Wo liegt der Fehl-Entscheid ? Bei der Seligsprechungsbehoerde, bei mir oder beim Papst Paul VI ??? Ich bin dem Erzbischof von Milano Seine Ex. G.B. Montini
ca. 5 x persoenlich begegnet. Mein Eindruck: Ein richtig nobler Aristokrat.
Als er 1968 in der Enzyklika "Humanae Vitae" die kuenstliche Empfaengnis-Verhuetung fuer Katholiken als nicht anwendbar deklarierte, war ich gerade mit einer internat. kath. Jugendgruppe auf einer Pilgerreise. Die Gruppe spuerte: hier ist ein Papst fehlgegangen. Nicht nur gegen die eigene Expertenkommission, nicht
nur gegen den Weltkongress der Laien, nicht nur gegen die Mehrheit der Moral-theologen sondern eben auch gegen das Gespuer der Mehrheit engagierter Katholiken. Es haette "anderes anders" gesagt werden muessen. Wir gestehen
ihm zu: er hat nach "bestem Wissen und Gewissen" selbst autokratisch ent- schieden. Er hat gewisse Argumente fuer ein Verbot anders gewichtet: "paepstlich"
statt kollegial. Es ist eben gefaehrlich, "mit bestem Wissen und Gewissen" allein ! statt partnerschaftlich zu entscheiden.Erfreulich am Synoden-Seligen ist fuer mich nur, dass nun offensichtlich (in meiner Sicht) "solche Fehlentscheidung" im Heiligtum
ein- und nicht ausgeschlossen ist. D.h. wer kuenstlich verhuetet hat trotzdem die Chance heilig zu werden.
Nach dem schwierigen Marathonlauf (JL. Marion "Gott ohne Sein" 2014) musste ich zur Erholung eine Pause einschalten. Vielleicht gelingt es mir das Buch nun auch zu
studieren - Ontologie hatte ich zuletzt 1960/61 bei Prof. Truetsch - aber zuerst mal: relax ! Dazu dient mir das Buch: Keith Hill: "Die Gott Revolution" (Verlag Via Nova 2014). Es ist wunderbar, wie Hill die Veraenderung der Gottes-Vorstellung - vor allem auch in Europa - beschreibt. Ich selber wuerde nicht von einer Revolution
sprechen sondern eher von einer Evolution (vor allem auch deshalb, weil viele Glaeubige diese Entwicklung kaum spueren, hoechstens erahnen und sehr wenige sie bewusst mitsteuern). Das Buch ritzt an der Frage: Ob der Mensch Gott er- funden hat? Und wenn JA, wuerde das dem Geheimnis Gott schaden ? oder den Menschen ehren ? Wie weit ertraegt es die Menschheit, einzusehen, dass sie Gott erfunden hat (nicht nur entdeckt!) Wenn schon der Kosmos-Anfang so sistiert war, dass Leben, Mensch entstanden, dann vielleicht auch so, dass Gott und Jesus dem
Leben entspringen konnten... "Gott im Horizont des Lebens"
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Freitag, 24. Oktober 2014
Donnerstag, 16. Oktober 2014
Ein schwieriger Marathonlauf...
Seit 2000 Jahren beschaeftigen sich Maenner und Frauen mit der Christlichen Theology. Mit Jesus im Blick, die Evangelien im Ohr, die andeern Schriften im Gedaechtnis, das Alte Testament im Hintergrund, die Zeitepochen als Rahmen und vor allem "Gott im Glauben", so haben sie viel Erkenntnis, viel Streit und allerbeste Ratschlaege gefunden und all dies in den Geschichtsverlauf eingestreut... und die Entwicklung stolpert weiter in eine ungewisse Zukunft...
Und nun kommt ein Franzose, Mr. Jean-Luc Marion und veroeffentlicht erstmals 1982 ! den Text "Dieu sans l'etre".
Prof. JL Marion geb. 1946, lehrt Philosophie an der Sorbonne (Paris) und Theologie in Chicago und ist MItglied der Academie francaise.
Und - warum wohl ??? - wurde der Text erst 2014 ins Deutsche uebersetzt als
"Gott ohne Sein" ? Wurde dadurch nicht die Auseinandersetzung mit diesem epochalen Werk im deutschen Sprachraum straeflich verzoegert ???
Das Buch (erschienen 2014 im Verlag F. Schoeningh) empfinde ich als schwer zu lesen und noch schwerer zu verstehen. Es macht den Versuch - entgegen einer 2000 jaehrigen Tradition - Gott ausserhalb der Ontologie und der Metaphysik
anzusiedeln. Vor allem setzt er sich mit Thomas von Aquin auseinander und wider-
spricht Heidegger. Er versucht zu verstehen, was Schelling meinte mit "Freiheit Gottes gegen seine Existenz". Kann das Sein den wirklichen Gott in sich aufnehmen?
Hat Gott im Sein zu sein oder gibt es IHN ausserhalb des Seins?
Marion lehrt: Es gibt den unerkennbaren Gott - aber die Frage nach Gott hat nicht das Sein sondern die Liebe zum Horizont. Gott ist total GABE, die nicht ist da sie sich stets gibt bevor sie ist, also unfassbar. Es ist wie bei der eucharistischen Gabe, die darin besteht, dass in ihr die Liebe ein Leib wird mit unserem Leib.
GOTT IST NICHT - ER EXISTIERT NICHT - ES GIBT IHN NUR
Gott ist nicht im Sein, noch ist er weder Seinsgrund noch Existengrund; Er gibt sich in die Annahme. DIE LIEBE MUSS NICHT SEIN - SO LIEBT GOTT OHNE SEIN.
Die Deklaration "GOTT OHNE SEIN" entzaubert die ONTO-logy, saekularisiert die
META-physik, fordert die Neuro-psychology und ladet die THEO-logy ein, ganz neu
zu denken.
Und nun kommt ein Franzose, Mr. Jean-Luc Marion und veroeffentlicht erstmals 1982 ! den Text "Dieu sans l'etre".
Prof. JL Marion geb. 1946, lehrt Philosophie an der Sorbonne (Paris) und Theologie in Chicago und ist MItglied der Academie francaise.
Und - warum wohl ??? - wurde der Text erst 2014 ins Deutsche uebersetzt als
"Gott ohne Sein" ? Wurde dadurch nicht die Auseinandersetzung mit diesem epochalen Werk im deutschen Sprachraum straeflich verzoegert ???
