Bem 01) Hat sich die Family-Synod in Luft aufgeloest ???
Bem 02) Mrs. Simone Curau, vielen Dank fuer den Hinweis www.feinschwarz.net
ein neuer theologischer Blog / Ich werd' darin stoebern geh'n.
Bem 03) In meinem schattigen Buero ist jetzt um 17h noch immer 31 grad.
Diese wunderbare religioese Volksweisheit hat uns eingetrichtert denkend zu glauben:
Hier der Mensch der denkt (und eben auch beim Glauben denken soll !!! mehr denn je !!!)
Dort der Herrgott, der (wie fromm geacht) lenkt. Wie weit die beiden aktiven Subjekte
(der denkende Mensch und der lenkende Gott) manchmal voneinander entfernt sind oder sich annaehern, gleicht der Umlaufbahn der Erde um die Sonne, was uns die Jahreszeiten bescheert. Gott ist wie die Sonne, wir Menschen wie die Erde; eben irdisch. Diese alte dualistische Vorstellung: Hier der kleine Mensch, total abhaengig, ein Bettler geworden, zwischenhindurch mal klar denkend, dort der grosse Gott, der Geber aller Gaben, der Lenker aller Wege - geht nun bankrott.
Wie kommt es zu einer NEUEN ERDE und einem NEUEN HIMMEL ? Was ja im Christentum auf dem Programm steht und der Herrgott auch selber sagt: siehe ich mache alles neu...
2. HEUTE.
Der lenkende Herrgott hat in Jesus am Kreuz sein Versagen demonstriert, trotz der apostolischen Theorien, die diesen Kreuzestod und IHN als Lenker zu rechtfertigen suchen. Inzwischen hat "der lenkende Herrgott" einen andern Weg gefunden, Verstaendnis zu erlangen. Der denkende Glaeubige kam angesichts der Jesus-Erfahrung auf die Idee der INKARNATION.
Das Christentum hat schon recht frueh in seiner denkenden Reflexion das Phaenomen der Inkarnation aufgegriffen. Schon der Ev-Mk 1.1 nennt Jesus: einen Sohn Gottes; schon die Mt-Epiphanie-Erzaehlung (2.1-12) stimmt inkarnatorisch; die Lk-Kindheitsgeschichte 1 + 2
tendieren darauf, was dann Johannes wagt deutlich zu sagen: Das Wort ist Fleisch geworden... volkstuemlicher: Der Herrgott ist Mensch geworden.
Und nun durchzieht die Kirchengeschichte die denkende Suche nach dem Inkarnations-Verstaednis. Wie geht die Inkarnation? Ist der Herrgott in seiner Schoepfung, im Kosmos immer schon inkarniert? Oder relativ spaet erst seit Jesus Christus? Als das humane Bewusstsein sich entwickelte, daemmerte es dann beim Menschen ahnungshaft: dass da ein Gott schwebt?(Geheimnisvolle Kraefte zu Hauf, irgendwo oder dahinter oder jenseits oder inseits oder...) Und siehe da: Die Denkfaehigkeit hat sich dieses Phaenomens "Gott" angenommen: Religionen entstanden; der Mensch hat sich Gott ausgedacht, reichlich ausgeschmueckt: grossartig und in allen Kulturen verschieden. Nicht nur die Idee "Gott" wurde gedacht und ausgemalt und projeziert sondern auch "Gott an und fuer sich": Gott das "absolute Sein". Und spaeter wurde IHM zugestanden, dass ER sich offenbart, weil man vergass dass der Mensch IHN definierte.
Und als die von Jesus angestachelte Frage auftauchte: wie ist denn das absolute Sein inkarniert, gab's drei Antworten: a) Alles ist Gott (pantheistisch); b) Gott der Vater, Gott als Heiliger Gesit und Gott in Jesus c) Gott ist in allem und alles ist in Gott (pan-en-theistisch /
was schon Paulus angedeutet hat). Die Dreifaltigkeit Gottes wurde zum Kompromiss: Gott das Absolute, der Heilge Geist sein Wirken,und Jesus seine Inkarnation.
Aber die philosophische Frage: muss der Hergott seinsmaessig als eigenes Subjekt neben dem Subjekt Mensch oder Kosmos gesehen werden, musste seit je eindeutig mit Ja beantwortet werden. Es ist noch kaum moeglich zu denken, dass Gott sich total in Seine Schoepfung hineinverloren hat, hinein-verdunstet ist. Totale Inkarnation. Volkstuemlich ist Gott ein Drittel Mensch geworden, ein Drittel Vater-Gott und ein Drittel Wehender Geist.
Eine totale Inkarnation Gottes zu glauben und zu denken - das ist noch fuer viele Christen zuviel verlangt. Das geht theologisch theoretisch noch nicht und schon gar nicht pastoral-theologisch praktisch. Da schwimmen wir noch im "DAMALS". Fstg folgt
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Freitag, 16. Oktober 2015
Sonntag, 11. Oktober 2015
Der Mensch denkt - Gott lenkt,
Bemerkung 01) Sorry! Seit der Eroeffnung der Family-Synod 2015 hab' ich diesbezueglich NICHTS mehr gehoert. Bin ich zuweit weg? Hat der Vatikan eine Info-Sperre verhaengt? Ist die Irrelevanz der Synode 15 angezeigt?
Bemerkung 02) Seit Paulus ueber Luther bis Papst Francis haben wir im Christentum die theologische Gottes-Auffassung vom christlich-theistisch-trinitarischen Gott als Haupt- stroemung. Dann gab es ein theologisches Erdbeben [Lissabon 1655 - Nietzsche ca. 1888 - Paul Tillich 1965] und seither gibt es eine starke Stoemung, die fraegt: Welchen Gott beten wir denn nun an? Natuerlich den Einen? Dabei durchzieht die Botschaft von der Inkarnation Gottes die christliche Theologie wie ein roter-brennender Faden. Heute ist
die Frage: wie gehen der theistische Gott und der inkarnierte Gott zusammen?
THEOLOGIE: "Sprechen ueber Gott". Meta-THEOLOGIE: "Ueber welchen Gott?"
Woher nur erhielt ich diese religioese Volksweisheit und zwar so, dass sie mir bis ins Mark floss... Wahrscheinlich von meinem Elternhaus und dann von der religioes katholischen Urner-Umgebung bestaetigt. Alle glaubten so. Auch dann im Gymi, im
Semi und dann auch in der kirchlichen Pastoral... bis heute !
Zugut kam mir, dass ich schon von frueher Kindheit an den Herrgott eher als gut, liebevoll kennenlernte. Natuerlich konnte er boese sein, strafen, sich raechen - aber so sagten sie: das sei nicht sein Grundzug. Grundsaetzlich liebt der Herrgott die Menschen,er hat ja auch einen Erloeser geschickt, den Heiligen Geist ausgegossen, die Beichte zugelassen, sich ein Volk auserwaehlt, und heute: Gott ist barmherzig etc...
Aber wenn die Menschen nicht mitmachen wollen - soll man sie etwa zum Guten zwingen? Natuerlich wurde der Herrgott auch erzieherisch eingesetzt: wenn... dann! Wenn du nicht gehorchst straft er dich (im schlimmsten Fall mit der Hoelle), wenn du gehorchst belohnt er dich (im besten Fall mit dem Himmel). Dieser aktive liebevolle Gott lenkt (auf allen Seinen unerforschlichen Wegen).
1. DAMALS.
Dieses religioese Dogma war ein wirklicher TROST. Wenn etwas schief ging: Gott wird es lenken; und seine Allmacht lenkt alles zum Guten. Nicht nur in meinem Leben sondern auch im Volk, in der Kirche gar und auch in der Welt. Er lenkt die Sterne und die Atome. So kann man gut schlafen: Schreckliches ist passiert, Unheil droht, keine Loesung in Sicht - aber "schlussendlich" Gott wird alles zum Guten lenken, wenn nicht jetzt, dann am Juengsten Tag (spaetestens nach 4.5 Milliarden Jahren, wenn unser Sonnensystem kollabiert). So ein vertauensvolles Nachtgebet ist Gold wert, psychisch und physisch!
Das Dogma vom lenkenden Gott war immer auch eine DEMUTS-Erziehung. Wenn etwas nicht nach meinen oder unseren Plaenen ging, unser Denken hatte versagt. Gott ist eben goesser als unser Denken (sogar dann, wenn wir IHN denken !!!). Unser Denken ist fragmentiert, halb-dunkel, ego-besessen, veraltet, kurzsichtig (d.h. "bedingt") ...
Denken ist schon recht, aber recht denken, das koennen wir Menschen noch nicht. Dazu braucht es Uebersicht und mehr... Der Herrgott weiss alles; wir aber haben nur kulturell-ich-bezogenes Teilwissen, und manchmal sind wir denkmuede, wenn nicht gar denkfaul. Wir geben zu: unser Denken ist fragmentarisch und einem starken Regulativ unterworfen; wir werden demuetig und freuen uns, dass der Herrgott lenkt (dadurch ist unsere Schwaeche kompensiert).
