscheidung: das Geheimnis Gott als Lebensfuelle zu komponieren.
Mittwoch, 4. April 2012
"Hoher Donnerstag" 2012
Das "Christliche Abendmahl" ist eine eigenartige Kunst; seine juedischen Wurzeln,
seine Formgestaltungen in 2000 Jahren in vielen Kulturen, seine Zeit-Gestalt zu
beginn des 3. Jht! Wenn wir die sonntaeglichen Christlichen Abendmahls-feiern und Eucharistie-feiern ueberall in der Welt im Jahr 2012 auf die Abendmahlsszene Jesu konzentrieren, dann kann die Kernbotschaft deutlicher werden:
Der Profet JvN hat sich entschieden an seiner eigenen Botschaft, trotz allen Widerstaenden und Miss-verstaendnissen von innen und von aussen, festzuhalten. Er will auch mit seiner Botschaft sehr bewusst oeffentlich agieren. Diese Entscheidung provoziert ihm den "Tod durch Einsatz". Die dienene Einsatz-Haltung ist in allen Symbolen angezeigt: Fusswaschung, Brot + Wein, Weizenkorn.
Noch schnell bevor er stirbt macht JvN klar, dass sein "leben + sterben" die naturhafte Art von "leben + sterben" ueberhoeht durch die "bewusste Pro-existenz".
Ich bin fuer Euch.... Weg, Wahrheit, Leben ... hingegeben fuer alle. Diese Aussage ist nicht gemacht um als interessantes Faktum registriert zu werden (aha) sondern um als persoenlicher Grundsatz-Entscheid mitvollzogen zu werden. Durch die
Festlegung, dass (in seiner Sicht) das menschiche Leben dann richtig ist, wenn es sich zur "Pro-Existenz" entscheidet, bringt JvN einen kulturellen Quantensprung in
die Menschen-Welt. Im Hintergrund steht wahrscheinlich Jesu' Erkenntnis, dass das Geheimnis Gott vom Menschen her eben als "pro-existent" gesehen werden sollte (und nicht als: existent in / a se): Brot fuer das Leben der Welt!
seine Formgestaltungen in 2000 Jahren in vielen Kulturen, seine Zeit-Gestalt zu
beginn des 3. Jht! Wenn wir die sonntaeglichen Christlichen Abendmahls-feiern und Eucharistie-feiern ueberall in der Welt im Jahr 2012 auf die Abendmahlsszene Jesu konzentrieren, dann kann die Kernbotschaft deutlicher werden:
Der Profet JvN hat sich entschieden an seiner eigenen Botschaft, trotz allen Widerstaenden und Miss-verstaendnissen von innen und von aussen, festzuhalten. Er will auch mit seiner Botschaft sehr bewusst oeffentlich agieren. Diese Entscheidung provoziert ihm den "Tod durch Einsatz". Die dienene Einsatz-Haltung ist in allen Symbolen angezeigt: Fusswaschung, Brot + Wein, Weizenkorn.
Noch schnell bevor er stirbt macht JvN klar, dass sein "leben + sterben" die naturhafte Art von "leben + sterben" ueberhoeht durch die "bewusste Pro-existenz".
Ich bin fuer Euch.... Weg, Wahrheit, Leben ... hingegeben fuer alle. Diese Aussage ist nicht gemacht um als interessantes Faktum registriert zu werden (aha) sondern um als persoenlicher Grundsatz-Entscheid mitvollzogen zu werden. Durch die
Festlegung, dass (in seiner Sicht) das menschiche Leben dann richtig ist, wenn es sich zur "Pro-Existenz" entscheidet, bringt JvN einen kulturellen Quantensprung in
die Menschen-Welt. Im Hintergrund steht wahrscheinlich Jesu' Erkenntnis, dass das Geheimnis Gott vom Menschen her eben als "pro-existent" gesehen werden sollte (und nicht als: existent in / a se): Brot fuer das Leben der Welt!
Montag, 26. März 2012
Palm-Sonntag B (Mk11.1-10) 01.April 2012
Es wird ernst: Veroeffentlichung
Das "Geruecht" wird Jerusalem erreicht haben, dass da ein Profet aus Nazareth,
eine eigenartige und gefaehrliche Lehre verbreitet...
und jetzt inszeniert die "Jesus-Bewegung" einen oeffentlichen Einzug in die Stadt.
Einige jubeln, andere sind strikt dagegen, was soll das? Es scheint, die neue Bewegung hat entschieden: oeffentlich zu werden; in der Oeffentlichkeit mitzureden.
Man kann nicht eine "geheime Sekte" sein und die politisch-religioese Autoritaet
walten lassen. Heilsame Veraenderung braucht den Mut zur Oeffentlichkeit.