Das Buch (erschienen 2014 im Verlag F. Schoeningh) empfinde ich als schwer zu lesen und noch schwerer zu verstehen. Es macht den Versuch - entgegen einer 2000 jaehrigen Tradition - Gott ausserhalb der Ontologie und der Metaphysik
anzusiedeln. Vor allem setzt er sich mit Thomas von Aquin auseinander und wider-
spricht Heidegger. Er versucht zu verstehen, was Schelling meinte mit "Freiheit Gottes gegen seine Existenz". Kann das Sein den wirklichen Gott in sich aufnehmen?
Hat Gott im Sein zu sein oder gibt es IHN ausserhalb des Seins?
Marion lehrt: Es gibt den unerkennbaren Gott - aber die Frage nach Gott hat nicht das Sein sondern die Liebe zum Horizont. Gott ist total GABE, die nicht ist da sie sich stets gibt bevor sie ist, also unfassbar. Es ist wie bei der eucharistischen Gabe, die darin besteht, dass in ihr die Liebe ein Leib wird mit unserem Leib.
GOTT IST NICHT - ER EXISTIERT NICHT - ES GIBT IHN NUR
Gott ist nicht im Sein, noch ist er weder Seinsgrund noch Existengrund; Er gibt sich in die Annahme. DIE LIEBE MUSS NICHT SEIN - SO LIEBT GOTT OHNE SEIN.
Die Deklaration "GOTT OHNE SEIN" entzaubert die ONTO-logy, saekularisiert die
META-physik, fordert die Neuro-psychology und ladet die THEO-logy ein, ganz neu
zu denken.
Samstag, 11. Oktober 2014
HGU + APC (3)
In 1988 (also schon vor der Unabhaengigkeit Namibias) diskutierten wir intensiv
die FRAGE: WAS / WIE die Kirche in einem unabhaengigen Namibia zur gesellschaftl.
Entwicklung beitragen kann ? In einem dreijaehrigen kreativen Prozess erarbeiteten wir "APC" als eine "METHODE durch Kunst-AUSUEBBUNG zu erziehen"- um dann auf
der Missions-Station Otshikuku 1993 das erste APC zu eroeffnen (damals war ich Bischofs-Vikar fuer das gesamte Owambo-Gebiet / die Katechetin Lis Hidber
wurde erste CM (Centre Manager).
Ein Grundprinzip von APC ist die Freiwilligkeit - die Kinder kommen, weil das APC attraktiv ist; alle im APC sind Lernende und Lehrende... Auch im APC uebernimmst du Vor- Gegebenes (Instrument, Noten, Technik, Mitspieler etc...) aber mit und nach der Aneignung gehst du weiter, du verausgabst dich in Auffuehrungen, Ausstellung- en, Aktionen etc... In der Einzel- und Gruppen-performance wird das "glauben" an sich selbst, an die Welt (dass, wenn ich die Floete richtig "handhabe, sie auch richtig toenen wird) und an die Transzendenz (Noten/Instrument + Ich = Musik) eingeuebt. Im Mitarbeiten am APC und im Spielen in den Orchestern etc.. wird das Einleben in die Gemeinschaft deutlich. Auf Abmachung hin spielt APC oefters in Kirchen. Im APC werden die sozialen Probleme der Kinder direkt angegangen, oft wird ihre "Laufbahn" besprochen; Schulprobleme werden geloest etc... "job-creation" fuer APC-Absolventen in den APC's selbst und in andern Institutionen sind uns ein wichtiges Anliegen.
2004 waehrend dem Aufbau von APC-Tsumeb haben wir entschieden die APC's in einer staatlich anerkannten "Company not for gain" rechtlich als staatlich und religioes unabhaengigen selbstaendigen Verein fuer die Zukunft abzusichern...
Seit 2011 arbeiten wir auch am APC-Otjiwarongo... und wir wurden faehig "Marimbas" herzustellen.
Diese Schilderung versucht zu verdeutlichen, warum wir nicht im heutigen kirchlichen Sinne "Katechese" sind. Wir dienen weniger der Kirche als vielmehr den Menschen und der Gesellschaft - was ja Grundaufgabe der Kirche waere.
"Eine Kirche die nicht dient dient zu nichts".
Wenn die kirchliche Katechese sich nicht sprunghaft weiter-entwickelt, wird sie zur
Immunisierung der Kinder gegenueber der Weltentwicklung und nicht zur heilenden
Mitspielerin.Wir sind also der "kirchl. Katechese" voraus und zeigen konkret was in der heutigen Situation jede Christl. Gemeinde (Pfarrei) tun sollte: ein APC eroeffnen.
die FRAGE: WAS / WIE die Kirche in einem unabhaengigen Namibia zur gesellschaftl.
Entwicklung beitragen kann ? In einem dreijaehrigen kreativen Prozess erarbeiteten wir "APC" als eine "METHODE durch Kunst-AUSUEBBUNG zu erziehen"- um dann auf
der Missions-Station Otshikuku 1993 das erste APC zu eroeffnen (damals war ich Bischofs-Vikar fuer das gesamte Owambo-Gebiet / die Katechetin Lis Hidber
wurde erste CM (Centre Manager).
Ein Grundprinzip von APC ist die Freiwilligkeit - die Kinder kommen, weil das APC attraktiv ist; alle im APC sind Lernende und Lehrende... Auch im APC uebernimmst du Vor- Gegebenes (Instrument, Noten, Technik, Mitspieler etc...) aber mit und nach der Aneignung gehst du weiter, du verausgabst dich in Auffuehrungen, Ausstellung- en, Aktionen etc... In der Einzel- und Gruppen-performance wird das "glauben" an sich selbst, an die Welt (dass, wenn ich die Floete richtig "handhabe, sie auch richtig toenen wird) und an die Transzendenz (Noten/Instrument + Ich = Musik) eingeuebt. Im Mitarbeiten am APC und im Spielen in den Orchestern etc.. wird das Einleben in die Gemeinschaft deutlich. Auf Abmachung hin spielt APC oefters in Kirchen. Im APC werden die sozialen Probleme der Kinder direkt angegangen, oft wird ihre "Laufbahn" besprochen; Schulprobleme werden geloest etc... "job-creation" fuer APC-Absolventen in den APC's selbst und in andern Institutionen sind uns ein wichtiges Anliegen.
2004 waehrend dem Aufbau von APC-Tsumeb haben wir entschieden die APC's in einer staatlich anerkannten "Company not for gain" rechtlich als staatlich und religioes unabhaengigen selbstaendigen Verein fuer die Zukunft abzusichern...
