Theology denkt nach ueber Gott, gewiss. Sie ist also zuerst ein Denk-Akt. Das Erdachte bringt sie auf den Markt, sei es als Geistesblitz, als Beitrag oder als System. Aber auch beim theologischen "denken" gibt es unschuldiges und schuldiges Denken.
"Unschuldiges Denken" ist jenes, das einfach drauflos denkt. Diese Denkart ist alltaeglich-spontan, schuldet niemandem etwas; es sprudelt einfach... Ich denke, also bin ich... Ich denke es ist so und so ... alles klar. Dieses Denken ist etwas schnell, ruecksichtslos, unbekuemmert, fragwuerdig.
"Schuldiges Denken schuldet viel": Es schuldet Ruecksichtnahme auf die Gesetze des Denkens, es schuldet Anstand. Es schuldet Aufmerksamkeit gegenueber allen Faktoren,
die das Denken stets beeinflussen, vielleicht sogar diktieren. Es schuldet vor allem das Eingestaendnis der Begrenzung zB: durch Sprache, durch Denktraditionen, durch Emotionen (Freude, Angst, Scham...) Heutzutage in Zeiten der Naturwissenschaften schulden wir auch viel dem Wissen, das diese N-Wss komponiert haben. Und was schulden wir nicht alles den Kuensten, die intuitiv Wirklichkeit erahnen...
Ein doppeltes Wagnis.
A) Wenn Theology denkt, darf sie auch mal spontan-alltaeglich denken; das mag oefters gut sein. Warum nicht mal ein unschuldiges "beten"... einfach so, wie es mir gerade einfaellt. Diese Spontaneitaet darf persoenlich und in Gruppen geuebt werden, muss aber ihre Kontingenz eingestehen.
B) Richtige Theology aber, weil sie viel schuldet, wird schwierig.
Zur Beachtung stelle ich 4 Grundsaetze der Theology vor (geschuldet unserer mensch- lichen Konstitution und dem Phaenomen Gott):
1. Gott ist in jedem Fall eben grundsaetzlich unaussprechbar, unfassbar, unbekannt - vage vorsichtig ausgedrueckt: "ein heiliges Geheimnis-Ereignis".
2. Es gibt Gott... wenn wir auch nur ein wenig aufmerksam sind, dann entdecken wir, dass "Gott" auf uns zukommt; zB. in der Sprache (Gott ist im Gespraech), in der Tradition (Gott wird uebergeben), in Gedanken (Gott wird gedacht), in der Tat (das Geheimnis wird Ereignis) etc... Wegen diesem menschlichen Auf-uns-Zukommen gilt:
3. Gott ist inkarniert. Erst dadurch, dass der Mensch denkt und das Bewusstsein einschaltet wird Gott offenbar. Das ist seit Menschen-Gedenken so: der Mensch erdenkt die Transzendenz und die Immanenz (Das Jenseits und das Diesseits; die Gegenwart und von daher die Vergangenheit und die Zukunft). Diese Offenbarung ist ganz menschlich (d.h. menschlich bedingt, damit sie menschlich angenommen werden kann). Daher:
4. Gott gilt als vielfarbig.
Menschen erdenken das "hl. Geheimnis-Ereignis" (Gott) je auf ihre Art, je nach Kultur
(Zeit und Raum) und gewiss in einem interessanten Entwicklungsstrom.
Aufgrund dieser 4 Grundsaetze kann man sagen: Die Theology umkreist vom Menschen her gesehen das Phaenomen Gott, greift die vielfaeltige Schau auf, entwickelt sie weiter... und gesteht: wir stellen uns das hl. Geheimnis-Ereignis vor, aber wir fassen es nicht, in keinem Fall. Darum ist es unumgehbar: auf das "wissen" folgt das "glauben". Es ist sogar noch besser: "glauben - wissen - glauben". oder: Wissen ist eine Insel im Meer des Glaubens.
Wir wissen viel und doch wenig; wir wissen modellhaft-bedingt, wir planen mit unserem Wissen immer im Risiko. Wegen diesen bedingten unsicheren Vagheiten muessen wir den Mut wagen, risikoreiche Entscheidungen zu faellen. So eine Entscheidung ist zB: Ich lasse Gott fuer mich Wirklichkeit sein. oder: Wie im Entscheiden das Leben gestaltet wird, so wird Gott im "glauben", im risikoreichen Entscheiden wirklich - fuer mich und die Welt.
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Donnerstag, 29. September 2016
Freitag, 16. September 2016
Chance verpasst...
Den Satirikern V + M ist es gelungen im TV - also oeffentlich - so ueber die "Kath. Wandlung in der Messe" zu sprechen, dass es fuer einige Katholiken verwerflich-lustig wirkte. Schon die Bezeichnung "hokuspokus" war fuer einige eine Beleidigung; fuer uns damals interessant-lustig. Kann Jemand ueber diese Wandlung so sprechen, dass es aufbauend-erfrischen-lustig wirkt? Koennen Priester, Mitras, Theologen so ueber diese beruehmte Wandlung sprechen, dass es irgendwie vernuenftig-geheimnisvoll wirkt - und nicht nur unverstaendlich? Da waeren wir beim paedagogischen Ansatz: wie sag' ich's meinem Kind?
1. Wir setzen einen Verstaendnis-Rahmen.
Es geht in allem um die Verwandlung... Der Weg in die Zukunft ist fuer den Kosmos, die Natur, den Menschen, die Kulturen und fuer Gott ein Spiral-Weg der Verwandlung: "ein anderes soll werden". In der Sprache des JvN: "Das Himmelreich ist nahe, moeglich, zuhanden - bringt es zur Erscheinung" Die gegebene Moeglichkeit soll in erfahrbare Wirklichkeit ueberfuehrt werden. Oder : Neuer Himmel / Neue Erde !
2. Wir fokussieren das Zentrum:
Es geht zuerst um den Menschen (singular und plural), dass er geheilt, gestaerkt, ermutigt wird zur Ver- Umwandlung und dass sie an ihm und durch ihn und mit ihm tatsaechlich geschieht; d.h. in die Gegenwart hinein erfahrbar wird.
3. Wir entdecken den Zentrumskern.
Der Leib Christi, also die urspruengliche Jesus-Bewegung, ist im Auferstehungsprozess, im stetigen Wirkprozess in die gegenwaertige Welt hinein. Die Erneuerung dieser Christlichen Gemeinschaft ist angestrebt als Zentrumskern der Verwandlung der Welt.
4. Wir grenzen ab gegen Missverstehen.
Die Kath. Wandlung wird NICHT zuerst vordergruendig, nicht auf der atomar-physikalischen Wirklichkeitsebene angestrebt und verwirklicht sondern auf der mentalen-spirituellen Wirklichkeitsebene, wo die Beziehung die Wirklichkeit bestimmt; besonders auf der realen Bewusstseinsebene.
5. Wir beobachten die momentane Strategie der Wandlung:
Es geht um aktives Neu-Sehen: gegenseitig die Beziehung neu positionieren. Ich sehe dieses Brot als der hingegebene Leib des JvN etwa so wie ich eine Rose neu als mein Geschenk an die Freundin sehen, schaetzen und realisieren kann oder spaeter kann ich die Freundin als meine Frau "ersehen" wie sie mich als ihr Ehemann an-erkennt.
Im gegenseitigen Zeichen das Angezeigte entdecken, es in die multipolare Gegenwart hinein realisieren - das ist eucharistische Wandlung als Tanzschritt zur Menschen - Welt - Vewandlung.
6. Die Sprache der Unkenntnis:
Kleine essbare Dinger wie Hostienbrot, sog. vegetarisches Zeug; kleine drinkbare Fluessig- keit wie tanzermutigender Wein - ja solche kleine Dinger, sorgfaeltig und erkennntnisreich als Medizin oder als Weg-Proviant miteinander und fuereinander eingenommen wirken Wunder: sie vereinen! Das koennten sogar atheistische Fleischfresser wenn sie Vegetarier werden erfahren.
7. Die Chance:
Ich haette erwartet, dass diese UBI-Verhandlung Anlass waere zu einer notwenigen Aufklaerungskampagne der Katholiken "was uns denn Wandlung bedeutet".
Es waere hoechste Zeit - die chance verpasst...