Sie wissen noch nicht, dass der Einzug in die Stadt den Tod bedeutet; dass die Stadt dann spaeter zerstoert wird; dass das Judentum in die Welt zerstreut wird...
und dass das Christentum die groesste Weltreligion werden wird.
Sie konfiszieren eine junge Eselin, sie konfiszieren einen Saal fuer ihre historische Befreiungsfeier, die zum "Letzten Abendmahl" wird. Sie machen vorerst einen Spektakel... singen Hosannah...
Spaeter werden noch manche, die in einer Stadt eine Christengemeinde gruenden,
den Tod erleiden; die vorherrschende Macht will bewusst an der Macht bleiben...
Es stellt sich also die Frage: wie will das Christentum die realen menschen-verachtenden Machtverhaeltnisse aendern?
Der eine, erste Weg: die Menschen muessen in ihrem Herzen, im Denken und im
Handeln geheilt weden. Das geht nur in Gemeinschaften. Aber diese koennen nicht
"Geheimbuende" bleiben. Darum der zweite Weg: Man muss mit der Oeffentlichkeit und mit der bestehenden Macht (in Politik, Religion, Wirtschaft, Kultur) ins Gespraech kommen. Das ist ein Risiko...
Die Geschichte zeigt, mit dem Kaiser Konstantin hat sich die Situation stark geaendert. Das Christentum selbst kam an die Macht.
Heute erleben wir wieder eine sehr starke Situations-Veraenderung. Das Christentum ist oeffentlich hoch anerkannt; aber es verliert zusehends an gestaltender Kraft. Im weltweiten Machtgefuege - bis in die Doerfer, sogar in die Familien hinein - bestimmen andere Kraefte die Menschen.
Es stellt sich wieder noch draengender die Frage: wie will das Christentum die realen menschenverachtenden Machtverhaeltnisse aendern?
Wie wir es im Mittelalter gesehen haben: mit Bannstrahl, Verfolgung, Krieg und Diplomatie? Diese Strategien sind im Bewusstsein vieler Christen obsolet geworden; so geht's nicht mehr. Aber der Einzelne ist auch ziemlich machtlos...
Aufgeweckte Christengemeinden, mit gut vernetzten Menschen und teils in guten Stellungen in der Oeffentlichkeit... sie koennten als Sauerteig in Frage kommen.
Leider sind die meisten Christen mehr fromm als politisch, wirtschaftlich, oekologisch, kulturell aktiv... aktiv aus einem christlichen Menschen- und Weltverstaendnis heraus. Der Palmsonntag fraegt uns: bist Du bereit in einer Gruppe, einer Gemeinde von Jesus-Bewegten in Deine Oeffentlichkeit zu gehen?
Um dort die Botschaft Jesu heilsam wirken zu lassen!
Das "Geruecht" wird Jerusalem erreicht haben, dass da ein Profet aus Nazareth,
eine eigenartige und gefaehrliche Lehre verbreitet...
und jetzt inszeniert die "Jesus-Bewegung" einen oeffentlichen Einzug in die Stadt.
Einige jubeln, andere sind strikt dagegen, was soll das? Es scheint, die neue Bewegung hat entschieden: oeffentlich zu werden; in der Oeffentlichkeit mitzureden.
Man kann nicht eine "geheime Sekte" sein und die politisch-religioese Autoritaet
walten lassen. Heilsame Veraenderung braucht den Mut zur Oeffentlichkeit.
Sie wissen noch nicht, dass der Einzug in die Stadt den Tod bedeutet; dass die Stadt dann spaeter zerstoert wird; dass das Judentum in die Welt zerstreut wird...
und dass das Christentum die groesste Weltreligion werden wird.
Sie konfiszieren eine junge Eselin, sie konfiszieren einen Saal fuer ihre historische Befreiungsfeier, die zum "Letzten Abendmahl" wird. Sie machen vorerst einen Spektakel... singen Hosannah...
Spaeter werden noch manche, die in einer Stadt eine Christengemeinde gruenden,
den Tod erleiden; die vorherrschende Macht will bewusst an der Macht bleiben...
Es stellt sich also die Frage: wie will das Christentum die realen menschen-verachtenden Machtverhaeltnisse aendern?
Der eine, erste Weg: die Menschen muessen in ihrem Herzen, im Denken und im
Handeln geheilt weden. Das geht nur in Gemeinschaften. Aber diese koennen nicht
"Geheimbuende" bleiben. Darum der zweite Weg: Man muss mit der Oeffentlichkeit und mit der bestehenden Macht (in Politik, Religion, Wirtschaft, Kultur) ins Gespraech kommen. Das ist ein Risiko...
Die Geschichte zeigt, mit dem Kaiser Konstantin hat sich die Situation stark geaendert. Das Christentum selbst kam an die Macht.