Seit 2011 arbeiten wir auch am APC-Otjiwarongo... und wir wurden faehig "Marimbas" herzustellen.
Diese Schilderung versucht zu verdeutlichen, warum wir nicht im heutigen kirchlichen Sinne "Katechese" sind. Wir dienen weniger der Kirche als vielmehr den Menschen und der Gesellschaft - was ja Grundaufgabe der Kirche waere.
"Eine Kirche die nicht dient dient zu nichts".
Wenn die kirchliche Katechese sich nicht sprunghaft weiter-entwickelt, wird sie zur
Immunisierung der Kinder gegenueber der Weltentwicklung und nicht zur heilenden
Mitspielerin.Wir sind also der "kirchl. Katechese" voraus und zeigen konkret was in der heutigen Situation jede Christl. Gemeinde (Pfarrei) tun sollte: ein APC eroeffnen.
Freitag, 10. Oktober 2014
HGU + APC (2)
Um dem katechet. Dienst gerecht werden zu koennen, muss die Situation der Kinder and Familien in der Gemeinde beruecksichtigt werden.
Eine Situations-Analyse zeigt:
Die meisten Kinder + Jugendlichen leben in einer "ungeordneten Familie" und sie
erleben "fortwaehrend" Alkohol, Droge, Gewalt, Diebstahl etc... etc...
die Wohnverhaeltnisse sind unzureichend... die Betreuung ist vernachlaessigt...
die Schule lahm... die beruflichen Zukunftsaussichten sind gering...(nicht nur wegen
der Arbeitslosigkeit)... Korruption ist normal... die Kirche ist "obligatorisch"...
TV + IT +Nwss + Party's + Sekten sind zuhauf in Betrieb. Die Jugend schwimmt in
die Relativitaet... zweifelt ob der Herrgott interveniert und singen doch: lobet und preiset ihr Voelker den Herrn" obwohl Namibia ein saekularer Staat ist.
Die FRAGE lautet: Zu welcher "katechet. Erziehung" sind wir als namibische Kirche heute in dieser Situation faehig ??? [glauben + leben einueben]
Unter Katechese verstehe ich "Einfuehrung von Kinder + Jugendlichen in das kirchliche Glauben und Handeln der Christlichen Gemeinde".
Dabei darf man in der Praxis weder das kirchl. Personal noch die Adressaten ueberfordern. Man muss auch die Gegenwarts-Situation" in Rechnung stellen
(zB in Namibia den Tribalismus / die Ratio-Kompetenz etc...)
Das Katechumenat wird heute so stark an die Institution Kirche gebunden, damit die Interessierten das offizielle kirchliche Glauben und Handeln uebernehmen - nicht um Glauben und Handeln in der modernen Zeit zu befaehigen zu ueberleben. In diesem Sinne sehe ich die heutige kirchl. Katechese mehr als eine VEREINNAHMUNG als eine VERAUSGABUNG - das Salz, die Hefe, der Aufwind ??? Ich sehe die gefirmten jungen Katecheten/innen als not-
wendige Inspiration (Holy Spirit) fuer die heutige Kirche. Wer sie "einbettet"
reduziert sie auf den executiven Dienst... wie wir es uns in der Litugie angewoehnt haben: "Jetzt sagen mal alle schoen AMEN." (Ob du mit dem Gebet einverstanden bist oder nicht, spielt gar keie Rolle).
Das HGU Beispiel und viele andere zeigen, im moment ist die Kirche (auch in Namibia) nicht faehig die Inspiration fliessen zu lassen und ihre Attraktivitaet
schwindet bedenklich.
Eine Situations-Analyse zeigt:
Die meisten Kinder + Jugendlichen leben in einer "ungeordneten Familie" und sie
erleben "fortwaehrend" Alkohol, Droge, Gewalt, Diebstahl etc... etc...
die Wohnverhaeltnisse sind unzureichend... die Betreuung ist vernachlaessigt...
die Schule lahm... die beruflichen Zukunftsaussichten sind gering...(nicht nur wegen
der Arbeitslosigkeit)... Korruption ist normal... die Kirche ist "obligatorisch"...
TV + IT +Nwss + Party's + Sekten sind zuhauf in Betrieb. Die Jugend schwimmt in
die Relativitaet... zweifelt ob der Herrgott interveniert und singen doch: lobet und preiset ihr Voelker den Herrn" obwohl Namibia ein saekularer Staat ist.
Die FRAGE lautet: Zu welcher "katechet. Erziehung" sind wir als namibische Kirche heute in dieser Situation faehig ??? [glauben + leben einueben]
Unter Katechese verstehe ich "Einfuehrung von Kinder + Jugendlichen in das kirchliche Glauben und Handeln der Christlichen Gemeinde".
Dabei darf man in der Praxis weder das kirchl. Personal noch die Adressaten ueberfordern. Man muss auch die Gegenwarts-Situation" in Rechnung stellen
(zB in Namibia den Tribalismus / die Ratio-Kompetenz etc...)
Das Katechumenat wird heute so stark an die Institution Kirche gebunden, damit die Interessierten das offizielle kirchliche Glauben und Handeln uebernehmen - nicht um Glauben und Handeln in der modernen Zeit zu befaehigen zu ueberleben. In diesem Sinne sehe ich die heutige kirchl. Katechese mehr als eine VEREINNAHMUNG als eine VERAUSGABUNG - das Salz, die Hefe, der Aufwind ??? Ich sehe die gefirmten jungen Katecheten/innen als not-
wendige Inspiration (Holy Spirit) fuer die heutige Kirche. Wer sie "einbettet"
reduziert sie auf den executiven Dienst... wie wir es uns in der Litugie angewoehnt haben: "Jetzt sagen mal alle schoen AMEN." (Ob du mit dem Gebet einverstanden bist oder nicht, spielt gar keie Rolle).
Das HGU Beispiel und viele andere zeigen, im moment ist die Kirche (auch in Namibia) nicht faehig die Inspiration fliessen zu lassen und ihre Attraktivitaet
schwindet bedenklich.
Donnerstag, 9. Oktober 2014
HGU - kirchl. Katechese ! + APC-Namibia?
Die HGU-Teams (Heim-Gruppen-Unterricht) von Muettern (und Vaeter) haben schon viel Gutes in den Pfarreien getan und wirken weiter.... Der HGU, entstanden aus dem Wind des Vatikanum 2, war eine Bewegung zur Verlebendigung der Kirche von
der Basis her. Und nun hat ein "Trend der Zeit", eine Stroemung, der auch die Kirche stark ausgesetzt ist, naemlich die Institutionalisierung, die gute Aufgabe einver- leibt. Der Verein ist aufgeloest. Er war Traeger und Beweger des Unternehmens.