1. Wir setzen einen Verstaendnis-Rahmen.
Es geht in allem um die Verwandlung... Der Weg in die Zukunft ist fuer den Kosmos, die Natur, den Menschen, die Kulturen und fuer Gott ein Spiral-Weg der Verwandlung: "ein anderes soll werden". In der Sprache des JvN: "Das Himmelreich ist nahe, moeglich, zuhanden - bringt es zur Erscheinung" Die gegebene Moeglichkeit soll in erfahrbare Wirklichkeit ueberfuehrt werden. Oder : Neuer Himmel / Neue Erde !
2. Wir fokussieren das Zentrum:
Es geht zuerst um den Menschen (singular und plural), dass er geheilt, gestaerkt, ermutigt wird zur Ver- Umwandlung und dass sie an ihm und durch ihn und mit ihm tatsaechlich geschieht; d.h. in die Gegenwart hinein erfahrbar wird.
3. Wir entdecken den Zentrumskern.
Der Leib Christi, also die urspruengliche Jesus-Bewegung, ist im Auferstehungsprozess, im stetigen Wirkprozess in die gegenwaertige Welt hinein. Die Erneuerung dieser Christlichen Gemeinschaft ist angestrebt als Zentrumskern der Verwandlung der Welt.
4. Wir grenzen ab gegen Missverstehen.
Die Kath. Wandlung wird NICHT zuerst vordergruendig, nicht auf der atomar-physikalischen Wirklichkeitsebene angestrebt und verwirklicht sondern auf der mentalen-spirituellen Wirklichkeitsebene, wo die Beziehung die Wirklichkeit bestimmt; besonders auf der realen Bewusstseinsebene.
5. Wir beobachten die momentane Strategie der Wandlung:
Es geht um aktives Neu-Sehen: gegenseitig die Beziehung neu positionieren. Ich sehe dieses Brot als der hingegebene Leib des JvN etwa so wie ich eine Rose neu als mein Geschenk an die Freundin sehen, schaetzen und realisieren kann oder spaeter kann ich die Freundin als meine Frau "ersehen" wie sie mich als ihr Ehemann an-erkennt.
Im gegenseitigen Zeichen das Angezeigte entdecken, es in die multipolare Gegenwart hinein realisieren - das ist eucharistische Wandlung als Tanzschritt zur Menschen - Welt - Vewandlung.
6. Die Sprache der Unkenntnis:
Kleine essbare Dinger wie Hostienbrot, sog. vegetarisches Zeug; kleine drinkbare Fluessig- keit wie tanzermutigender Wein - ja solche kleine Dinger, sorgfaeltig und erkennntnisreich als Medizin oder als Weg-Proviant miteinander und fuereinander eingenommen wirken Wunder: sie vereinen! Das koennten sogar atheistische Fleischfresser wenn sie Vegetarier werden erfahren.
7. Die Chance:
Ich haette erwartet, dass diese UBI-Verhandlung Anlass waere zu einer notwenigen Aufklaerungskampagne der Katholiken "was uns denn Wandlung bedeutet".
Es waere hoechste Zeit - die chance verpasst...
Montag, 5. September 2016
"erbaermlich"
Wie soll man die Kath. Kirche messen ? Ob sie gesund ist, ob sie wirkt, ob sie heilt, ob sie naehrt, ob sie eint, ob sie ihr Kreuz traegt, ob sie aufersteht - der Anspruch "Leib Christi fuer unsere Zeit zu sein" muss doch irgendwie sichtbar, erfahrbar werden - "Leib Christi" pro-voziert, gepraegt/gestaltet, in die Freiheit entlassen, begleitet vom "Geist Christi". So wie JvN die zeitgemaesse personale Leibwerdung des Geistes Gottes war. Man muss ein Auge dafuer eintwickeln, die Kirche, den Leib Christi zu sehen - eingedenk der Weisheit: " Man sieht nur mit dem Herzen gut".
Kann man die Kath. Kirche an den Heiligen messen? An der Statistik der Sakramenten-Spendungen? An der Zahl der Sonntags-Messe-Teilnehmer? An den Mitra's? An den Pro-zessionen, Wallfahrten, Gebetsstuermen? An den Kapellen, Kirchen and Kathedralen? An den UNI's? An den Medien-Auftritten? An den Rechtsprozessen?
Fuer mich ist nicht Rom oder Chur/Windhoek ein wichtigster Massstab sondern die ChristenGemeinde "vor Ort" - also jene, mit der ich jeweils die Sonntags-Messe gestalte/feiern kann. Wenn die Kath. Christen-Gemeinden vor Ort irgend-wie leben wie der "Leib Christi", dann haben der Pfarrer, der Bischof und der Papst ihre Sendung erfuellt.
"Kalkfeld" ist der Massstab am 04.09.2016: Um 2h hat Namibia die Zeit auf 03h vorge- schoben; um 09h waren 2, um 10h 7 Leute anwesend (statt 23) - niemand vorbereitet - d.h. die Kath. Christen gehen nicht mit der Zeit... (auch in Namibia nicht), sie versammeln sich nicht (auch in Namibia immer weniger), sie interessieren sich nicht (sie wissen kaum noch fuer was es eine Kath. Kirche gibt). Zualldem kommt hinzu, dass der Missionar meint: die Leute sollten puenktlich sein, die Leute sollten versammlungs-faehig sein... er ist also fremd-bestimmt, er versteht nichts von der einheimischen Kultur.
Dass wir dann trotzdem irgendwie katholisch feierten - Gottseidank - aber"die Kirche" bekam das Image "erbaermlich" - trotz Mutter Teresa und all der Mercy-Aufrufen. Ich plaediere an alle Zustaendigen: Wir benoetigen eine erfrischende Gemeinde-Pastoral.
In Namibia sind viele Pfarrer am Sonntag "abwesend", die Mitra's im Office, die Gemeinden am Haag. So geht's bachab...
Kann man die Kath. Kirche an den Heiligen messen? An der Statistik der Sakramenten-Spendungen? An der Zahl der Sonntags-Messe-Teilnehmer? An den Mitra's? An den Pro-zessionen, Wallfahrten, Gebetsstuermen? An den Kapellen, Kirchen and Kathedralen? An den UNI's? An den Medien-Auftritten? An den Rechtsprozessen?
Fuer mich ist nicht Rom oder Chur/Windhoek ein wichtigster Massstab sondern die ChristenGemeinde "vor Ort" - also jene, mit der ich jeweils die Sonntags-Messe gestalte/feiern kann. Wenn die Kath. Christen-Gemeinden vor Ort irgend-wie leben wie der "Leib Christi", dann haben der Pfarrer, der Bischof und der Papst ihre Sendung erfuellt.
"Kalkfeld" ist der Massstab am 04.09.2016: Um 2h hat Namibia die Zeit auf 03h vorge- schoben; um 09h waren 2, um 10h 7 Leute anwesend (statt 23) - niemand vorbereitet - d.h. die Kath. Christen gehen nicht mit der Zeit... (auch in Namibia nicht), sie versammeln sich nicht (auch in Namibia immer weniger), sie interessieren sich nicht (sie wissen kaum noch fuer was es eine Kath. Kirche gibt). Zualldem kommt hinzu, dass der Missionar meint: die Leute sollten puenktlich sein, die Leute sollten versammlungs-faehig sein... er ist also fremd-bestimmt, er versteht nichts von der einheimischen Kultur.
Dass wir dann trotzdem irgendwie katholisch feierten - Gottseidank - aber"die Kirche" bekam das Image "erbaermlich" - trotz Mutter Teresa und all der Mercy-Aufrufen. Ich plaediere an alle Zustaendigen: Wir benoetigen eine erfrischende Gemeinde-Pastoral.
In Namibia sind viele Pfarrer am Sonntag "abwesend", die Mitra's im Office, die Gemeinden am Haag. So geht's bachab...
Samstag, 20. August 2016
Theologen WIE Meteorologen...
Fuer uns alle, die Kirche, die Politik, die Geschaeftswelt, die Kultur etc... waere es von Vorteil, wenn wie besser wuessten, wie die Menschen in Zukunft ueber Gott denken, wie sie IHN glauben, wie sie sein IMAGE manipulieren, brauchen und missbrauchen...