Heute erleben wir wieder eine sehr starke Situations-Veraenderung. Das Christentum ist oeffentlich hoch anerkannt; aber es verliert zusehends an gestaltender Kraft. Im weltweiten Machtgefuege - bis in die Doerfer, sogar in die Familien hinein - bestimmen andere Kraefte die Menschen.
Es stellt sich wieder noch draengender die Frage: wie will das Christentum die realen menschenverachtenden Machtverhaeltnisse aendern?
Wie wir es im Mittelalter gesehen haben: mit Bannstrahl, Verfolgung, Krieg und Diplomatie? Diese Strategien sind im Bewusstsein vieler Christen obsolet geworden; so geht's nicht mehr. Aber der Einzelne ist auch ziemlich machtlos...
Aufgeweckte Christengemeinden, mit gut vernetzten Menschen und teils in guten Stellungen in der Oeffentlichkeit... sie koennten als Sauerteig in Frage kommen.
Leider sind die meisten Christen mehr fromm als politisch, wirtschaftlich, oekologisch, kulturell aktiv... aktiv aus einem christlichen Menschen- und Weltverstaendnis heraus. Der Palmsonntag fraegt uns: bist Du bereit in einer Gruppe, einer Gemeinde von Jesus-Bewegten in Deine Oeffentlichkeit zu gehen?
Um dort die Botschaft Jesu heilsam wirken zu lassen!
Mittwoch, 21. März 2012
Predigtskizze zum 5. Fasten-Sonntag B (25.03.20120 ) Jo 12.20-33
A) Wir werden heute auf die kommende Karwoche eingestimmt. Wir bekommen eine
Verstehensgrundlage fuer die "Passion" (Leidenschaft + Tod) Jesu. Um was geht es? Meint es JvN todernst mit seiner Botschaft / Mission?
B) Der Ev Joh zeigte uns in der Geschichte der Tempelreinigung, dass es Jesus darum geht, die juedische Religion zu reinigen; sie ist nicht eine Handels-angelegenheit; sie ist eine selbstlose Gottes-Anerkennung. Aber diese Anerkennung beschraenkt sich nicht auf die juedische Religion; als nun auch Griechen sich um
Jesus interessieren, ist ein Weg offen fuer alle Religionen / Menschen der Welt...
Damit ist im Prinzip die Mission Jesu "anfaenglich" grundgelegt; die Startbasis ist gelegt... nicht dass die Mission erfuellt waere, die geht bis "ans Ende der Welt".
Aber in bezug auf den spezifischen Beitrag Jesu kommt nun schon sehr schnell
der "Reality-test" (litmus-test). In der Johannes-Sprache ist das die "Verherrlichung" (glorify). Der Reality-test wird versinnbildlicht, verstaendlich gemacht,
durch das natuerliche Gleichnis vom Weizensamen. Der Tod ist im Sinne der Missions-Fruchtbarkeit nicht nur unvermeidlich sondern not-wendig; naturgesetzlich!
C) Wie im Fall JvN, so geht es auch uns:
Jede Person ist ein Mosaik-stein im Gesamtbild und bringt ihren Beitrag - und wer
es todernst meint, der wird um den "Reality-test" nicht herumkommen. Es stellt sich
also auch uns die Frage: Fuer welche Mission lebe + sterbe ich?
Die einen leben und sterben fuer die Natur; sie unterstellen sich "nur" dem uralten Naturgesetz, und heute auch dem Technikgesetz. Die moderne Technik verlangt viele Opfer (Fukushima: Natur + Technik). Es gibt viele Menschen, die leben "nur" beschraenkt, eben natuerlich/technisch (schlafwandlerisch / gedopt / voll ihren Leidenschaften ausgeliefert / naturbefangen).
Sie beweisen, zeigen immer wieder: so ist die Natur: aufbluehen + absterben!
Diese Leute sind wie die Blumen - aber auf der Ebene des "animal rationale".
Sie sterben natuerlich, technisch "aus natuerlichen Gruenden" (death by nature).
Dann sind da einige andere: sie empfinden eine Mission; Ihr Leben wird in den Dienst
einer Aufgabe gestellt; sie leben missions-bewusst: sie auch bluehen dabei auf und sterben dabei ab! Aber sie bluehen auf und sterben auch ab aufgrund ihres Einsatzes. Das natuerliche Gesetz wird durch das spirituelle Gesetz ueberhoeht.
(death by engagement).
Die beiden Todesarten sind nicht Gegensaetze und bei den meisten Menschen wohl recht verschmolzen. Aber JvN zeigt: Der Einsatz-Tod ist die christliche Todesart. Sie fuehrt zur Teilnahme an der Fuelle des Lebens.