Nun ist der HGU in den Haenden einer katechet. Fachstelle. Und die Basis wird nun
das "fachlich Richtige" tun - ob das "glauben" so weitergegeben werden kann ?
Es geht der liturg. Bewegung aehnlich. Eine zentrale Fachstelle im Vatikan sagt
wie in aller Welt in der kath. Messe der "Friedensgruss" ausgetauscht werden soll.
Und der Priester soll ja nicht zu den Glaeubigen "hinuntersteigen"; und der "Pax Christi" (und ja nichts anderes) soll ausgetauscht werden. Von oben angeordnet!
Ob in der Kathedrale von Chur oder unter der "Baumkirche" in Orwetoveni - der
Friede ist "institutionalisiert". Keine persoenliche Anteilnahme, keine Bewegung .
Und Papst Francis hat unterschrieben... "ein Trend der Zeit" !
Schon 1988 kaum in Namibia, vesuchte ich in der Bischofskonferenz zu verhindern,
dass die Jugendverbaende (JW + BR) als "Leitung" ein bezahltes "Buero" in der Konferenz erhielten. Vergeblich! Nun serbeln die Vereine ab... Das ist nicht die
Schuld der "Angestellten" im Buero; die tun ihr Bestes.
Als "Ausbildner des kirchlichen Personals" gelang mir auf dem katechet. Feld u.a.:
a) In den Christlichen Gemeinden gibt es nicht mehr nur einen Katecheten sondern
eine Gruppe, die den katechet. Dienst ausfuehrt.
b) Das katechetische Team hat Mitspracherecht in der Logistic, in der Methodik und im Inhalt gegenueber "der Vergangenheit" (wie man es frueher tat) und gegenueber dem Pfarramt.
c) Mehrere Gemeinden haben auf ihre Art das Modell "HGU" inkulturiert.
Es ist mir noch heute eine Freude, die katechet. Bemuehungen mitzuverfolgen -
auch wenn sich der Misserfolg immer deutlicher abzeichnet.
Frtstzg folgt...
der Basis her. Und nun hat ein "Trend der Zeit", eine Stroemung, der auch die Kirche stark ausgesetzt ist, naemlich die Institutionalisierung, die gute Aufgabe einver- leibt. Der Verein ist aufgeloest. Er war Traeger und Beweger des Unternehmens.
Nun ist der HGU in den Haenden einer katechet. Fachstelle. Und die Basis wird nun
das "fachlich Richtige" tun - ob das "glauben" so weitergegeben werden kann ?
Es geht der liturg. Bewegung aehnlich. Eine zentrale Fachstelle im Vatikan sagt
wie in aller Welt in der kath. Messe der "Friedensgruss" ausgetauscht werden soll.
Und der Priester soll ja nicht zu den Glaeubigen "hinuntersteigen"; und der "Pax Christi" (und ja nichts anderes) soll ausgetauscht werden. Von oben angeordnet!
Ob in der Kathedrale von Chur oder unter der "Baumkirche" in Orwetoveni - der
Friede ist "institutionalisiert". Keine persoenliche Anteilnahme, keine Bewegung .
Und Papst Francis hat unterschrieben... "ein Trend der Zeit" !
Schon 1988 kaum in Namibia, vesuchte ich in der Bischofskonferenz zu verhindern,
dass die Jugendverbaende (JW + BR) als "Leitung" ein bezahltes "Buero" in der Konferenz erhielten. Vergeblich! Nun serbeln die Vereine ab... Das ist nicht die
Schuld der "Angestellten" im Buero; die tun ihr Bestes.
Als "Ausbildner des kirchlichen Personals" gelang mir auf dem katechet. Feld u.a.:
a) In den Christlichen Gemeinden gibt es nicht mehr nur einen Katecheten sondern
eine Gruppe, die den katechet. Dienst ausfuehrt.
b) Das katechetische Team hat Mitspracherecht in der Logistic, in der Methodik und im Inhalt gegenueber "der Vergangenheit" (wie man es frueher tat) und gegenueber dem Pfarramt.
c) Mehrere Gemeinden haben auf ihre Art das Modell "HGU" inkulturiert.
Es ist mir noch heute eine Freude, die katechet. Bemuehungen mitzuverfolgen -
auch wenn sich der Misserfolg immer deutlicher abzeichnet.
Frtstzg folgt...
Donnerstag, 25. September 2014
HGU / Heim-Gruppen-Unterricht
zum Anlass der Aufloesung des HGU-Vereins am 24.09.2014 erfand ich folgenden
Text unter dem Titel: gestern sagte der Schaffner:
"Der Zug faehrt weiter bis zur Endstation".
Es gab einmal (so in den siebziger Jahren des letzten Jht) eine katechetische Bewegung von juengeren Muettern (und Vaeter), die in katholischen Pfarreien fuer die Erstklaessler etc... den Einstieg ins "KATECHUMENAT" in die eigenen Haende nahmen... (also die Einfuehrung in den Glauben und in die Praxis des Kirchenlebens).
Ob das gut gehen wird ? Ist das nicht gefaehrlich ?
Trotzdem: Der offizielle Segen war damals jedoch gegeben.
Gefaehrlich war die Bewegung wegen dem Dilemma: Welcher Glaube denn weiter
gegeben wird ? Jener der juengeren Muetter oder jener des Katechismus ?
Klare Antwort: WEDER - NOCH !
Und "Reli" zuhause; weder in der Schule noch im Kirchenzentrum - ist das nicht zu
unoffiziell / unkontrollierbar : WEDER - NOCH !
Eine HGU-Regel war:
Die "Gruppe der Muetter" (HGU-Team) traf sich zur Beratung und Vorbereitung des "WAS + WIE im HGU". Dieses Team war "Kirche in Bewegung": Das per- soenliche "glauben" und der offizielle "Glauben" trafen sich zum Gespraech um "glauben" an die naechste Generation weiter zu vermitteln. Also 1 + 1 = 3
Sowas nennt sich Entwicklung von der Basis her !
Doch von der andern Seite naeherte sich hilfreich die Institution, die professionell
Abgesicherten, jene mit dem Siegel der Offizialitaet. Sie haben das Kind (HGU genannt) VORSORGLICH einverleibt und - abgesegnet.
