Freitag, 6. Mai 2016

ueber das Verschwinden Jesu

Wir sind in den Mai hinuebergeraten, fuer viele Ferien, mindestens freie Tage... Wir haben den Mai begonnen mit dem Tag der Arbeit unter dem Patronat des heiligen Zimmermanns, der dem JvN eine wohltuende Umgebung zimmern wollte, es scheint ohne Erfolg...
Und schon bestaunen wir die vielen viele irrefuehrenden Bilder von der Himmelfahrt Jesu ...  da wir nicht mehr wissen wo der Himmel ist (jedenfalls nicht mehr oben ueber den Wolken) da koennen wir auch nicht mehr sagen wohin Jesus ging...
Da aber das Weggehen, das Absterben der letzte Akt des Lebens ist, muessen wir vorerst das gegenwaertige Leben Jesu definieren. Mit einem klaren Wort: JESUS war fuer uns die irdische Verkoerperung des Geistes Gottes . Der Geist Gottes ist fuer uns hochwertig: ein Geist der Oeffnung (Aug + Ohr + Sinne), der Freiheit, der Einheit, der Liebe, des totalen Engagements... und nun ist diese Verkoerperung nicht nur gekreuzigt (gestorben) sondern auch verschwunden. Maria von Magdala und andere wissen um die Bedeutung des Koerpers, sie suchen ihn... ziemlich vergebens... die Jesus Verkoerperung des Geistes Gottes ist verschwunden - und wer haette das gedacht - nach Lukas - freuten sich die Apostel darueber. Das ist eine moderne FRAGE: koennen sich die Christen freuen, dass diese Gottes-Geist-Verkoerperung verschwunden ist, wenigstens dieses Verschwinden akzeptieren? Diese FRAGE gilt ganz besonders fuer die Religioesen Leute! Dass wir diesen Geist brauchen, noetig haben ist einsichtig! Noch wichtiger: was soll dieser wunderbare Geist, wenn er nur im Himmel ist? Wir benoetigen irdische Verkoerperung. Paulus hat es erblickt: Wir als christliche Gemeinschaft sind nun herausgefordert, ein Koerper zu sein (eine Koerperschaft), die den Geist Gottes human verkoerpert. Alle die getauft sind stehen in dieser Herausforderung: den Geist Gottes je auf ihre Art zu ver- koerpern, als Frau, als Mann, als Kind , als Greis - als Ehepaar, als Gruppe, als kirchliche Gemeinschaft, als Weltkirche. Jesus steht nicht mehr im irdischen Rampenlicht, er ist zurueckgetreten, gar verschwunden - zu unseren Gunsten - so dass wir nun heute an unserem Ort, in unserer Situation die Verkoerperung des Geistes Gottes wagen. Es liegt nun an uns...  Verkoerperung heisst theologisch Inkarnation... und das ist das Privileg jener, die einen Koerper weben, den Geist Gottes zu VERKOERPERN: sein Aug + sein Ohr, seine Hand + seine Fuesse, sein Herz und sein Gehirn zu sein... 
Unsere Biographie wird einst aufzeigen, wie es uns denn gelang, den Geist Gottes lebendig zu verkoerpern. Papst Franziskus wuenscht sehr, dass wir fuer unsere Zeit den Geist der Barmherzigkeit verkoerpern (falls wir wissen, was das ist). Und bald kommt Pfingsten, vielleicht glauben einige daran, dass der ausgegossene Geist auf Verkoerperung wartet...

Mittwoch, 27. April 2016

zusammen "leben" - wozu ???

Das Zusammen - Leben (ZsL) der Menschen ist ein interessantes Kultur-Phaenomen. Die Natur ist selten zwingend, oft aber dominierend. Der Geist ist herausgefordert, die Natur zu transformieren; d.h. dem ZsL eine Form / Gestalt zu geben, die den Sinn der Natur richtiger erfuellt und dem Menschen eine Art-eigene Zukunft verheisst. Schon die Natur richtet das Leben auf die Fuelle aus; die Veraenderungen streben nach mehr, aus ihrer Fragmentierung hinaus; der Tod dient dem Leben...  Die Transformation aber bringt die Natur dazu, menschlichen Werten zu dienen wie z.B. der Freiheit. Das ZsL der Menschen untersteht dem Anspruch der Freiheit, dem allgemeinen Wohlergehen und der Teilnahme aller an der fragmentarischen Fuelle des Lebens.
Schon frueh haben die Religionen nach der Entdeckung des Jenseits die Formen des ZsL mitbestimmt und damit eine starke Tradition in die Wege geleitet. Die Tradition kann nicht nur dominieren, sie kann sogar zwingen - und sollte doch grundsaetzlich aber nur ein kluges Angebot sein. Die Formen des ZsL wurden dann auch symbolisiert. Besonders das Christentum hat den Brauch gebracht, in den ZsL's-Formen/Gestalten ein Symbol Gottes
zu leben. Die Kirche spricht dann von Sakramenten.