Die Einsatz-Menschen haben nicht nur an der Natur und Technik teil, sie nehmen auch teil an der Geistesfuelle.
Die Karwoche zeigt uns, dass es dem JvN um ein neues weltweites Menschenbild todernst ist (und dabei werden wir auch Einblick bekommen um welches Menschenbild es bei JvN geht). Fuer heute aber: Wer sich einsetzt setzt sich dem Leben + dem Tod aus...
Verstehensgrundlage fuer die "Passion" (Leidenschaft + Tod) Jesu. Um was geht es? Meint es JvN todernst mit seiner Botschaft / Mission?
B) Der Ev Joh zeigte uns in der Geschichte der Tempelreinigung, dass es Jesus darum geht, die juedische Religion zu reinigen; sie ist nicht eine Handels-angelegenheit; sie ist eine selbstlose Gottes-Anerkennung. Aber diese Anerkennung beschraenkt sich nicht auf die juedische Religion; als nun auch Griechen sich um
Jesus interessieren, ist ein Weg offen fuer alle Religionen / Menschen der Welt...
Damit ist im Prinzip die Mission Jesu "anfaenglich" grundgelegt; die Startbasis ist gelegt... nicht dass die Mission erfuellt waere, die geht bis "ans Ende der Welt".
Aber in bezug auf den spezifischen Beitrag Jesu kommt nun schon sehr schnell
der "Reality-test" (litmus-test). In der Johannes-Sprache ist das die "Verherrlichung" (glorify). Der Reality-test wird versinnbildlicht, verstaendlich gemacht,
durch das natuerliche Gleichnis vom Weizensamen. Der Tod ist im Sinne der Missions-Fruchtbarkeit nicht nur unvermeidlich sondern not-wendig; naturgesetzlich!
C) Wie im Fall JvN, so geht es auch uns:
Jede Person ist ein Mosaik-stein im Gesamtbild und bringt ihren Beitrag - und wer
es todernst meint, der wird um den "Reality-test" nicht herumkommen. Es stellt sich
also auch uns die Frage: Fuer welche Mission lebe + sterbe ich?
Die einen leben und sterben fuer die Natur; sie unterstellen sich "nur" dem uralten Naturgesetz, und heute auch dem Technikgesetz. Die moderne Technik verlangt viele Opfer (Fukushima: Natur + Technik). Es gibt viele Menschen, die leben "nur" beschraenkt, eben natuerlich/technisch (schlafwandlerisch / gedopt / voll ihren Leidenschaften ausgeliefert / naturbefangen).
Sie beweisen, zeigen immer wieder: so ist die Natur: aufbluehen + absterben!
Diese Leute sind wie die Blumen - aber auf der Ebene des "animal rationale".
Sie sterben natuerlich, technisch "aus natuerlichen Gruenden" (death by nature).
Dann sind da einige andere: sie empfinden eine Mission; Ihr Leben wird in den Dienst
einer Aufgabe gestellt; sie leben missions-bewusst: sie auch bluehen dabei auf und sterben dabei ab! Aber sie bluehen auf und sterben auch ab aufgrund ihres Einsatzes. Das natuerliche Gesetz wird durch das spirituelle Gesetz ueberhoeht.
(death by engagement).
Die beiden Todesarten sind nicht Gegensaetze und bei den meisten Menschen wohl recht verschmolzen. Aber JvN zeigt: Der Einsatz-Tod ist die christliche Todesart. Sie fuehrt zur Teilnahme an der Fuelle des Lebens.
Die Einsatz-Menschen haben nicht nur an der Natur und Technik teil, sie nehmen auch teil an der Geistesfuelle.
Die Karwoche zeigt uns, dass es dem JvN um ein neues weltweites Menschenbild todernst ist (und dabei werden wir auch Einblick bekommen um welches Menschenbild es bei JvN geht). Fuer heute aber: Wer sich einsetzt setzt sich dem Leben + dem Tod aus...
Sonntag, 18. März 2012
neue Landung cf 4. Fasten-Sonntag B (180312)
Statt wie vorbereitet die Predigt "landen zu lassen" bei der Beachtung der Wahrnehmung, endete die Predigt (gehalten in Afrikaans) beim Vorschlag:
Beim Morgengebet vor dem Spiegel sich selbst zu sagen: Heute ist wieder
ein Tag der Uebung, ueben im Schrist-sein. Und bei der morgendlichen Haende-waschung klar feststellen, dass diese Haende gegeben sind um "meine eigene Welt" recht, sogar ev. besser zu machen.
Beim Morgengebet vor dem Spiegel sich selbst zu sagen: Heute ist wieder
ein Tag der Uebung, ueben im Schrist-sein. Und bei der morgendlichen Haende-waschung klar feststellen, dass diese Haende gegeben sind um "meine eigene Welt" recht, sogar ev. besser zu machen.
