Advent ist eine Uebung, die Teilnahme an der Fuelle des Lebens zu erweitern, zu vertiefen. Die Dramatik der Fuelle liegt in der Beziehung zwischen der Erwartung
und der Erfuellung. Oder spriesst die Erwartung aus der Erfuellung? Erwartungen
koennen die Erfuellung ersticken.
Christlicher Advent ist die Spannung zwischen
"ich erwarte etwas - etwas kommt auf mich zu" / oder umgekehrt!
Ich stelle fest: dauernd kommt etwas auf mich zu...was aber sind meine Erwartungen ? Welche Rolle spielen sie in meinem Leben ?
Ich stehe erwartungsvoll in der Ankunftshalle im Flughafen -
Ich frage die Anzeigetafel: Ist das Flugzeug schon gelandet ?
Der erwartete Gast erscheint am Ausgangstor - Der Beginn eines Dramas
Die Frau gebiert ein Kind -
welche Rolle wird es in unserem Welttheater spielen ?
Der Mann erwartet es. Der Beginn eines Schauspiels.
Erwartungen werden im "fragen" stabilisiert; daher mein Vorschlag:
4 FRAGEN sollen uns durch diesen Advent begleiten...
Fragen erwarten Antworten - Fragen sind Anzeigen von Erwartung
Fragen oeffnen den Horizont von woher wir Antworten erwarten.
Fragen-stellen heisst Quellen-graben um Antworten sprudeln zu lassen.
Was ist das fuer ein Mensch, der keine Fragen mehr hat ?
"fragen" setzt voraus, dass wir nicht alles schon wissen; beweist den Mut,
weiter zu komme; gehen an mich, an meine Freunde und an die sog. Andern:
Frage A) Welchen Gott erwarte ich ?
Frage B) Auf welche Stimme hoere ich ?
Frage C) Welches ist meine Erwartungs-Strategie ?
Frage D) Wie wird Gott heute geboren ?
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Mittwoch, 28. November 2012
Donnerstag, 22. November 2012
34. Sonntag B (25.11.12) Kirchjahr-Abschluss
Es geht etwas hoch zu und her an diesem letzten Sonntag im Kirchenjahr.
Gott selbst erklaert sich als das Alpha + Omega (Ein + Alles / Anfang + Ende).
Daniel sieht "Ewige Herrschaft" (Dan 7.13-14)
und JvN wird vielseitig zum Koenig proklamiert (Joh 18.33-37).
So wird denn auch noch 2012 das Christ-Koenigs-Fest gefeiert...
einige sind dabei etwas "hilflos" geworden... "King" was ist das ???
[Wie und warum die Menscheit auf die Idee kam, im Verlauf der Kultur-Entwicklung das Geheimnis Gott mit diesen Titeln zu dekorieren - das ergaebe einen spannenden Roman! und muesste an diesem Fest kritisch bedacht werden! ]
Natuerlich heisst es immer: Er sei ein Koenig anderer Art! Aber der Swaziland-Koenig und viele unserer Namibischen Stammeskoenige sind auch "anderer Art".
Anstatt "Ja, aber..." haette Jesus "Nein, aber..." sagen koennen ?
Haette diese Antwort der Ev Johannes verkraften koennen?
Wenn Christus der Koenig derer ist, die auf seine Stimme hoeren -
dann schrumpft sein Koenigreich momentan stark -
trotz kostspieligen Evangelisierungs-Versuchen.
Wenn er das Energie-Geheimnis derer ist, die zur Teilnahme an der Lebensfuelle verhelfen, dann ist Er im Kommen.
Das Kirchenjahr ist eine Drehung in der Altersspirale. Eine Abwaerts- oder Aufwaerts-Drehung? Am Geburtstag feiern wir: ein weiteres Jahr; ein Jahr
aelter und weiser. Am Kirchjahr-End feiern wir: ein Jahr "christlicher"...
Heute muesste in jeder Christen-Gemeinde ein Activity-Report verlesen werden -
um der Welt aufzuzeigen, worin 2011/12 christlicher Reifeprozess besteht.
Vielleicht waeren dann einige "Wunder Jesu" darunter;
eindrueckliche "Zeichen der Zeit" - dargeboten durch christl. Gemeinden.