Heute unterscheiden wir den natuerlichen Aspekt des ZsL; die Wert-Gestalten des ZsL und den Symbol-Gehalt des ZsL; alle drei Dimensionen sind auf die Fuelle des Lebens ausgerichtet. Das Angebot des Christentums, das ZsL der Menschen in der sakra-mentalen Ehe zu gipfeln hat die Weltkultur fasziniert und die Religion bevorteilt. Im Uebergang zu einem saekularisierten Christentum (das die Manipulation der Goetter ablehnt) und zu einem atheistischen ZsL ist die Suche nach neuen Formen des ZsL dringend geworden. Nicht einmal die normale Freundschaft hat es dazu gebracht, regelgerecht gefoerdert und geschuetzt zu werden, weder von seiten der Kirchen, des Staates noch der Gesellschaft - obwohl sie fuer das ZsL der Menschen, besonders Heute, mehr liefert als die Ehe.

Als die christliche Ehe auf die Suche ging, welchem Wert sie denn im ZsL der Menschen besondere Aufmerksamkeit geben soll, hat sie sich fuer die Fortpflanzung und fuer die Familie entschieden. Damit ist sie einem biologischen Trend anheimgefallen. Und gerade dieser Trend bedarf in der Neuzeit neuer Formen. Der natuerliche Fortpflanzungs-trieb verlangt nach Wert-Transformation und neuem Symbol-Gehalt. Menschen fuehlen, "zusammenleben" ist ein Wert! Aber welche Fuelle das ZsL heute anstreben soll, das bedarf der Ueberlegung...  vielleicht die der Barmherzigkeit ???

Freitag, 22. April 2016

Information - STEP ONE on the way

Als "Spiritual Tour-Guide" frag ich mich immer wieder was uns (den Glaeubigen) die sog. Katholischen Medien (wie zB. kath.ch) zumuten. Sie haben wohl als erste Aufgabe, uns zu informieren ueber das Geschehen in der Kath. Kirche und in ihrer Umgebung...
OHNE INFO TAPPEN WIR IM DUNKELN
die Auswahl der Info's 
wird schwierig sein - ist aber entscheidend.

kath.ch  12-13 (Maerz 2016) teilt mit:
a) "Kirche CH sucht verstaerkt das Gespraech mit der Jugend"  
HsL: erfreulich! Wo ist die Strategie veroeffentlicht? Geht's nur um den Eigenbedarf der Kirchen-Berufe, weil ein scheinbarer Notstand "erkannt" ist, oder wirklich um "christlich leben" ??? Die "KUNST sich einzubringen" findet keine Ausstellung in der Kirche.

b) Der Muslimische RU in einem Basler Pfarrei-Zentrum ist noch nicht akzeptiert.
HsL: schade! Zusammenarbeit unter den Religionen in der CH scheint schwierig.

c) "ZoeFra" Immer mehr Frauen gehen Beziehungen mit auslaendischen Priestern einHsL: neugierig! Gibt es noch einheimische Prieser in der CH ? Geben die Frauen dem Draengen der "einsamen" Priester nach?  Will die BiKo das "Problem" unter Verschluss halten? Schon mal gehoert von Priester-Kommunitaeten?
d) Plakataktion: Fuer wen haltest Du den Herrn Jesus v.N. ?
HsL: interessant! Wie JvN heute (2016) gesehen wird, das halte ich fuer entscheided

in bezug auf das Christentum der Zukunft.
Sum - up: Auf 4 Seiten 4 Artikel: Jugend / Religionen / Zoelibat / Jesus  + 3 Bilder: Bischof + Jugend / Frau / Film + 14 Info's + 1 Editorial
UND WAS FOLGT NUN AUF DIESE INFO's ???