Sonntag, 11. März 2012
Predigtskizze zum 4. Fasten-Sonntag B (18.03.2012) Eph 2.4-10 + Joh 3.14-21
Ein erfuelltes Leben.
Das ist ein grossartiger und recht weit verbreiteter Wunsch! Um ihn zu realisieren gibt es viel Hilfe, Vor- und Ratschlaege, Buecher, CD's und Kurse etc...
Das meiste, das wir im Verlauf des Lebens unternehmen, steht irgendwie mit diesem Ziel im Zusammenhang.
Die Fastenzeit kann als Trainingsfeld der christlichen Praxis gesehen werden. Im Training mal Ausschau halten nach dem Ziel ist wohl klug und wohltuend. So fragen wir uns heute: Wie fuehrt uns das Christentum zu einem "erfuellten Leben"? (in der alten Sprache: "ewiges Leben"). Die andere Frage: wie denn ein erfuelltes Leben aussieht, die koennen wir kaum beantworten, hoechstens ertraeumen (was oft fehlgeht).
Jesus im Nikodemusgespraech und Paulus im Epheserbrief legen heute die Grund-
lagen, Grundhaltung fest:
A) Fuer sie beide gilt es als reales Faktum, dass der Jahwe-Gott die Welt und uns liebt. [In der Wahrnehmungs-Entwicklung des Jahwe-Gottes hat sich diese Sicht inzwischen als prioritaer durchgesetzt]. Wer sich fuer diese neue Sicht nicht entscheiden kann, lebt in der alten Welt; Er weiss dann, dass er noch nicht in eine neue Welt wiedergeboren ist.
B) Weil aber dieser Entscheid (angesichts der Wirklichkeit der alten Welt) nicht so einfach ist, sollten wir Hinweise suchen; Hinweise, dass Gott die Welt liebt (wer sucht, der findet).
1. Heute nun werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Christ das Leben des JvN als solchen Hinweis auffassen koennte. Gott hat uns ein solches Leben vor Augen gefuehrt...d.h. auch: auf unseren eigenen Weg mitgegeben - das ist eine grosse Gnade. Es ist also ratsam, vielleicht sogar sehr wichtig, das Leben des JvN so kritisch und meditativ wie moeglich zu verinnerlichen.
2. Auch ein Blick auf uns selbst kann uns weiterfuehren. Wenn wir unsere Person und unser Leben als "ein Kunstwerk Gottes" wahrnehmen, dann wird unsere Existenz ein Hinweis, dass Gott die Welt liebt. Neugeboren heisst ja, neue transzendenzfaehige Sinne haben, d.h. ein neues Wahrnehmungsvermoegen und damit konstruktiv eine neue Wirklichkeit wahrnehmen.
C) Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in den Uebungs-Alltag: Der Wahrnehmung besondere Beachtung schenken! Wagen wir es doch, darauf zu achten: von der komplexen Wirklichkeit: was waehlen wir aus? welche Modelle nutzen wir zur Wirklichkeitserfassung? welche "Farben" (Emotionen) tragen wir auf? was halten wir ueber die Zeit hinaus fest? und was vergessen wir so gern? ... Ein Licht geht uns auf, wenn wir feststellen, wie sehr unser Wahrnehmungs-Vermoegen das praegt, was wir dann "Wirklichkeit" nennen. In diesem Licht kann sogar der heidnische Koenig des Perserreiches Cyrus als "Erloeser des Volkes Gottes" gesehen werden! (AT-Lesung /
ein Titel, den wir fuer gewoehnlich dem Jesus Christus allein zugestehen)
"Erst wer Gnade wahrnehmen kann, kann sich erloest vorkommen".
Das ist ein grossartiger und recht weit verbreiteter Wunsch! Um ihn zu realisieren gibt es viel Hilfe, Vor- und Ratschlaege, Buecher, CD's und Kurse etc...
Das meiste, das wir im Verlauf des Lebens unternehmen, steht irgendwie mit diesem Ziel im Zusammenhang.
Die Fastenzeit kann als Trainingsfeld der christlichen Praxis gesehen werden. Im Training mal Ausschau halten nach dem Ziel ist wohl klug und wohltuend. So fragen wir uns heute: Wie fuehrt uns das Christentum zu einem "erfuellten Leben"? (in der alten Sprache: "ewiges Leben"). Die andere Frage: wie denn ein erfuelltes Leben aussieht, die koennen wir kaum beantworten, hoechstens ertraeumen (was oft fehlgeht).
