Montag, 18. September 2017

Die FRAGE nach Gott.

Die FRAGE nach Gott ist eine Knospe;
sie erblueht;
wenn befruchtet,
sie bringt Frucht;
jedenfalls sie verblueht.







Wenn Gott selbstverstaendlich wird, nicht einmal mehr der FRAGE wuerdig,
dann ist auch das Christentum in die Aufloesung geraten.  Die Antwort ist die
Gnade der Frage. Und die Frage ist stets ein gewagter Versuch - es koennte ja
eine ueberraschende Antwort zum Vorschein kommen.


Wenn wir Gott denken, aussprechen, dann muessen wir uns bewusst sein,
dass Gott nicht ein Sachverhalt und schon gar nicht eine Sache, ein Etwas ist.
Gott ist auch nicht ein Geist unter andern Geistern; in diesem Sinne ist ER nicht
irgendein Geist.
Gott ist ein Wort, gedacht und gesprochen, also "im Gerede". Gott ist eine Sprach-Wirklichkeit - und erst damit auch ein emotionaler Attractor. Dahinter ist Gott eine
Gedanken-Wirklichkeit; ER ist im Gedenken und im Gerede und im Gefuehl.


Wenn Gott das Absolute Mysterium ist... dann ist das Numinosum (fascinosum et tremendum) hochstilisiert und personalisiert. Dass es dieses numinose Mysterium
gibt ist evident - fuer jeden der Auge, Ohr , Hirn, Herz und Hand hat. Die bereits
erkannte Transzendenz kann als verunendlicht gedacht werden. Das numinose
Mysterium der unendlichen Transzendenz waere dann Gott (nMuT). Dieses ist
inkarniert im Kosmos, in 
Welt und Natur und eigenartig im Menschen. Es ist nicht
aussen vor...  es ist ahnbar, spuerbar, sprechbar, tunbar in allem d.h. im wirklich
Erscheinenden. Fuer den Menschen ist es eine Potenz, eine Erwartung - die wir dem Kosmos zugestehen und die wir erfuellen koennen.
Wenn A. Delp die Sorge hat: dass das Antlitz Gottes in der Kreatur bleibe,
dann meint er wohl nicht etwas Objektives in der Kreation sondern eine Beziehung,
dass der Mensch die Moeglichkeit das Antlitz Gottes in der Kreatur zu sehen aktiviere. Diese Aktivierung kann dem Kosmos nur gut tun (vorausgesetzt, das Antlitz Gottes wird
als menschenfreundlich gesehen).
Etwas anderes ist die Bebilderung Gottes in den Religionen. Sie ist kultur- und
gesellschaftsbedingte Projektion - das Management Gottes. Das nMuT faehrt besser,
je weniger wir um es wissen und jemehr wir es bei der Ahnung belassen.
Gott in seiner Erscheinung ist somit das Ergebis von Kosmos und Mensch;
es gibt IHN nicht an sich einfach so sondern ER entsteht in diesem Umgang...
(cf. Die Entstehung Gottes im Bewusstsein des homo spaiens).
Im Moment aber (2017) kommt ER wie eine Welle als All-Un-Gott auf die stets neue Generation zu...  d.h. die Bebilderung (die Religionen) wurde zum Problem und nicht
die Ahnung (nMuT), dass Gott kommt, wenn ER gefragt wird.
Ob das die Agentur des Christentums, die Kirche merkt ?

Donnerstag, 31. August 2017

WIE Gott hoch-kommt...

Der Weg     -     Das Sagen
Die Begrenzung -    im Schweigen
Die weite Unendlichkeit

                            -   verstummt...







Bei Gott-Glaeubigen ein Alltags-Phaenomen, das zu denken gibt....
man kann nie tief und weit genug denken...
Es gibt auch Leute, die meinen dem Heiligen Gott zu begegnen,
oder zumindest IHN zu erfahren...
Folgende Ueberlegungen fuehren zur Vorsicht !


Zuerst ein Paulus-Wort: Kol 4.6
Euer Wort sei / allzeit in Gnade / und mit Salz gewuerzt /
wissend / wie ihr einem jeden / antworten sollt.