Die schwierige Bewegung im Wirbelwind der Zeit (nach dem Vatik. Konzil 1962-65)
wurde institutionell sichergestellt - und der Foehn flaut ab !
Doch der bewegende Lebens-Geist weht weiter - und zwar wo ER will - eventuell
eben auch ausserhalb der Windschutzanlage.
Den interessiert Bewegten meine hohe Anerkennung zum HGU-Abenteuer;
die Jesus-Bewegung kommt von unten und die stattlichen Tempel verbluehen,
denn welchen Glauben wir weitergeben ist noch heute entscheidend.
Text unter dem Titel: gestern sagte der Schaffner:
"Der Zug faehrt weiter bis zur Endstation".
Es gab einmal (so in den siebziger Jahren des letzten Jht) eine katechetische Bewegung von juengeren Muettern (und Vaeter), die in katholischen Pfarreien fuer die Erstklaessler etc... den Einstieg ins "KATECHUMENAT" in die eigenen Haende nahmen... (also die Einfuehrung in den Glauben und in die Praxis des Kirchenlebens).
Ob das gut gehen wird ? Ist das nicht gefaehrlich ?
Trotzdem: Der offizielle Segen war damals jedoch gegeben.
Gefaehrlich war die Bewegung wegen dem Dilemma: Welcher Glaube denn weiter
gegeben wird ? Jener der juengeren Muetter oder jener des Katechismus ?
Klare Antwort: WEDER - NOCH !
Und "Reli" zuhause; weder in der Schule noch im Kirchenzentrum - ist das nicht zu
unoffiziell / unkontrollierbar : WEDER - NOCH !
Eine HGU-Regel war:
Die "Gruppe der Muetter" (HGU-Team) traf sich zur Beratung und Vorbereitung des "WAS + WIE im HGU". Dieses Team war "Kirche in Bewegung": Das per- soenliche "glauben" und der offizielle "Glauben" trafen sich zum Gespraech um "glauben" an die naechste Generation weiter zu vermitteln. Also 1 + 1 = 3
Sowas nennt sich Entwicklung von der Basis her !
Doch von der andern Seite naeherte sich hilfreich die Institution, die professionell
Abgesicherten, jene mit dem Siegel der Offizialitaet. Sie haben das Kind (HGU genannt) VORSORGLICH einverleibt und - abgesegnet.
Die schwierige Bewegung im Wirbelwind der Zeit (nach dem Vatik. Konzil 1962-65)
wurde institutionell sichergestellt - und der Foehn flaut ab !
Doch der bewegende Lebens-Geist weht weiter - und zwar wo ER will - eventuell
eben auch ausserhalb der Windschutzanlage.
Den interessiert Bewegten meine hohe Anerkennung zum HGU-Abenteuer;
die Jesus-Bewegung kommt von unten und die stattlichen Tempel verbluehen,
denn welchen Glauben wir weitergeben ist noch heute entscheidend.
Donnerstag, 11. September 2014
Das Leben ein Kunstwerk / WARUM eigentlich nicht ?
Die KUNST "zu leben" basiert auf einem Vorverstaendnis, das uns in die Lebens-Ereignisse
einstimmt... da gibt es viele Beispiele, u.a. - wobei vielen dieses Vorverstaendnis noch nicht bewusst geworden ist, geschwiege denn zur Sprache oder ins Gespraech kam.
a) "Das Leben ist ein Wuerfelspiel, wir wuerfeln alle Tage..."
bei diesem hohen Lied halten sich Eigenwerk und Zufall die Waage.
b) "Das Leben ist ein Mythos" (Erzaehlung), Hier wird aufgezeigt, wie sehr "das Leben"
von jenen abhaengt, die es erzaehlen.
c) "Das Leben ist eine Symphonie" weil ja viele mitspielen, irgendwo ein Dirigent
die vielen aufeinander abstimmt.
d) "Das Leben ist das Chaos ordnen"; wie es schon im AT angtoent wird und einer modernen
Erfahrung entspricht.
e) "Das Leben ist eine Reuss-Schifffahrt von Luzern ins Gotthardmassiv" -
das ist wahrscheinlich eine Urner-Erfahrung...
f) "La vie c`est un voyage avec une belle jeune fille". Dieses Vorverstaendnis stuetzt sich ab auf
die alte biblische Geschichte Gen 2 (Adam + Eva)
g) "Das Leben ist ein Buch mit 7 Siegeln" also wie die Bibel: eine Komposition von Erfahrungen,
die gar nicht so einfach zusmmenzubinden sind. Kurzsichtige sehen EIN Buch, weitsichtig sind es
52 oder mehr ausgewaehlte widerspruechliche Texte.
h) "Das Leben ist ein Kunstwerk", eine neuere modernere Auffassung, propagiert im Buch:
GGJZ: Lebenskunst im 20. Jhh (W.Fink Verlag 2014)
Hier befragen 18 Autoren 17 Beruehmtheiten nach deren Beitrag zur "LEBENSKUNST".
Dass "leben" eine Kunst werden kann, wie zB Violin-spielen oder reiten oder Gedichte schreiben,
das gefaellt mir. Und ich wuenschte mir, viele gingen auf den Weg, ihr "leben" virtuos zu gestalten.
Ob dann ein Gesamtleben ein "Kunstwerk" war, das moegen stets DIE ANDERN entscheiden.
Die Kath. Kirche kennt die Heiligsprechung", wo sie deklariert: dieses Leben war in CHRIST-
LICHER SICHT ein Kunstwerk; grandios gelebt; alle sind eingeladen, diesem Leben Aufmerksamkeit und Ehre zu geben. Ich gehe davon aus, dass nicht GLANZ das Kunstwerk ausmacht (das ist etwas nur fuer die Zuckerbaeckerei) sondern die Komposition. Wie eine Person
die Lebens-Ereignisse komponiert, ihnen Gestalt, Sprache, Botschaft gibt, sie beherrscht, zur Bluete animiert und intensiviert, wo Lebensfuelle zur Weisheit rinnt... wo Gnade sichtbar wird...
wo "leben" sich als gut bis sehr gut erweist, da ist es inzwischen Kunst geworden.
einstimmt... da gibt es viele Beispiele, u.a. - wobei vielen dieses Vorverstaendnis noch nicht bewusst geworden ist, geschwiege denn zur Sprache oder ins Gespraech kam.
a) "Das Leben ist ein Wuerfelspiel, wir wuerfeln alle Tage..."
bei diesem hohen Lied halten sich Eigenwerk und Zufall die Waage.