Das ganze "Koenigs-Gerede" wurde wahrscheinlich bis 1952 noch irgendwie verstanden. 1963 wurde das Verschwinden der Tiara begruesst. 2012 wird -
weltweit - der English-sprachigen-Liturgie eine neue "koenigliche Uebersetzung"
der lateinischen Form aufdiktiert. Es ist nicht zum "verstehen" ....
Gott selbst erklaert sich als das Alpha + Omega (Ein + Alles / Anfang + Ende).
Daniel sieht "Ewige Herrschaft" (Dan 7.13-14)
und JvN wird vielseitig zum Koenig proklamiert (Joh 18.33-37).
So wird denn auch noch 2012 das Christ-Koenigs-Fest gefeiert...
einige sind dabei etwas "hilflos" geworden... "King" was ist das ???
[Wie und warum die Menscheit auf die Idee kam, im Verlauf der Kultur-Entwicklung das Geheimnis Gott mit diesen Titeln zu dekorieren - das ergaebe einen spannenden Roman! und muesste an diesem Fest kritisch bedacht werden! ]
Natuerlich heisst es immer: Er sei ein Koenig anderer Art! Aber der Swaziland-Koenig und viele unserer Namibischen Stammeskoenige sind auch "anderer Art".
Anstatt "Ja, aber..." haette Jesus "Nein, aber..." sagen koennen ?
Haette diese Antwort der Ev Johannes verkraften koennen?
Wenn Christus der Koenig derer ist, die auf seine Stimme hoeren -
dann schrumpft sein Koenigreich momentan stark -
trotz kostspieligen Evangelisierungs-Versuchen.
Wenn er das Energie-Geheimnis derer ist, die zur Teilnahme an der Lebensfuelle verhelfen, dann ist Er im Kommen.
Das Kirchenjahr ist eine Drehung in der Altersspirale. Eine Abwaerts- oder Aufwaerts-Drehung? Am Geburtstag feiern wir: ein weiteres Jahr; ein Jahr
aelter und weiser. Am Kirchjahr-End feiern wir: ein Jahr "christlicher"...
Heute muesste in jeder Christen-Gemeinde ein Activity-Report verlesen werden -
um der Welt aufzuzeigen, worin 2011/12 christlicher Reifeprozess besteht.
Vielleicht waeren dann einige "Wunder Jesu" darunter;
eindrueckliche "Zeichen der Zeit" - dargeboten durch christl. Gemeinden.
Das ganze "Koenigs-Gerede" wurde wahrscheinlich bis 1952 noch irgendwie verstanden. 1963 wurde das Verschwinden der Tiara begruesst. 2012 wird -
weltweit - der English-sprachigen-Liturgie eine neue "koenigliche Uebersetzung"
der lateinischen Form aufdiktiert. Es ist nicht zum "verstehen" ....
Donnerstag, 15. November 2012
33. Sonntag B (18.11.12) Mk 13.24-32 Jesu' Vision
Mk hat fuer uns ein fantastisches Jesus-Bild aufbewahrt,
eine Vision, die Jesus seinen Juengern in Worten vor Augen fuehrt:
Zuerst der Hintergrund:
Die ganz Welt ist in Stress geraten (cf. CNN, BBC, AJE, E-News etc...
Grosse Aufregung herrscht (Tsunami, Aids, Bienensterben, Finanztrubel...
Die Sonne wird dunkler, der Mond bleicher, die Sterne glitzern und die
kosmologischen Kraefte zittern -
stets gegen Abend, jeden Tag;
stets im Herbst, gegen den Winter zu, jedes Jahr;
stets in Millionen von Jahren, wenn unser Planet wieder gefriert;
und engueltig nochmals nach 5 Billionen Jahren,
wenn unser Sonnensystem ausgeglueht ist.
Wenn also die Zeit vegeht: in den Abend, in den Winter, ins Ende -
alles dem Nichts entgegen! Da geschieht etwas Sonderbares:
Dann der Vordergrund:
Da sieht man nun etwas ganz anderes: "Der Mensch" ist am Kommen,
er kommt zum Vorschein, auf den wandernden Wolken schwebend, den stets unstetigen Formationen der Weltgeschichte; er ist im Kommen!
