Es ist wohl einmalig in der bisherigen
Welt-Geschichte, wie die Kath. Kirche
dem JvN Auferstehung zugesteht.
Die Kirche lebt von der Ueberzeugung:
Wir leben nun die Epoche "nach der
Auferstehung". Sie haelt es fuer gewiss,
wenn auch nicht fuer bewiesen, dass
Auferstehung ein Faktum, eine Wirklich keit ist, eine Moeglichkeit fuer alle.
Im minimum heisst Auferstehung immer: "er lebt..." im maximum: "er ist in den Himmel aufgefahren und hat seinen Geist als Angebot ueber die Welt ausgegossen".
Diese Proklamation von Auferstehung hat nun eine 2000 jaehrige reiche Verstehens-
und Wirk-Geschichte. Alle Christlichen Kirchen predigen Auferstehung, auch wenn sie zugeben: Auferstehung uebersteigt unser Begriffs-Vermoegen; menschlich rational
gesehen ist dieser Glaube ein Risiko; menschlich gewiss gesehen ist er heilend, befreiend, zukunftstraechtig, verheissungsvoll. Es gibt im Humanbereich, im wissenschaftlichen
Bereich, geschweige denn im transzendenten Bereich recht Vieles, das sich einfach ereignet und sich jeglichem Verstehen (noch) entzieht.Der Auferstehungs-Glaube aber ist nicht voraussetzungslos. Auferstehung setzt einen ganz bestimmten Creator-Typ voraus.
Es wird angenommen, dass Gott den Kosmos, die Natur, den Menschen ins Leben ruft... und wenn Er ruft, dann nicht 30% sondern 100%, dass Er also in die Fuelle des Lebens ruft "Schritt fuer Schritt".
Die erste Lebensphase ist die "irdische" (geboren und auf dem Weg...); die zweite der Tod (absterben und Frucht bringen) und die dritte ist die ewige... die in der ersten und zweiten Phase stets anwesend diese Phasen ermaechtigt nicht endgueltig zu sein. Wie der Tod mitten im Leben sich auswirkt, so auch die Auferstehung im irdisch-toedlichen Leben.
Ich glaube an Gott heisst also: ich glaube an die Auferstehung. Wer Auferstehung zuge- steht, gewaehrt Gottes Existenz.
Es ist im nach-oesterlichen Zeitraum, in dieser Aera, in der die Fuelle des Lebens nicht mehr nur ein Traum sondern reale Verheissung ist, recht klar geworden, dass Auferstehung
der Zentralbegriff des Christentums ist... wir gehen den Auferstehungs-Weg.
Demgegenueber erhaelt der Kreuz-Weg den Status einer Strategy. Es ist in der vorhandenen irdischen Wirklichkeit scheinbar gar nicht moeglich in die Fuelle des Lebens zu gelangen, ohne den Kreuz-Weg mitzustolpern. Der Natur-Imperialismus ist im Human-
Bereich noch keineswegs ueberwunden. Die "Brot+Wein"-Existenz fuer alle ist noch ausstehend; darum feiern wir sonntaeglich Eucharistie, um dieses Heilmittel gegen den Imperialismus zu proklamieren und zu realisieren.
Die "Brot+Wein"-Existenz versoehnt den Kreuzweg mit dem Auferstehungsweg und
muendet in die Lebensfuelle, jenes Geschenk, das Gott vorgesehen hat.
Im Spiel zeigt sich diese Spannung:
abhaengig und frei !
1.) Die Stadt Tsumeb hat es als Ehre empfunden als der Staatspraesident sie beauftragte, die Feier zum 28. Geburtstag der Nation zu organisieren. Da APC inzwischen ein Merkmal von Tsumeb wurde, war es bald klar, dem APC wird eine Orchester-Auffuehrung zuge- standen (gegen Konkurrenz von Windhoek). Am Sonntag 18.03. hab ich Lis die Anerkennung der von ihr komponierten Auffuehrung gegeben.