kath.ch 14-15 (April 2016) teilt mit:a) Missionar der Barmherzigkeit, der nicht barmherzig sein will.HsL: schrecklich! Kann er auch den Sex-Beicht-Vater lossprechen oder nur die suendige Frau? Sind das nun Taten der Barmherzigkeit? wie zB: Fluechtlings-Zentrum-Besuche / Fusswasch-Szene / Hautfarben-Mischung ??? Barmherzigkeit ist leider zu tief missverstanden als Gnaden-Akt von oben - 
"Du sollst ihn nicht gerade toeten sondern nur demuetigen..."
b) Bischofs-Sitz in Zuerich oder in Luzern oder wo noch ?
HsL: Wie konservatif! Ein Bischof hat einen Thron zum Sitzen und eine Mitra zum Autoritaet ausstrahlen - er ist ja kein Missionar sondern ein Schloss-Herr.

c) OSB-Seelsorge - keine Frage der Weihe - sondern ???
HsL: unglaublich! Was in der Welt als normal gilt aber nicht ist, lernen nun die Ordensleute

a) Zusammenarbeit von Mann und Frau, b) Seelsorge wird jedem Getauften zugemutet.
Der Artikel trieft von ordentlichen Unwahrheiten - kaum zu glauben.

d) Paepstlicher Haustheologe , der "alt + neu" zusammenfuehrt.
HsL: und das im nachvatik. Zeitalter! rote Schuhe (neu) + Mitra (alt) vereint im Hoch-Amt.
Sum - up: Auf 4 Seiten 4 Artikel: Barmherzigkeit / Bischofs-Sitz / OSB / Tradition / +
4 Bilder: Franziskaner / OSB / Mitra / Mitttelalter-Abt. + 13 Info's + ein barmherziges  Edit.
UND WAS FOLGT NUN AUF DIESE INFO's ???


Unser Bild der Kirche basiert zu Recht auf den INFO's - hoffentlich stimmen sie...







Donnerstag, 14. April 2016

Den Priester - Dienst verstehen... heute...

Eine 50 jaehrige Priester-Taetigkeit ist
A) wie eine intensive Zeit-Reise ins plurale Magnetfeld der Menschlichen Beziehungen.
1. Du begegnest zuerst einer Christlichen Gemeinschaft und darin vielen Menschen. Diese
innerkirchliche Beziehung dieser getauften Menschen zu ihrer Pfarrei und dann zur Dioezese und zur Kath. Welt-Kirche - das ist ein erstes bipolares Magnetfeld, manchmal lau, manchmal intensive. Es geht um das aktive Mitmachen in der Christlichen Gemeinde.
2. Ein zweites Magnetfeld mit vielen (anziehenden und abstossenden) Polen sind die Menschlichen Beziehungen der Gemeinde-Mitglieder untereinander: mit der Forderung Jesu: "liebet einander".

3. Das dritte Magnetfeld ist die Aussenbeziehung der Gemeinde und ihrer Mitglieder zu andern Gemeinden, Kirchen, Religionen und zur Welt ueberhaupt (Kosmos + Natur + Handel + Kultur etc...) mit dem Anspruch: "Licht, Salz, Brot fuer das Leben der Welt" zu sein
4. Als viertes magnetisches Beziehungsfeld bezeichne ich die Beziehung zu Gott, ev. zu Jesus Christus, zu den Heiligen; es ist die Beziehung zum "Geheimnis des Glaubens".
In diesen 4 magnetischen Beziehungs-Feldern (MBF) ist der Priester ein "Spiritual- Tour-

Guide" und sollte es sein "by profession". Es ist Auftrag fuer den Priester im Namen der Kirche (Jesu) hier animatorisch zu wirken.
B) Es gibt einen speziellen Stand-Ort wo diese 4 MBF in einer bestimmten Einheit aktiviert werden: Das ist die Liturgie der 7 Sakramente. Hier ist der Kath. Priester offiziell ein Administrator, ein Verwalter. Er hat die Sakramente zur Verfuegung zu halten, sie zu proklamieren, in sie einzufuehren und sie durchzufuehren.
LITURGIE ist eine KUNST - ich wuensche sie jedem Priester.
C) Der normale RAHMEN, worin die kirchliche Zeit-Reise in die MBF verlaeuft und wo der Aktivierungs-Stand-Ort zu finden ist, das ist die Pfarrei. Hier muss der Pfarrer (der Priester) wie ein Manager oder ein CEO animatorisch leiten. Diese weltkirchliche Koerperschaft sollte zu einer spirituellen Koerperschaft geformt werden, theologisch: "Leib Christi unsere Zeit".