Und dieser "Menschen-Sohn" zeigt erloesende Macht und staunenswerten Glanz.
Er wird aktiv und erfuellt global seine Sendung, seine Mission.
Die Menscheit am Werk... Ist der "Menschen-Sohn" ein Erloeser?
Rettet der Mensch, der homo sapiens den Planeten Erde?
Und nun die Bild-Interpretation:
Dieses Visions-Bild ist Spiegel der evolutiven Gegenwart:
Und jetzt geschieht es (Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe):
Jeden Abend da alles im Dunkel vergeht, nichts mehr vorhanden ist:
alle Hoffnung aufgegeben,
alles Licht ausgeloescht,
aller Glaube verdunstet,
alle Liebe erkaltet,
alle Sinne verkrustet...
wenn der Menschen Werk sich verfehlt
wenn also Himmel + Erde vergehen, Hopfen + Malz verloren ist
eines einst kam + bleibt nun + vergeht nie mehr:
Das humane Wort Gottes als Angebot in allem.
Das ist es, was die Welt und die Menschen vernehmen muessen:
Dass das Wort Gottes ein stets gegenwaertiges Angebot ist:
erloesend, befreiend, ermoeglichend, wirksam - eben ein Evangelium!
Das Wort Gottes wird nicht ver-gehen, es verliert nichts von seiner
aktuellen Gegenwart, es ist bereits am Werk... es ist zuhanden in vielen Gedanken, Worten und Werken (und bei einigen nur noch im Traum).
Das Wort Gottes ist im Gespraech, dort wird es aktualisiert.
(Etwa in der Okt 2012 Bischofs-Synode: Neu Evangelisierung???)
Wer sich herum hoert merkt: Noch ist Gott im Gerede; es sei denn,
der Mensch ist verstummt oder stumm gemacht worden!
Und das Wichtigste, der Zielpunkt der MK-Geschichts-Vision:
Ob und wann dieses Angebot dich persoenlich wirksam trifft -
wer soll es wissen, wenn nicht das Geheimnis Gott allein -
und deine Mitmenschen werden es dir offenbaren.
... es kommt auf Dich an: Ich hab' Dich bei Deinem Namen gerufen.
eine Vision, die Jesus seinen Juengern in Worten vor Augen fuehrt:
Zuerst der Hintergrund:
Die ganz Welt ist in Stress geraten (cf. CNN, BBC, AJE, E-News etc...
Grosse Aufregung herrscht (Tsunami, Aids, Bienensterben, Finanztrubel...
Die Sonne wird dunkler, der Mond bleicher, die Sterne glitzern und die
kosmologischen Kraefte zittern -
stets gegen Abend, jeden Tag;
stets im Herbst, gegen den Winter zu, jedes Jahr;
stets in Millionen von Jahren, wenn unser Planet wieder gefriert;
und engueltig nochmals nach 5 Billionen Jahren,
wenn unser Sonnensystem ausgeglueht ist.
Wenn also die Zeit vegeht: in den Abend, in den Winter, ins Ende -
alles dem Nichts entgegen! Da geschieht etwas Sonderbares:
Dann der Vordergrund:
Da sieht man nun etwas ganz anderes: "Der Mensch" ist am Kommen,
er kommt zum Vorschein, auf den wandernden Wolken schwebend, den stets unstetigen Formationen der Weltgeschichte; er ist im Kommen!
Und dieser "Menschen-Sohn" zeigt erloesende Macht und staunenswerten Glanz.
Er wird aktiv und erfuellt global seine Sendung, seine Mission.
Die Menscheit am Werk... Ist der "Menschen-Sohn" ein Erloeser?
Rettet der Mensch, der homo sapiens den Planeten Erde?