2.) Dann ging es 400 km weiter; um 19h waren wir im Egumbo Nauta; wobei der 10 km
lange normale Nauta-Busch-Weg bereits "recht waesserig" war. Am 19.03. war es gewiss der Hl. Josef, der mir den Mut gab, trotz dem Regen in der Nacht, den gleichen Weg wieder zu fahren um im APC Otshikuku (50 km entfernt) die ersten 3 Monate des neuen CM zu evaluieren. Am Dienstag im Egumbo Nauta begann der Regen um Mitternacht - 11 Stunden lang... Morgens um 08h musste ich vernuenftig einsehen: wir sind im Egumbo Nauta "eingeschlossen"; zu viel Wasser ueberall rundum.Um 11h fand Moni einen einheimischen "Lotsen" der den Nordweg gut kannte (jenen Weg nach Utapi hinauf). Er fuhr mir voraus...
zB durch 6 "weite flache Seen". Ailly hat mir dann fuer den Mut gratuliert, denn an manchen Stellen watete der car erstaundlich tief im Wasser.
In der Nacht auf Dienstag, als es regnete und regnete und das Wellblech-Dach den Regen-Rausch stark verstaerkte, "stand" ich vor der Aufgabe in meinem Bewusst
sein die Aengste "fuer Tage nun eingeschlossen zu sein" zu steuern. Ich versenkte
mich ins Rauschen und interpretierte es als das "Summen des Geistes" im Kosmos,
das dann bei Sonnenaufgang in die Stimmen der Menschen sich verliert. Die realen
und eingebildeten Aengste verstummten und ich fiel in einen laengeren Schlaf.
3.) Ich teilte die Freude mit den Namibier am 21.03. in Tsumeb den Geburtstag der Nation zu feiern. Das APC ist dabei erstmals "national" aufgetreten; eine angenehme Ehre. Es ist mir immer mehr ein Raetsel, warum der Geburtstag als "Unabhaengigkeits-Feier" gilt.
Die Verblendung wird deutlich, wenn Politiker in 2018 sogar von "totaler Unabhaengigkeit"
schwaetzen. Es zeigt, wie sehr irrationale Einbildung die natuerlichen Realitaeten ueber- schwemmen und damit viele Wege blockiert werden.
Der Geburtstag ist ein 'gluecklicher", wenn in der neuen Situation (nach der Geburt, nach der Heirat, nach der Nation-Bildung etc...) der Ausgleich der gegenseitigen Abhaengigkeiten zu einer win- win-situation fuehrt. In der Theology-Geschichte lernen wir, dass der einst "Allmaechtige unabhaengige Jahwe-Gott" einen neuen Bund der gegenseitigen Abhaengig keit erfraegt (cf. Jeremia 31.31) und Gott sandte den Engel Gabriel (25.03!) zu Maria um ihr Ja zu erfragen zu einem Neuen Menschentyp: Ein Typ, wo Gott und Mensch eine gegen- seitige Beziehung anerkennen und sie zur Grundlage der Reifung und Beglueckung machen kann.
In den Abhaengigkeiten liegt der Kreuzweg (das Joch) zur Freiheit (Joh 8.31)
Am 4. Fasten-Sonntag B wurde es klar:
Cyrus (Koenig von Perisen) proklamiert:
"Der Herr, der Himmels-Gott, hat mir
alle Koenigreiche der Welt in die Hand gegeben
und zugleich mir aufgetragen IHM einen Tempel
in Jerusalem zu errichten.
Und folglich will / soll das Volk Gottes dorthin ziehen -
zusammen mit seinem Gott" (2 Chron 36.22-23).
Deutlicher kann der goettliche Imperialismus kaum beschrieben werden:
Ich, totaler Welt-Herrscher und adm. Verantwortlicher fuer den Tempel,
das Zentrum der Religion, wo Gott wohnt. Religioese und weltliche Macht,
given bei Gott: das ist heiliger Imperialismus.