Die Theologen sollten uns sagen, was Gott in Zukunft so denkt (nicht nur was ER heute denkt oder gestern dachte) und fuer die Zukunft im Sinne hat. Wie er denn in Zukunft lebt, was fuer ein Bild fuer IHN in Zukunft fit ist, welches Bild von Gott fuer uns in Zukunft vorteilhaft waere... Theologen sollten moderne Mythen, Erzaehlungen erfinden ueber Gott und seine Zukunft und seine zukuenftige Beziehung zur Welt von morgen.
Leider haben sich die Theologen angewoehnt uns zu sagen, "wie das Wetter gestern war";
zB vor etwa 2000 Jahren. Das ist auch interessant, besonders wenn Freunde Namibia besuchen und sie hier vernehmen, wie gestern in der CH "Hundewetter" herrschte- waehrend sie hier purer Sonnschein erlebten.
Die Aussage: "Gott ist tot" ist nun schon ziemlich alt. Die Theologen wissen heute, diese Prognose hat sich nicht bewahrheitet; sie wissen wohl welcher Gott fuer tot erklaert wurde
und wo diese Todes-Stimmung vorherrscht. Aber es gelang nicht so recht, vorherzusagen, welcher Gott auferstehen wird. In weiten Teilen der Welt ist Gott ja immer noch der All-Herrscher; ev. der Arbeitsgeber, der auf seine Arbeiter nicht eingeht; oder heute: der barmherzige Gott, der sich gnaedig der Armen annimmt. Aber von kosmischem und natuerlichem Reichtum ist Gott in naher Zukunft weit entfernt. Gottseidank haben uns die N-wss geholfen, mit neuen Bildern dem Geheimnis Gott eher auf die Spur zu kommen. zB: "Gott ist die Moeglichekit der Kosmos-Energie" oder: "Gott ist die Anziehungskraft, die alles zusammenhaelt, verbindet und so sich entwickeln laesst".
Die Katastrophe sind die Kirche, die in der woechentlichen Sonntags-Liturgie nur den immer gleichen Gott, den Jahwe-Vater und Schoepfer des Himmels und der Erde kennen, den unabaenderlichen Gott - und so tun, alsob das Bild Gottes ewig gueltig sei, unabhanegig von Kultur und Entwicklung. Fuer sie ist Gott noch immer ein subjektives Objekt - dass ER Beziehung ist, wird hoffetlich in naher Zukunft langsam erahnt. Beziehung knuepfen aber ist - wie "lieben" ein Verb - gegenseitg aufeinander zugehen.
Die Theologen sollten uns sagen, was Gott in Zukunft so denkt (nicht nur was ER heute denkt oder gestern dachte) und fuer die Zukunft im Sinne hat. Wie er denn in Zukunft lebt, was fuer ein Bild fuer IHN in Zukunft fit ist, welches Bild von Gott fuer uns in Zukunft vorteilhaft waere... Theologen sollten moderne Mythen, Erzaehlungen erfinden ueber Gott und seine Zukunft und seine zukuenftige Beziehung zur Welt von morgen.
Leider haben sich die Theologen angewoehnt uns zu sagen, "wie das Wetter gestern war";
zB vor etwa 2000 Jahren. Das ist auch interessant, besonders wenn Freunde Namibia besuchen und sie hier vernehmen, wie gestern in der CH "Hundewetter" herrschte- waehrend sie hier purer Sonnschein erlebten.
Die Aussage: "Gott ist tot" ist nun schon ziemlich alt. Die Theologen wissen heute, diese Prognose hat sich nicht bewahrheitet; sie wissen wohl welcher Gott fuer tot erklaert wurde
und wo diese Todes-Stimmung vorherrscht. Aber es gelang nicht so recht, vorherzusagen, welcher Gott auferstehen wird. In weiten Teilen der Welt ist Gott ja immer noch der All-Herrscher; ev. der Arbeitsgeber, der auf seine Arbeiter nicht eingeht; oder heute: der barmherzige Gott, der sich gnaedig der Armen annimmt. Aber von kosmischem und natuerlichem Reichtum ist Gott in naher Zukunft weit entfernt. Gottseidank haben uns die N-wss geholfen, mit neuen Bildern dem Geheimnis Gott eher auf die Spur zu kommen. zB: "Gott ist die Moeglichekit der Kosmos-Energie" oder: "Gott ist die Anziehungskraft, die alles zusammenhaelt, verbindet und so sich entwickeln laesst".
Die Katastrophe sind die Kirche, die in der woechentlichen Sonntags-Liturgie nur den immer gleichen Gott, den Jahwe-Vater und Schoepfer des Himmels und der Erde kennen, den unabaenderlichen Gott - und so tun, alsob das Bild Gottes ewig gueltig sei, unabhanegig von Kultur und Entwicklung. Fuer sie ist Gott noch immer ein subjektives Objekt - dass ER Beziehung ist, wird hoffetlich in naher Zukunft langsam erahnt. Beziehung knuepfen aber ist - wie "lieben" ein Verb - gegenseitg aufeinander zugehen.
Samstag, 6. August 2016
aktions - bereit...
Es gibt fuer die "kleine Herde" von Glaeubigen keinen Grund Angst zu haben... denn Gott der Vater hat Freude daran, Euch das Gottesreich zu geben; so hat Lukas den JvN verstanden (Lk 35-40).
Und nun die beruehmte Aufforderung zur Aktions-Bereitschaft... bereit zum Handeln.
Die Vorstufen zum Handeln werden hier nicht erwaehnt - wahrscheinlich weil es hoechste Zeit ist. Es gibt eine Zeit des Wartens (Advent) und eine Zeit der AKtion (Jetzt).
Wir in der Kirche haben schon laengere Zeit den Eindruck, es sei nun an der Zeit zu handeln. Sovieles steht an...
Die Herrschaft Gottes ist ein Geschenk - aber nicht ohne das Tun des Menschen. Das "Brot des Lebens" und den "Wein der Freude" bekommt der Glaeubige erst, nachdem die Gemeinde das Brot und den Wein im Heiligen Geist verwandelt hat. Und "verwandeln" ist eben eine Aktion - an sich und an der Welt. "Verwandeln" ist eine Beziehungs-Aktion. In der Verwandlung gehen die Gegenstands-Veraenderung und die Beziehungs-Veraenderung
miteinander einher.
Unsere Beziehung zur Kirche muss sich aendern, dann aendert sich auch die Kirche. Darum der Satz "Wo Dein Schatz, da Dein Herz" (und bekannt ist: man sieht nur mit dem Herzen richtig gut).
Die Gruppe, die sich am Sonntag zur Eucharistie vereinigt ist "KIRCHE Nr 1". Und hier ist der erste Ansatzpunkt zur Aktion. Wir konstituieren uns selbst als eine Kath. Christen-Gemeinde. - diese sonntaegliche Aktion muesste heute viel deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. Die Gemeinde ist auch gefordert, Aktionsziele zu formulieren, die dann jedes Mitglied kennt und auf seine Art auch wahrnimmt .
Dann ist die Zeit des Wortes gekommen, ein Wort das Gott aussagt und immer wieder darauf zurueckkommt, "Es hat Gott gefallen, euch die Gottes-Herrschaft zu geben".
diese Gabe ist auch realisiert in Jesus Christus als das gegebene "Brot des Lebens" (Nahrung) als geschenkten "Wein der Freude" (Engagement).
Eine Gemeinde, die sich miteiander abspricht kann heute schon viele dringend noetige Reformen in der Kirche realisieren. Wie einst in der liturgischen Reform... viele Gemeinden haben es gewagt und es wurde eine Welle, die die ganze Kirche bewaessert hat.
Und nun die beruehmte Aufforderung zur Aktions-Bereitschaft... bereit zum Handeln.
Die Vorstufen zum Handeln werden hier nicht erwaehnt - wahrscheinlich weil es hoechste Zeit ist. Es gibt eine Zeit des Wartens (Advent) und eine Zeit der AKtion (Jetzt).
Wir in der Kirche haben schon laengere Zeit den Eindruck, es sei nun an der Zeit zu handeln. Sovieles steht an...