Jesus im Nikodemusgespraech und Paulus im Epheserbrief legen heute die Grund-
lagen, Grundhaltung fest:
A) Fuer sie beide gilt es als reales Faktum, dass der Jahwe-Gott die Welt und uns liebt. [In der Wahrnehmungs-Entwicklung des Jahwe-Gottes hat sich diese Sicht inzwischen als prioritaer durchgesetzt]. Wer sich fuer diese neue Sicht nicht entscheiden kann, lebt in der alten Welt; Er weiss dann, dass er noch nicht in eine neue Welt wiedergeboren ist.
B) Weil aber dieser Entscheid (angesichts der Wirklichkeit der alten Welt) nicht so einfach ist, sollten wir Hinweise suchen; Hinweise, dass Gott die Welt liebt (wer sucht, der findet).
1. Heute nun werden wir darauf aufmerksam gemacht, dass der Christ das Leben des JvN als solchen Hinweis auffassen koennte. Gott hat uns ein solches Leben vor Augen gefuehrt...d.h. auch: auf unseren eigenen Weg mitgegeben - das ist eine grosse Gnade. Es ist also ratsam, vielleicht sogar sehr wichtig, das Leben des JvN so kritisch und meditativ wie moeglich zu verinnerlichen.
2. Auch ein Blick auf uns selbst kann uns weiterfuehren. Wenn wir unsere Person und unser Leben als "ein Kunstwerk Gottes" wahrnehmen, dann wird unsere Existenz ein Hinweis, dass Gott die Welt liebt. Neugeboren heisst ja, neue transzendenzfaehige Sinne haben, d.h. ein neues Wahrnehmungsvermoegen und damit konstruktiv eine neue Wirklichkeit wahrnehmen.
C) Vielleicht nehmen wir diesen Gedanken mit in den Uebungs-Alltag: Der Wahrnehmung besondere Beachtung schenken! Wagen wir es doch, darauf zu achten: von der komplexen Wirklichkeit: was waehlen wir aus? welche Modelle nutzen wir zur Wirklichkeitserfassung? welche "Farben" (Emotionen) tragen wir auf? was halten wir ueber die Zeit hinaus fest? und was vergessen wir so gern? ... Ein Licht geht uns auf, wenn wir feststellen, wie sehr unser Wahrnehmungs-Vermoegen das praegt, was wir dann "Wirklichkeit" nennen. In diesem Licht kann sogar der heidnische Koenig des Perserreiches Cyrus als "Erloeser des Volkes Gottes" gesehen werden! (AT-Lesung /
ein Titel, den wir fuer gewoehnlich dem Jesus Christus allein zugestehen)
"Erst wer Gnade wahrnehmen kann, kann sich erloest vorkommen".
Sonntag, 4. März 2012
Kinder, Kinder! Okakarara 04.03.2012
Um 07h30 fuhr ich los, den Wagen voll. 100 km spaeter,um 09h in Okakarara
muss ich erst die Wegschwierigkeiten vergessen, dann mich eine Stunde gedulden;
um 10h koennen wir beginnen; von ca. 120 Leuten sind es ca. 100 Kinder! Also:
auf KG (Kinder-Gottesdienst) umstellen:
A) als Beginn machen wir in der Kirche eine Prozession zur entfernten Kerze: der Fastenweg auf Ostern zu; wir singen und stampfen...
B) im folgenden "Kyrie" fragen wir um Erbarmen auf den vielen Weg-schwierigkeiten.
C) zum Tagesgebet: totale Stille
D) Die Erzaehlung: Abraham opfert Isaak - sagt Gott will keine Opfer; er ist inter-
essiert an unserem Leben: wie wir leben ist ihm wichtig: Gott des Lebens
E) Die Erzaehlung Tabor: Peter, James + John kennen Jesus kaum. Um ihnen zu zeigen, wer er ist, nimmt er sie auf einen Berg (wie der Waterberg). Dort strahlt er ganz weiss: alle GUTEN TATEN strahlen. Moses neben ihm zeigt: die Gesetze (zB 10 Gebote) fuehren zum Leben; Elia zeigt: Gesetze genuegen nicht: wir brauchen bessere Gesetze und und wir moegen mehr tun als nur die Gesetze einhalten.
Weiss, Moses, Elias zeigen: Jesus vereint die Drei zugunsten eines wundervollen Llebens.Dem Petrus, der Kirche gefaellt es: Gute Taten tun, Gesetz einhalten und mehr tun als das Gesetz fordert, so wird auch die Gemeinde Okakarar aufleben. Petrus will drei Zelte; wir schlagen vor: ein Zelt, damit alle drei in der einen Person gelebt werden.
F) Glaubensbekenntnis:
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen viele gute Taten tun? Jaaa......
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen die Gesetze halten? Jaaa...
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen mehr tun als nur die Gesetze halten?