Wer Gott ahnt                           entfaltet sich
Wer Gott erdenkt                      denkt sich selbst
Wer Gott kennt                         schraenkt sich ein
Wer Gott versteht                     bildet sich was ein
Wer Gott anspricht                   verfasst ein Gedicht
Wer Gott ausspricht                 spricht sich aus
Wer Gott fuehlt                         uebervorteilt sich
Wer Gott empfindet                  taeuscht sich
Wer Gott spuert                        macht sich gefuehllos
Wer Gott erfaehrt                      versinnbildlicht sich
Wer Gott glaubt                        entmachtet sich
Wer Gott tut                              aktualisiert sich selbst


Wer mit Gott lebt                       hat sich verwurzelt, radikalisiert
Wer mit Gott geht                      hat sich aus dem Staub gemacht
Wer mit Gott rechnet                 hat sich verspekuliert
Wer mit Gott rechtet                  hat sich gerechtfertigt


Wer Gott lobt und preist            hat sich was vorgenommen
Wer Gott verdammt                   hat sich ueberfordert
Wer Gott erkennt                       hat sich verleugnet
Wer Gott nur beachtet               hat sich verachtet
Wer Gott vertritt                         hat sich vereinnahmt
Wer Gott ausklammert              hat sich eingeklemmt
Wer Gott einlaedt                      hat sich entschuldigt
Wer Gott vermisst                      hat sich entleert
Wer Gott anruft                          hat seine Mitmenschen missachtet
Wer Gott missachtet                  hat sich selbst verraten
Wer Gott anklagt                        hat sich gerichtet
Wer Gott vertraut                       hat sich erledigt
Wer Gott fraegt                          hat keine Vorstellung
Wer Gott liebt                             hat alle Menschen lieb
Wer Gott sucht                           hat keinen Weg
Wer Gott findet                           hat kein Geheimnis
Wer Gott entlaesst                      hat sich erfunden
Wer Gott zuhoert                        hat sich ausgesprochen
Wer Gott laesst                           hat sich gefunden
Wer Gott ruhen laesst                 ist tot.

Montag, 7. August 2017

Heiliger Zs-Prall

Es war am Sonntag 06.08.2017
als der 18. Sonntag A im Kirchenjahr
mit dem Fest der "Verklaerung Jesu"
zusammenprallte.
Sieger war die "Verklaerung" weil sie
Voraussetzung ist fuer die Erfuellung.













Das Fest "Verklaerung" (Mt 17.1-9 / Mk 9.2-10 / Lk 9.28-36 / John 10.10) zeigt,
wie wir JvN zu sehen haben, wie wir IHN aufzufassen haben. Er ist wie die Sonne, die Leben gibt, Er ist wie Licht im Dunkel der Welt, Er ist der Neue Moses, der ein NEUES Gesetz proklamiert,  Er ist DER Prophet, der seine Botschaft lebt. Dieser geheimnisvolle
Hintergrund-Jesus, der Verklaerte (transfigured), ist zum Sohn Gottes deklariert,
zu dem dem Gottes Wohlgefallen gilt. Wenn wir diesen "zum Vorschein gekommenen
verklaerten Gott-Menschen " akzeptieren, und von daher ins taegliche Leben zurueck- kehren, dann gehen wir auf den Weg in die Auferstehung, in die Fuelle des Lebens.

Und wenn wir JvN so sehen, als Verklaerten (transformierten Menschen), dann koennen wir "die Speisung der 5000 + " verstehen und nachvollziehen (Mk 14.13-21).
Die Schritte sind klar angegeben.
1. Interessiert in Jesus gehen wir auf ihn zu - erleben Heilungen und Speisung.
2. Und wenn es ums "taegliche Brot" geht, um das was wir notwendigerweise wuenschen,
    was wir zu unserer Erfuellung noetig haben, dann - so sagt Jesus (im Namen Gottes) -
    koennt ihr es von mir erwarten - wenn ihr tut, was ich euch sage.
3. Dann tritt der Verklaerte Jesus (Haupt der Kirche) in Aktion:
    A) Er nimmt in Anspruch, was da ist...  
    B) Er verbindet das Anwesende mit Gott
    C) Er bricht sich selbst als Brot...          
    D) und laesst die Juenger IHN ver-teilen...
    E) und die Menge akzeptiert IHN, geniesst IHN, ernaehrt sich mit und freut sich am
         gebrochenen Brot, das in Ueberfuellung vor- und zuhanden ist. 