Jm johan. Nicodemus-Gespraech (John 3.14-21) toent es anders:
Gott liebt die Welt sosehr, dass er seinen Sohn einsetzt als Erloeser -
und wer IHN verkoerpert, hat Anteil an der Fuelle des Lebens. Und dies,
nicht um die Welt zu verachten, zu unterdruecken sondern dass sie durch
den Service Jesu befreit werde.
Und Paulus erklaert (Eph 2.4-10): Die Befreiung ist eine Gnade Gottes,
da wir Menschen das Kunstwerk Gottes sind, das im Jesus-Service gelebt wird.
Das imperialistische Herrschafts-System des koeniglichen Cyrus steht dem kreativen Befreiungs-System des Auferstandenen Jesu gegenueber; wer ist nun "Retter" ???
Es wird noch schlimmer: Beide Systeme sind geschichtlich ineinander verflochten;
streiten sich, machen Gemeinsamkeiten und wir - die Getauften - haben die interessante
Aufgabe zu entscheiden wo wir wie mitmachen: Im Cyrus-Imperialismus oder im Jesus-Service. Den Ernst der Lage entdeckt, wer die Roem. Kath. Kirche unter die Lupe nimmt.
Die Mischung von beherrschendem Imperialismus und kreativem Befreiungs-Service
ist eklatant. Aber: der Missions-Auftrag Jesu heisst nicht: geht ueberall hin und herrscht
sondern tauft! Im Imperialismus ist Gott, die religioese und weltliche Total-Macht, ver-
koerpert in jeglicher Regierung (weltlich oder religioes). Im Jesus-System ist Gott, die Befreiung, verkoerpert im Service.
Die Kirche ist gebeten, in der heutigen gaengigen Mischung von Cyrus und Jesus
etwas deutlicher Stelllung zu beziehen. Vielleicht indem sie entdeckt, wie imperialistisch
sie noch immer ist ???
wissen im glauben geerdet...
Im CiG 02/2018 faszinierte mich der Artikel von Prof. Volker Gerhardt "Wissen und
Glauben". Ich glaube VG will uns nicht den abendlaendischen Christenglauben vermasseln sondern klaeren. Mein Glaube an ihn basiert auf meinem Wissen von ihm: mehrere Artikel und vor allem: "Der Sinn des Sinns" (Versuch ueber das Goettliche / 2014). Seine Kenntnisse betreffs Nietzsche und Kant sind hervorragend; die humane Individualitaet ist ihm eine ernste Sorge und die Erkenntnis, dass "Glauben und Wissen" zusammengehen ein modernes Anliegen.
"Wer weiss, der glaubt nicht; wer glaubt, der weiss nicht" - wer hat uns diesen anti-humanen
Slogan einst in den Kopf gesetzt? Noch hallt bei mir die Mahnung nach: "Du musst nicht wissen, glauben sollst du!"; und: "Der Dummkopf glaubt; der Kluge weiss". Dieses Gegen-
einander von "glauben + wissen" saas tief in meinem Hirn und verkrebst auch meine Theologie.
Der Aufsatz fuehrt in sieben Schritten zur Einsicht: Paulus hat recht, wenn er meint :
der souveraene Akt des Wissens ist von grosser Bedeutung fuer den Menschen aber ihm zu glauben, dazu ist er frei-gestellt (2Kor 3.17). Wir werden darauf hingewiesen, dass das Wissen zwar eine retrospektivische, eine praesentische und eine futuristische Leistung vollbringt aber dass ihm der Glaube als Impuls der Wissensvermehrung vorausgeht und dass Wissen erst im Glauben Sicherheit erhaelt. Interessant wird die Differenziehrung in "natuerliches glauben" (eine normal Human-Eigenschaft) und in "religioeses glauben", wo der Mensch persoenlich unmittelbar sich dem Ganzen der Welt und der Existenz gegenueber weiss und in der Annahme darin heil und frei wird.