Da war das Jaaa ganz kaerglich, die meisten blieben stummm...
muss ich erst die Wegschwierigkeiten vergessen, dann mich eine Stunde gedulden;
um 10h koennen wir beginnen; von ca. 120 Leuten sind es ca. 100 Kinder! Also:
auf KG (Kinder-Gottesdienst) umstellen:
A) als Beginn machen wir in der Kirche eine Prozession zur entfernten Kerze: der Fastenweg auf Ostern zu; wir singen und stampfen...
B) im folgenden "Kyrie" fragen wir um Erbarmen auf den vielen Weg-schwierigkeiten.
C) zum Tagesgebet: totale Stille
D) Die Erzaehlung: Abraham opfert Isaak - sagt Gott will keine Opfer; er ist inter-
essiert an unserem Leben: wie wir leben ist ihm wichtig: Gott des Lebens
E) Die Erzaehlung Tabor: Peter, James + John kennen Jesus kaum. Um ihnen zu zeigen, wer er ist, nimmt er sie auf einen Berg (wie der Waterberg). Dort strahlt er ganz weiss: alle GUTEN TATEN strahlen. Moses neben ihm zeigt: die Gesetze (zB 10 Gebote) fuehren zum Leben; Elia zeigt: Gesetze genuegen nicht: wir brauchen bessere Gesetze und und wir moegen mehr tun als nur die Gesetze einhalten.
Weiss, Moses, Elias zeigen: Jesus vereint die Drei zugunsten eines wundervollen Llebens.Dem Petrus, der Kirche gefaellt es: Gute Taten tun, Gesetz einhalten und mehr tun als das Gesetz fordert, so wird auch die Gemeinde Okakarar aufleben. Petrus will drei Zelte; wir schlagen vor: ein Zelt, damit alle drei in der einen Person gelebt werden.
F) Glaubensbekenntnis:
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen viele gute Taten tun? Jaaa......
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen die Gesetze halten? Jaaa...
Glaubt ihr es ist gut, wenn viele Menschen mehr tun als nur die Gesetze halten?
Da war das Jaaa ganz kaerglich, die meisten blieben stummm...
Freitag, 2. März 2012
Predigt-Skizze zum 3. Fasten-Sonntag B (11.03.2012) Exodus 20.1-17 (10 Gebote Moses) + John 2.13-25 (Tempelreinigung)
Tempelreinigung scheint mir eine ziemlich wichtige Angelegenheit fuer die Welt-Zukunft - und was immer als Tempel gelten mag, er muss rein und in Ehren gehalten werden.
In der Nachfolge Jesu versuchen wir den Welt-Tempel zu reinigen!
zum Beispiel im Rahmen der 10 Gebote des Moses, wo es heisst:
Wenn Du das Leben willst, dann...
Wir aber sind in der beruehmten Situation, die die Bibel so auskundschaftet:
Waehle das Leben oder den Tod! Diese Situation fordert zum Entscheid heraus!
Wenn die Welt zum Teufel gehen soll, waehle Strategie A
Wie es einst war im Anfang, als ich in den Welt-Tempel eintrat...
Wenn die Welt eher ein Paradies werden soll, dann waehle Strategie B
Es soll nicht mehr sein wie frueher, wenn ich ihn einst verlasse...
01 A ) Ich schaetze den Gott Mamon ueber alles: ohne ihn geht nichts. Geld ist die
beste Gnade, das hoechste Gut.
01 B ) Ich glaube nicht an den Gott Mamon; Geld ist ein erfundenes Instrument, das
notduerftig und zwangsmaessig den Tauschhandel ersetzt.Ich aber glaube an
den Gott der Liebe.
02 A ) Wer etwas auf sich gibt, wer einen beruehmten Namen haben will, der muss
reich sein. Geld regieret die Welt - dem stimm ich zu. Wer nicht konsumiert,
ist selber schuld.
02 B ) Ich mache mir einen Namen in der Reichtums-Verteilung: dass alle teil-nehmen
koennen an der Fuelle des Lebens.
03 A ) Zeit ist Geld; entweder ich arbeite fuer sie oder sie fuer mich. Es gibt keine
unbezahlte Minute. Freizeit ist ein Geschaeft.
03 B ) Ich schaetze unbezahlbare Dinge und biete sie auch an. Fuer Geld sorge ich
nur circa 5 x 8h's in der Woche.
04 A ) Kein gutes Wort ohne Bezahlung. Ich verkaufe Wissen, Erfahrung und
Einsichten nur dem Hoechst-Bietenden.