In dieser Strategie a) sind die not-wendenden Wunsch-Beduerfnisse erfuellt
                              b) die Erfuellung ist ueber erwarten grossartig - Brot in Fuelle -
                              c) Und diese Erfahrung der Saettigung in Ueberfuelle fuehrt
                                  zur glaubenden Juengerschaft.

Mt 14.13-21 deklariert: Wer den verklaerten auferstandenen Jesus akzeptiert,
der entdeckt, dass Gott (in Jesus, in der Kirche) und die Welt (das Vorhandene)
zusammen die not-wendenden Beduerfnisse der Menschheit erfuellen und so
die Menschen in diesem alltaeglichen Leben in die Fuelle des Lebens eingehen.
Daher kommt Mt 17 vor Mt 14  ( 14 ist nur durch 17 verstehbar).
Der Gott-erfuellte-Jesus (Mt 17) garantiert die Gewaehrung der praktischen realen Erfuellung der Menschheits-Erwartungen (Mt 14).
Nicht zu vergessen: Der Gott-verklaerte-Jesus ist der Kirche anvertraut.
Darum feiert sie "Verklaerung Jesu".


Mittwoch, 26. Juli 2017

Verstehens-Wunsch Mt 13.44-52

Den Reichtum finden + teilen (Schatz)
im Zusammenarbeiten jedes Einzelnen (Perle) durch ein allumfassendes
Beziehungs-Netz (Fisch).












1. Dieser Mt-Text ist eine Ankuendigung, eine Versicherung, eine Deklaration.
Er besagt: Gluecklich, gesegnet jene, die Mt-13.44-52/17A/30072017 verstehen.
Die heutige Botschaft ist eine aktuelle Klaerung, wie (in heutiger Sprache) "Fuelle
des Lebens fuer alle (FLfA) verstanden werden sollte - oder (in einer morgigen Sprache) "wie der gegenseitig gehaeufte Reichtum fuer die ganze Menschheit" (alle) begriffen
werden kann" (gsgRfA)  - oder (in einer 2000 Jahre alten Sprache) wie das "Koenigreich Gottes" (KG)  zu interpretieren ist. Damit wird jeder echte Gelehrte, der an der Verwirklichung von FLfA arbeitet, gleichsam ein Administrator, der die Erfahrungen des Lebens zugunsten dieses Projekts einbringt.
2. Es geht also heute um ein wirkliches Verstehen. Die 2000 Jahre alte Botschaft von JvN, aufnotiert von Evv, dass ER um der FLfA kam, muss ins Verstaendnis der Leute von 2017 umgesetzt werden. Denn: "kluges handeln setzt verstehen voraus".
3. Es geht um den Inhalt von FLfA / gsgRfA / KG. Diese Worte sind wie Flaschen, wie
Verpackung, wie PIN, wie der Code, wie Passwort...

INHALT dieser Botschaft:
A) Die FLfA / gsgRfA / KG ist zuerst zu verstehen als ein grossartiges smartes intensives Engagement, eine Verpflichtung, eine Pflicht, eine Unterschrift...
B) Dann kommt zweitens: dieUnterschrift unter die Verpflichtung des ausdauernden
Suchens, Erforschens, Findens...   Jedes Engagement und jedes Suchen setzt Entscheidung voraus; du musst ungefaehr eine Ahnung haben, ev. ein Wissen und Verstehen und sogar Lust darauf...  bevor du "gehen-suchen" kannst. Du musst Priori-
taeten setzen: gemaess Ev-Mt  "verkaufen um das Beste zu kaufen" !!!  Das ist eine Methode, eine Strategie... und genau diese Strategie muss man sich aneignen, wenn's
um FLfA geht.
C) Also um was geht's denn ?
Himmel (KG) / FLfA / gsgRfA ist eine entschiedene Vor-Gegebenheit, die im suchenden Engagement den totalen Reichtum erwirbt (Schatz) ! die goldige Einzigartigkeit praesentiert (Perle) ! die lebendige Vielfalt der Beziehungen aktualisiert (Fisch) !
Es geht konkret fuer die "Religioesen" auch darum, das Geluebde der Armut in das Geluebde des Reichtum-Teilens (Schatz) umzuschmelzen. Den einfachen Gehorsam in das aufmerksame Zusammenwirken zu erweitern (Perle) und die singulaere Keuschheit in den Reichtum der Beziehungen (Fisch) zu verlebendigen.
Das waeren von Ev-Mt 
sanft angemahnte  Schritte der Kirche im Projekt FLfA / KG !!! 