Es scheint mir, "glauben" ist soetwas wie: "Die Herausforderung, soweit ich um sie weiss und sie kenne, persoenlich annehmen, sich ihr stellen, ihr Resonanz gewaehren.
"Wissen" ist eine fragmentarische Subjekt-Objekt Begegnung im Sinne der Erkenntnis; "glauben" ist daselbe im Sinne erkannter Entscheidung; religioes ist er, wenn das Fragment seinem Ganzen (dem Geheimnis Gott) begegnet.
Neue Toene wagen...
Es sind die Menschen, die das "Geheimnis Gott" ins Gespraech bringen -
um Verstehen, um Worte, um Bilder ringen.
Die Geschichte der Theologie skizziert und animiert dieses Gespraech und
das kulturelle Ringen um Gott; die Religionen sind Ablagerungen davon und
die Kirchen (Synagogen, Moscheen, Tempel) ihre sichtbaren Verwalter.
Heute ist es hoechste Zeit, dass wir "Glaeubigen" uns wieder daran machen, das Geheimnis Gott mit der Kultur-Entwicklung etwas besser in Einklang zu bringen.
cf. Publik-Forum 01/2018 "Gott neu denken " von M. Schrom
cf. "Christ in der Gegenwart" hat angekuendigt: "Die Gottesfrage wird als Schwerpunkt
den siebzigsten Jahrgang des CiG begleiten: Wie sich der christliche Glaube erneuern kann: cf.03/2018 Der Artikel von Bischof HJ Algermissen ist jedenfalls ein kraeftiger
Schlag auf den Felsen Kirche. cf. ebenso: CiG 44 + 48/2017
Wer fuer Kosmologie, Natur, Evolution sensibel ist, der koennte in folgender Richtung
Gott denken und gutheissen:
Gott ist - fuer uns - die Ur-Energie fuer alles, um ueberhaupt da zu sein
um zu gehen (sich selbst entfalten)
um zu voll-enden (Bluete + Frucht).
Diese Ur-Energie ist in vielen Bildern bewundert:
wer Vater sagt, bestaetigt die erzeugende Ursprungs-Energie...
wer Mutter sagt, meint die ernaehrende Entwicklungs-Energie...
wer Freund sagt, denkt die beglueckende Resonanz-Energie...
wer Koenig sagt, erkennt die unumgaengliche Macht-Energie...
wer Schoepfer sagt, trifft die stete Erhaltungs-Energie...
wer Liebe sagt, freut sich an der Beziehungs-Energie...
Gott als Energie ist nicht nur eine Theorie sondern fuer viele eine Praxis, eine
Erfahrung. Das Gottes-Bild zeigte schon immer seine Wirkung, bei den Einzelnen
als auch bei Voelkern und Gesellschaften. Das Gespraech darueber ist fuer unsere
Welt-entwicklung nicht unbedeutend, denn: In dieser Ur-Energie sind wir und entfalten
und vollenden uns und die Welt, sie wirkt es in uns und wir worten es.
Wir muessen daher die Kirchen auffordern, das Gespraech ueber die Gottes-Bilder
zu wagen. Sie sind zu hinterfragen auf ihre Wirkung heute und vielleicht zu ersetzen
zugunsten von mehr Menschenfreundlichkeit Gottes. Diese Ersetzung bis in die
Sonntags-Liturgie hinein ist die harte Nuss unserer hartnaeckigen Zeit.
Die "Vater-Unser-Diskussion" ist darum wohltuende, weil sie eine verfestigte, biblische
und stark liturgische Formulierung ins Wanken bringt - ein Fells wird fluessig.
Das macht Hoffnung.
Gott als Energie zu sehen ist human, kulturell und naturwissenschaftlich einsehbar,
vielleicht sogar befluegelnd. Fuer unsere Zeit sehr wahrscheinlich wohltuend.
Ob im Gespraech weitere Archetypen auftauchen bleibt abzuwarten.
Ob die Kirche - wie die Dichtung - den Mut zum "Wort-Spiel" hat ???