Ich selber hab' in meiner 50 jaehrigen Priester-Taetigkeit zuerst C + B erlebt; d.h. als Pfarrei-Vikar (1966-76) gelernt: den Pfarrei-Betrieb zu aktivieren und die Sakramente zu spenden. Trotzdem bin ich nie Pfarrer geworden - sondern seit 1976 bin ich hauptsaechlich "Spiritual Tour-Guide" geworden; eine Zeit-Reise in die MBF cf. A; eine intensive Kurs-Arbeit in der CH 1976-1986 und in Namibia 1988-2008.
Das Programm der Jubi-Feiern ist veroeffentlicht in meinem "Tagebuch":
www.leu-apcnamibia.blogspot.com  (Tb 160405-12)...   um mitzufeiern...

Freitag, 8. April 2016

Der Gruss Gabriels ist ein fruchtbarer Same.

Die "Ankuendigung des Kommens Jesu durch den Erz-Engel Gabriel" zu feiern, das will sich die Kath. Kirche nicht entgehen lassen. Weil der 25. Maerz im 2016 in die Fastenzeit fiel (sogar auf den Karfreitag), musste das Fest verschoben werden.
Die erst beste Gelegenheit war nun der 04.04.2016...
Es gibt noch heute im Jahr 2016 Katholiken, die gehen jeden Sonntag in die Kirche.
In meiner Sicht ist das eine heilende und lobenswerte Gewohnheit; ich empfehle sie...
Die Kirche hat in ihrer Messfeier den Gruss des Erz-Engels Gabriel an Maria (leider etwas abgekuerzt) uebernommen und zwar mindestens gar 4 mal !!!

1. Am Beginn: Zur heutigen Messfeier verkuenden wir, bringen wir ins Bewusstsein der Teilnehmenden: Bedenkt: Das Geheimnis Gottes sei mit euch
2. Vor dem Verlesen des Evangeliums: Um das Wort Gottes zu hoeren und in etwa zu verstehen: das Geheimnis Gottes sei mit euch. 3. Bei der Praefation (vor dem eucharis- tischen Hochgebet): zur heiligen Verwandlung, das Geheimnis Gottes sei mit euch.
4. Am Schluss: Wenn ihr nun geht, vergesst nicht: Das Geheimnis Gottes geht mit euch.

Gabriel gruesste Maria so: "Freue Dich, Du - voll der Gnade (hoch Beguenstigte / Bevorzugte), der Herr-Gott / das Geheimnis Gottes ist mit Dir." Dieser Gruss geht heutzutage an die versammelte Gemeinde, an die hier gegenwaertige Mutter Kirche, und damit an jedes Mitglied der eucharistischen Orts-Versammlung. Leider ist wohl durch die Gewohnheit, die Empfindung fuer diesen ausser-ordentlichen Gruss etwas abgestumpft.
Sollen wir diesen Gabriel-Gruss ernst nehmen und seine Bedeutung meditieren ?


Das Geheimnis Gottes beinhaltet die ganze Schoepfung, also das Universum und alles was darin geschieht; die lebende Natur mit ihrem Bluehen und Verwelken, mit ihrem Gebaeren und Sterben; die Menschheit mit ihrem Bewusstsein als Empfinden, Wissen und Glauben. Das Geheimnis Gott beinhaltet aber auch die Geschichte und darin besonders das Wort Gottes (die Bibel), wie es kommt und wirkt.: so beinhaltet das Geheimnis Gott auch das Volk Gottes aller Zeiten und darin die christliche Kirche. Aber das Geheimnis Gott beinhaltet auch die Engel (die himmlischen Kraefte) und gewiss zumindest alle Heiligen aller Zeiten.
Dieses inhaltsvolle Geheimnis Gott - ist und sei und wirdsein mit euch allen! Dieses grosse unendliche Geheimnis, es ist nicht nur vernetzt mit euch, es ist implantiert in euch 

(in eurem Hirn  und Herzen, in Haenden und Fuessen), zwischen euch in all euren Beziehungen und ausser euch in all euren Verwerfungen und um euch herum wie ein ernaehrender Mutterschoss. In der Gegenwart von diesem Geheimnis Gott, das alles in allem ist, begehen wir unsere Messe, er-hoeren wir das Wort Gottes, verwandeln wir die Welt und Uns und das Brot und haben wir den Mut miteinander in diese Welt hinaus- zugehen. "Gegruesst seist Du Maria..."