Der Glaube an den lenkenden Herrgott wirkte oft auch als MAHNUNG: Sei vorsichtig in deinem denkenden Urteil. Dein sinnen-verhaftetes Denken ist vielen Taeuschungen ausgesetzt. Denken ist nicht alles: es gibt auch das Erahnen, Empfinden, Erfuehlen,
das risikobehaftete Wagen. Und entdecke: wie verschieden wir Menschen denken... und manchmal sturrsinnig recht behalten wollen oder wir stellen oft fest: unser Denken ist krankhaft. Der Mensch denkt... und wieviel Unheil hat er dadurch angerichtet, teils ohne es zu merken; Gottseidank auch viel Grosses geleistet. Es ist wahrlich ein Fortschritt, dass wir think-thanks haben, wo Menschen gemeinsam denken - aber: es bleibt dabei: unser Denken ist reduziert - Gottseidank: Gott lenkt. Und dieses Denken, dass Gott lenkt, erlaubt es uns auch persoenlich und kirchlich unsere "Lenk-Wuensche" ihm demuetig vorzutragen.
Eine alte religioese Volks-Weisheit - fast wie ein Dogma - spendet TROST, erzieht zu DEMUT und MAHNT zu Gott-Vertrauen - bis zum heutigen Tag 2015.
Bemerkung 02) Seit Paulus ueber Luther bis Papst Francis haben wir im Christentum die theologische Gottes-Auffassung vom christlich-theistisch-trinitarischen Gott als Haupt- stroemung. Dann gab es ein theologisches Erdbeben [Lissabon 1655 - Nietzsche ca. 1888 - Paul Tillich 1965] und seither gibt es eine starke Stoemung, die fraegt: Welchen Gott beten wir denn nun an? Natuerlich den Einen? Dabei durchzieht die Botschaft von der Inkarnation Gottes die christliche Theologie wie ein roter-brennender Faden. Heute ist
die Frage: wie gehen der theistische Gott und der inkarnierte Gott zusammen?
THEOLOGIE: "Sprechen ueber Gott". Meta-THEOLOGIE: "Ueber welchen Gott?"
Woher nur erhielt ich diese religioese Volksweisheit und zwar so, dass sie mir bis ins Mark floss... Wahrscheinlich von meinem Elternhaus und dann von der religioes katholischen Urner-Umgebung bestaetigt. Alle glaubten so. Auch dann im Gymi, im
Semi und dann auch in der kirchlichen Pastoral... bis heute !
Zugut kam mir, dass ich schon von frueher Kindheit an den Herrgott eher als gut, liebevoll kennenlernte. Natuerlich konnte er boese sein, strafen, sich raechen - aber so sagten sie: das sei nicht sein Grundzug. Grundsaetzlich liebt der Herrgott die Menschen,er hat ja auch einen Erloeser geschickt, den Heiligen Geist ausgegossen, die Beichte zugelassen, sich ein Volk auserwaehlt, und heute: Gott ist barmherzig etc...
Aber wenn die Menschen nicht mitmachen wollen - soll man sie etwa zum Guten zwingen? Natuerlich wurde der Herrgott auch erzieherisch eingesetzt: wenn... dann! Wenn du nicht gehorchst straft er dich (im schlimmsten Fall mit der Hoelle), wenn du gehorchst belohnt er dich (im besten Fall mit dem Himmel). Dieser aktive liebevolle Gott lenkt (auf allen Seinen unerforschlichen Wegen).
1. DAMALS.
Dieses religioese Dogma war ein wirklicher TROST. Wenn etwas schief ging: Gott wird es lenken; und seine Allmacht lenkt alles zum Guten. Nicht nur in meinem Leben sondern auch im Volk, in der Kirche gar und auch in der Welt. Er lenkt die Sterne und die Atome. So kann man gut schlafen: Schreckliches ist passiert, Unheil droht, keine Loesung in Sicht - aber "schlussendlich" Gott wird alles zum Guten lenken, wenn nicht jetzt, dann am Juengsten Tag (spaetestens nach 4.5 Milliarden Jahren, wenn unser Sonnensystem kollabiert). So ein vertauensvolles Nachtgebet ist Gold wert, psychisch und physisch!
Das Dogma vom lenkenden Gott war immer auch eine DEMUTS-Erziehung. Wenn etwas nicht nach meinen oder unseren Plaenen ging, unser Denken hatte versagt. Gott ist eben goesser als unser Denken (sogar dann, wenn wir IHN denken !!!). Unser Denken ist fragmentiert, halb-dunkel, ego-besessen, veraltet, kurzsichtig (d.h. "bedingt") ...
Denken ist schon recht, aber recht denken, das koennen wir Menschen noch nicht. Dazu braucht es Uebersicht und mehr... Der Herrgott weiss alles; wir aber haben nur kulturell-ich-bezogenes Teilwissen, und manchmal sind wir denkmuede, wenn nicht gar denkfaul. Wir geben zu: unser Denken ist fragmentarisch und einem starken Regulativ unterworfen; wir werden demuetig und freuen uns, dass der Herrgott lenkt (dadurch ist unsere Schwaeche kompensiert).
Der Glaube an den lenkenden Herrgott wirkte oft auch als MAHNUNG: Sei vorsichtig in deinem denkenden Urteil. Dein sinnen-verhaftetes Denken ist vielen Taeuschungen ausgesetzt. Denken ist nicht alles: es gibt auch das Erahnen, Empfinden, Erfuehlen,
das risikobehaftete Wagen. Und entdecke: wie verschieden wir Menschen denken... und manchmal sturrsinnig recht behalten wollen oder wir stellen oft fest: unser Denken ist krankhaft. Der Mensch denkt... und wieviel Unheil hat er dadurch angerichtet, teils ohne es zu merken; Gottseidank auch viel Grosses geleistet. Es ist wahrlich ein Fortschritt, dass wir think-thanks haben, wo Menschen gemeinsam denken - aber: es bleibt dabei: unser Denken ist reduziert - Gottseidank: Gott lenkt. Und dieses Denken, dass Gott lenkt, erlaubt es uns auch persoenlich und kirchlich unsere "Lenk-Wuensche" ihm demuetig vorzutragen.
Eine alte religioese Volks-Weisheit - fast wie ein Dogma - spendet TROST, erzieht zu DEMUT und MAHNT zu Gott-Vertrauen - bis zum heutigen Tag 2015.
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Ein verpasster SKANDAL: 600 + 22 + 1
Der beruehmte CH-Journalist Fr. Walter Ludin hat in der SKZ 37 / 2015 den Ordenstag der
VOS (Vereinigung der hoeheren Ordensobern der CH) informativ beschrieben. Der Kardinal Joao (Vatikan-Chef aller Orden: 1 Million Leute, 3000 Gruppen) kam auf Besuch. 600 Ordens-Leute (eine unerhoehrte Konzentration von "Gott-geweihtem Leben") erlebten einen
eindruecklichen Tag... und niemand protestierte. WARUM ???
A) In freier Rede wuerdigte der Kardinal die Orden und Bewegungen als Zeichen von
"Gott- geweihtem Leben" und er sah sie als Ergaenzungen und nicht als Konkurrenz;
er gab Ermutigung (trotz jaehrlich 3000 Austritten).
Meine FRAGE: Warum gehoeren die sakramentalen Familien nicht dazu? - die fuehren eben offiziell kein "Gott-geweihtes Leben"!? cf. ANFRAGE an die Synode 2015: Sakrament der Lebensgemeinschaften in Blog www.vic-hs-leu.blogspot.com
Die Communitaet Don Camillo (eine reformierte Familiengemeinschaft) wurde als Vorbild vorgestellt - es gibt sie bereits, die Gott-geweihten LG's.
B) Der Kardinal warnte vor dem Kapitalismus-Virus... Bankkonto oder goettliche Vorsehung.
Meine FRAGE: Muss das als Gegensatz gesehen werden? cf. "Das Geluebde des universalen gewinnbringenden Teilens" statt ARMUT im Blog: Vic: "Gott-geweihtes Leben in Frage gestellt".
C) Der Kardinal verteidigte die kontemplative "Klausur" (Aus- oder Abgrenzung).
Meine FRAGE: Wenn Gott wirklich in den realen Menschen begegnet und nicht in der frommen Einbildung der Seelentiefe, dann kann die Klausur als eine Erfindung Satans gesehen werden. Kann Papst Francis das Ordensleben re-formieren?
D) Abt von Sury erwaehnte: "Ordensmaenner werden Bischoefe"; gefaehrliches Charisma.
Meine FRAGE: Wo gehen denn nun "arm + gehorsam + keusch" hin? Werden sie nun auf die Welt-Priester fordernd konzentriert? cf. Geluebde der ehrlichen Ko-operation.
E) Beim oekumenischen Heiligen Bruder Klaus wurde auf die Eucharistie verzichtet.