Und nun die Bild-Interpretation:
Dieses Visions-Bild ist Spiegel der evolutiven Gegenwart:
Und jetzt geschieht es (Das Reich Gottes ist zum Greifen nahe):
Jeden Abend da alles im Dunkel vergeht, nichts mehr vorhanden ist:
alle Hoffnung aufgegeben,
alles Licht ausgeloescht,
aller Glaube verdunstet,
alle Liebe erkaltet,
alle Sinne verkrustet...
wenn der Menschen Werk sich verfehlt
wenn also Himmel + Erde vergehen, Hopfen + Malz verloren ist
eines einst kam + bleibt nun + vergeht nie mehr:
Das humane Wort Gottes als Angebot in allem.
Das ist es, was die Welt und die Menschen vernehmen muessen:
Dass das Wort Gottes ein stets gegenwaertiges Angebot ist:
erloesend, befreiend, ermoeglichend, wirksam - eben ein Evangelium!
Das Wort Gottes wird nicht ver-gehen, es verliert nichts von seiner
aktuellen Gegenwart, es ist bereits am Werk... es ist zuhanden in vielen Gedanken, Worten und Werken (und bei einigen nur noch im Traum).
Das Wort Gottes ist im Gespraech, dort wird es aktualisiert.
(Etwa in der Okt 2012 Bischofs-Synode: Neu Evangelisierung???)
Wer sich herum hoert merkt: Noch ist Gott im Gerede; es sei denn,
der Mensch ist verstummt oder stumm gemacht worden!
Und das Wichtigste, der Zielpunkt der MK-Geschichts-Vision:
Ob und wann dieses Angebot dich persoenlich wirksam trifft -
wer soll es wissen, wenn nicht das Geheimnis Gott allein -
und deine Mitmenschen werden es dir offenbaren.
... es kommt auf Dich an: Ich hab' Dich bei Deinem Namen gerufen.
Dienstag, 6. November 2012
32. Sonntag B (11.11.12) Mk 12.41-44
Die vorbildliche Witwe.
Es gibt ein Wort Jesu, das ich hier anwenden moechte: Seid vollkommen wie
der Vater im Himmel vollkommen ist. Mir will scheinen, diese Witwe ist in den
Augen Jesu vollkommen...
alles was sie besass gab sie weg und zwar von Herzen...
Genau das wird auch vom Jahwe-Gott gesagt: in der Schoepfung, in der Erloesung,
in der Begnadung - alles gibt er aus... er entleert sich selbst...(Kenosis)
er entaeussert sich bis ans Kreuz...
So eine Haltung nennt man: pro-existenz!
Nicht "leben an sich" sondern "leben fuer"..
Die Menschen freuen sich an solchen "pro-existenzen", denn sie sind fuer die
Gesellschaft gold wert. Sie berechnen nicht und erwarten auch keine "Vergeltung". Engagierte Menschen, Menschen mit selbstlosem Einsatz...
Es ist gut, wenn die engagierte Person weiss: fuer wen und fuer was sie sich
engagiert...
Auch die Kirche sollte gemaess dem Konzil Vaticanum II eine solche pro-existenz
leben; die Kirche ist nicht fuer sich selbst da! Sie ist "Instrument des Heils"
fuer die Welt. Wie weit sie das ist, kann man auch an der kirchlichen (dioezesanen)
Finanz-Politik ablesen. Dass man fuer die goettliche Gnade, fuer die Sakramente,
fuer die kirchlichen Dienste zahlen soll - fuer einige war und ist dies selbst- verstaendlich, andere unterscheiden, wieder andere meinen: alles sei gratis.
Die Gnade ist unbezahlbar; die Sakramente als Zeichen des Heils gratis,
als Service an den Menschen - freiwillig, als Verschoenerung der Biographie verrechnet.
In BRD heisst es nun: wer zahlt, der glaubt.
Oder sollte es heissen: wer glaubt, der zahlt.
Die Haltung Jesu gegenueber der religioesen Finanz-Politik des Tempels ist ja bekannt. Weniger bekannt ist stets die Finanz-Politik der kirchlichen Dioezesen...
Transparency ist gefragt...
Es gibt ein Wort Jesu, das ich hier anwenden moechte: Seid vollkommen wie
der Vater im Himmel vollkommen ist. Mir will scheinen, diese Witwe ist in den
Augen Jesu vollkommen...
alles was sie besass gab sie weg und zwar von Herzen...