Mittwoch, 30. März 2016

Maria von Magdala heute...

Nun hat es uns auch wieder erwischt, das Geruecht von der Auferstehung Jesu. Die Leute in der Kirche hier in Namibia singen so laut und lebendig das "Alleluja", dass man meinen koennte, sie glauben wirklich an die Auferstehung. Es waere ja gut, wenn sie glauben koennten, und wenn sie nicht glauben, ist es verstaendlich; denn die Botschaft ist wirkich "amazing Grace" (erstaunlicher Gunst-Erweis).
Maria von Magdala war schoen erschrocken als die den Leib Jesu nicht fand, Jesus selbst nicht erkannte - auf Galilaea vertroestet wurde... aber eines war klar: irgendwo musste ER ja sein; ein koerperloser Jesus gilt ihr als unmoeglicher Unsinn. Sogar in Emmaus gilt das Erlebnis: er war mit uns (koerperlich), unser Herz erspuerte IHN im unbekannten Koerper -
und als er das Brot brach - das Zeichen seiner koerperlichen Lebenshingabe - da erkannten sie IHN - aber fassen konnten sie IHN nicht... Diese Vor-Himmelfahrts-Zeit ist irgendwie "gespenstisch" - immer wieder taucht ER koerperlich auf... Es ist die Zeit der grossen Unsicherheit: tot - leeres Grab (sogar die Gelehrten verhandelten dies als Tatsache) - kein toter Leichnam des Getoeteten - Wiederaufflammen des Geruechts von einer Auferstehung,

Erscheinungen - koerperlich gesehen - zusammen gegessen - nicht fassbar - das Galilaea-
Versprechen: dort werdet ihr ihn sehen...  ev. ihm begegnen ???
Es ist fuer viele fast wie heute... es ist wieder die Zeit der Suche nach dem "Leib Christi" ... WO ist ER - um IHM in Tat + Wahrheit wirklich zu begegnen und IHM zu dienen - nicht nur "geistig" !!!  [cf. die oekumenische Bewegung]
Und hier wird mir Maria von Magdala wichtig: Sie sehnt sich nach und braucht einen Koerper, einen Leib... ein Jesus ohne Koerper... ohne Leib - ist fuer MvM unvorstellbar. Heute (noch 2016) gibt es getaufte Leute, die glauben an einen auferstandenen Jesus im fernen Himmel, sie kommunizieren geistig mit ihm (Kopf und Herz engagiert), sie nennen das beten oder meditieren - aber sie sind nicht MvM - sie brauchen keinen Leib, keinen Koerper, der Geist genuegt ihnen... sie merken gar nicht wie "unmenschlich" sie fuehlen... sie glauben in keiner Weise an die "Auferstehung des Fleisches"... vielleicht sind sie "unmoeglich-koerperlos - leibfeindlich gar?"

Ich wuerde der sehnend-suchenden MvM sagen: Wo zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, da beginnt eine "Koerperschaft"...  wo Menschen sich im Namen Jesu versammeln - Christliche Gemeinschaft - da ist Koerperschaft Jesu: Kirche - Leib Christi.
Und wenn die Gemeinde Glueck hat, dann zeigt der Vorsteher "Brot + Wein", so dass die Versammelten erkennen: diese "Koerperschaft" (Koerper-Vereinigung) hier und jetzt ist lebendig "Brot + Wein" (Nahrung und Freude fuer das taegliche und engagierte Leben).
In der "Brot + Wein-Uebergabe in die offenen Haende" wird die "Koerperschaft", der Leib Christi uebergeben - d.h. der auferstandenen Leib Christ ist lebendig gegenwaertig.
Ob MvM mich verstehen wird ???



Freitag, 25. März 2016

OSTERN verhindert...