Das Problem: FLfA / gsgRfA / KG ist gegeben wie "Brot + Wein"; statt nun im Empfang
die Gabe (das Projekt FLfA) sich tatsaechlich anzueignen verfallen sie ins "betteln" pls gib uns... und schieben die Arbeit dem Allmaechtigen zu.
Wer Mt 13 recht versteht ist auf dem rechten Weg gluecklich zu werden, wer nicht versteht
wird ungluecklich.

Dienstag, 18. Juli 2017

zur Sprache bringen








den Ton finden:  Wir glauben...   Ich glaube...


Das "Glaubensbekenntnis" ist eine Art den Glauben zur Sprache zu bringen. Das tut seit dem Beginn das Christentum; die Gemeinschaft und der Einzelne. Das "ICH im WIR und das WIR im ICH" stehen in einer fruchtbaren Spannung oder in einer verzehrenden Diskrepanz.  Die Sprache ist ein gemeinsamer Nenner, auf den die Gemeinschaft und
der Einzelne sich hoffentlich einigen koennen...  Die gemeinsame Spachfindung ist also
ein entscheidender Akt in den Einheits-Bemuehungen. Daneben gibt es die Anerkennung der nicht verstandenen Fremdsprache und als harte Arbeit das Erlernen der so fernen fremden Sprachen.
Alle 3 Wege sind im Credo gangbar...  aber sie sollten gegangen werden.


Weil ich in dieser Welt - so wie sie nun mal ist -
zur Gemeinschaft der Gottglaeubingen gehoeren will,
hab' ich mich selbst-bewusst entschieden:
a) dass es den Einen Gott gibt; und dieser Gott, als das All-Heilige Geheimnis,
    fuer mich die allumfassendste Wirklichkeit ist.
b) So lasse ich den Heiligen Geist in Liebe alles erwirken:
    Kosmos, Himmel und Erde, Natur und Technick, Bewusstsein und alle seine Erkenntnisse
    bis zum Selbst-Bewusstsein aller Menschen mit ihrem Erleben und den Erfahrungen von
    Freud und Leid im Gesamt der Evolution.
c) In diesem Entfaltungs-Prozess sehe ich auch Jesus Christus,
    der sich als eine humane Vergegenwaertigung Gottes fuer viele erwiesen hat.
d) Er zeigt seinen Nachfolgern den Weg in die Fuelle des Lebens fuer alle.
e) In diesem Neuen Menschen sehe ich Gottes Geist am Werk,
    der alle Menschen herausfordert zur Lebensgestaltung in Einheit und im Frieden.
f) Den Gott Jesu und seinen Geist moechte ich dankbar feiern in Gemeinschaft
    zusammen mit den Heiligen, vor Ort in jener Kirchen-Gemeinschaft, in der ich mich
    beheimatet weiss: Wo Brot und Wein geteilt und das Leben und Sterben gefeiert wird.
g) Amen - so sei es denn entschieden - wieder am Fest meines Geburts-Tages.

Freitag, 14. Juli 2017

Wo der Geist Gottes zuhause ist.


                                             fruchtbare Erde - farbige Blumen

Der Saemann saet die Saat...   wie werd' ich fruchtbarer Acker-Boden ? (Mt. 13.1-9)
Es gibt die Vision (Rom 8.9,11-13), dass der Geist Gottes sein zuhause im Menschen hat.