Der Grund: weil auch Mitglieder von nicht-katholischen Gemeinschaften zum Gottesdienst eingeladen waren. Dafuer gab's persoenliche Zeugnisse (was die Eucharistie ja nicht ist?)
Meine FRAGE: Ist das nun die neue Oekumene von Rom diktiert? Weitgehender Verzicht auf die Eucharistie - anstatt sie alle vor dem Kardinal und allen "Gott-Geweihten" ernsthaft
einzuladen das Brot des Lebens zu empfangen. Das waere ein heilsamer roemisch kirchlicher SKANDAL! Er wurd prophetisch verpasst...
VOS (Vereinigung der hoeheren Ordensobern der CH) informativ beschrieben. Der Kardinal Joao (Vatikan-Chef aller Orden: 1 Million Leute, 3000 Gruppen) kam auf Besuch. 600 Ordens-Leute (eine unerhoehrte Konzentration von "Gott-geweihtem Leben") erlebten einen
eindruecklichen Tag... und niemand protestierte. WARUM ???
A) In freier Rede wuerdigte der Kardinal die Orden und Bewegungen als Zeichen von
"Gott- geweihtem Leben" und er sah sie als Ergaenzungen und nicht als Konkurrenz;
er gab Ermutigung (trotz jaehrlich 3000 Austritten).
Meine FRAGE: Warum gehoeren die sakramentalen Familien nicht dazu? - die fuehren eben offiziell kein "Gott-geweihtes Leben"!? cf. ANFRAGE an die Synode 2015: Sakrament der Lebensgemeinschaften in Blog www.vic-hs-leu.blogspot.com
Die Communitaet Don Camillo (eine reformierte Familiengemeinschaft) wurde als Vorbild vorgestellt - es gibt sie bereits, die Gott-geweihten LG's.
B) Der Kardinal warnte vor dem Kapitalismus-Virus... Bankkonto oder goettliche Vorsehung.
Meine FRAGE: Muss das als Gegensatz gesehen werden? cf. "Das Geluebde des universalen gewinnbringenden Teilens" statt ARMUT im Blog: Vic: "Gott-geweihtes Leben in Frage gestellt".
C) Der Kardinal verteidigte die kontemplative "Klausur" (Aus- oder Abgrenzung).
Meine FRAGE: Wenn Gott wirklich in den realen Menschen begegnet und nicht in der frommen Einbildung der Seelentiefe, dann kann die Klausur als eine Erfindung Satans gesehen werden. Kann Papst Francis das Ordensleben re-formieren?
D) Abt von Sury erwaehnte: "Ordensmaenner werden Bischoefe"; gefaehrliches Charisma.
Meine FRAGE: Wo gehen denn nun "arm + gehorsam + keusch" hin? Werden sie nun auf die Welt-Priester fordernd konzentriert? cf. Geluebde der ehrlichen Ko-operation.
E) Beim oekumenischen Heiligen Bruder Klaus wurde auf die Eucharistie verzichtet.
Der Grund: weil auch Mitglieder von nicht-katholischen Gemeinschaften zum Gottesdienst eingeladen waren. Dafuer gab's persoenliche Zeugnisse (was die Eucharistie ja nicht ist?)
Meine FRAGE: Ist das nun die neue Oekumene von Rom diktiert? Weitgehender Verzicht auf die Eucharistie - anstatt sie alle vor dem Kardinal und allen "Gott-Geweihten" ernsthaft
einzuladen das Brot des Lebens zu empfangen. Das waere ein heilsamer roemisch kirchlicher SKANDAL! Er wurd prophetisch verpasst...
Montag, 28. September 2015
Synode 2015 / SEXUALITAET in der Verbannung (2)
Nachdem ich nun meine ANFRAGE and die Synode 2015 in 4 Abschnitten vorgestellt hab'
gehts nun darum diese Synoden-ANFRAGE zu meditieren und zu kritisieren.
Diese Synoden-ANFRAGE ging auch an Bischof M. Buechel (Praesident der SBK) und an
Bischof JM. Lovey (Delegierter der SBK an der Synode 2015).
Im Blog am 17.09.2015 hat mir Mr. Shikongo erklaert, warum er die Kath. Ehe "an sich" als ungueltig erachte. Im zweiten Teil nun zeige ich Hr. Shikongo meine Sorge:
10. Die Kath. SYNODE 2015 hat die Verbannung der aktiven Sexualitaet in die Ehe aufzugeben und die Sexualitaet in die Hand der menschlichen Beziehung zu ueber-geben. Sexualitaet ist eine Komponente der menschlichen Beziehung und von den Akteuren selbst zu verantworten. Die Ehe ist in Zukunft weder das Exil noch die Kathedrale der Sexualitaet... "an den Fluessen von Babylon da weinten wir Traenen vor Freude" weil hier im Exil uns die Groesse unseres Glaubens aufging... aber das Exil hatte ein Ende und wir wurden in alle Welt verstreut... Daher: Sexualitaet ist nun nach der Kath. Verbannung ins Ehe-Exil der Human-Beziehung ganz allgemein anheimzugeben.
Als Hr. Shikongo mit der Liste der Argumente ein Ende fand - da war ich wie beklommen. Die FRAGE beschaeftigt mich: Wo irrt Mr. Shikongo? Was er da so sorglos sagt, kann doch nicht wahr sein. Die Synoden-Vaeter werden ihm nicht folgen koennen. Ich stimme den Konservativen bei: Bis zum Vaticanum 2 (20 Jahre nach dem furchtbaren Weltkrieg und Holocaust) war die Nachwuchs-Sorge prioritaer; auch in den harten Lebensbedingungen der Entwicklungs-Laender. Es will mir aber nun scheinen, die Welt hat sich veraendert. Vielleicht kommt nach der Sicherstellung der Quantitaet nun das Gefuehl fuer die Lebens-Qualitaet staerker zum Zug und darf auch wieder gedacht werden. Aber statt der Menschheit einen weiteren Weg in die Zukunft zu weisen, beharrt die Kirche auf ihren Lorbeeren und (in der alten Sprache): "Gott ist so wuetend ueber die Fixierung der Sexualitaet in die Ehe noch bis heute, dass ER mit vielen Schleichwegen der Kath. Kirche inzwischen jede Glaubwuerdigkeit in Sachen Sexualitaet entzogen hat".
Das Sakrament der LEBENS-GEMEINSCHAFT koennte eine diskutierbare Loesung anbieten. Die Theorie, dass alle Kath. Ehen "an und fuer sich" ungueltig sind, scheint unglaublich. Und doch gilt: Je mehr einer "mit der Kirche glaubt" (vor allem ihrer Drohung der Hoelle fuer Sexualitaet ausserhalb der Ehe; oder ihrer Belohnung innerhalb der Ehe mit Himmel) umso ungueltiger ist seine Ehe (weil "erzwungen"); je weniger er der Kirche glaubt (die Hoellen-Drohung und die Himmels-Belohnung sticht nicht), umso gueltiger (weil ungezwungen / frei-willig) waere seine Ehe. Aber als Nicht-mehr-Glaubender kann er in diesem Falle das Sakrament ja gar nicht gueltig empfangen! Da stimmt doch etwas nicht! Wir brauchen dringend Jemanden, der die Instrumente im Orchester zum Stimmen bringt.
gehts nun darum diese Synoden-ANFRAGE zu meditieren und zu kritisieren.
Diese Synoden-ANFRAGE ging auch an Bischof M. Buechel (Praesident der SBK) und an
Bischof JM. Lovey (Delegierter der SBK an der Synode 2015).
Im Blog am 17.09.2015 hat mir Mr. Shikongo erklaert, warum er die Kath. Ehe "an sich" als ungueltig erachte. Im zweiten Teil nun zeige ich Hr. Shikongo meine Sorge:
10. Die Kath. SYNODE 2015 hat die Verbannung der aktiven Sexualitaet in die Ehe aufzugeben und die Sexualitaet in die Hand der menschlichen Beziehung zu ueber-geben. Sexualitaet ist eine Komponente der menschlichen Beziehung und von den Akteuren selbst zu verantworten. Die Ehe ist in Zukunft weder das Exil noch die Kathedrale der Sexualitaet... "an den Fluessen von Babylon da weinten wir Traenen vor Freude" weil hier im Exil uns die Groesse unseres Glaubens aufging... aber das Exil hatte ein Ende und wir wurden in alle Welt verstreut... Daher: Sexualitaet ist nun nach der Kath. Verbannung ins Ehe-Exil der Human-Beziehung ganz allgemein anheimzugeben.