Dass einer in unserem christlichen Kultur-Zeit-Raum liturgisch mit seiner Gemeinde OSTERN feiert (am 26./27.03.2016 in Namibia) ist an und fuer sich nicht schlimm.
Schlimmer ist die Tatsache, dass die meisten Christen d.h. wohl die Mehrheit, OSTERN nicht mehr kirchlich-litugisch feiern und dabei nicht einmal ein schlechtes Gewissen entwickeln koennen. Ostern im Kalender zu haben ist ziemlich wichtig, aber im eigenen Leben OSTERN zu glauben, das ist jenseits des Horizontes. Also weder feiern noch glauben. Am schlimmsten aber ist es, dass wir OSTERN nicht mehr in unser modernes Weltbild bedeutungsvoll integrieren koennen (weder die Kirchen noch die Theologen sind heute dazu faehig noch willens).
Ostern ist eine christliche Entscheidung:  Man hat sich an Weihnachten gefreut, dass ein Erloeser geboren ist, dass das Wort Gottes Mensch wurde, dass JvN, der Emmanuel, heilte und den Sinn des Lebens darin sah "Brot + Wein fuer das Leben der Welt" zu werden. Das setzt voraus, dass er von Gott verlassen wurde (Mt 27.46 + Mk 15.34) - auf Gott ist kein Verlass. Dieser Entbindungs-Schrei im Dunkel des Todes-Martyriums: gewalttaetig ans Kreuz genagelt sein Leben aushauchen - bedeutet: die Lebenstat ist vollbracht (Joh 19.30) und kein Gott weit und breit. In dieses NICHTS wird der menschliche Geist entlassen, empfohlen ausgehaucht (Lk 23.46).
Wer dagegen den Heiligen Jahwe-Gott nicht verlassen will, wer an ihm haengt und glaubt, der findet einen Weg, den Lebensstil Jesu und seine Botschaft fuer Menschen-gueltig zu erklaeren (cf. Kirchengschichte). Obwohl dieser JvN eine neue Art von Mensch-sein zeigt, wo Himmel und Erde vereint, wo alle Menschen gerecht und frei leben koennen, wird nun schon 2000 Jahre dieser JvN - sein Lebensstil und seine Botschaft - in die alte Himmels- und Erde-Welt-Vorstellung und zugleich in die moderne Weltsituation eingepasst und als "Salz der Erde" angepriesen. In den heutigen rasanten kulturellen und technischen Umwaelzungen ist dieser Versuch zum Scheitern verurteilt. Die Einsicht waechst: Wer den wahren Gott retten will, muss den Menschen retten.
Der einstige Jahwe-Gott ist nicht nur tot (Nietzsche etc...) sondern ein fast unausrottbares
steinernes Denkmal geworden, das fasziniert (bes. in seiner Mystik) und den Blick gefangen nimmt. Eine neue Sicht wird verhindert, ein ausschweifend suchender Blick abgelehnt.
Der Horizont im Glauben gilt als genagelt fest, waehrend der Horizont der Welt tanzt.

Die Auferstehung Jesu feiern heisst: Gott verlassen, denn er ist irgendwie im Menschen gefunden worden; das Logos Gottes ist lebendiges Fleisch geworden, im Zwischenbereich des NICHTS angesiedelt, unter uns gezeltet; faszinierend und schrecklich - eben wie Menschen sind. Und sein Geist ins NICHTS ausgehaucht erwartet gestaltet zu werden.


Sonntag, 20. März 2016

META-NOIA der Kirche

In Namibia (und vielleicht auch in andern Laendern) praesentiert sich die Kath. Kirche
als eine Bettlerin vor Gott und den Menschen. Wir haben intensiv extra gebetet - ein Jahr lang - fuer "Gott-geweihtes-Leben", dann fuer die Family (als die Bischofs-Synode tagte) und nun beten wir extra fuer Mercy (wohl wieder ein Jahr lang).
Einerseits verkuenden wir lautstark "Gott ist Mercy" (Gott ist voll von Erbarmen), ander- seits bitten wir instaendig: Er moege uns Erbarmen erweisen, zeigen, geben. Wir tun so, als warte Gott auf unser Bitten... vielleicht auf unser Opfer, unser Verhandeln... dann koennte es geschehen, dass Gott sich bereit erklaert, uns seine Barmherzigkeit zu geben; gleichsam einen Gunst-Erweis anzubieten. Als ob ER uns nicht schon ALLES geschenkt haette. Wir zeigen dieselbe "Spiritualitaet" gegenueber dem Hl. Geist. Einerseits:"Der Hl.Geist ist ausgegossen, gegeben" !!! anderseits bitten wir um eben diesen Geist. Wir werden es an Pfingsten wieder erleben und oeffentlich zeigen: wer bettelt ist richtig.