Genau das wird auch vom Jahwe-Gott gesagt: in der Schoepfung, in der Erloesung,
in der Begnadung - alles gibt er aus... er entleert sich selbst...(Kenosis)
er entaeussert sich bis ans Kreuz...
So eine Haltung nennt man: pro-existenz!
Nicht "leben an sich" sondern "leben fuer"..
Die Menschen freuen sich an solchen "pro-existenzen", denn sie sind fuer die
Gesellschaft gold wert. Sie berechnen nicht und erwarten auch keine "Vergeltung". Engagierte Menschen, Menschen mit selbstlosem Einsatz...
Es ist gut, wenn die engagierte Person weiss: fuer wen und fuer was sie sich
engagiert...
Auch die Kirche sollte gemaess dem Konzil Vaticanum II eine solche pro-existenz
leben; die Kirche ist nicht fuer sich selbst da! Sie ist "Instrument des Heils"
fuer die Welt. Wie weit sie das ist, kann man auch an der kirchlichen (dioezesanen)
Finanz-Politik ablesen. Dass man fuer die goettliche Gnade, fuer die Sakramente,
fuer die kirchlichen Dienste zahlen soll - fuer einige war und ist dies selbst- verstaendlich, andere unterscheiden, wieder andere meinen: alles sei gratis.
Die Gnade ist unbezahlbar; die Sakramente als Zeichen des Heils gratis,
als Service an den Menschen - freiwillig, als Verschoenerung der Biographie verrechnet.
In BRD heisst es nun: wer zahlt, der glaubt.
Oder sollte es heissen: wer glaubt, der zahlt.
Die Haltung Jesu gegenueber der religioesen Finanz-Politik des Tempels ist ja bekannt. Weniger bekannt ist stets die Finanz-Politik der kirchlichen Dioezesen...
Transparency ist gefragt...
Freitag, 2. November 2012
31. Sonntag B (04.11.12) Mk 12.28-34
Jesus hat das Examen bestanden.
Auf die Frage: "wie heisst das erste aller Gebote" antwortet Jesus
indem er die Heilige Schrift zitiert - Dt. 6.4-5 (-13)
und der Schriftgelehrte bestaetigt ihm:
Jawohl, du hast richtig geantwortet!
Was uns an der Antwort auffallen mag:
1.) Das Gebot gilt fuer das Volk Gottes: "Hoere Jsrael"
Es ist zuerst ein Gebot fuer das ganze Volk - und erst insofern jemand zum Volk gehoert, gilt das Gebot auch irgendwie fuer die einzelne Person als Mitglied des
Volkes. Der Jahwe-Gott war urspruenglich ein "Volks-Gott" - spaeter wurde er "international" - heute wird er globalisiert..
Das Gebot gilt zuerst fuer die Community St. Anthony oder fuer das "Neue Volk Gottes" (Kirche) - und dann als Getauften auch fuer mich.
(Es ist irgendwie wie bei der UNO: die Schweiz oder Namibia ist Mitglied - nicht Ich -
und erst insofern ich Namibier bin, gehoere ich zur UNO und hab die UNO-Gebote zu befolgen).
Wie ein ganzes Volk zB das "Neue-Volk-Gottes / Kirche" hoeren kann auf einen zeitgemaessen Gott im 21. Jhh, das wird vielleicht die Synode "Neu-Evangelisierung" uns weis machen koennen. Im Ringen um das "hoeren" geht es nicht um weniger als um das Ueberleben. In Dt 4.1 gibt es die Verheissung: "hoert und ihr werdet leben"
2.) Das Gebot beinhaltet die Entscheidung: dass es nur einen Gott gibt.
Das scheint fuer uns heute selbstverstaendlich - ist es aber nicht!
Es gibt nur einen Gott besagt: Er allein ist Kern, Zentrum, Sinnziel all unserer Gedanken, Worte und Werken. Nicht das Geld, nicht die Gesundheit, nicht die Nation, nicht die Familie - nichts ist so zentral wie eben unser Volks-Gott. Er ist zentral und einzig zuerst wieder fuer uns - nicht zuerst fuer mich, also zuerst fuer die Gemeinschaft, fuer die Familie - dann auch fuer mich.