Als Hr. Shikongo mit der Liste der Argumente ein Ende fand - da war ich wie beklommen. Die FRAGE beschaeftigt mich: Wo irrt Mr. Shikongo? Was er da so sorglos sagt, kann doch nicht wahr sein. Die Synoden-Vaeter werden ihm nicht folgen koennen. Ich stimme den Konservativen bei: Bis zum Vaticanum 2 (20 Jahre nach dem furchtbaren Weltkrieg und Holocaust) war die Nachwuchs-Sorge prioritaer; auch in den harten Lebensbedingungen der Entwicklungs-Laender. Es will mir aber nun scheinen, die Welt hat sich veraendert. Vielleicht kommt nach der Sicherstellung der Quantitaet nun das Gefuehl fuer die Lebens-Qualitaet staerker zum Zug und darf auch wieder gedacht werden. Aber statt der Menschheit einen weiteren Weg in die Zukunft zu weisen, beharrt die Kirche auf ihren Lorbeeren und (in der alten Sprache): "Gott ist so wuetend ueber die Fixierung der Sexualitaet in die Ehe noch bis heute, dass ER mit vielen Schleichwegen der Kath. Kirche inzwischen jede Glaubwuerdigkeit in Sachen Sexualitaet entzogen hat".
Das Sakrament der LEBENS-GEMEINSCHAFT koennte eine diskutierbare Loesung anbieten. Die Theorie, dass alle Kath. Ehen "an und fuer sich" ungueltig sind, scheint unglaublich. Und doch gilt: Je mehr einer "mit der Kirche glaubt" (vor allem ihrer Drohung der Hoelle fuer Sexualitaet ausserhalb der Ehe; oder ihrer Belohnung innerhalb der Ehe mit Himmel) umso ungueltiger ist seine Ehe (weil "erzwungen"); je weniger er der Kirche glaubt (die Hoellen-Drohung und die Himmels-Belohnung sticht nicht), umso gueltiger (weil ungezwungen / frei-willig) waere seine Ehe. Aber als Nicht-mehr-Glaubender kann er in diesem Falle das Sakrament ja gar nicht gueltig empfangen! Da stimmt doch etwas nicht! Wir brauchen dringend Jemanden, der die Instrumente im Orchester zum Stimmen bringt.
Samstag, 26. September 2015
FAMILY-SYNOD 2015 / eine ANFRAGE... 4
4. Konsequenzen: unvollstaendig und vorlaeufig...
1. Die Kirche weitet das Sakrament der Ehe zum Sakrament der LG aus. Damit verzichtet sie auf das bisherige Ehe-Sakrament; genauer: sie uebergibt die Ehe und die Familie dem Staat, der sie zum Gemeinwohl der Einwohner regelt.
2. Das Sakrament der Ehe in der Kirche weiterzufuehren und zugleich das Sakrament der LG einzufuehren scheint mir "verwirrend". [Es scheint dann, als ob die Ehe fuer die Sexualitaets-Regelung und die LG fuer alles andere "zustaendig waeren.] Eine Zeit des "Uebergangs" wird noetig sein. Dann aber koennen alle "Kirchlichen Ehe-Gerichte" abgeschafft werden, da die kirchlichen Nichtigkeits-Erklaerungen sich eruebrigen
(Wenn schon ein Ehe-Gericht, dann jenes am "letzten Tag"!!!)
3. Das Ideal der christlich-katholischen Ehe darf nicht mehr zum Massstab fuer alle Christen, schon gar nicht fuer alle Menschen gemacht werden. Auch die Ehe ist eine kulturelle Errungenschaft, die nun saekular verantwortet wird. Leider herrscht die Meinung vor: Wer die bisherige Ehe als Christ nicht im katholischen Sinne leben konnte, wem sie nicht gelang, galt als Suender, als Versager; der Barmherzigkeit ausgeliefert. Das ist ungerecht. Wir brauchen ein gerechteres System, eben jenes der LG.
4. Die gesegnete LG unterliegt nicht dem Massstab des Erfolgs. Sie ist Herausforderung und bleibt es taeglich - und weil das Scheitern moeglich bleibt, muss die LG auch rechtlich abgesichert werden. Damit werden die negativen Folgen des Scheiterns abgemildert.
5. Sich in den Herausforderungen Gottes einigen und sie annehmen - dieser Auftrag an die christliche LG bedarf der besonderen Einfuehrung.
a) "Es ist nicht gut fuer den Menschen allein zu sein".
a) "Es ist nicht gut fuer den Menschen allein zu sein".
b) Die qualitative Stillung der humanen Beduerfnisse.
c) Die oekumenische Verantwortung.
d) Die Erfindung eines oekonomischen Lebensstils.
Zeitgemaesse Herausforderungen Gottes.
6. "Die Gnade Gottes teilen" bedeutet auch, sich zur Dankesfeier zu versammeln. Teilen kann man nur was man hat! Aber man hat nur, was man als eigen entdeckt. Der Kosmos ist nicht arm; sein fliessender Reichtum, gratis gegeben oder erworben, muss kanalisiert werden in Richtung "fuer alle". Das Leben ist "Gott geweiht" durch die Taufe, nicht durch besondere Geluebde.
7. "Teilen von Brot + Wein" heisst: sich im Engagement fuer andere (Brot / Hingabe) und in der Erfahrung von Freude und Gelingen (Wein) sich stets aufeinander abstimmen. Wer "Brot + Wein+ sein darf und will, wird gesegnet und wesensmaessig verwandelt in den auferstandenen Leib Christi.
Christliche Lebensgemeinschaften sind Menschengruppen - entschieden - miteinander und fuereinander und fuer die Welt sich als "Brot + Wein" zu servieren.
Donnerstag, 24. September 2015
FAMILY-SYNOD 2015 / eine ANFRAGE... 3
3.Das SAKRAMENT der LEBENS-GEMEINSCHAFT (LG)
Eine vorlaeufige Umschreibung:Christen geben sich das Sakrament der LG, wenn sie sich entscheiden ihren Lebensweg so gemeinsam wie moeglich mit- und fuereinander zu gehen - verschieden als Personen - einig, die Herausforderungen Gottes anzunehmen:
seine Gnade zu teilen und als "Brot + Wein" zu leben. Dieser Entscheid kann
und soll oeffentlich deklariert und von der Kirche gesegnet werden. Damit wird die christliche Lebens-Gemeinschaft als Heilszeichen installiert.
Dahinter stehet die biblisch-meta-physische Erkenntnis: "Wo zwei oder drei
(oder fuenf oder viele) in meinem Namen sich einen, da bin ich mitten unter ihnen."
Anmerkungen (nur im Entwurf / Gedankensplitter).
1. LG'n sind vielfaeltig variabel; grundsaetzlich aber dem Menschen wohltuend und daher segens-berechtigt. Brautpaare, Freundschaften, Work-Teams, Risikogruppen etc...
sind alle proklamations- und kirchlich segens-wuerdig, soweit sie ein kirchlich anerkanntes
Ziel, verantwortungsbewusste Strategie und kirchlich erhobene Bedingungen aufweisen.
2. Das bedeutet auch, dass es bei den LG'n verschiedene Grade der gegenseitigen Verpflichtung geben wird (die Pluralitaet der Personen- und Welt-situationen anerkennend.)
3. LG'n sind entweder terminiert oder zeitlich offen. Sie koennen auch neue Mitglieder aufnehmen oder eigene Mitglieder entlassen. Entscheidend ist der Start, wichtig ist Schritte zu wagen - das Ende unterliegt nicht unserem Urteil.
4. Wenn LG'n Kinder erziehen wollen, muesssen sie gewisse "paedagogische Bedingungen" erfuellen, um gesegnet zu werden.
5. Der Besitz- und Finanz-Haushalt ist gesetzlich zu regeln.
6. Die sexuelle Aktivitaet ist in der christlichen LG weder ds erste Ziel noch Auftrag von irgendwoher oder Bedingung "sine qua non" (wie es in der kirchlichen Ehe der Fall war).
Die Sexualitaet ist eine natuerliche Begleit-Erscheinung - fuer die meisten anregend gut
fuer einige zerstoerend. Es ist wichtig zu erkennen: Sexualitaet ist Natur, animalisch, archaisch, inkarniert, saekular. Sie darf nicht zu sehr "sanktioniert" (verheiligt) werden sondern sie bedarf der Inkulturation.
7. Sexuelle Aktivitaeten in LG'n sind der Freiwilligkeit, der Achtung, der Gewaltlosigkeit
und dem gegenseitgen Konsens unterstellt. Die Sexualitaet dient zuerst dem Gemeinwohl der LG - sie gibt ihr eine weitere Qualitaet. Es ist wichtig anzuerkennen, dass eine Sex-Hungerwelle (starvation of sex), der nicht qualitativ entgegengekommen wird, katastrophale Folgen haben wird.
8. Die biologische Fruchtbarkeit (Kinder erzeugen) ist in heterosexuellen LG'n verantwortlich erwuenscht, aber weder Bedingung noch Auftrag (cf. Diskussion betreffs Ueberbe- voelkerung). In homosexuellen LG ist Sexulitaet ebenfalls eine humane Qualitaet.