Ich lass Dich wirken Gott auf der langen Reise in mich selbst
                                         und auf dem Trip zu all den Andern.
Ich lass Dich wirken Gott, befreit von Dir und den Erwartungen an Dich.
Ich lass Dich wirken Gott in all den Andern mit all den Phantasien, die Dich bedraengen.
Ich lass Dich wirken Gott in all dem Schoenen und dem Guten, in Freud und Leid,
                                         in den Erfindungen und im Versagen.
Ich lass Dich wirken Gott im ganzen Kosmos, in den Sternen, im Atom;
                                         mit all den Erscheinungen, die Dich offenbaren.
Ich lass Dich wirken Gott in all den Streitereien, in allem Glueck und Ungelueck,
                                         im Frieden und im Krieg, in allen Lustbarkeiten.
Ich lass Dich wirken Gott in all den Kuensten und in allen Spielereien.
Ich lass Dich wirken Gott in allem was an Zukunft kommt, in allem was an Erinnerung
                                         vergeht, im auf und ab der Evolutionen.
Ich lass Dich wirken Gott und bring mich in - mit Herz und Hand -
                                         bring mich in - ins Spiel der Kraefte -
                                         neugierig was gelingt, wenn ich Dir - zur Verfuegung bin.

Dienstag, 4. Juli 2017

Thomas im Durcheinander

Der Ev Joh hat uns eine mutige Thomas-Skizze hinter-
lassen (John 20.24-29). Dieser Apostel ist einer jener
Mutigen, der es wagt der Jesus-Bewegung klar zu
verstehen zu geben: Ich glaub' euch nicht !
Das ist ein eindeutiges Votum fuer die Vernunft und
gegen religioese Schwaermerei.
People, wenn ihr so wunderbare Dinge sagt wie zB:
"Jesus ist gegenwaertig" etc...  
dann bitte gebt irgendwie Beweise.
Dieser Jesus ist ja nicht ein Niemand.
Seine Existenz ist ueberpruefbar, denn ER hat
ein klares Profil: Er ist verwundet, gekreuzigt...  
und das sind klare eindeutige Engagement-Beweise.
Wenn ich die Wunden beruehre, also die Beweise
seines Engagements...
dann "glaube" ich an seine Gegenwart. 




Wie sehen die blutenden Herzwunden Jesu, die Thomas nun beruehren soll im
spezifischen Zeitraum des Ev Joh aus ? Und fuer uns 2017: Wie sehen die
Engagement-Wunden des gebrochenen Leibes Jesu, die wir beruehren koennten
heute aus - so dass wir glauben koennten an seine befreiende Gegenwart ?

Der Apostel Thomas in der Skizze des Ev Joh lehrt uns:

1. Habt den Mut zuerst einmal NICHT zu glauben.
2. Fraegt stets nach Hinweisen / Beweisen (wieder wichtig im Zeitalter der fake-news)
3. Die Engagement - Wunden sind hervorragende Beweise fuer die Gegenwart Jesu -
    sie gelten in einigen Zeitraeumen bis  heute.
4. Der Ev Joh weiss aber auch...  es gibt auch einen "glauben" an die Gegenwart Jesu
    ohne Wunden-Beruehrung, ohne Engagement-Beweise... 
    Ist diese Utopia schon erlebbar ? "glauben" wie Liebende - jenseits der Machtspiele -
    jedenfalls fuer einen Moment im Hier + Jetzt.
5. Es gibt viele Hinweise auf die Gegenwart Jesu: zB. der eucharistische Glaube;
    die spielenden Kinder; die Dank- und Jubel-Feste...  aber eben auch die Wunden
    des befreiend-einenden Engagements.

Dienstag, 20. Juni 2017

Oise Gott isch ae luschtigae...

Everyone is Pilot... of his own fly...
Everyone shapes the world
with the own eyes...












Er lat sich is Haertz ine luege: diae Offaeheit isch fuer ues "Offebaarig"
(und so wuesset mier daenn wiae de Herrgott isch).
Wir sind Hr. Pastor R. Diethelm dankbar fuer seinen "Blickdienst". Er gibt den "Heiliger
Bimbam-Leser/innen" im "Blick am Abend" (kurz vor dem Sonnenuntergang) eine erste gaengige vorlaeufige Ahnung von Christentum. Fuer viele vielleicht eine Not-portion.Und
da die Christliche Lehre heutzutage fuer viele ausser Sicht geraten ist, wird "Heiliger Bimbam" zum knappen RU.
Blick-Theologie ist wie Blick-Welt: das was ich gerade sehe und hoere ist denn auch schon die Wirklichkeit; das Bluemchen das ich sehe. Ob es plastic ist oder natuerlich,
ob es Wurzeln hat und Zukunft, ob es Freude, Geld oder Ehre gibt, ob es Einbildung oder Epiphanie ist...  all das kommt eventuell spaeter zur Beachtung. 