Diese Ideal-Vorstellung, dass es in Wirklichkeit nur einen einzigen Gott gibt ist metaphysisch - und wird von der irdischen Wirklichkeit nicht widerspiegelt.
Welchen Gott wir als Kirche heutzutage verehren, auf welchen Gott wir heute hoeren und wie einzig er allein schon unter Christen ist - darf man heute fragen.
3. Das Gebot verlangt eine ausserordentliche Anstrengung:
Wie soll ein Volk (Kirche) "mit ganzem Herzen", mit "all unserem Verstand", mit "all unserer Kraft" lieben - diese Herausforderung ist allein schon fuer eine individuelle Person recht tatkraeftig - geschweige denn fuer eine Weltkirche.
Gibt es denn heute in unserer Kirche eine Kommission, die genau das studiert:
wie man als weltweite Gemeinschaft (sog. Weltkirche / katholon) hoert mit allen Fasern unseres Seins? und zwar auf Gott und dann auf welchen Gott?
Etwa die Liturgie-kommission, die in der englisch-sprachigen Welt soeben
mit einer schrecklichen Uebersetzung das "hoeren" beleidigt.
Und noch etwas Eigenartiges!
Bei Mk macht Jesus gegenueber dem Dt 6.4-5, was er zitiert, einen Zusatz:
Jesus kennt eine zweite Gebots-Ebene: Liebe deinen Naechsten wie dich selbst.
Haben wir das schon realisiert, dass hier die Selbst-Liebe zur Norm erklaert wird?
So sehr du dich lieben kannst, diese Liebesfaehigkeit richte auf deine Mitmenschen.
Oder macht Mk hier einen vorsichtigen Hinweis auf die zu entdeckende Inkarnation:
dass auf der zweiten gebotenen Wirklichkeitsebene die erste erfuellt wird?
Vielleicht weiss Mk, dass der Mensch im Kreuzpunkt von Vertikale und Horizontale lebt.
Auf die Frage: "wie heisst das erste aller Gebote" antwortet Jesus
indem er die Heilige Schrift zitiert - Dt. 6.4-5 (-13)
und der Schriftgelehrte bestaetigt ihm:
Jawohl, du hast richtig geantwortet!
Was uns an der Antwort auffallen mag:
1.) Das Gebot gilt fuer das Volk Gottes: "Hoere Jsrael"
Es ist zuerst ein Gebot fuer das ganze Volk - und erst insofern jemand zum Volk gehoert, gilt das Gebot auch irgendwie fuer die einzelne Person als Mitglied des
Volkes. Der Jahwe-Gott war urspruenglich ein "Volks-Gott" - spaeter wurde er "international" - heute wird er globalisiert..
Das Gebot gilt zuerst fuer die Community St. Anthony oder fuer das "Neue Volk Gottes" (Kirche) - und dann als Getauften auch fuer mich.
(Es ist irgendwie wie bei der UNO: die Schweiz oder Namibia ist Mitglied - nicht Ich -
und erst insofern ich Namibier bin, gehoere ich zur UNO und hab die UNO-Gebote zu befolgen).
Wie ein ganzes Volk zB das "Neue-Volk-Gottes / Kirche" hoeren kann auf einen zeitgemaessen Gott im 21. Jhh, das wird vielleicht die Synode "Neu-Evangelisierung" uns weis machen koennen. Im Ringen um das "hoeren" geht es nicht um weniger als um das Ueberleben. In Dt 4.1 gibt es die Verheissung: "hoert und ihr werdet leben"
2.) Das Gebot beinhaltet die Entscheidung: dass es nur einen Gott gibt.
Das scheint fuer uns heute selbstverstaendlich - ist es aber nicht!
Es gibt nur einen Gott besagt: Er allein ist Kern, Zentrum, Sinnziel all unserer Gedanken, Worte und Werken. Nicht das Geld, nicht die Gesundheit, nicht die Nation, nicht die Familie - nichts ist so zentral wie eben unser Volks-Gott. Er ist zentral und einzig zuerst wieder fuer uns - nicht zuerst fuer mich, also zuerst fuer die Gemeinschaft, fuer die Familie - dann auch fuer mich.