9. Die Familie und der "Stammbaum" sind eine sog. biologische Blutsgemeinschaft und als solche gerade kein "natuerlich-kirchliches Ereignis", weil die Kirche nicht Natur ist sondern sie voraussetzt. Die Familie als "Haus-Kirche" zu sehen, gar die Kirche als "Familie" zu deklarieren ist archaisch, rural und biblisch "unsachgemaess" fuer die zukuenftige Weltkultur.
10. Damit wird die Famlie nicht abgeschafft wohl aber desakralisiert / demystifiziert. Der saekulare Staat regelt sie mit der mitbestimmenden Weisheit der Zivilgesellschaft.
11. Familen aber ist es selbstverstaendlich gestattet das Sakrament der LG zu emfangen.
12. Wenn gewisse Partner es sich wuenschen: fuer ewig die LG als verbidlich anzusehen (solange bestimmte Partner leben), dann it das eine reife Lebens-Entscheidung der Partner; sie kann und soll als solche oeffentlich deklariert werden und auch den Segen der Kirche erhalten. Darin darf ein Zeichen der gegenseitigen Zustimmung von Gott+Mensch-Einheit, von Kirche+Jesus-Einheit gesehen und gelebt weden. Diese Stufe im LG-Sakrament sehen wir als erstrebenswert und segensreich fuer viele. Falls diese sakramentale LG nicht
gelingt, spricht das nicht gegen die gegenseitige Zustimmung von Gott + Mensch; das Scheitern liegt auf einer andern Ebene; auf jener der Orthopraxie.
13. Die kirchlichen Orden und Gruppierungen sind ertragreiche Vorlaeufer heutiger LG'n und ihre Regeln waeren eine Fundgrube fuer den LG-Erfolg. Die Hochzeitsfeiern und die Ordengeluebde-Ablegung (Profess) waren immer schon verwandt und basieren beide auf dem Gemeinsamkeits-Prinzip. Kirchliche LG'n koennen gesehen werden als eine zeitgemaesse Frucht des urspruenglichen Ordensgedankens: auf dem gemeinsamen Lebensweg mit-und fuereinander beten und arbeiten. Mit den LG'n wird die Ordenstradition in der Kirche zeitgemaess weitergefuehrt.
Mittwoch, 23. September 2015
FAMILY-SYNOD 2015 / eine ANFRAGE... 2
2. Eine Auf-LOESUNG.
A) Das Sakrament der Ehe und die Kirche.
Es ist angezeigt zu sehen, dass die Ehe fuer die Kirche von heute vorerst ein Sakrament ist
(seit nicht einmal tausend Jahren) / ein offizielles Heilszeichen), und gerade daher freiwillig, nicht-erzwungen - und zuletzt dann auch ein Rechtsgut. Inzwischen aber ist die Ehe das komplizierteste und fuer viele das un-begruendetste Sakrament geworden. Ein Heilszeichen ist heilsam fuer die Partner sowohl als auch fuer die weitere Oeffentlichkeit. Wenn es nicht heilend wirkt, ist es kein Zeichen (der Gnade Gottes) mehr. Weil die Ehe ein Heilszeichen (gegenseitig heilsam) ist und zugleich der Vermehrung der Menschen dient, kommt der Familie (eine kontinuierliche "leben-teilende" Personengemeinschaft) als Bedingung fuer ein positives Erwachsen-werden sehr hoher Wert und Achtung zu. Gewiss: dem Gelingen von Familie muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden (in der Kirche, im Staat, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft).
B) Trennung von Staat + Kirche.
Im Zeitalter der Trennung von Kirche und Staat sollte heute von allen Seiten dem Staat eine ganz eigene Ehe- und Familien-Gesetsgebung zugestanden werden. Der saekulare Staat muss sich davon loesen, die kirchliche Ehelehre (wie sie in der Tradition hervorgebracht wurde) noch immer als fuer die Staatliche Gesetzgebung grundlegend anzuerkennen. Vor allem der christlich-kulturelle Anspruch, die menschliche Sexualitaet auf die Ehe ein- zuschraenken, ja die Ehe als exklusiven Hort der Sexualitaet zu definieren, ist gesell-
schaftlich abwegig geworden. Der Staat darf und soll von der Kirche und von den Religionen lernen und ihre "Weisheit" nutzen. Er muss aber (mehr und mehr) fuer alle Buerger und Einwohner aller Religionen, aller Schattierungen, eine moegliche und gerechte Ehe- und Familien-Loesung finden. Das ist im Streit der Systeme alles andere als leicht;
gilt aber heutzutage vor allem auch fuer die theokratischen Staaten. Die Kirche durfte sich vorbehalten, fuer ihre Mitglieder ein eigenes Ehe-Verstaendnis entwickelt zu haben, das ihrem Welt-Auftrag und ihrem Stifter einst irgendwie gerecht wurde. Die Kirche darf auch stolz sein, dass ihr Eheverstaendnis in vielen Kulturen Einzug fand und zur Humanisierung in der Welt viel beigetragen hat.
Die Ehe ist inzwischen so werthaltig, dass sie kulturell-gesellschaftlich eine Ausweitung erfahren hat. Sogar gleichgeschlechtliche Menschen moechten heiraten - ihr Leben so intensiv wie moeglich und gesetzlich abgesichert miteinander teilen. Es ist inzwischen weitgehend anerkannt, dass die Ehe nicht mehr zuerst ein exklusiver Hort der Sexualitaet ist sondern ein Rechtsstatus, den Lebensweg gemeinsam zu gehen. Welchen Werten die beiden Partner miteinander sich verpflichten, das ist im modernen Ehe-Betrieb weitgehend untergegangen. Anderseits zeigen die Scheidungsraten: Ehe ist fuer viele nur ein temporaerer Versuch, wenn nicht gar eine Art notduerftige Hilfskonstruktion - die meta-
physischen Hintergruende werden nicht mehr anerkannt. Ehe ist (vor allem im Staat) ein Allgemein-Gut geworden, das niemandem vorenthalten werden darf. Jene Ehe, die ihren Ursprung in der Kirche hatte, ist der Kirche nun entwachsen. Die Kirche ist aufgerufen nun weiter zu gehen...
[Die gleiche Situation hat sich im Beicht-Sakrament ergeben; es ist heute mehr als reform-
beduerftig]. Frtszg folgt
A) Das Sakrament der Ehe und die Kirche.
Es ist angezeigt zu sehen, dass die Ehe fuer die Kirche von heute vorerst ein Sakrament ist
(seit nicht einmal tausend Jahren) / ein offizielles Heilszeichen), und gerade daher freiwillig, nicht-erzwungen - und zuletzt dann auch ein Rechtsgut. Inzwischen aber ist die Ehe das komplizierteste und fuer viele das un-begruendetste Sakrament geworden. Ein Heilszeichen ist heilsam fuer die Partner sowohl als auch fuer die weitere Oeffentlichkeit. Wenn es nicht heilend wirkt, ist es kein Zeichen (der Gnade Gottes) mehr. Weil die Ehe ein Heilszeichen (gegenseitig heilsam) ist und zugleich der Vermehrung der Menschen dient, kommt der Familie (eine kontinuierliche "leben-teilende" Personengemeinschaft) als Bedingung fuer ein positives Erwachsen-werden sehr hoher Wert und Achtung zu. Gewiss: dem Gelingen von Familie muss mehr Aufmerksamkeit geschenkt werden (in der Kirche, im Staat, in der Wirtschaft, in der Gesellschaft).
B) Trennung von Staat + Kirche.
Im Zeitalter der Trennung von Kirche und Staat sollte heute von allen Seiten dem Staat eine ganz eigene Ehe- und Familien-Gesetsgebung zugestanden werden. Der saekulare Staat muss sich davon loesen, die kirchliche Ehelehre (wie sie in der Tradition hervorgebracht wurde) noch immer als fuer die Staatliche Gesetzgebung grundlegend anzuerkennen. Vor allem der christlich-kulturelle Anspruch, die menschliche Sexualitaet auf die Ehe ein- zuschraenken, ja die Ehe als exklusiven Hort der Sexualitaet zu definieren, ist gesell-
schaftlich abwegig geworden. Der Staat darf und soll von der Kirche und von den Religionen lernen und ihre "Weisheit" nutzen. Er muss aber (mehr und mehr) fuer alle Buerger und Einwohner aller Religionen, aller Schattierungen, eine moegliche und gerechte Ehe- und Familien-Loesung finden. Das ist im Streit der Systeme alles andere als leicht;
gilt aber heutzutage vor allem auch fuer die theokratischen Staaten. Die Kirche durfte sich vorbehalten, fuer ihre Mitglieder ein eigenes Ehe-Verstaendnis entwickelt zu haben, das ihrem Welt-Auftrag und ihrem Stifter einst irgendwie gerecht wurde. Die Kirche darf auch stolz sein, dass ihr Eheverstaendnis in vielen Kulturen Einzug fand und zur Humanisierung in der Welt viel beigetragen hat.