Hier folgt eine Zusammenfassung
der 32 Vic-Blog-Posts
der ca. 2000 mal besucht wurde.
Der Vic-Blog ist schwere theologische Kost
entnommen der Sonntags-Liturgie
und der Frage nach Gott, die einer
zeitgemaessen Antwort bedarf.
Ich wuensche mir, dass Sie, liebe Vic-Blog-Besucher/innen, diesen Blog wie ein
Samenkorn in das fragende Denken Ihrer Mitmenschen streuen - denn: wir alle sind
auf einen Aufbruch angewiesen. Nur das gemeinsame kreative Arbeiten an einem
Neuen Himmel und an einer Neuen Erde (hervorgerufen durch Neues Denken und
Fuehlen und Handeln) werden uns Frieden und Erfuellung bringen.
Post 01) erklaert Hingabe und sieht Gott als "der Welt gegeben" an.
02 + 03 + 04 + 05) zeigt, wie die Bergpredigt "selig" macht.
06) fraegt: welches Denkken foerdert die Welt-Rettung?
07) provoziert mit der Ansage: "Gott ist nicht aber es gibt ihn".
08) aktualisiert das Tabor- "peak-erlebnis".
09) zeigt eine Strategy-Order Gottes "nimm den Stab + schlag den Fels".
10) Die Passion zeigt: der Hl. Geist wirkt im Sternenstaub + im Samenkorn.
11 + 12) will die Auferstehungs-Dramatik besser verstehen.
13) stellt Himmelfahrt in Frage.
14) sieht Pfingsten als Verkoerperungs-Fest der Energy Gottes.
15) definiert Gott als "Geheimnis-Ereignis, das erneuert.
16 + 22 + 23) warnt for der "Einbildung Gottes" (im gen.subj + im gen.obj)
mahnt zur Vorsicht gegenueber der Einbildung 'Gott"
und wagt trotzdem wieder die Frage nach Gott.
17) Der unglaeubige Thomas lehrt, dass Wunden bezeugen.
18) Der Geist Gottes wirkt von dort aus, wo er zuhause ist.
19) versucht, die Credo-Sprache zu finden.
20) Ubersetzt "Koenigreich Gottes" ins 2017
21) wie "man/frau" verklaert "Brot + Wein" werden.
24) begleitet die Katechese mit Fragezeichen.
25) Die Gott-Mensch-Beziehung wird als "Gabe + Empfang" gedeutet.
26. weist hin auf ein neueres Christliches Welt-Gefuehl.
27) fragt provokativ" darf ein Christ reich sein?
28) Joha erlebt: so spielt das Leben.
29) Wenn Begabte das "Vater-Unser" beten.
30 + 31) Gott interveniert nicht, er kommt einfach - das ist Inkarnation.
32) Stefanus: in der gemeinsamen Lebensfreude wird die gegenseitige
Provokation vermindert.
Der Blog Vic wirkt wie ein theologischer Salat; er ist unstrukturiert, orientiert sich
aber in etwa am liturgischen Kirchenjahr. Etwas Provocation ist erwuenscht und
dient dem Nachdenken.
Wer den Vic. Hs. Leu naeher kennenlernen will, besucht von Zeit zu Zeit seinen
weitlaeufigen Tagebuch-Blog: www.leu-apcnamibia.blogspot.com
und wer ein breiteres Spektrum wuenscht besucht: www.kath.ch/author/leuhans
wer es gern english hat : www.kameel-doring-boom.blogspot.com (meistens
Meditationen zum Sonntags-Evangelium) und wer am Unternehmen APC/Namibia
interessiert ist, ruft auf: www.apcnamibia-lis.ch
Fuer 2018 wuensche ich mir und allen wieder anregende Posts auf Blog Vic.
Zur Woche der Christlichen Oekumene:
Vorerst war das GANZE NICHTS: ueberall + fuer immer.