b) "Das Leben ist ein Mythos" (Erzaehlung), Hier wird aufgezeigt, wie sehr "das Leben"
von jenen abhaengt, die es erzaehlen.
c) "Das Leben ist eine Symphonie" weil ja viele mitspielen, irgendwo ein Dirigent
die vielen aufeinander abstimmt.
d) "Das Leben ist das Chaos ordnen"; wie es schon im AT angtoent wird und einer modernen
Erfahrung entspricht.
e) "Das Leben ist eine Reuss-Schifffahrt von Luzern ins Gotthardmassiv" -
das ist wahrscheinlich eine Urner-Erfahrung...
f) "La vie c`est un voyage avec une belle jeune fille". Dieses Vorverstaendnis stuetzt sich ab auf
die alte biblische Geschichte Gen 2 (Adam + Eva)
g) "Das Leben ist ein Buch mit 7 Siegeln" also wie die Bibel: eine Komposition von Erfahrungen,
die gar nicht so einfach zusmmenzubinden sind. Kurzsichtige sehen EIN Buch, weitsichtig sind es
52 oder mehr ausgewaehlte widerspruechliche Texte.
h) "Das Leben ist ein Kunstwerk", eine neuere modernere Auffassung, propagiert im Buch:
GGJZ: Lebenskunst im 20. Jhh (W.Fink Verlag 2014)
Hier befragen 18 Autoren 17 Beruehmtheiten nach deren Beitrag zur "LEBENSKUNST".
Dass "leben" eine Kunst werden kann, wie zB Violin-spielen oder reiten oder Gedichte schreiben,
das gefaellt mir. Und ich wuenschte mir, viele gingen auf den Weg, ihr "leben" virtuos zu gestalten.
Ob dann ein Gesamtleben ein "Kunstwerk" war, das moegen stets DIE ANDERN entscheiden.
Die Kath. Kirche kennt die Heiligsprechung", wo sie deklariert: dieses Leben war in CHRIST-
LICHER SICHT ein Kunstwerk; grandios gelebt; alle sind eingeladen, diesem Leben Aufmerksamkeit und Ehre zu geben. Ich gehe davon aus, dass nicht GLANZ das Kunstwerk ausmacht (das ist etwas nur fuer die Zuckerbaeckerei) sondern die Komposition. Wie eine Person
die Lebens-Ereignisse komponiert, ihnen Gestalt, Sprache, Botschaft gibt, sie beherrscht, zur Bluete animiert und intensiviert, wo Lebensfuelle zur Weisheit rinnt... wo Gnade sichtbar wird...
wo "leben" sich als gut bis sehr gut erweist, da ist es inzwischen Kunst geworden.
Sonntag, 31. August 2014
FATIMA "Kirche unter dem Baum"
1.) Ich kam zu spaet, denn der Weg dorthin wird "umgepfluegt", wahrscheinlich wird er geteert. 1 1/2 km vor Fatima gab's das Zeichen "gesperrt". So musste ich sehr langsam durch viele Umwege zwischen den Blechuetten durch meinen Weg suchen, kein Schild zeigte, wo's durchgeht.
2.) Ein recht kalter Wind liess das Altartuch flattern; zwei gefundene Steine verhinderten seinen Wegflug.
3.) Weder Leser'innen noch Saenger hatten vorbereitet; und wo ist der Kirchenrat?
4.) Im Gespraech einigten wir uns: fuer heute genuegt eine Lesung (Ev); wir vereinbarten Lieder und eine bessere Sitzordnung auf den liegenden Baumstaemmen (gegen den Wind).
5.) Als wir um 09h30 begannen liess ich die Hl. Geraete noch im Koffer.
6.) Im Kyrie sagten wir: Herr erbarme dich:
- wenn unsere Liebe + Guete im kalten Wind der rauen Wirklichkeit erkaltet:
- wenn wir vergebens auf Verstaendnis + Gemeinschaft warten:
- wenn wir die Wirklichkeit nicht wahrhaben wollen, uns in Jllusionen fluechten:
7.) Das Ev Mt 16.21-27 wurde in Oshiwambo gelesen.
8.) Homily: a) wer verheiratet ist moege nach vorne kommen (von 150 Tn kamen 5). Ich fragte: Was bringt euch die Ehe? Sie bekannten: Freude und Aerger....
b) Ihr habt Kinder; und sie bejahten: das bringt Freude und Schwierigkeiten.
c) Und die Arbeit (falls ihr welche habt)? Eben auch beides.
Es scheint jedes engagement bringt Freude und Aerger.
d) Und nun hoert: ich verspreche euch eine Leben ohne Aerger, ohne Kreuz...
Mein Versprechen wurde skeptisch angezweifelt...
e) Doch das war heute genau Petrus. Er meinte zu Jesus: Dein Engagement in Ehren - aber doch kein Kreuz und Tod - davor behuet dich Gott.
f) Jesus: Satan, du versprichst nicht Gottes Wege sondern des Menschen Jllusion.
g) Jesus stand zu den Konsequenzen seines Engagements; es gibt keinen Weg zur Einheit ohne Verzicht, keine Auferstehung (zur Fuelle des Lebens) ohne Kreuz.
h) Deshalb beten wir NICHT fuer das Wegnehmen von Schwierigkeiten sondern um die Kraft sie zu bestehen; in diesem Sinne gleich dem Gebet Jesu.
9.) Wie ich dann im kalten Wind die Gabenbereitung und das Hochgebet "zelebrierte"
ist der Fantasie ueberlassen.
9.) Auch der Friedensgruss folgte nicht der neuen roem. Instruktion, die ist etwas fuer die Kathedralen nicht fuer den Busch.
10.) Jedenfalls dankten mir die Leute fuer den Gottesienst recht herzlich:
Dies ist Ur-Christentum in 2014.
2.) Ein recht kalter Wind liess das Altartuch flattern; zwei gefundene Steine verhinderten seinen Wegflug.
3.) Weder Leser'innen noch Saenger hatten vorbereitet; und wo ist der Kirchenrat?
4.) Im Gespraech einigten wir uns: fuer heute genuegt eine Lesung (Ev); wir vereinbarten Lieder und eine bessere Sitzordnung auf den liegenden Baumstaemmen (gegen den Wind).
5.) Als wir um 09h30 begannen liess ich die Hl. Geraete noch im Koffer.