Die Ehe ist inzwischen so werthaltig, dass sie kulturell-gesellschaftlich eine Ausweitung erfahren hat. Sogar gleichgeschlechtliche Menschen moechten heiraten - ihr Leben so intensiv wie moeglich und gesetzlich abgesichert miteinander teilen. Es ist inzwischen weitgehend anerkannt, dass die Ehe nicht mehr zuerst ein exklusiver Hort der Sexualitaet ist sondern ein Rechtsstatus, den Lebensweg gemeinsam zu gehen. Welchen Werten die beiden Partner miteinander sich verpflichten, das ist im modernen Ehe-Betrieb weitgehend untergegangen. Anderseits zeigen die Scheidungsraten: Ehe ist fuer viele nur ein temporaerer Versuch, wenn nicht gar eine Art notduerftige Hilfskonstruktion - die meta-
physischen Hintergruende werden nicht mehr anerkannt. Ehe ist (vor allem im Staat) ein Allgemein-Gut geworden, das niemandem vorenthalten werden darf. Jene Ehe, die ihren Ursprung in der Kirche hatte, ist der Kirche nun entwachsen. Die Kirche ist aufgerufen nun weiter zu gehen...
[Die gleiche Situation hat sich im Beicht-Sakrament ergeben; es ist heute mehr als reform-
beduerftig]. Frtszg folgt
Dienstag, 22. September 2015
FAMILY-SYNOD 2015 / eine ANFRAGE... 1
Vorwort.
Natuerlich empfinde ich es als Theologe und als Psychologe, dass es mein Recht und meine Pflicht ist, das Thema der kommenden Synode durchzudenken und meine Gedanken zu veroeffentlichen - als Diskussions-Beitrag. Ich hab' versucht, herauszufinden, wie weit mein Problem- und Loesungsdenken verantwortungsvoll zu gehen wagt. Als einer, einst recht aktiv in der Jugendpastoral, der das Buch "Kinder - Zeichen des Heils" (Rex-Verlag 1980) wagte, als einer der in vielen Ehe-Vorbereitungskursen mitarbeitete (Zuerich), als einer, der aktiv in einer Eherunde fuer viele Jahre stets einen Beitrag leisten durfte - fuehle ich mich diskussionsberechtigt. Die eigene Familie, die schweizerische Mittelstandsfamilie und die namibische Familien-situation gibt mir ein gutes weites Erfahrungsfeld. Die Gedanken, die ich hier vortrage sind nur ein Entwurf. Sie sind nicht katholisch-konservativ sondern suchend. Ich moechte sie als Gedanken-Anstoss verstanden wissen. Weiter-denken ist angesagt. Meine Hoffnung ist, dass moeglichst viele kritisch mein vorgelegtes Denken verbessern. Darum empfehle ich, viele auf diesen Blog aufmerksam zu machen.
!!! 1. Ein DILEMMA.
In unserer Weltkultur hat das Justizwesen sich hervorragend entwickelt und bestimmt oeffentlich weitgehend "unsere Moral". Wir lernen (oder sollten es) was erlaubt und was verboten ist - mehr und mehr diktiert vom Justizwesen. Frueher lernten wir "es" eher von den Kirchen. In vielen Faellen, da wir unser Recht erstreiten oder ein Unrecht verhindern wollen, suchen wir Rat oder gar Einsatz beim Juristen. Dieses juristische Denken hat auch die Ehe-Kultur ueber-schwemmt. Die Ehe ist (bei vielen) immer mehr eine Rechts-Angelegenheit: Ein juristischer Akt konstituiert sie, ein juristischer Akt annuliert sie. Dieses juristische Dogma hat auch die Kirche ueberwaeltigt. Der kirchliche Akt bestimmt die Wirklichkeit: von nun an seit ihr verheiratet. Und ein hoeherer kirchlicher Akt hat das Recht zu entscheiden: nun sei ihr (wieder) "unverheiratet" (geschieden). Und ein kirchliches Grundgesetz bestimmt: es gibt die Ehe nur zwischen Mann und Frau. Die Kirche begruendet diesen Grundsatz mit der Bibel, genauer: sie haelt Jesus fuer den Grund-Gesetzgeber. Wenn Jesus wuesste, dass er so sehr zum Gesetz-Geber wurde (ein neuer Moses), er wuerde sich im Grab umkehren (trotz der Auferstehung).
Im Feld der Bewusstseins-Psychologie ist die Ehe zuerst ein persoenlicher Entscheid. Was denn der Entscheid beinhaltet ist mehr Hoffnung, Versprechen und eher vage und oft kulturell fremd-bestimmt, definiert. Der Entscheid hat eine Geschichte, Motive, Bedingungen - und gilt daher als reif, ueberlegt und bestimmend, vor allem wenn er einem hoeheren Bewusstseinsgrad entspricht. Der Entscheid ist so gesehen "entwicklungs-bedingt". Vor allem auch, weil er motivations-bedingt ist! Die einen werden faehig, den Entscheid in die Tat umzusetzen, ihn zu leben. Andern ist dieses "Glueck", diese Faehigkeit, diese Bestimmung nicht gegeben. Waehrend gewisse Ehepaare ihre Gluecksmomente und Schwierigkeiten meistern, scheinen andere in "ausweglose Zerruettung" zu schlingern oder zu einer andern Entscheidung zu gelangen. Die Schuldfrage muss auf "alle" uebertragen werden, sogar auf die "Gesellschaft". Die Psychologie weiss, dass jede Ehe praegend wirkt fuer die ganze Zukunft. Eine Ehe kann psychologisch nicht ungeschehen gemacht werden; sie wirkt weiter. In diesem Sinne gibt es keine "Trennung", nur eine Beziehungs-Verhaltens-Veraenderung. Und da viele Menschen aus Erfahrungen lernen, ist der Versuch, es wieder zu wagen, positiv gewertet. In der Psychologie ist "ehe-unfaehig" keine Diagnose - sie ist rechtlich oder medizinisch angesagt. Wohingegen psychologisch gewarnt werden kann ist die Voraussicht, dass fuer diesen Partner jener ein schwieriger weden kann. Dass gelingende Beziehung eine Kunst ist, das wird heute weitgehend anerkannt.
Es muss in der Familien-Synode gefragt werden: warum hat sich die Kirche (in der Ehefrage) so sehr dem Recht als bestimmend ausgeliefert, waehrend der Psychologie (wenn's gut geht) nur Beratung zugestanden wird. Vielleicht war Jesus doch mehr Psychologe als Jurist ?
Natuerlich empfinde ich es als Theologe und als Psychologe, dass es mein Recht und meine Pflicht ist, das Thema der kommenden Synode durchzudenken und meine Gedanken zu veroeffentlichen - als Diskussions-Beitrag. Ich hab' versucht, herauszufinden, wie weit mein Problem- und Loesungsdenken verantwortungsvoll zu gehen wagt. Als einer, einst recht aktiv in der Jugendpastoral, der das Buch "Kinder - Zeichen des Heils" (Rex-Verlag 1980) wagte, als einer der in vielen Ehe-Vorbereitungskursen mitarbeitete (Zuerich), als einer, der aktiv in einer Eherunde fuer viele Jahre stets einen Beitrag leisten durfte - fuehle ich mich diskussionsberechtigt. Die eigene Familie, die schweizerische Mittelstandsfamilie und die namibische Familien-situation gibt mir ein gutes weites Erfahrungsfeld. Die Gedanken, die ich hier vortrage sind nur ein Entwurf. Sie sind nicht katholisch-konservativ sondern suchend. Ich moechte sie als Gedanken-Anstoss verstanden wissen. Weiter-denken ist angesagt. Meine Hoffnung ist, dass moeglichst viele kritisch mein vorgelegtes Denken verbessern. Darum empfehle ich, viele auf diesen Blog aufmerksam zu machen.
!!! 1. Ein DILEMMA.
In unserer Weltkultur hat das Justizwesen sich hervorragend entwickelt und bestimmt oeffentlich weitgehend "unsere Moral". Wir lernen (oder sollten es) was erlaubt und was verboten ist - mehr und mehr diktiert vom Justizwesen. Frueher lernten wir "es" eher von den Kirchen. In vielen Faellen, da wir unser Recht erstreiten oder ein Unrecht verhindern wollen, suchen wir Rat oder gar Einsatz beim Juristen. Dieses juristische Denken hat auch die Ehe-Kultur ueber-schwemmt. Die Ehe ist (bei vielen) immer mehr eine Rechts-Angelegenheit: Ein juristischer Akt konstituiert sie, ein juristischer Akt annuliert sie. Dieses juristische Dogma hat auch die Kirche ueberwaeltigt. Der kirchliche Akt bestimmt die Wirklichkeit: von nun an seit ihr verheiratet. Und ein hoeherer kirchlicher Akt hat das Recht zu entscheiden: nun sei ihr (wieder) "unverheiratet" (geschieden). Und ein kirchliches Grundgesetz bestimmt: es gibt die Ehe nur zwischen Mann und Frau. Die Kirche begruendet diesen Grundsatz mit der Bibel, genauer: sie haelt Jesus fuer den Grund-Gesetzgeber. Wenn Jesus wuesste, dass er so sehr zum Gesetz-Geber wurde (ein neuer Moses), er wuerde sich im Grab umkehren (trotz der Auferstehung).