Die Herrschaft Gottes ist ein Geschenk - aber nicht ohne das Tun des Menschen. Das "Brot des Lebens" und den "Wein der Freude" bekommt der Glaeubige erst, nachdem die Gemeinde das Brot und den Wein im Heiligen Geist verwandelt hat. Und "verwandeln" ist eben eine Aktion - an sich und an der Welt. "Verwandeln" ist eine Beziehungs-Aktion. In der Verwandlung gehen die Gegenstands-Veraenderung und die Beziehungs-Veraenderung
miteinander einher.
Unsere Beziehung zur Kirche muss sich aendern, dann aendert sich auch die Kirche. Darum der Satz "Wo Dein Schatz, da Dein Herz" (und bekannt ist: man sieht nur mit dem Herzen richtig gut).
Die Gruppe, die sich am Sonntag zur Eucharistie vereinigt ist "KIRCHE Nr 1". Und hier ist der erste Ansatzpunkt zur Aktion. Wir konstituieren uns selbst als eine Kath. Christen-Gemeinde. - diese sonntaegliche Aktion muesste heute viel deutlicher zum Ausdruck gebracht werden. Die Gemeinde ist auch gefordert, Aktionsziele zu formulieren, die dann jedes Mitglied kennt und auf seine Art auch wahrnimmt .
Dann ist die Zeit des Wortes gekommen, ein Wort das Gott aussagt und immer wieder darauf zurueckkommt, "Es hat Gott gefallen, euch die Gottes-Herrschaft zu geben".
diese Gabe ist auch realisiert in Jesus Christus als das gegebene "Brot des Lebens" (Nahrung) als geschenkten "Wein der Freude" (Engagement).
Eine Gemeinde, die sich miteiander abspricht kann heute schon viele dringend noetige Reformen in der Kirche realisieren. Wie einst in der liturgischen Reform... viele Gemeinden haben es gewagt und es wurde eine Welle, die die ganze Kirche bewaessert hat.
Sonntag, 24. Juli 2016
"beten" ins LEERE
Jesus hat sich - gemaess Ev Lukas 11.1- 4 - als Gebets-Lehrer betaetigt; IHM als Lehrling
zu folgen ist empfehlenswert. Aber "man" muss beachten:
1. ER betet - wie es sich fuer Menschen gehoert - kulturbedingt. ER betet wie sein Volk, wie seine Religion, wie seine Vorfahren - aber es ist auch anzunehmen, dass ER - als kreativer Prophet - einen Sprung weiterging im Beten. Vielleicht hat ER ein neues Gebets-Paradigma eroeffnet: Eine neue Weise zu beten.
Ob IHM die Lehrlinge und Zuhoerer darin folgten? Haben sie IHN verstanden oder nur sich selbst bestaetigt gefuehlt? Hat die Christenheit im Verlauf der Zeit einen neuen Weg zum Beten - fussend auf Jesu Lehre und Praxis - gefunden ? oder stets verweigert - wie heute ?
Beten wir in der Kath. Kirche (oeffentlich und privat) kulturbedingt - nun aber gemaess der Kultur des neuen Jahrtausends mit all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Weisheit - oder beten wir "konservativ" - eben wie eh und je ???
Welche Anrede gelingt uns fuer das Geheimnis Gott? zB. "DAS HEILIGE GEHEIMNIS- EVENT" ? Welchen NAMEN Gottes halten wir heilig (geheimnsivoll faszinierend und erschreckend) oder halten wir heutzutage besser Gott namenlos? Wie bewusst sind wir im Einsatz fuer das Reich Gottes, dass es in der Kraft des Heiligen Geistes geschehe? Was empfinden wir als "Brot + Wein" - uns gegeben - auf dem Weg in die Fuelle des Lebens?
Anerkennen wir die Vergebung untereinander als Funken Gottes, um das menschliche Leben aller Menschen in Gang zu halten? Empfinden wir unseren Glauben und all seine Aeusserungen als zerbrechlich, unsicher, gefaehrdet, risikoreich und daher in steter Versuchung ihn aufzugeben?
Die offizielle Kath. Kirche sorgt sich fuer eine unverstaendliche Sprache und wundert sich, dass die heutigen Menschen nicht mitgehen! Was fuer eine Katastrophe fuer die gesamte Menschheit!
2. Beim Beten Jesu ist zu beachten, dass ER mehr die Tat- und Zeichen-Sprache spricht als die Wort-Sprache. ER weiss: Gott kann nicht verstanden werden, wohl aber getan werden. Gott ist eine Herzens-Angelegenheit - vor allem auch, wenn das Herz ins LEERE geht, verlassen von Welt und Gott - dann gilt nur noch das Verweilen in der LEERE (gerade nicht in der Lehre!) unter seinesgleichen; gehalten von den gegebenen Erfahrungen und der Weisheit: die LEERE ist die Vor-Bedingung fuer die Erfuellung. Taeglich beten koennte bedeuten: DAS GEHHEIMNIS GOTT BEDENKEN, das HERZ OEFFNEN UND VERWEILEN.
zu folgen ist empfehlenswert. Aber "man" muss beachten:
1. ER betet - wie es sich fuer Menschen gehoert - kulturbedingt. ER betet wie sein Volk, wie seine Religion, wie seine Vorfahren - aber es ist auch anzunehmen, dass ER - als kreativer Prophet - einen Sprung weiterging im Beten. Vielleicht hat ER ein neues Gebets-Paradigma eroeffnet: Eine neue Weise zu beten.
Ob IHM die Lehrlinge und Zuhoerer darin folgten? Haben sie IHN verstanden oder nur sich selbst bestaetigt gefuehlt? Hat die Christenheit im Verlauf der Zeit einen neuen Weg zum Beten - fussend auf Jesu Lehre und Praxis - gefunden ? oder stets verweigert - wie heute ?
Beten wir in der Kath. Kirche (oeffentlich und privat) kulturbedingt - nun aber gemaess der Kultur des neuen Jahrtausends mit all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Weisheit - oder beten wir "konservativ" - eben wie eh und je ???
Welche Anrede gelingt uns fuer das Geheimnis Gott? zB. "DAS HEILIGE GEHEIMNIS- EVENT" ? Welchen NAMEN Gottes halten wir heilig (geheimnsivoll faszinierend und erschreckend) oder halten wir heutzutage besser Gott namenlos? Wie bewusst sind wir im Einsatz fuer das Reich Gottes, dass es in der Kraft des Heiligen Geistes geschehe? Was empfinden wir als "Brot + Wein" - uns gegeben - auf dem Weg in die Fuelle des Lebens?
Anerkennen wir die Vergebung untereinander als Funken Gottes, um das menschliche Leben aller Menschen in Gang zu halten? Empfinden wir unseren Glauben und all seine Aeusserungen als zerbrechlich, unsicher, gefaehrdet, risikoreich und daher in steter Versuchung ihn aufzugeben?
Die offizielle Kath. Kirche sorgt sich fuer eine unverstaendliche Sprache und wundert sich, dass die heutigen Menschen nicht mitgehen! Was fuer eine Katastrophe fuer die gesamte Menschheit!
2. Beim Beten Jesu ist zu beachten, dass ER mehr die Tat- und Zeichen-Sprache spricht als die Wort-Sprache. ER weiss: Gott kann nicht verstanden werden, wohl aber getan werden. Gott ist eine Herzens-Angelegenheit - vor allem auch, wenn das Herz ins LEERE geht, verlassen von Welt und Gott - dann gilt nur noch das Verweilen in der LEERE (gerade nicht in der Lehre!) unter seinesgleichen; gehalten von den gegebenen Erfahrungen und der Weisheit: die LEERE ist die Vor-Bedingung fuer die Erfuellung. Taeglich beten koennte bedeuten: DAS GEHHEIMNIS GOTT BEDENKEN, das HERZ OEFFNEN UND VERWEILEN.
Donnerstag, 14. Juli 2016
Eine Frau ersetzt Jesus...
Einst - in unseren Konzilstagen - galt Jesus als Lehrer und Erzieher, eigentlich als Vorbild, als DER Apostel der Apostel. Man wollte ja zu dem neutestamentlichen Jesus zurueck-
kehren, sich an IHM ausrichten. Nun, bei der heutigen Neu-Evangelisierung kommt
alles anders: Maria von Magdala (MvM) wird im liturgischen Kalender eine Stufe hoeher platziert; ihr wird nun der "Rang eines Festes" zugestanden, schliesslich muss man heutzutage auch kirchlich die Frauen befriedigen, das schulden wir ihrer "Wuerde". Und so wird die Kirche attraktiver... falls die Leute die Fest-Erhoehung mitbekommen.