04 B ) Ich erzaehle gratis. Erziehung und Schule muessen grais geliefert werden.
05 A ) Militaerische Aufruestung ist ein gutes Geschaeft - es lohnt sich.
05 B ) Meine Investitionen foerdern das Leben.
06 A ) Sex ist kaeuflich und Vertraege werden nur gegen gutes Geld eingehalten.
06 B ) Vertraege werden treu eingehalten und Sex ist unbezahlbar.
07 A ) Ich konsumiere was ich will, ohne zu merken, welchem Trend ich folge.
07 B ) Ich konsuiere und kaufe "fair". Der Kunde ist Koenig.
08 A ) Die Welt will betrogen sein, Schein statt Sein.
08 B ) Ich lasse mich vom Geldreichtum nicht blenden; ich bin fuer Qualitaet.
09 A ) Besitztum ist heilig und geht niemand etwas an.
09 B ) Ich bin fuer gerechte Resourcen-Verteilung.
10 A ) Ich nutze alles und jeden so gut wie moeglich aus; meine Umgebung ist mir zu
Diensten. Jedem das Seine und mir etwas mehr.
10 B ) Die Gueter anderer werd' ich nicht missbrauchen, Ich bin fuers "teilen".
Wenn ich ein Jude waere, wuerde ich auf ein Wunder hoffen.
Wenn ich ein Grieche waere, wuerde ich alle Weisheiten studieren.
Wenn ich ein Christ waere, wuerde ich mich auf die Socken machen.
In der Nachfolge Jesu versuchen wir den Welt-Tempel zu reinigen!
zum Beispiel im Rahmen der 10 Gebote des Moses, wo es heisst:
Wenn Du das Leben willst, dann...
Wir aber sind in der beruehmten Situation, die die Bibel so auskundschaftet:
Waehle das Leben oder den Tod! Diese Situation fordert zum Entscheid heraus!
Wenn die Welt zum Teufel gehen soll, waehle Strategie A
Wie es einst war im Anfang, als ich in den Welt-Tempel eintrat...
Wenn die Welt eher ein Paradies werden soll, dann waehle Strategie B
Es soll nicht mehr sein wie frueher, wenn ich ihn einst verlasse...
01 A ) Ich schaetze den Gott Mamon ueber alles: ohne ihn geht nichts. Geld ist die
beste Gnade, das hoechste Gut.
01 B ) Ich glaube nicht an den Gott Mamon; Geld ist ein erfundenes Instrument, das
notduerftig und zwangsmaessig den Tauschhandel ersetzt.Ich aber glaube an
den Gott der Liebe.
02 A ) Wer etwas auf sich gibt, wer einen beruehmten Namen haben will, der muss
reich sein. Geld regieret die Welt - dem stimm ich zu. Wer nicht konsumiert,
ist selber schuld.
02 B ) Ich mache mir einen Namen in der Reichtums-Verteilung: dass alle teil-nehmen
koennen an der Fuelle des Lebens.
03 A ) Zeit ist Geld; entweder ich arbeite fuer sie oder sie fuer mich. Es gibt keine
unbezahlte Minute. Freizeit ist ein Geschaeft.
03 B ) Ich schaetze unbezahlbare Dinge und biete sie auch an. Fuer Geld sorge ich
nur circa 5 x 8h's in der Woche.
04 A ) Kein gutes Wort ohne Bezahlung. Ich verkaufe Wissen, Erfahrung und
Einsichten nur dem Hoechst-Bietenden.
04 B ) Ich erzaehle gratis. Erziehung und Schule muessen grais geliefert werden.
05 A ) Militaerische Aufruestung ist ein gutes Geschaeft - es lohnt sich.
05 B ) Meine Investitionen foerdern das Leben.
06 A ) Sex ist kaeuflich und Vertraege werden nur gegen gutes Geld eingehalten.
06 B ) Vertraege werden treu eingehalten und Sex ist unbezahlbar.
07 A ) Ich konsumiere was ich will, ohne zu merken, welchem Trend ich folge.
07 B ) Ich konsuiere und kaufe "fair". Der Kunde ist Koenig.
08 A ) Die Welt will betrogen sein, Schein statt Sein.
08 B ) Ich lasse mich vom Geldreichtum nicht blenden; ich bin fuer Qualitaet.
09 A ) Besitztum ist heilig und geht niemand etwas an.
09 B ) Ich bin fuer gerechte Resourcen-Verteilung.
10 A ) Ich nutze alles und jeden so gut wie moeglich aus; meine Umgebung ist mir zu
Diensten. Jedem das Seine und mir etwas mehr.
10 B ) Die Gueter anderer werd' ich nicht missbrauchen, Ich bin fuers "teilen".
Wenn ich ein Jude waere, wuerde ich auf ein Wunder hoffen.
Wenn ich ein Grieche waere, wuerde ich alle Weisheiten studieren.
Wenn ich ein Christ waere, wuerde ich mich auf die Socken machen.
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