Beim Herrgott ist es unabdingbar, dass die Weite und Tiefe offen bleibt - sonst stirbt die Religion an einer Ueberdosis von unglaublicher Oberflaechlichkeit. Wenn Gott ein totales Geheimnis-Ereignis ist, wie kann sein Herz eingesehen werden? Ist es nicht so, dass der Mensch sich einbildet ins Herz Gottes zu sehen und beim Sehen eben das sieht, was sein Gehirn zu konstruieren vermag? Das ist doppelte Einbildung: Als ob Gott ein Herz haette
und dann noch ein einsehbares! Aussagen, wie Gott eigentlich ist, werden in allen Religionen gepflegt...  und die meisten meinen, Gott habe es den Menschen selbst verraten, wie er sei. Ist es nicht so: dass der Mensch seinen Goettern die eigenen Worte ans Herz legt und dann,um sein Wort als goettlich auszugeben, sagt: Gott selbst habe sie gesprochen? Damit wird das Wort sakrosankt, immun - vor allem, wenn dann noch die Erklaerung behauptet: da seien keine Zweideutigkeiten und keine Verstaendnisvielfalt zulaessig. Das Menschenwort wird eindeutig goettlich. Damit inthronisiert sich der Mensch. Er bestimmt Himmel und Erde. Damit waeren wir angekommen bei der leider noch immer von den Religionen verleugneten Realitaet. Nur wenn der Mensch darauf verzichetet, goettlich gesicherte Aussagen ueber Gott zu machen, bleibt das Geheimnis-Ereignis gewahrt.
Der Mensch darf Mensch bleiben, wenn er es wagt, Gott zu denken und dabei weiss, dass er der Mensch es ist, der Gott menschlich denkt. Das Fragment steht zu seiner Fragmentierung. Wuerde Moses, Isaias, Amos, Jesus und die Kirche dazu stehen? Die menschliche Behauptung: "Gott sagt" bedeutet: Ich wage es, dieses Sagen als goettlch zu deklarieren, weil ich meine, dieses Sagen komme der Schoepfung und der Menschheit zugute. Solche mutige riskante Deklarationen erwarten wir von den Propfete.Sie weisen uns den erloesenden Weg in die letztlich unbekannte Zukunft und bewahren fuer uns Gott als Geheimnis-Ereignis. Die Innenschau des Herzens Gottes ist sehr sehr menschlich. Und wenn ER denn spricht, dann spricht ER alle Sprachen.




Sonntag, 11. Juni 2017

Eine christl. Zs-Schau

                                                    Der Mensch empfaengt und bietet an...

Gott ereignet sich als Geheimnis-Ereignis. Und darum ist der Kosmos als veraeusserter Koerper Gottes ein 
Geheimnis, die Natur als Fruchtbarkeit Gottes ein Geheimnis, der Mensch als zum Bewusstsein Gottes erwacht ein Geheimis, JvN als neues bewusstes humanes Gesicht Gottes ein Geheimnis - und hinter all
dem sprudelt eine geheimnisvolle Energie, Gottes Heiliger Geist.  Alles ist Geheimnis. 
Und der Mensch ist diesem Geheimnis auf der Spur. Seit urdenklichen Zeiten zeichnet der Mensch aus Ahnung, Phantasie, Wissen und Erfahrung ein Bild vom Geheimnis Gott - und zwar immer wieder neu. Der Mensch erforscht und gestaltet den Kosmos, die Natur, sich selbst als eine Vision, eine Schau, ein Weltbild - und zwar immer wieder neu. Die zukuenftige Welt wird immer wieder ganz anders gestaltet, gesehen, bewertet. Ein interessanter Prozess ist im Gang...
Seit 2000 Jahren proklamieren einige Glaeubige JvN als das humane Gesicht Gottes - jene, die diesen neuen Weg der Welt in die Zukunft akzeptieren, gruppieren sich in christlichen Kirchen.