Fuer diese Befoerderung beruft sich Kardinal R. Sarah auf:
a) Den Heiligen Thomas von Aquin, der von der "Apostolin der Apostel" spricht...
b) Den Heiligen Gregor den Grossen, der sie "Zeugin der goettlichen Barmherzigkeit" nennt.
c) Den Heiligen Rhabanus Maurus: MvM ist Subjekt und Objekt der Liebe Christi...
d) Den Heiligen Anselm von Canterbury: "Die gewaehlte Ersterwaehlte"...
So schweift der Kardinal in der mittelalterlichen "Frauen-Mystik" herum...
Fuer R. Sarah nun, folglich dieser heiligen Maenner, ist MvM bekannt als:
a) Die Erst-Verkuenderin und die Erst-Zeugin der Auferstehung.
b) Damit "Apostel der Apostel"
c) Das Beispiel einer authentischen Verkuendigung.
Man kann sich dafuer sogar auf Ev-Joh 20 berufen; und dabei das "noli me tangere" sehen als "Eintreten in eine Gotteserfahrung, die jede materialistische Aneignung und reinmenschliches Ergreifen des goettlichen Geheimnisses uebersteigt". Man kann auch weiter in die Vergangenheit fliehen (cf. A. Roche) und Eva wuerdigen als "die den Tod verbreitete wo Leben war" im Gegensatz zu MvM "die das Leben aus dem Grab verkuendete". (Gregor der Grosse).
Heute nun uebersteigen wir Mt 10.1-7 und lernen:
a) Es gab damals eigentlich 15 Apostel (12 + Ersatz + MvM + Paulus, was Mt ja haette wissen mussen, als er sein Ev schrieb).
b) Wir akzeptieren, dass nicht nur Maenner Apostel sein koennen; dass historisch nun eine Frau ihnen vorsteht (und damit die Aussicht sich eroeffnet, dass Frauen auch Bischoefe werden koennen...).
Die Aussicht, die Rom nicht sieht:
a) MvM suchte den Leib Jesu, der den Geist Gottes verkoerperte, wie es sich menschlich gehoert... sie fand den Leib nicht mehr... war verwirrt... und wurde brueskiert in ihrem Verlangen. "noli me tangere" heisst: halte mich nicht koerperlich fest, dieser Koerper ist gestorben, geh und finde deine mitmenschlichen Brueder (die meinen Geist verkoerpern) und sage ihnen: "Ich, der JvN, sei Tatsaechlich koerperlich verschwunden, nicht mehr handhabbar (eingetaucht in das heilige Geheimnis-Ereignis der Lebens-Fuelle)".
Heute ist die Verkoerperung des Geistes Gottes angesagt !!! nicht die Vergeistigung des Geistes oder des Koerpers (das Verdampfen der Kirche) und das hat MvM gesucht...
wie Jesus, der den Gesit Gottes situationsgerecht verkoerperte (Inkarnation).
b) MvM wird Nicht-Apostel weil sie eine Frau ist. Dahinter stehen keine biologischen Gruende. Sie aber wurde nicht als Apostel erkannt, weil sie eine Frau war (sozio-kulturell bestimmt). Apostel-sein ist nicht eine Frage der Biologie aber wohl eine Gender-Frage (das sozio-kulturell konstruierte Geschlecht d.h. das biologische Geschlecht wird sozio-kulturell geformt). MvM eignet sich hervorragend, die Gender-Frage in der Kirche wahrzunehmen und die eigentliche Undefinierbarkeit des Menschen einzufuehren.
c) In MvM verkoerpert eine Frau anfaenglich die noch nicht erkannte Botschaft Auferstehung; sie empfangt den Samen dieser wohl eigenartigen Botschaft und geht zu den Bruedern, um dieser Botschaft eine Gestalt zu geben, entlaesst diese Botschaft in die Welt-Kirche hinein und begleitet sie, scheinbar bis heute. Damit wird sie ein authentisches Bild der Barmherzigkeit Gottes in der Welt-Geschichte.
Lady Maria von Magdala - herzliche Gratulation am 22.07.2016
kehren, sich an IHM ausrichten. Nun, bei der heutigen Neu-Evangelisierung kommt
alles anders: Maria von Magdala (MvM) wird im liturgischen Kalender eine Stufe hoeher platziert; ihr wird nun der "Rang eines Festes" zugestanden, schliesslich muss man heutzutage auch kirchlich die Frauen befriedigen, das schulden wir ihrer "Wuerde". Und so wird die Kirche attraktiver... falls die Leute die Fest-Erhoehung mitbekommen.
Fuer diese Befoerderung beruft sich Kardinal R. Sarah auf:
a) Den Heiligen Thomas von Aquin, der von der "Apostolin der Apostel" spricht...
b) Den Heiligen Gregor den Grossen, der sie "Zeugin der goettlichen Barmherzigkeit" nennt.
c) Den Heiligen Rhabanus Maurus: MvM ist Subjekt und Objekt der Liebe Christi...
d) Den Heiligen Anselm von Canterbury: "Die gewaehlte Ersterwaehlte"...
So schweift der Kardinal in der mittelalterlichen "Frauen-Mystik" herum...
Fuer R. Sarah nun, folglich dieser heiligen Maenner, ist MvM bekannt als:
a) Die Erst-Verkuenderin und die Erst-Zeugin der Auferstehung.
b) Damit "Apostel der Apostel"
c) Das Beispiel einer authentischen Verkuendigung.
Man kann sich dafuer sogar auf Ev-Joh 20 berufen; und dabei das "noli me tangere" sehen als "Eintreten in eine Gotteserfahrung, die jede materialistische Aneignung und reinmenschliches Ergreifen des goettlichen Geheimnisses uebersteigt". Man kann auch weiter in die Vergangenheit fliehen (cf. A. Roche) und Eva wuerdigen als "die den Tod verbreitete wo Leben war" im Gegensatz zu MvM "die das Leben aus dem Grab verkuendete". (Gregor der Grosse).
Heute nun uebersteigen wir Mt 10.1-7 und lernen:
a) Es gab damals eigentlich 15 Apostel (12 + Ersatz + MvM + Paulus, was Mt ja haette wissen mussen, als er sein Ev schrieb).
b) Wir akzeptieren, dass nicht nur Maenner Apostel sein koennen; dass historisch nun eine Frau ihnen vorsteht (und damit die Aussicht sich eroeffnet, dass Frauen auch Bischoefe werden koennen...).
Die Aussicht, die Rom nicht sieht:
a) MvM suchte den Leib Jesu, der den Geist Gottes verkoerperte, wie es sich menschlich gehoert... sie fand den Leib nicht mehr... war verwirrt... und wurde brueskiert in ihrem Verlangen. "noli me tangere" heisst: halte mich nicht koerperlich fest, dieser Koerper ist gestorben, geh und finde deine mitmenschlichen Brueder (die meinen Geist verkoerpern) und sage ihnen: "Ich, der JvN, sei Tatsaechlich koerperlich verschwunden, nicht mehr handhabbar (eingetaucht in das heilige Geheimnis-Ereignis der Lebens-Fuelle)".
Heute ist die Verkoerperung des Geistes Gottes angesagt !!! nicht die Vergeistigung des Geistes oder des Koerpers (das Verdampfen der Kirche) und das hat MvM gesucht...
wie Jesus, der den Gesit Gottes situationsgerecht verkoerperte (Inkarnation).
b) MvM wird Nicht-Apostel weil sie eine Frau ist. Dahinter stehen keine biologischen Gruende. Sie aber wurde nicht als Apostel erkannt, weil sie eine Frau war (sozio-kulturell bestimmt). Apostel-sein ist nicht eine Frage der Biologie aber wohl eine Gender-Frage (das sozio-kulturell konstruierte Geschlecht d.h. das biologische Geschlecht wird sozio-kulturell geformt). MvM eignet sich hervorragend, die Gender-Frage in der Kirche wahrzunehmen und die eigentliche Undefinierbarkeit des Menschen einzufuehren.
c) In MvM verkoerpert eine Frau anfaenglich die noch nicht erkannte Botschaft Auferstehung; sie empfangt den Samen dieser wohl eigenartigen Botschaft und geht zu den Bruedern, um dieser Botschaft eine Gestalt zu geben, entlaesst diese Botschaft in die Welt-Kirche hinein und begleitet sie, scheinbar bis heute. Damit wird sie ein authentisches Bild der Barmherzigkeit Gottes in der Welt-Geschichte.