6.) Im Kyrie sagten wir: Herr erbarme dich:
- wenn unsere Liebe + Guete im kalten Wind der rauen Wirklichkeit erkaltet:
- wenn wir vergebens auf Verstaendnis + Gemeinschaft warten:
- wenn wir die Wirklichkeit nicht wahrhaben wollen, uns in Jllusionen fluechten:
7.) Das Ev Mt 16.21-27 wurde in Oshiwambo gelesen.
8.) Homily: a) wer verheiratet ist moege nach vorne kommen (von 150 Tn kamen 5). Ich fragte: Was bringt euch die Ehe? Sie bekannten: Freude und Aerger....
b) Ihr habt Kinder; und sie bejahten: das bringt Freude und Schwierigkeiten.
c) Und die Arbeit (falls ihr welche habt)? Eben auch beides.
Es scheint jedes engagement bringt Freude und Aerger.
d) Und nun hoert: ich verspreche euch eine Leben ohne Aerger, ohne Kreuz...
Mein Versprechen wurde skeptisch angezweifelt...
e) Doch das war heute genau Petrus. Er meinte zu Jesus: Dein Engagement in Ehren - aber doch kein Kreuz und Tod - davor behuet dich Gott.
f) Jesus: Satan, du versprichst nicht Gottes Wege sondern des Menschen Jllusion.
g) Jesus stand zu den Konsequenzen seines Engagements; es gibt keinen Weg zur Einheit ohne Verzicht, keine Auferstehung (zur Fuelle des Lebens) ohne Kreuz.
h) Deshalb beten wir NICHT fuer das Wegnehmen von Schwierigkeiten sondern um die Kraft sie zu bestehen; in diesem Sinne gleich dem Gebet Jesu.
9.) Wie ich dann im kalten Wind die Gabenbereitung und das Hochgebet "zelebrierte"
ist der Fantasie ueberlassen.
9.) Auch der Friedensgruss folgte nicht der neuen roem. Instruktion, die ist etwas fuer die Kathedralen nicht fuer den Busch.
10.) Jedenfalls dankten mir die Leute fuer den Gottesienst recht herzlich:
Dies ist Ur-Christentum in 2014.
Dienstag, 26. August 2014
RKK: Oktober-Synode 2014 (6)
Ein Vorschlag: Wenn die namibische Bischofskonferenz mich als vollgueltigen Synodenteilnehmer delegieren wuerde, dann moechte ich - falls mich der Mut befluegelt - den anwesenden "Synodenvaetern" zum Synodenbeginn vorschlagen:
1.) Um konkret und nuetzlich fuer die Zukunft der Kirche zu wirken, moegen alle "Vaeter" morgen ihre MITRA ins Museum stellen und proklamieren, dass die heidnische MITRA-ZEIT nach fast 2000 Jahren fuer die Kath. Kirche endgueltig
vorbei sei.
2.) Wie beim Vatikan. Konzil II (1962-1965) beschliessen wir NICHT auf die Vatikan. Vorgabe einzutreten. Wir streichen das Thema "Family", weil wir als bewusst Zoelibataere "unzustaendig" sind. Erst wenn 75% aller Synodenteilnehmer verheiratet sind und 50% von uns Bischoefen weiblichen Geschlechts sind,
wollen wir das interessante Thema "Family today" wieder aufgreifen.
3.) Weil wir in den Christlichen Kirchen einem vergangenen Gottesbild anhaengen, mit dem nur noch wenige "etwas" anfangen koennen, erklaeren wir das Thema "GOTTESBILD fuer HEUTE" als unser jetztiges Hauptthema. Wer sich diesem
Thema nicht gewachsen fuehlt, wer die Gotteskrise in sich noch nicht erfahren hat, der ist eingeladen die Synode zu verlassen.
4.) Weil wir als Kirchen die Christliche Religion verwalten und verstauben lassen,
weil wir sie zusehr manipuliert haben zu unseren gunsten, setzen wir als zweites Hauptthema auf die Traktandenliste: "Saekulares Christ-sein". Dabei wird die Religion weiter entwickelt und gesehen als "Einheitsverlangen" von Mensch + Kosmos + Gott. Wir wollen dieses Eineitsverlangen foerdern und konkrete Schritte dazu als "KIRCHLICHE MISSION" aufzeigen.
5.) Wir beraten wie wir als Bischoefe in jeder Dioezese und in jeder Pfarrei alle Christen zu einer wahren heilsamen Einheit einladen koennen. Dabei gilt der Grundsatz "Einheit in Christlicher Vielfalt".
6.) Wir ernennen eine Aufsichtskommission, die alle Vorschlaege daraufhin untersucht, dass wir NICHT die Loesung im Sack haben, sondern dass wir
neue Loesungen tatsaechlich suchen und laden die wichtigsten Christlichen Stroemungen ein, uns bei der Suche ernsthaft zu helfen.
Mit diesem sechsfaeltigen Vorschlag meine ich die Grundidee Jesu fuer unsere Zeit vorlaeufig zu aktualisieren. Ich sehe: Papst Franziskus laechelt.
1.) Um konkret und nuetzlich fuer die Zukunft der Kirche zu wirken, moegen alle "Vaeter" morgen ihre MITRA ins Museum stellen und proklamieren, dass die heidnische MITRA-ZEIT nach fast 2000 Jahren fuer die Kath. Kirche endgueltig
vorbei sei.
2.) Wie beim Vatikan. Konzil II (1962-1965) beschliessen wir NICHT auf die Vatikan. Vorgabe einzutreten. Wir streichen das Thema "Family", weil wir als bewusst Zoelibataere "unzustaendig" sind. Erst wenn 75% aller Synodenteilnehmer verheiratet sind und 50% von uns Bischoefen weiblichen Geschlechts sind,
wollen wir das interessante Thema "Family today" wieder aufgreifen.
3.) Weil wir in den Christlichen Kirchen einem vergangenen Gottesbild anhaengen, mit dem nur noch wenige "etwas" anfangen koennen, erklaeren wir das Thema "GOTTESBILD fuer HEUTE" als unser jetztiges Hauptthema. Wer sich diesem
Thema nicht gewachsen fuehlt, wer die Gotteskrise in sich noch nicht erfahren hat, der ist eingeladen die Synode zu verlassen.
4.) Weil wir als Kirchen die Christliche Religion verwalten und verstauben lassen,
weil wir sie zusehr manipuliert haben zu unseren gunsten, setzen wir als zweites Hauptthema auf die Traktandenliste: "Saekulares Christ-sein". Dabei wird die Religion weiter entwickelt und gesehen als "Einheitsverlangen" von Mensch + Kosmos + Gott. Wir wollen dieses Eineitsverlangen foerdern und konkrete Schritte dazu als "KIRCHLICHE MISSION" aufzeigen.