Aufeinmal gab's ein "knistern" im Ganzen;
ein Knistern im Gebaelk des Nichts.
wie ein Echo der Vereinbarung (Oekumene).
knistern + verhallen
es knistert noch heute und verhallt im All.
Es erschien zuerst der Unterschied von sein und nicht;
wahrgenommen - keineswegs.
Und dann: das GANZE SEIN bricht auf in Teile, in Atome
und setzt sich wieder zusammen - immer + immer wieder.
teilen + einen
Eines Tages geht die Sonne auf: in dieser Welt, alles ist:
erscheinen + vergehen / aufkommen + untergehen / regnen + verdunsten
jagen + essen / saeen + ernten / bluehen + verwelken
geboren werden + sterben / einpflanzen + ausrupfen
Eines Tages sprudelt - was geschieht - im Bewusstsein auf;
das unterscheidet zwischen Schein und Wirklichkeit:
geworfen - spielen - entscheiden: einen + teilen / ahnen + wissen
glauben + zweifeln / fragen + antworten
Eines Tages - mitten im Wissen - wird entschieden im glauben:
viele Goetter streunen - ein Gott bestimmt
Menschen werden Goetter - Goetter werden Menschen
Goetter verdunsten - Menschen verzweifeln
Ein Gott-Mensch wird geboren - ein neuer Weg - unbestimmt
Eines Tages - im Glauben - Mensch in Gott + Gott in Mensch
vereint und erfuellt / gemeinsam bestimmen
am Ende des Weges zur Auferstehung in die Fuelle des Lebens.
Die Kreatur betet an
Maria zeigt Vertrauen
Josef uebt Macht aus
Es scheint mir gut, Epiphany auf den Sonntag zu verschieben: Der Sonntag ist eine Offenbarung! Die sonntaegliche Eucharistie offenbart der Gemeinde und der Welt oeffentlich: Der Mensch wird Brot; Der Mensch ist Vertrauen; der Mensch ehrt Gott.
Der Ev Mt (2.1-12) ist gegenueber seinem juedischen Volk etwas verwegen.
Er erzaehlt: was muss dieser JvN feur ein grossartiger Prophet sein, wenn sogar koenigliche Weise aus dem beruehmten Morgenland IHN an-erkennen und beschenken.
Und Jerusalem muss sich schaemen.
Geht es uns heute besser? Die koeniglichen Weisen der Welt: Putin, Trump, Francis I
etc... an - erkennen JvN offiziell; beschenken IHN in seiner heutigen Verkoerperung
(Kirchen) und vermeiden die Jesus Gegnerschaft. Man darf Ev Mt fragen: Ist das heute noch Epiphany? Macht es uns noch Eindruck, wenn die "Grossen" christlich sind?
Und die Sterne im Himmel (die Heiligen) und die Sterne in unserer Gesellschft (Kunst, Sport, Geschaeftswelt...) sind sie noch "window show" fuer unsere christliche Existenz?
Dear Ev Mt. Die Roem. Kath. Kirche hat einst deine Erzaehlung ausgewaehlt um die Epiphany zu erklaeren. Gewiss brauchen wir "Epiphany". Es ist das Ereignis, in dem JvN
in seiner Bedeutung zum Vorschein kommt. Ist deine Erzaehlung dafuer heute noch zeitgemaess?
Ich mache den Vorschlag an Epiphany die "Versuchung Jesu" (Ev Mt 4.1-11) zum
Tages-Evangelium zu waehlen. Denn dort wird die Bedeutung Jesu fuer heutige
Menschen klarer. Gott fuehrt den Propheten JvN (wie alle Menschen) in Versuchung.
Es ist heute einsichtig geworden: Die ganze Schoepfung wird zur Versuchung - miss- braucht zu werden; diese Versuchung ist menschlich normal und gut. [cf. die momentane Diskussion um die Versuchungs-Bewahrung im Vater-Unser-Gebet]. Die Bedeutung
Jesu ist: 3 x Nein! Nein zum Missbrauch der Macht, des Vertrauens und der Anbetung.