Lady Maria von Magdala - herzliche Gratulation am 22.07.2016
Freitag, 8. Juli 2016
"See deeper" - genauer hinschauen...
Am 18.06.2016 hat APC-Tsumeb (Lis Hidber) in der Omba-Gallery in Windhoek wieder
einmal das Werk seiner Visual-Arts-Abteilung gezeigt - die Ausstellung dauert bis 16.07.2016 wo der Maler-Lehrer (Mr. Richard-Lee Shoombe) und einige seiner Schueler ihre Bild-Werke praesentieren - Werke, die eindrucksvoll Namibia zeigen.
Vic. Hans Leu hat in seiner "Bild-Meditation" darauf aufmerksam gemacht:
1. Dass wir alle 2 Augen haben: jenes des Zu-Schauers und jenes des Kuenstlers.
Unser Wahrnehmung des Alltags ist sehr bildhaft und als Zuschauer des Geschehens sind wir uns selten bewusst, dass diese Wahrnehmung sehr qualifiziert ist; begrenzt duch den
Kontext, die Situation, das Auge, das Gehirn, die Emotionen, die Erfahrungen, die Perspektive, die wir einnehmen etc...
2. Diese Begrenztheit fuehrt dazu, dass wir NICHT DIE Wirklichkeit sehen sondern ein subjektiv-konstruiertes Abbild (Modell) - im Gesamt nennen wir das "unser Weltbild".
Wir sehen immer ein personalisiertes Bild, sei es im Bewusstsein, im Gedaechtnis, sei es aussen vor... das gilt fuer die Menschen, die wir wahrnehmen, die Situationen, die wir sehen
3. Der Aufruf "tiefer sehen" fordert uns auf: in all diesen vielen Bildern eine Botschaft zu entdecken oder wenigstens eine Ahnung zuzulassen, was all diese Bilder bedeuten. Es gibt viele Bilder, die hinterlassen in uns einen tiefen Eindruck; vielleicht praegen sie irgendwie unser Leben (the power of imagination).
4. Es ist an der Zeit, dass wir die erarbeiteten Botschaften nicht bei uns behalten, sondern dass wir sie public machen; sie ins Gespraech bringen... sehend gehen wir auf die Welt zu
und auf das was wir sehen, sollten wir reagieren...
5. Das Kuenstler-Auge erfaehrt mehr! Denn es wiederholt den Prozess des natuerlichen Auges - schafft aber nun bewusst ein neues Bild. Es erlebt, wie sehr das Auge, um ein Bild zu kreieren "in need of" ist (Idee, Material, Zeit + Raum, Licht, Faehigkeit, Motivation, Kraft + Mut, Belohnung, Disziplin + Ausdauer etc...
[Das APC liefert viele dieser Bedingungen recht gut...]
6. Das Kuenstler-Auge muss nun etwas sehr gefaehrliches versuchen: die Realitaet (Natur, Situation, Idee) reduziert auf zwei Dimensionen darzustellen oder abstract oder trans- natuerlich (wie die Naturwissenschaften die Welt auf das Messbare reduzieren).
7. Das Kuenstler-Auge hat die Macht, zu manipulieren, zu verfuehren, zu begeistern, seine Botschaft zu bestimmen... Unsichtbares sichtbar zu machen...
Wir wuenschen, dass jedes Zu-Schauer-Auge sich in Richtung Kuenstler-Auge auf den Weg macht...
einmal das Werk seiner Visual-Arts-Abteilung gezeigt - die Ausstellung dauert bis 16.07.2016 wo der Maler-Lehrer (Mr. Richard-Lee Shoombe) und einige seiner Schueler ihre Bild-Werke praesentieren - Werke, die eindrucksvoll Namibia zeigen.
Vic. Hans Leu hat in seiner "Bild-Meditation" darauf aufmerksam gemacht:
1. Dass wir alle 2 Augen haben: jenes des Zu-Schauers und jenes des Kuenstlers.
Unser Wahrnehmung des Alltags ist sehr bildhaft und als Zuschauer des Geschehens sind wir uns selten bewusst, dass diese Wahrnehmung sehr qualifiziert ist; begrenzt duch den
Kontext, die Situation, das Auge, das Gehirn, die Emotionen, die Erfahrungen, die Perspektive, die wir einnehmen etc...
2. Diese Begrenztheit fuehrt dazu, dass wir NICHT DIE Wirklichkeit sehen sondern ein subjektiv-konstruiertes Abbild (Modell) - im Gesamt nennen wir das "unser Weltbild".
Wir sehen immer ein personalisiertes Bild, sei es im Bewusstsein, im Gedaechtnis, sei es aussen vor... das gilt fuer die Menschen, die wir wahrnehmen, die Situationen, die wir sehen
3. Der Aufruf "tiefer sehen" fordert uns auf: in all diesen vielen Bildern eine Botschaft zu entdecken oder wenigstens eine Ahnung zuzulassen, was all diese Bilder bedeuten. Es gibt viele Bilder, die hinterlassen in uns einen tiefen Eindruck; vielleicht praegen sie irgendwie unser Leben (the power of imagination).
4. Es ist an der Zeit, dass wir die erarbeiteten Botschaften nicht bei uns behalten, sondern dass wir sie public machen; sie ins Gespraech bringen... sehend gehen wir auf die Welt zu
und auf das was wir sehen, sollten wir reagieren...
5. Das Kuenstler-Auge erfaehrt mehr! Denn es wiederholt den Prozess des natuerlichen Auges - schafft aber nun bewusst ein neues Bild. Es erlebt, wie sehr das Auge, um ein Bild zu kreieren "in need of" ist (Idee, Material, Zeit + Raum, Licht, Faehigkeit, Motivation, Kraft + Mut, Belohnung, Disziplin + Ausdauer etc...
[Das APC liefert viele dieser Bedingungen recht gut...]
6. Das Kuenstler-Auge muss nun etwas sehr gefaehrliches versuchen: die Realitaet (Natur, Situation, Idee) reduziert auf zwei Dimensionen darzustellen oder abstract oder trans- natuerlich (wie die Naturwissenschaften die Welt auf das Messbare reduzieren).
7. Das Kuenstler-Auge hat die Macht, zu manipulieren, zu verfuehren, zu begeistern, seine Botschaft zu bestimmen... Unsichtbares sichtbar zu machen...
Wir wuenschen, dass jedes Zu-Schauer-Auge sich in Richtung Kuenstler-Auge auf den Weg macht...
Freitag, 1. Juli 2016
"heilig, heilig, heilig"
Wir gehen im heutigen Vic-Blog-thema davon aus, dass Gott alles (Kosmos, Welt, Natur, Mensch, Geschichte, Kultur) "erschaffen" hat, um sich selbst zum Ausruck zu bringen, um sich selbst zur Wirkung kommen zu lassen - in ALLEM!
So liebt er sich selbst wie alles andere; denn dieser liebende Gott ist fuer uns Angebot, Gabe bis zur Hingabe.
Ein saekularer Christ entscheidet sich, diesen kreativen sich hingebenden Gott in seiner eigenen Spiritualitaet zu achten, ins Gespraech zu bringen, in der Tat zur Wirkung kommen zu lassen und in der Litugie zu feiern. Gemaess unserem Verstehen wagen
wir es, unsere "vermeintlichen menschichen Erfahrungen" die wir mit diesem Gott machen zu erzaehlen, zu beschreiben.
Die eigentlichste Zu-Schreibung scheint heutzutage "heilig" zu sein.
Ein Verstaendnis-Versuch... ??? Was denkst Du, meinst Du, wenn Du singst: "heilig, heilig, heilig bis Du Herr, Gott Sabaoth" oder: "heilig ist unser Gott" ! In diesem letzten Vers sind 4 Worte unverstaendlich - wir untersuchen:
1. Glaeubige haben immer wieder den Mut, das unaussprechliche Geheimnis Gott zu ettiketieren (und jede Ettikete ist fragmentarisch und verhuellt mehr als sie preisgibt).