Und heute "Trinitaet" feiern sie ihre Schau: Gott ist Geheimnis-Ereignis begabt mit der goettlichen Energie von Liebe, Einheit, Freiheit, human sichtbar  als ein Gesicht in JvN. 
Die Getauften sind daher eingeladen diesen Gott human zu verkoerpern - sein Gesicht, seine Energie und sein Geheimnis - je fragmentarisch und darum immer wieder neu.
Die Tendenz, die diesem gaengigen Prozess zugrunde liegt ist klar: "neuer Himmel neue Erde".
Der "Dreifaltigkeits-Sonntag" proklamiert "Tod + Auferstehung zur Himmelfahrt in die Lebensfuelle begabt mit goettlicher Energie" als christliche Lebens-Weisheit, die uns heutzutage angeboten wird.

Der Ev Johannes komponiert diesen Gehalt als Jesu Botschaft an Nikodemus: "Gott liebt die Welt und gibt ihr sein humanes Gesicht damit, wer immer es akzeptiert, in die Lebensfuelle geraet". (Joh 3.16).
Das Geheimnis-Ereignis Gott, seine Energie und sein Gesicht - ist uns nun anvertraut, damit Leben in Fuelle fuer alle gelingt. Jede Person gilt fuer diese Proklamation als Signal, wenn sie empfaengt und anbietet...

Samstag, 3. Juni 2017

Pfingsten: ende + anfang

                                     
                                            saeen + spriessen + bluehen + verwelken

Das Ende kommt, wenn ein beruehmter, grosser Schauspieler aufgibt und sein Talent weitergegeben hat...   das Drama geht zwar weiter...  aber nun der Anfang kommt mit neuen Spielern, die oft versuchen den einstigen Meister noch zu uebertreffen, meistens aber zurueckbleiben. Die Nachfolger daher machen immer neue Anfaenge und die Vorfahren werden als Orientierung wichtiger denn je.
Der Weg, den Jesus Christus eingeschlagen hat den Geist Gottes zu verkoerpern, der geht weiter...  aber diesen Weg kulturell in 
seiner spezifischen Eigenart zu praesentieren, das ist nun zu ende - und neue Menschen praesentieren stes anfaenglich nun je auf ihre eigene Art und Weise und je anders inkulturiert den Geist Gottes.
Ende + Anfang vermischen sich im Christentum wie abwesend und anwesend, machtvoll und ohnmaechtig, gut und boese, verloren und gefunden, ausgeschlossen und eingeschlossen, einig und zerstreut, vergeben und verhaftet.

Diese grossartige Polaritaet im Christentum , die sich dynamisch nach Balance sehnt und stets in die Pole stuerzt, dieses Hin + Her-Wiegen und Ausgleichen von Ebbe und Flut, von Bluehen und Verwelken, dieses Auf und Ab der Gezeiten, der Berge und der Gesellschaften und dann das Einanderfinden geradlinig und wieder ausufern in alle Richtungen...  diese grosse kosmische Bewegung zwischen Anziehen und Abstossen, Naehe und Distanz, Liebe und Hass, Einheit und Vielheit - das ist der Beweis, dass das Ganze (der Heilige Gott) im Fragment (Mensch) zum Ausdruck kommt.
Sowie der Kosmos Verkoerperung Gottes ist, so ist Jesus in Tat und Wahrheit das menschliche Bewusstsein Gottes. Aber die bewusste Polaritaet von Leben und Tod ist auch sehr schmerzhaft sowie die Auferstehung bejubelt wird.
Jesus ist eine inkarnierte ins Bewusstsein gelangte Verkoerperung, Epiphany Gottes... und die wird an Pfingsten zum humanen Auftrag. 

Wenn der heutige Christ faehig wird zu glauben (zu entscheiden) die Energy Gottes (Hl. Geist) ist ausgegossen am Wirken und dass es nun auf ihn und auf sie alle ankommt diese Energy auf eigenartige Art und Weise (wie einst JvN) ins Leben zu investieren, dann ist Pfingsten angekommen.
Und weil gerade das gut tut und irgendwie Freude macht, darum feiern wir.