Diese Kath. Logik ist schwer nachzuvollziehen - was steckt dahinter ???
A) Wir glauben nicht so recht, dass Gott GRATIS Barmherzigkeit TOTAL erweist, immer- schon und immerzu...  Dass Gott seinen Geist seit ewig ausgiesst, anbietet, je gratis gibt, gegeben hat und geben wird. Gott ist GABE (an sich).
B) Wir wollen es nicht merken, nicht wahrhaben, dass es darauf ankommt, dass wir das Akzeptieren, das Empfangen der Gnade, der Barmherzigkeit, des Hl. Geistes lernen. Wir tun uns schwer, uns als schon laengst Beschenkte zu verstehen.
C) Wir verstehen uns gerne als Einzel-Bittsteller vor seiner allmaechtigen Hoheit -
ER soll.. geben, etwas tun, endlich sich als gneadig erweisen... und das heisst: unseren guten (und manchmal nicht so guten) Willen erfuellen. "Dein Wille geschehe" ist zwar offizielles Gebet 
aber darum geht es nicht. Es geht um mein Leben, meine Glueck-Selig- keit... im besten Fall beten wir fuer andere...  aber es geht darum, dass Gott endlich auf- wacht und handelt... wenn moeglich in unserem Sinne... dass es an uns liegt, das kommt uns selten in den Sinn.
D) Dass wir in unserer Not (echt oder eingebildet) uns als Menschen vereinen sollten
und gemeinsam das Leben gestalten... das ist zwar logisch, liegt aber nicht drinn... denn
die Kirche lehrt uns: "Gott ist die Loesung" (die Hilfe, die Gnade, die Barmherzigkeit).


Dieser Kath.Trend ist ungut. Er zerstoert unser Menschenbild als "Imago Dei" und macht uns zu stets bittenden Bettlern. Dass es den "Notschrei" gibt - versteh' ich gut. Es gibt Situationen, wo wir nicht anders koennen als um Hilfe zu schreien, das ist Natur! Aber:
Das Ziel der Kirche ist nicht, uns in diese ausweglose Situation zu manoeverieren, im Gegenteil: in der Nachfolge Jesu ist der Kreuzweg auch der Auferstehungsweg. 

Samstag, 12. März 2016

Einuebung in die Zukunft

META-NOIA heisst: Jenseits des alten Denkens den Schritt zur Tat wagen. Nun die Lesungen vom kommenden Sonntag (5. Lenten C / 13.03.2016) sind so unglaublich wunderbar, dass es sich lohnt einige Anfragen zu machen:

Isaias 43.16-21
A) Der Herrgott selbst fraegt uns: Wer macht den Weg in die Zukunft durch die wilden Gezeiten; wer loescht die Armee aus wie eine brennende Kerze, so dass sie nie mehr aufkommt? Und die Antwort: Es ist Gott selbst !!! Kennen wir Christen von 2016 diesen
"Gott der Zukunft" / geschweige denn unsere "Heilige Kirche" ??? UM IHN ZU TUN...
B) Der Herrgott verkuendet: Es ist nicht noetig die Vergangenheit zu denken denn ER selbst tut grundlegend Neues !!!  und ER fraegt uns: "koennt ihr es sehen???" Was ist nun unsere Antwort?  "Nichts Neues unter der Sonne" oder: Sehen wir tatsaechlich grundlegend Neues in unserer Kirche 2016? Sind wir blind oder es ist alles wie gehabt ???
C) Der Herrgott verspricht: ER macht Fluesse in der Wueste um sein Volk zu traenken. Glauben wir das oder erinnern wir Gott bestaendig daran, dass ER doch sein Versprechen erfuellen moege - weil wir das Wasser nicht erspueren und daher nicht trinken. Die Kirche betet noch immer in 2016: "Herrgott bitte doch... dies und das solltest Du noch tun..."