Die Geschichte der Theologie zeigt uns diesen Mut durch die Jahrhunderte.
2. Die Zu-Schreibung jedoch sollte wohltuend, heilsam und herausfordernd sein - fuer alle,
wenn moeglich. Dies ist eher eine Forderung der Neuzeit.
3. Es gibt sogar den Brauch einige Menschen als "heilig" zu deklarieren - warum nicht?, wenn es uns wohltut. cf. Die kath. Heiligsprechungen... andere spueren es irgendwie:
"diese Angelegenheit ist mir heilig."
A) Es gibt recht viele Meinungen darueber was denn "WIR" unter "heilig" tatsaechlich verstehen und was da und dort mit diesem Wort gemeint ist. In meiner Sicht ist "heilig"
ein erstklassiges Wort. Ich brauche es vorsichtig und eher selten:
Das Wor beinhaltet (aus meiner Sicht):
1. Das numinosum; also all das Geheimnisvolle, das Unerklaerliche.
Diese Dimension hat in der humanen Gott-Projektion heutzutage Prioritaet.
2. Das fascinosum; all das was bezaubert, von der Schoenheit bis zum Eros.
Gott ist die Freude, der Neubeginn (Auferstehung), die Einheit...
3. Das tremendum; all das, was schrecklich uns erschuettert.
Gott ist die Katastrophe, das Zerwuerfnis.... der Untergang (Tod).
"Gott heilig" meint also: ER ist geheimnisvoll, unerklaerlich, unaussprechlich;
ER is faszinierend schoen attraktiv; ER ist schrecklich erschuetternd.
Diese drei Dimensionen des zum einen gewordenen Gott sind universal: kosmologisch, natuerlich, human - erlebnisorientiert, causal-befriedigend, evolutions-
bedingt und sinngebend.
Sie moegen auch auf gewisse Menschen deutlicher zutreffen, so dass wir es wagen zu sagen: diese seien "heilig"; sie offenbaren human-aktiv das Wesen (den Namen) Gottes. Mein Wunsch ist es: Dieser Wort-Inhalt des Goettlichen sollte mehr und mehr auch in der Liturgie respektiert werden - darum sage ich; "Wir feiern die Heilige Messe".
B) Ob das "ist" auf "Gott... heilig" zupasst, haengt davon ab, was wir mit "ist" sagen wollen. Einige meinen mit "ist" das Gleiche wie mit "existieren" - ob Gott als "heilig" existiert? Wenn schon, wie denn sonst? "Heilig" ist die deutlichste und wohl haeufigste Erscheinungsweise Gottes. Gott ist eben so. Das Heilig kommt als "ein Seiendes aus dem Sein heraus zum Vorschein" (also so etwas wie Gestalt-Werdung). - und da Gott ja kein Seiendes (neben andern) ist sondern philosophisch hoechstens das Sein selbst, ist die Zu-Weisung "heilig" ein eher klar bestimmendes Seiendes. Fuer mich passt das Wort "ist" nicht zu Gott selbst, wohl aber zu seinen ihm zugestandenen Erscheinungsweisen.
Es gibt Gott und die Zuweisungen stempeln ihn zu einem Fuer-Uns-Seienden.
C) Die Wendung "unser Gott" weist darauf hin, dass es nicht um "Gott an sich" geht
sondern eben um den "unsrigen". Es geht immer um den Gott der Menschen in dem Sinne, dass Gott spezifisch von Menschen erahnt, erkannt, ersprochen, erlaeutert und gelobt wird. "Unser Gott" meint: Gott in der Sicht der Menschen d.h. soweit wir sehen, erkennen, besprechen koennen - und da sind wir ja bekanntlich recht beschraenkt, subjektiv, fragmentarisch und manchmal sind wir fast blind. Die verschiedenen Gottes-Vorstellungen sprechen da ein deutliches Wort. Aber die Vereinigung der drei universalen Dimensionen: numinosum, fascinosum, tremendum im einen Gott ist bis heute unueber- treffbar und macht uns sprachlos.
D) "Heilig ist unser Gott" zu singen ist also ein interessantes Wagnis; eine Ahnung wird artikuliert, ausgesprochen um das Erahnte uns zugaenglich zu machen.
Das ist zwar noch nicht Magie aber doch Pro-Vocation.
Gott wird herausgefordert; aus dem Chaos in den Sinn.
So liebt er sich selbst wie alles andere; denn dieser liebende Gott ist fuer uns Angebot, Gabe bis zur Hingabe.
Ein saekularer Christ entscheidet sich, diesen kreativen sich hingebenden Gott in seiner eigenen Spiritualitaet zu achten, ins Gespraech zu bringen, in der Tat zur Wirkung kommen zu lassen und in der Litugie zu feiern. Gemaess unserem Verstehen wagen
wir es, unsere "vermeintlichen menschichen Erfahrungen" die wir mit diesem Gott machen zu erzaehlen, zu beschreiben.
Die eigentlichste Zu-Schreibung scheint heutzutage "heilig" zu sein.
Ein Verstaendnis-Versuch... ??? Was denkst Du, meinst Du, wenn Du singst: "heilig, heilig, heilig bis Du Herr, Gott Sabaoth" oder: "heilig ist unser Gott" ! In diesem letzten Vers sind 4 Worte unverstaendlich - wir untersuchen:
1. Glaeubige haben immer wieder den Mut, das unaussprechliche Geheimnis Gott zu ettiketieren (und jede Ettikete ist fragmentarisch und verhuellt mehr als sie preisgibt).
Die Geschichte der Theologie zeigt uns diesen Mut durch die Jahrhunderte.
2. Die Zu-Schreibung jedoch sollte wohltuend, heilsam und herausfordernd sein - fuer alle,
wenn moeglich. Dies ist eher eine Forderung der Neuzeit.
3. Es gibt sogar den Brauch einige Menschen als "heilig" zu deklarieren - warum nicht?, wenn es uns wohltut. cf. Die kath. Heiligsprechungen... andere spueren es irgendwie:
"diese Angelegenheit ist mir heilig."
A) Es gibt recht viele Meinungen darueber was denn "WIR" unter "heilig" tatsaechlich verstehen und was da und dort mit diesem Wort gemeint ist. In meiner Sicht ist "heilig"
ein erstklassiges Wort. Ich brauche es vorsichtig und eher selten:
Das Wor beinhaltet (aus meiner Sicht):
1. Das numinosum; also all das Geheimnisvolle, das Unerklaerliche.
Diese Dimension hat in der humanen Gott-Projektion heutzutage Prioritaet.
2. Das fascinosum; all das was bezaubert, von der Schoenheit bis zum Eros.
Gott ist die Freude, der Neubeginn (Auferstehung), die Einheit...
3. Das tremendum; all das, was schrecklich uns erschuettert.
Gott ist die Katastrophe, das Zerwuerfnis.... der Untergang (Tod).
"Gott heilig" meint also: ER ist geheimnisvoll, unerklaerlich, unaussprechlich;
ER is faszinierend schoen attraktiv; ER ist schrecklich erschuetternd.
Diese drei Dimensionen des zum einen gewordenen Gott sind universal: kosmologisch, natuerlich, human - erlebnisorientiert, causal-befriedigend, evolutions-
bedingt und sinngebend.
Sie moegen auch auf gewisse Menschen deutlicher zutreffen, so dass wir es wagen zu sagen: diese seien "heilig"; sie offenbaren human-aktiv das Wesen (den Namen) Gottes. Mein Wunsch ist es: Dieser Wort-Inhalt des Goettlichen sollte mehr und mehr auch in der Liturgie respektiert werden - darum sage ich; "Wir feiern die Heilige Messe".