5.) Wir beraten wie wir als Bischoefe in jeder Dioezese und in jeder Pfarrei alle Christen zu einer wahren heilsamen Einheit einladen koennen. Dabei gilt der Grundsatz "Einheit in Christlicher Vielfalt".
6.) Wir ernennen eine Aufsichtskommission, die alle Vorschlaege daraufhin untersucht, dass wir NICHT die Loesung im Sack haben, sondern dass wir
neue Loesungen tatsaechlich suchen und laden die wichtigsten Christlichen Stroemungen ein, uns bei der Suche ernsthaft zu helfen.
Mit diesem sechsfaeltigen Vorschlag meine ich die Grundidee Jesu fuer unsere Zeit vorlaeufig zu aktualisieren. Ich sehe: Papst Franziskus laechelt.
Dienstag, 12. August 2014
RKK: Oktober-Synode 2014 (5)
All jene, die fuehlen, dass ihnen Ehe + Family irgendwie gelangen, die moegen und sollen wissen, dass sie von Natur + Kultur beguenstigt wurden, gesegnet - und duerfen damit mit Recht auf die Einehit von Ehe + Family ihr Loblied anstimmen.
In der breiten Wirklichkeit aber, da gibt es unzaehlige verschiedenste "Erzaehlungen"
betreffs "FAMILY" (Family-mythen), um nur drei zu erwaehnen: die chinesische Ein-
Kind-Family, die europaeische Arbeiter-Family, die schweizerische Buerger-Family...
In allen bisherigen Family-mythen sind stets zwei Faeden wie eine Einheit ein-verwoben: der rote Faden des liebenden Zusammenlebens (Ehe) und der gruene Faden der Fruchtbarkeit (Family).
Ist es denkbare fuer die RKK, dass sie im 3. Jht nicht mehr den Schwerpunkt ihrer Lehre und Praxis auf die natuerlichen Fruchtbarkeits-Regeln setzt sondern auf die Faehigkeit des Zusammenlebens verschiebt ??? Es liegt in der Natur, dass Menschen zusammenleben und sich vermehren. Aber vielleicht oeffnet sich die Natur und die Kultur bietet die Moeglichkeit diese beiden natuerlichen Kraefte zu unterscheiden und zwar legal und auch im Namen Gottes. Einst hiess es, es liege
in der Natur der Sache und es sei hoechstes Kulturgut, ja sogar der Wille Gottes, dass der Mensch die wahre Religion akzeptiere - natuerlich die katholische - und heute sagt Natur und Kultur und Gott, dass es ein Freiheits-Recht gebe in bezug auf Religion. Genauso verschiebt sich die Lehre von der Einheit von Ehe + Family in eine Vielfalt von Formen und in ein Freiheits-Recht, die geeignete Form zu waehlen und zu leben; aehnlich dem heutigen Konfessions-Recht.
Diese Freiheits-Rechte (Religion, Zusammenleben) sollte der Staat gewaehren, sie
sollten aber nicht das Hauptproblem der Kirche (der Synode 2014) werden.Was nuetzt es den Menschen Rechte zu haben, wenn sie nicht faehig sind, sie in Anspruch zu nehmen und sie zu leben? Hier appeliere ich an den "Service-Charakter" der RKK.Es steht ihr gut an, "es liegt in ihrer Natur", die Menschen zur Faehigkeit zu befreien "gluecklich zusammenzuleben". Ein guter Hirte sieht seine Hauptaufgabe heute nicht mehr darin, die Zaun-Regeln einzuschaerfen sondern die Verdau-Faehigkeit zu ver-bessern (die fuenf Sinne des Menschen zu kultivieren).
Das Lied: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind
(d.h. zusammen- leben), da bin ich mitten unter ihnen" sollte an jedem Synoden-Morgen von allen Bischoefen + Experten gesungen werden.
In der breiten Wirklichkeit aber, da gibt es unzaehlige verschiedenste "Erzaehlungen"
betreffs "FAMILY" (Family-mythen), um nur drei zu erwaehnen: die chinesische Ein-
Kind-Family, die europaeische Arbeiter-Family, die schweizerische Buerger-Family...
In allen bisherigen Family-mythen sind stets zwei Faeden wie eine Einheit ein-verwoben: der rote Faden des liebenden Zusammenlebens (Ehe) und der gruene Faden der Fruchtbarkeit (Family).
Ist es denkbare fuer die RKK, dass sie im 3. Jht nicht mehr den Schwerpunkt ihrer Lehre und Praxis auf die natuerlichen Fruchtbarkeits-Regeln setzt sondern auf die Faehigkeit des Zusammenlebens verschiebt ??? Es liegt in der Natur, dass Menschen zusammenleben und sich vermehren. Aber vielleicht oeffnet sich die Natur und die Kultur bietet die Moeglichkeit diese beiden natuerlichen Kraefte zu unterscheiden und zwar legal und auch im Namen Gottes. Einst hiess es, es liege
in der Natur der Sache und es sei hoechstes Kulturgut, ja sogar der Wille Gottes, dass der Mensch die wahre Religion akzeptiere - natuerlich die katholische - und heute sagt Natur und Kultur und Gott, dass es ein Freiheits-Recht gebe in bezug auf Religion. Genauso verschiebt sich die Lehre von der Einheit von Ehe + Family in eine Vielfalt von Formen und in ein Freiheits-Recht, die geeignete Form zu waehlen und zu leben; aehnlich dem heutigen Konfessions-Recht.
Diese Freiheits-Rechte (Religion, Zusammenleben) sollte der Staat gewaehren, sie
sollten aber nicht das Hauptproblem der Kirche (der Synode 2014) werden.Was nuetzt es den Menschen Rechte zu haben, wenn sie nicht faehig sind, sie in Anspruch zu nehmen und sie zu leben? Hier appeliere ich an den "Service-Charakter" der RKK.Es steht ihr gut an, "es liegt in ihrer Natur", die Menschen zur Faehigkeit zu befreien "gluecklich zusammenzuleben". Ein guter Hirte sieht seine Hauptaufgabe heute nicht mehr darin, die Zaun-Regeln einzuschaerfen sondern die Verdau-Faehigkeit zu ver-bessern (die fuenf Sinne des Menschen zu kultivieren).
Das Lied: "Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind
(d.h. zusammen- leben), da bin ich mitten unter ihnen" sollte an jedem Synoden-Morgen von allen Bischoefen + Experten gesungen werden.
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