Paulus (Phil 3.8-14)
A) Was ist der Vorteil Jesus Christus zu kennen? Gibt es wirklich Nichts Besseres?
Schau dir mal die "Jesus-Fans" an! Sind sie wirklich auf dem Auferstehungs-Weg?
B) Was bringt uns weiter - das Gesetz befolgen oder der Glaube? Wozu haben wir soviele Konstitutionen und Satzungen und Gesetze? Wohl um unser Zusammenleben zu regeln! Der Galube soll mehr erreichen?
C) Paulus Du laesst die Vergangenheit vergangen und strebst nach dem was kommt... Du versuchst die Fuelle des Lebens zu erreichen - und wie ist es mit der Kirche von 2016?
Die Vergangenheit zaehlt und der Reichtum ist verpoent...  Sind wir noch zu retten?


Jesus (John 8.1-11)
Du sagst der Suenderin: "Ich verdamme dich nicht, keine Strafe - nur: geh in dein taegliches Leben und suendige nicht mehr" Ist das alles? Ist das nun vorbei "Strafe muss sein" ?.Wie weit geht deine Barmherzigkeit? Noch in 2016 praktiziert unsere Kirche ein beruehmtes Strafrecht ! Joh 8 kommt da nicht vor - und wo kaemen wir hin ohne Strafe? Sind wir wirklich so alternativ zur Gesellschaft?

Es scheint, der Gott Jesu, der Gott des Paulus, der Gott Isaias ist ein "Gott der zukuenftigen Tat". ER schaft eine Neue Erde + einen Neuen Himmel -
                                                          wir sind eingeladen in der Tat mitzumachen.

















Donnerstag, 3. März 2016

Lk 15: Der verlorene Mensch...

Er ist dem Herrgott durch die Vertreibung verloren gegangen ...
und damit ein verlorener Typ geworden: Der Mensch: "vertrieben und gesucht"! ...

manchmal gefunden...und wenn, dann selten gefeiert...

Die frommen Pharisaeer und die ideologischen Rechtsgelehrten regen sich auf, dass Jesus sich abgibt mit den sog. Verachteten, den Verlorenen, mit jenen, die gesellschaftlich in ihren Reihen ohne Wert sind. Sich mit denen abgeben ist Zeit- und Prestige-Verlust, denn sie sind ohne Wert.  Darum fraegt Jesus: Was tust du, wenn du etwas verloren hast
das dir wertvoll ist ???   zB. ein Schaf, ein Geldstueck. einen Sohn etc...

1.) Du gehst auf die Suche...                             Das ist eine sehr humane Erfahrung:

2.) Du suchst bis du es gefunden hast...           Wenn dir etwas / jemand wirklich wert-
3.) Du freust dich festlich...                                voll ist, dann...

Nur wer etwas WERTVOLLES, sehr WICHTIGES verloren hat, geht ernsthaft auf die Suche
Das ist meta-noia: jenseits des Denkens gehst du wirklich auf die Suche...
Es geht also nicht um die sozial Verachteten, die verlorenen Typen etc..., um sog. Sozial-Arbeit - es geht darum, ob Dir etwas / jemand teuer, wertvoll ist...  Was nicht wertvoll ist, wird nicht als verloren empfunden, nicht gesucht und - wenn es zufaellig wieder auftaucht - wird nicht gefeiert.

Jesus empfindet diese Kerle, diese Typen, diese Menschen als wertvoll; er hat Empathy fuer sie. Sich mit ihnen abgeben, mit ihnen am Tisch sitzen und zusammen essen - das ist interessant. Sie sind eigenartig, voll von aller Menschlichkeit... Wenn eine gute Beziehung mit ihnen gelingt, dann ist das ein Fest wert. Diese Menschen sind goldig in ihrer Exisenz.
Bei diesem empfindungs-bestimmten Umgang mit eben jenem und diesem Verlorenen

[sie sind ihm entglitten, sie sind ihm fremd, sie leben in einer ganz andern Welt - und sind doch so teuer, so kostbar] weist Jesus auf einen Wesens- Charakterzug seines Gottes hin.

Die Menschen sind "gott-entfremdet"; Gott hat sie lieb; aber sie sind ihm abhanden ge- kommen; fremd und fern; er koennte ihnen Quelle des Lebens sein, aber sie trinken nicht...

Jesus zeigt: Gott ist auf der Suche nach dem Menschen... und wenn der Mensch reagiert, antwortet, dann geschieht Heil... und es gibt ein Fest.
Ich glaube an jenen Gott, dem der Mensch wertvoll ist und der ihn deshalb liebend sucht...
Gewiss eine heilende und vielleicht zeitgemaesse Gottes-Vorstellung um auf das Geheimnis Gott zu reagieren.