B) Ob das "ist" auf "Gott... heilig" zupasst, haengt davon ab, was wir mit "ist" sagen wollen. Einige meinen mit "ist" das Gleiche wie mit "existieren" - ob Gott als "heilig" existiert? Wenn schon, wie denn sonst? "Heilig" ist die deutlichste und wohl haeufigste Erscheinungsweise Gottes. Gott ist eben so. Das Heilig kommt als "ein Seiendes aus dem Sein heraus zum Vorschein" (also so etwas wie Gestalt-Werdung). - und da Gott ja kein Seiendes (neben andern) ist sondern philosophisch hoechstens das Sein selbst, ist die Zu-Weisung "heilig" ein eher klar bestimmendes Seiendes. Fuer mich passt das Wort "ist" nicht zu Gott selbst, wohl aber zu seinen ihm zugestandenen Erscheinungsweisen.
Es gibt Gott und die Zuweisungen stempeln ihn zu einem Fuer-Uns-Seienden.
C) Die Wendung "unser Gott" weist darauf hin, dass es nicht um "Gott an sich" geht
sondern eben um den "unsrigen". Es geht immer um den Gott der Menschen in dem Sinne, dass Gott spezifisch von Menschen erahnt, erkannt, ersprochen, erlaeutert und gelobt wird. "Unser Gott" meint: Gott in der Sicht der Menschen d.h. soweit wir sehen, erkennen, besprechen koennen - und da sind wir ja bekanntlich recht beschraenkt, subjektiv, fragmentarisch und manchmal sind wir fast blind. Die verschiedenen Gottes-Vorstellungen sprechen da ein deutliches Wort. Aber die Vereinigung der drei universalen Dimensionen: numinosum, fascinosum, tremendum im einen Gott ist bis heute unueber- treffbar und macht uns sprachlos.
D) "Heilig ist unser Gott" zu singen ist also ein interessantes Wagnis; eine Ahnung wird artikuliert, ausgesprochen um das Erahnte uns zugaenglich zu machen.
Das ist zwar noch nicht Magie aber doch Pro-Vocation.
Gott wird herausgefordert; aus dem Chaos in den Sinn.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Die laengste EHE-RUNDE der Welt ???
Es gibt den erfrischenden Brauch in der Kath. Kirche, dass einige Ehe-Leute sich zu einer EHE-RUNDE vereinbaren. Noch heute empfehlenswert - aber bitte nicht verwechseln mit Familien-Runden, wo sich ganze Familien treffen. Die Ehe-Paare treffen sich etwa 6 mal im Jahr rotierend je bei einem Ehe-Paar in der Wohnung.
Das Thema der Runde wird von allen irgendwie vorbereitet; eine Bibel-Lesung oder gar die Feier der Eucharistie am Familientisch eroeffnet die Runde;.dann folgt die gegenseitige Information (alles was interessiert, geschah, den einen bewegt hat etc...) dann gibt ein Paar die Einleitung ins Thema, es erfolgt das freie Gespraech zum Thema und zum Abschluss ein koestliches Mahl.
Wo nun gibt es diese laengst-existierende Ehe-Runde ??? Ich meine in Birmensdorf in Zuerich... Ihm Jahr 1966 vereinbarten 5 Ehe-Paare sich zu einer Ehe-Runde - begleitet von einem Kath. Priester. Im Herbst 1969 (damals Vikar in der Pfarrei Felix + Regula in ZH)
traf ich zur Gruppe, nahm bis 1988, als ich nach Namibia auswanderte (fast) an jeder Runde teil und seither besuche ich diese "unsere Ehe-Runde" bei jedem CH-Besuch.
Am 17.05.2016 war es wieder soweit; wir traffen uns zum 50. Jahr-Jubi der Ehe-Runde.
In der Eucharistie-Feier sprachen wir ueber "die humane Verkoerperung des Geistes Gottes in Jesus... und wie wir in dieser Beziehung ihm nachfolgen koennen... und wie sehr wir diese Verkoerperung brauchen - als Erloesung. Dann schauten wir auf 50 Jahre zurueck. Wir sehen diese Ehe-Runde als eine Frucht des 2.Vatik. Konzils (1962-65).
Die offizielle Kirche hat eine Re-Formation angesagt. Damit sollten auch wir das eigene Kath.Christsein hinter fragen, erneuern und einander bestaerken. Auch zur Weitergabe des Glaubens an die eigenen Kinder in den Familien war diese Glaubens-Auseinandersetzung wichtig. Die Ehe-Runde hat erkannt: wie im offenen Gespraech "der christliche Boden" der tradierten Religion entzogen wurde, weg vom Kinder-Glauben, mutig in die Verunsicherung und hineinwachsen zu einem selbstbewussten entschieden befreienden Christsein. Diese Glaubens-Entwicklung gab auch den Mut in die eigene Pfarrei hineinzuwirken, gar darueber hinaus und Verantwortung in der Oeffentlichkeit zu uebernehmen. Es war nicht so leicht, immer wieder "Neues" zu verarbeiten und zu integrieren. Wir haben eher wenig direkt ueber Kinder-Erziehung gesprochen, wir haben auch keine Ehe-Therapie simuliert - vielmehr wollten wir uns selber der Kirche gesund und wirkfaehig erhalten - und die Fruechte lassen sich sehen.
Von den 7 beteiligenden Ehe-Paaren sind heute noch 4 Paare anwesend und wir alle sind dankbar fuer diese im Glauben staerkende Erfahrung. Wir haben auch herausgefunden welche "Regeln" Ehe-Runden am Leben erhalten und wie sehr wir durch sie einander
"Brot + Wein" wurden.
Das Thema der Runde wird von allen irgendwie vorbereitet; eine Bibel-Lesung oder gar die Feier der Eucharistie am Familientisch eroeffnet die Runde;.dann folgt die gegenseitige Information (alles was interessiert, geschah, den einen bewegt hat etc...) dann gibt ein Paar die Einleitung ins Thema, es erfolgt das freie Gespraech zum Thema und zum Abschluss ein koestliches Mahl.
Wo nun gibt es diese laengst-existierende Ehe-Runde ??? Ich meine in Birmensdorf in Zuerich... Ihm Jahr 1966 vereinbarten 5 Ehe-Paare sich zu einer Ehe-Runde - begleitet von einem Kath. Priester. Im Herbst 1969 (damals Vikar in der Pfarrei Felix + Regula in ZH)
traf ich zur Gruppe, nahm bis 1988, als ich nach Namibia auswanderte (fast) an jeder Runde teil und seither besuche ich diese "unsere Ehe-Runde" bei jedem CH-Besuch.
Am 17.05.2016 war es wieder soweit; wir traffen uns zum 50. Jahr-Jubi der Ehe-Runde.
In der Eucharistie-Feier sprachen wir ueber "die humane Verkoerperung des Geistes Gottes in Jesus... und wie wir in dieser Beziehung ihm nachfolgen koennen... und wie sehr wir diese Verkoerperung brauchen - als Erloesung. Dann schauten wir auf 50 Jahre zurueck. Wir sehen diese Ehe-Runde als eine Frucht des 2.Vatik. Konzils (1962-65).
Die offizielle Kirche hat eine Re-Formation angesagt. Damit sollten auch wir das eigene Kath.Christsein hinter fragen, erneuern und einander bestaerken. Auch zur Weitergabe des Glaubens an die eigenen Kinder in den Familien war diese Glaubens-Auseinandersetzung wichtig. Die Ehe-Runde hat erkannt: wie im offenen Gespraech "der christliche Boden" der tradierten Religion entzogen wurde, weg vom Kinder-Glauben, mutig in die Verunsicherung und hineinwachsen zu einem selbstbewussten entschieden befreienden Christsein. Diese Glaubens-Entwicklung gab auch den Mut in die eigene Pfarrei hineinzuwirken, gar darueber hinaus und Verantwortung in der Oeffentlichkeit zu uebernehmen. Es war nicht so leicht, immer wieder "Neues" zu verarbeiten und zu integrieren. Wir haben eher wenig direkt ueber Kinder-Erziehung gesprochen, wir haben auch keine Ehe-Therapie simuliert - vielmehr wollten wir uns selber der Kirche gesund und wirkfaehig erhalten - und die Fruechte lassen sich sehen.
Von den 7 beteiligenden Ehe-Paaren sind heute noch 4 Paare anwesend und wir alle sind dankbar fuer diese im Glauben staerkende Erfahrung. Wir haben auch herausgefunden welche "Regeln" Ehe-Runden am Leben erhalten und wie sehr wir durch sie einander
"Brot + Wein" wurden.
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