Im Feld der Bewusstseins-Psychologie ist die Ehe zuerst ein persoenlicher Entscheid. Was denn der Entscheid beinhaltet ist mehr Hoffnung, Versprechen und eher vage und oft kulturell fremd-bestimmt, definiert. Der Entscheid hat eine Geschichte, Motive, Bedingungen - und gilt daher als reif, ueberlegt und bestimmend, vor allem wenn er einem hoeheren Bewusstseinsgrad entspricht. Der Entscheid ist so gesehen "entwicklungs-bedingt". Vor allem auch, weil er motivations-bedingt ist! Die einen werden faehig, den Entscheid in die Tat umzusetzen, ihn zu leben. Andern ist dieses "Glueck", diese Faehigkeit, diese Bestimmung nicht gegeben. Waehrend gewisse Ehepaare ihre Gluecksmomente und Schwierigkeiten meistern, scheinen andere in "ausweglose Zerruettung" zu schlingern oder zu einer andern Entscheidung zu gelangen. Die Schuldfrage muss auf "alle" uebertragen werden, sogar auf die "Gesellschaft". Die Psychologie weiss, dass jede Ehe praegend wirkt fuer die ganze Zukunft. Eine Ehe kann psychologisch nicht ungeschehen gemacht werden; sie wirkt weiter. In diesem Sinne gibt es keine "Trennung", nur eine Beziehungs-Verhaltens-Veraenderung. Und da viele Menschen aus Erfahrungen lernen, ist der Versuch, es wieder zu wagen, positiv gewertet. In der Psychologie ist "ehe-unfaehig" keine Diagnose - sie ist rechtlich oder medizinisch angesagt. Wohingegen psychologisch gewarnt werden kann ist die Voraussicht, dass fuer diesen Partner jener ein schwieriger weden kann. Dass gelingende Beziehung eine Kunst ist, das wird heute weitgehend anerkannt.
Es muss in der Familien-Synode gefragt werden: warum hat sich die Kirche (in der Ehefrage) so sehr dem Recht als bestimmend ausgeliefert, waehrend der Psychologie (wenn's gut geht) nur Beratung zugestanden wird. Vielleicht war Jesus doch mehr Psychologe als Jurist ?
Donnerstag, 17. September 2015
Synode 2015 / SEXUALITAET in der Verbannung
Wiedereinmal kam ich zufaellig mit Hr. Shikongo ins Gespraech; wir blieben lange sitzen.
Ich fragte ihn: Warum Er ums Himmels willen die Kath. Ehe als solche, "an und fuer sich"
als ungueltig erachte? Hr. Shikongo vertritt die Meinung: alle kath.Ehen seien zumindest seit dem Vaticanum II ungueltig und beruft sich in seiner Antwort auf viele Tatsachen:
1. Das SAKRAMENT. Die Ehe is nach der Kath. Kirche heutzutage ein Sakrament, kann also nur frei-willig vollzogen werden. Ein erzwungenes Sakrament ist zum vorhinein ungueltig. 2. Der GLAUBE. Das Sakrament setzt den Glauben der Kirche voraus; ohne kirchlichen "glauben" kein Sakrament. Und zu diesem "glauben" gehoeren bis heute "Himmel + Hoelle" (abgestiegen zur Hoelle; aufgefahren in den Himmel) "Gott und der Teufel" (die barmherzige Liebe und ihr Missbrauch durch eine Kirche der Macht).
3. Die VERBANNUNG. Die Kath. Kirche hat die Aktivierung der Sexualitaet in die Ehe verbannt. Weder vor noch ausser, noch nach der Ehe ist heterogene Sxualitaet zu akti-
vieren (geschweige denn homosexuelle). Wer das tut, der suendigt. Und in der Kath. Kirche
ist Sexual-Suende schnell mal Todsuende; du bist dann auf dem Weg zur Hoelle. Und wer an die Hoelle glaubt: im Eis oder im Feuer brennend fuer ewig, du und jene die du liebtest... was fuer eine Qual / Drohung fuer jene, die in den Himmel gelangen moechten!
4. Die SEXUALITAET. Sie ist eine natuerliche grandiose Ur-Kraft, das Menschengeschlecht auf Erden ueberleben zu lassen; sie muss human domestiziert, kultiviert werden.
5. Die VERPFLICHTUNG. Falls du also sexuell aktiv werden moechtest oder willst, bist dazu auch noch katholisch und geneigt, nicht zu suendigen, weil ihr ja nicht in die Hoelle gehen wollt, dann bist du zugunsten der erlaubten Ausuebung deiner oder eurer Sexualitaet zur kath. Ehe verpflichtet (moralisch gezwungen). Ohne Ehe keine suendenfreie Aktivierung der Sexualitaet. Sexualitaet ist bekanntlich vergeltungs-reich: sie bringt kurzfristig Leben oder Tod, langfristig beides. 6. Der ZWANG. Ob du willst oder nicht, aktive Sexualitaet gibt es katholisch nur in der Ehe - damit wirst du als glaeubiger Katholik gezwungen zugunsten Eurer Sexualitaet in den Hafen der Ehe einzufahren; es sei denn, ihr verzichtet auf die Aktivierung Eurer Sexualitaet; was man auch oefters als "unmenschlich" bezeichnen kann.
Keine Sexualitaet ohne Ehe heisst: falls du sexuell aktiv werden willst und nicht suendigen willst, must du (kirchlich) heiraten. Das Sakrament wirkt dann wie ein Ticket zum Sex.
7. Die UNGUELTIGKEIT. Damit bist du zu einem Sakrament gezwungen, falls du nicht sex-los leben willst oder kannst (unabhaengig davon, wie sehr das Dir bewusst ist). Und ein erzwungenes Sakrament ist kein Sakrament - jedenfalls un-gueltig (trotz allem Segen).
8. EHE-ZWECK: NACHWUCHS. Solange die Sexualitaet mit der Fortpflanzung primaer verbunden war, konnte die Ehe als bester Ort der Aufzucht gut begruendet werden (eine liebe Mutter und ein guter Vater, beide auf ewig verbunden - da gibt's theoretisch keinen besseren Hort). und die Sexual-Lust wurde inklusive mittoleriert. 9. EHE-ZWECK: BE-
Friedung. Nach dem 2. Vaticanum hat "man" (die Kirche) die Sexualitaet als bekoemmlich akzeptiert, aber weiterhin nur verbannt im Rahmen der Ehe. Die allgemeine Verhuetungs-
Praxis hat ueberhand genommen, die Single-Muetter sind gewichtig geworden (beruehmt in Namibia). Die Verbannung der Sexualitaet in die Ehe ist nicht nur in der Christen-Praxis
aufgegeben worden , sie kann auch theoretisch nicht mehr begruendet werden. Die eliptische Ehe ist entkernt (ausgehoehlt). Die Vollendung des Christen besteht nicht mehr
zuest in der Nachwuchs-Beschaffung.
"Liebet einander mit Leib und Seele" (in Tat und Wahrheit) gilt fuer alle.
Ich fragte ihn: Warum Er ums Himmels willen die Kath. Ehe als solche, "an und fuer sich"
als ungueltig erachte? Hr. Shikongo vertritt die Meinung: alle kath.Ehen seien zumindest seit dem Vaticanum II ungueltig und beruft sich in seiner Antwort auf viele Tatsachen:
1. Das SAKRAMENT. Die Ehe is nach der Kath. Kirche heutzutage ein Sakrament, kann also nur frei-willig vollzogen werden. Ein erzwungenes Sakrament ist zum vorhinein ungueltig. 2. Der GLAUBE. Das Sakrament setzt den Glauben der Kirche voraus; ohne kirchlichen "glauben" kein Sakrament. Und zu diesem "glauben" gehoeren bis heute "Himmel + Hoelle" (abgestiegen zur Hoelle; aufgefahren in den Himmel) "Gott und der Teufel" (die barmherzige Liebe und ihr Missbrauch durch eine Kirche der Macht).
3. Die VERBANNUNG. Die Kath. Kirche hat die Aktivierung der Sexualitaet in die Ehe verbannt. Weder vor noch ausser, noch nach der Ehe ist heterogene Sxualitaet zu akti-
vieren (geschweige denn homosexuelle). Wer das tut, der suendigt. Und in der Kath. Kirche
ist Sexual-Suende schnell mal Todsuende; du bist dann auf dem Weg zur Hoelle. Und wer an die Hoelle glaubt: im Eis oder im Feuer brennend fuer ewig, du und jene die du liebtest... was fuer eine Qual / Drohung fuer jene, die in den Himmel gelangen moechten!