Dort wo diesem dreifaltigen Missbrauch heutzutage ein entschiedenes Nein entgegensteht, da kommt Jesus zum Vorschein, da geschieht Epiphany; da ist Befreiung. Das Macht-,
Vertrauens- und Anbetungs Imperium wird von Jesus kreativ unterlaufen. Jesus offenbart
in der Versuchung: Der Mensch wird Brot, der Mensch verdient Vertrauen, das Geheimnis Gott allein wird in allem angebetet. In unserer gemeinsamen Kreativitaet koennte das
fragmentarisch gelingen.
Am 25. feiert die Kirche die Geburt Jesu
und schon am Tag darauf (26.)
den ersten Martyrer der "Neuen-Weg" Bewegung.
Sogar telebasel fraegt:
Stefanustag - was ist das?
Da mir die Intention der Kalendermacher
nicht bekannt ist, muss die Phantasie mithelfen:
Aber die lukan. Apostelgeschichte weiss uns
ueberraschend viel zu erzaehlen
(Apg 6 + 7).
1. Die Bewegung "der Neue Weg" organisiert sich: es werden Diakone eingefuehrt,
vor allem auch fuer den Mahlzeitendienst.
2. Die Versammlung waehlt 7 Diakone, darunter auch den bekannten Stefanus...
3. Da die Gemeinde wuchs und tuechtige Leute wie Stefanus mitmachen, waechst
auch die Angst und die Abwehr bei den Gegner.
4. Die Verteidigungsrede des Stefanus ist eine kurze brilliante provokative
Zusammenfassung der Geschichte Israels von Abraham ueber Joseph und Moses,
bis David und Salomon - und endet mit dem Vorwurf dass "sie" (Die Hierarchie)
als Verraeter gar dem Heiligen Geist widerstehen...
5. Stefanus ist eindeutig provokativ
a) Es geht nun darum ueber "Moses" hinauszuwachsen"...
b) Die Zeit, da Jahwe im Tempel wohnt ist vorbei... Schoepfung und Menschen
gelten nun als Tempel (Gott ist neu "Emmanuel").
c) Er gibt dem hingerichteten Jesus eine Stellung, die nicht nachvollziehbar ist
(der Gott und Tempel Veraechter als zur Rechten Gottes).
d) Er sieht den Himmel offen... Lebensfuelle fuer alle ... unerhoert.
6. Stefan erzuernt die fromme Hierarchie des offiziell geachteten Glaubens
in ihrem Innersten, sie ertragen "es" nicht mehr... und in ihrer allen geschuldeten Selbstverteidigung steinigen sie ihn...
Die Erzaehlung "unser Stefanus" vorgetragen am darauffolgenden Tag - gibt dem Weihnachts-Geburts-Fest einen blutig-ernsten Anstrich. Der, der da geboren ist,
niedlich arm, ist ein "zentraler Stolperstein". Die glaeubige "Jahwe-Abraham-
Moses-David -Tempel" Generation wird ueberflutet von der Emmanuel-Generation,
wo Jesus der neue Moses, der verlassene David und der zerstoerte Tempel ist.
Es naht eine nicht religioes-imperiale Zeit, wo es um den Menschen geht;
wo nicht Gott als Advokat fuer den Menschen sich einsetzt (Jahwe) sondern wo Gott
im Mitsein mit den Menschen sich heilend auswirkt.
Haette Stefan dienlich geschwiegen, es waere "gut" ausgegangen. Aber wer mit der
Herausforderung des "Neuen Wegs" Jesu die Oeffentlichkeit konfrontiert, der geht ein blutiges Risiko ein. Es ist eine Tragoedie, dass der heilsam Leben-Spendende Weg, die Leute vom alten Weg zur Weissglut erzuernt. Der Stefanustag fragt: kann die Tragoedie
vom Christentum her in ein Drama umgewandelt werden, wo der alte Weg und der Neue Weg sich finden? Wer das Christentum einfuehrt muss sehr vorsichtig, klug, geduldig, verstaendlich, mitleidsvoll und ergeben vorgehen.
Obwohl "Martyrer-sein" eine Ehre ist, so ist es doch nicht der Kirche Ziel moeglichst
viele zu machen sondern sie als selten wie moeglich zu rechtfertigen.
Christen muessen eine Provoktions-Verminderungs-Strategie lernen zugunsten der
Strategie einer gemeinsamen Lebensfreude-Entdeckung.
Heiliger Stefanus, Du hast die Kategorie der christlichen Martyrer eroeffnet.
Wir fragen heutzutage:
Wie provokativ darfst Du - in der Nachfolge Jesu - sein ?
Wie kannst Du Jahwe-Leute + Emmanuel-Leute einen ?
Wie machst Du deinen Mahlzeitendienst politisch und oekologisch effektiv ?
Wie betreibst Du heute Oeffentlichkeits-Arbeit im Cyberspace ?
oeffentlich unbedingt - aber strategisch bedingt !
Stefanus - es ist Dir passiert - naechstesmal (dafuer ist es nun zu spaet) verhuete es.
4. Was wir in Zukunft feststellen und in den Welt-Raeumen lokalisieren sind die
allgegenwaertigen Inkarnations-Impulse. Es ist den Menschen eben moeglich
geworden - aufgrund der Inkarnationstendenz - Gott zu erahnen. Und noch mehr:
weil sein Geist ausgegossen ist, Ihn in etwa auch zu verkoerpern - was zur vielfaeltigen Erfahrbarkeit fuehrt.
5. Gott greift weder in der Zeit noch im Raum ein (Intervention) sondern in der Zeit und
im Raum ist die Moeglichkeit vorhanden den Geist Gottes zu entdecken und verkoerpert zu sehen. (Inkarnation). Dass es einige nicht koennen, andere schon gar nicht begreifen, wieder andere es wagen, das ist unser humanes Representations-Spiel
der Kraefte, wie es in jedem Theater zur Auffuehrung kommt.
6. Das Kommen Gottes in Schoepfung und Inkarnation - jedem moeglichen Eingreifen Gottes zuvorkommend - gehoert zu den fundamentalen Weisheiten des christlichen Glaubens. Gott ruft jeden Menschen in seine Schoepfung, hat jeden Menschen mit seiner Gnade begabt und hat jedem zuvorkommend Leben in Fuelle in Aussicht gestellt.
7. Die Kirche wagt es diesen Glauben in ihren Sakramenten zum Ausdruck, zur Erfahr-
barkeit zu bringen. Dass Menschen zu dieser Einsicht kommen, dafuer bekam die Kirche die Gabe Blinden die Augen zu oeffnen. Nur Sehende sehen das Kommen. Nur Hoerende hoeren es, nur Empfindsame erfahren es; alle aber ahnen es. So wird Gott im Sehen, Hoeren, Beruehren deutlicher.
8. "Gott ist im Kommen begriffen" bedeutet: Gott kommt und wird im Erwarten des Erwartenden begreifbar, erfahrbar. Das Geheimnis Gott als solches ist in keiner Art und Weise erfahrbar; aber als ankommend, im Kommen erwartet, wird das Geheimnis Gott erahnbar und als Moeglichkeit ist dieses Kommen der Verkoerperung preisgegeben -
folglich der Erfahrbarkeit ausgesetzt.
9. Die Advent-Feier macht uns darauf aufmerksam, dass Gott im Kommen begriffen ist
und 4 Kerzen sagen: die Erwartung ist der Steigerung, Intensivierung offen und schluss- endlich ist die Erwartung katholisch-allumfassend: die ganze Welt und die ganze Schoepfung. Wer nun erwartet kann Erfuellung erleben; d.h. Leben + Tod + Auferstehung - oder besser: Leben zum Tod und Tod zur Auferstehung erleben: deutlicher:
Das Kommen Gottes ist unser Auferstehungsweg.