4. Die SEXUALITAET. Sie ist eine natuerliche grandiose Ur-Kraft, das Menschengeschlecht auf Erden ueberleben zu lassen; sie muss human domestiziert, kultiviert werden.
5. Die VERPFLICHTUNG. Falls du also sexuell aktiv werden moechtest oder willst, bist dazu auch noch katholisch und geneigt, nicht zu suendigen, weil ihr ja nicht in die Hoelle gehen wollt, dann bist du zugunsten der erlaubten Ausuebung deiner oder eurer Sexualitaet zur kath. Ehe verpflichtet (moralisch gezwungen). Ohne Ehe keine suendenfreie Aktivierung der Sexualitaet. Sexualitaet ist bekanntlich vergeltungs-reich: sie bringt kurzfristig Leben oder Tod, langfristig beides. 6. Der ZWANG. Ob du willst oder nicht, aktive Sexualitaet gibt es katholisch nur in der Ehe - damit wirst du als glaeubiger Katholik gezwungen zugunsten Eurer Sexualitaet in den Hafen der Ehe einzufahren; es sei denn, ihr verzichtet auf die Aktivierung Eurer Sexualitaet; was man auch oefters als "unmenschlich" bezeichnen kann.
Keine Sexualitaet ohne Ehe heisst: falls du sexuell aktiv werden willst und nicht suendigen willst, must du (kirchlich) heiraten. Das Sakrament wirkt dann wie ein Ticket zum Sex.
7. Die UNGUELTIGKEIT. Damit bist du zu einem Sakrament gezwungen, falls du nicht sex-los leben willst oder kannst (unabhaengig davon, wie sehr das Dir bewusst ist). Und ein erzwungenes Sakrament ist kein Sakrament - jedenfalls un-gueltig (trotz allem Segen).
8. EHE-ZWECK: NACHWUCHS. Solange die Sexualitaet mit der Fortpflanzung primaer verbunden war, konnte die Ehe als bester Ort der Aufzucht gut begruendet werden (eine liebe Mutter und ein guter Vater, beide auf ewig verbunden - da gibt's theoretisch keinen besseren Hort). und die Sexual-Lust wurde inklusive mittoleriert. 9. EHE-ZWECK: BE-
Friedung. Nach dem 2. Vaticanum hat "man" (die Kirche) die Sexualitaet als bekoemmlich akzeptiert, aber weiterhin nur verbannt im Rahmen der Ehe. Die allgemeine Verhuetungs-
Praxis hat ueberhand genommen, die Single-Muetter sind gewichtig geworden (beruehmt in Namibia). Die Verbannung der Sexualitaet in die Ehe ist nicht nur in der Christen-Praxis
aufgegeben worden , sie kann auch theoretisch nicht mehr begruendet werden. Die eliptische Ehe ist entkernt (ausgehoehlt). Die Vollendung des Christen besteht nicht mehr
zuest in der Nachwuchs-Beschaffung.
"Liebet einander mit Leib und Seele" (in Tat und Wahrheit) gilt fuer alle.
Mittwoch, 9. September 2015
EHE oder Geluebde der Keuschheit ???
Das Leben besteht aus Entscheidungen: Diesen oder jenen Weg zu gehen etc...
Das Leben besteht aus Zeit + Raum, Energie + Faehigkeit, Versagen + Gelingen...
Unter Beachtung dieser konkreten Gegebenheiten steht die WAHL an:
EHE meint (auch heute im Kath. Verstaendnis) mit einem Partner das Leben zu teilen und zu gehen... zugunsten personaler Tiefe, moeglichst umfassender Kenntnis und Gestaltung.
Theologisch gesagt: "Brot + Wein zu teilen"; psychologisch gesagt: "Hoehen und Tiefen zu teilen". Dieses "teilen" ist womoeglich koerperlich, geistig, seelisch = ganzheitlich !!!
Hinzu kommt oft die gewollte Fruchtbarkeit, Kinder, aber auch gemeinsame Werke und Beziehungen... Dieses menschliche Experiment mit einem Partner zu wagen ist Gnade.
Du reduzierst die Anzahl moeglicher Partner zugunsten allumfassender Erlebnis-Tiefe.
Diese Lebensgemeinschaft hat ihren ganz eigenen Erfahrungs-Reichtum.
Ehe aber ist nicht der "Sinn des Lebens" fuer alle. Darum ist Ehe frei-willig.
Der "vernetzte Beziehungsreichtum" meint einen anderen Weg. Du gehst bewusst mit mehreren Partner. Du teilst mit (moeglichst) Vielen. Das ist eine schwierige Balance. Was, wieviel mit wem ??? Im Kloster ist das "mit wem?" and das "was?" ziemlich entschieden.
In der offenen Welt bleibt dieser Entscheid stets offen. Die Partnerschaften sind graduell,
seien es Freundschaften, Wohngemeinschaften, Arbeitsgruppen etc... Die Offenheit fuer neue und mehr Begegnungen ist stets gefaehrdet; die Vielheit verhindert die Tiefe der Begegnungen: koerperlich, geistig, seelisch - aber nicht ihren eigenen Erfahrungs-Reichtum
Es gibt einen dritten Weg: Der konzentrierte Interessen-Reichtum. Es gibt Leute, die
sich entscheiden fuer ein bestimmtes Erfahrungs-Gebiet und sie stellen alle andern Interessen hintan. Auch das ist "unter Umstaenden" erlaubt.
Der vierte Weg: "weder / noch"; keine bewusst eigene Entscheidung, ist an und fuer sich (theoretisch) nicht human; sie wird oft praktiziert "umstaendehalber", obwohl nicht erlaubt, zumindest nicht ratsam. cf. die moderne Uebung: "leben ohne entscheiden".
Die Psycho-Analyse mag herausfinden, warum wer welchen Weg wie geht. Die Tradition und die Umstaende gelten oft als bestimmungs-dominant. und muessen als Entschuldigung dienen. Wir haben alle vier Wege im Auge zu behalten, realistisch einzuschaetzen und schlussendlich heilsam zu tolerieren.
Der biblische Aufruf "liebet einander" gilt fuer alle vier Wege.
Das Leben besteht aus Zeit + Raum, Energie + Faehigkeit, Versagen + Gelingen...
Unter Beachtung dieser konkreten Gegebenheiten steht die WAHL an:
EHE meint (auch heute im Kath. Verstaendnis) mit einem Partner das Leben zu teilen und zu gehen... zugunsten personaler Tiefe, moeglichst umfassender Kenntnis und Gestaltung.
Theologisch gesagt: "Brot + Wein zu teilen"; psychologisch gesagt: "Hoehen und Tiefen zu teilen". Dieses "teilen" ist womoeglich koerperlich, geistig, seelisch = ganzheitlich !!!
Hinzu kommt oft die gewollte Fruchtbarkeit, Kinder, aber auch gemeinsame Werke und Beziehungen... Dieses menschliche Experiment mit einem Partner zu wagen ist Gnade.
Du reduzierst die Anzahl moeglicher Partner zugunsten allumfassender Erlebnis-Tiefe.
Diese Lebensgemeinschaft hat ihren ganz eigenen Erfahrungs-Reichtum.
Ehe aber ist nicht der "Sinn des Lebens" fuer alle. Darum ist Ehe frei-willig.
Der "vernetzte Beziehungsreichtum" meint einen anderen Weg. Du gehst bewusst mit mehreren Partner. Du teilst mit (moeglichst) Vielen. Das ist eine schwierige Balance. Was, wieviel mit wem ??? Im Kloster ist das "mit wem?" and das "was?" ziemlich entschieden.
In der offenen Welt bleibt dieser Entscheid stets offen. Die Partnerschaften sind graduell,
seien es Freundschaften, Wohngemeinschaften, Arbeitsgruppen etc... Die Offenheit fuer neue und mehr Begegnungen ist stets gefaehrdet; die Vielheit verhindert die Tiefe der Begegnungen: koerperlich, geistig, seelisch - aber nicht ihren eigenen Erfahrungs-Reichtum
Es gibt einen dritten Weg: Der konzentrierte Interessen-Reichtum. Es gibt Leute, die
sich entscheiden fuer ein bestimmtes Erfahrungs-Gebiet und sie stellen alle andern Interessen hintan. Auch das ist "unter Umstaenden" erlaubt.
Der vierte Weg: "weder / noch"; keine bewusst eigene Entscheidung, ist an und fuer sich (theoretisch) nicht human; sie wird oft praktiziert "umstaendehalber", obwohl nicht erlaubt, zumindest nicht ratsam. cf. die moderne Uebung: "leben ohne entscheiden".
Die Psycho-Analyse mag herausfinden, warum wer welchen Weg wie geht. Die Tradition und die Umstaende gelten oft als bestimmungs-dominant. und muessen als Entschuldigung dienen. Wir haben alle vier Wege im Auge zu behalten, realistisch einzuschaetzen und schlussendlich heilsam zu tolerieren.
Der biblische Aufruf "liebet einander" gilt fuer alle vier Wege.
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