Diese Ideal-Vorstellung, dass es in Wirklichkeit nur einen einzigen Gott gibt ist metaphysisch - und wird von der irdischen Wirklichkeit nicht widerspiegelt.
Welchen Gott wir als Kirche heutzutage verehren, auf welchen Gott wir heute hoeren und wie einzig er allein schon unter Christen ist - darf man heute fragen.
3. Das Gebot verlangt eine ausserordentliche Anstrengung:
Wie soll ein Volk (Kirche) "mit ganzem Herzen", mit "all unserem Verstand", mit "all unserer Kraft" lieben - diese Herausforderung ist allein schon fuer eine individuelle Person recht tatkraeftig - geschweige denn fuer eine Weltkirche.
Gibt es denn heute in unserer Kirche eine Kommission, die genau das studiert:
wie man als weltweite Gemeinschaft (sog. Weltkirche / katholon) hoert mit allen Fasern unseres Seins? und zwar auf Gott und dann auf welchen Gott?
Etwa die Liturgie-kommission, die in der englisch-sprachigen Welt soeben
mit einer schrecklichen Uebersetzung das "hoeren" beleidigt.
Und noch etwas Eigenartiges!
Bei Mk macht Jesus gegenueber dem Dt 6.4-5, was er zitiert, einen Zusatz:
Jesus kennt eine zweite Gebots-Ebene: Liebe deinen Naechsten wie dich selbst.
Haben wir das schon realisiert, dass hier die Selbst-Liebe zur Norm erklaert wird?
So sehr du dich lieben kannst, diese Liebesfaehigkeit richte auf deine Mitmenschen.
Oder macht Mk hier einen vorsichtigen Hinweis auf die zu entdeckende Inkarnation:
dass auf der zweiten gebotenen Wirklichkeitsebene die erste erfuellt wird?
Vielleicht weiss Mk, dass der Mensch im Kreuzpunkt von Vertikale und Horizontale lebt.
Freitag, 26. Oktober 2012
30. Sonntag B (28.10.2012) Mk 10.46-52
Mk stellt heute Jesus als Augenoeffner vor...
(hoffentlich auch fuer die, die momentan in Rom an der Bischofsynode teilnehmen)
(hoffentlich auch fuer uns, die wir Jesus nachfolgen moechten).
aber in der Erzaehlung liegt viel mehr - sie ist grossartig - es braucht noch viel,
bis Heilung geschehen kann! bis die "Nachfolge Jesu" tatsaechlich gelingt.
In Mk 1.15 wird die Proklamation Jesu verkuendet:
Die Zeit ist reif, das Reich Gottes nahe, kehrt um und entscheidet.
Genau dies geschieht konzentriert in der Bar-Timaeus-Erzaehlung und
es geschieht lebensecht in vielen Biographien!
1.) Der blinde, randstaendige X gibt sich mit der Situation nicht mehr zufrieden;
er traeumt vom Sehen und weiss nun: seine Situation entspricht nicht dem Willen
Gottes - oder, wenn doch, dann beugt er sich diesem Willen nicht mehr.
Er will mehr Anteil an der Fuelle des Lebens - aber, wer kann ihn heilen ?
auf wen kann er hoffen und vertrauen ? wer bringt ihn auf den Weg ?
(Nur wer die Kraft entdeckt, mehr vom Leben zu wollen - wird faehig aus dem
Gefaengnis der Unter-Entwicklung auszusteigen)
2.) X hat sich erkundigt; er weiss nun einiges von diesem JvN - und als Jesus
seinen Weg kreuzt, entscheidet er sich fuer Jesus.
(Wenn Gott und Jesus nicht mehr im Gespraech sind, wenn sie nicht mehr vorgestellt werden, wenn sie kein "attraktives Angebot" mehr sind - alles verloren!
3.) Jesus gilt ihm a) als Befreier (erwarteter Erloeser) und b) als einer voll von
Erbarmen. X bekennt sich nun oeffentlich zu Jesus - ER ist es, der uns rettet -
was der Menge gerade nicht passt, was aber Jesu Aufmerksamkeit herausfordert.
(Das Image der christlichen Kirchen von heute ? und die Situation in vielen Teilen der Welt [Politik, Wirtschaft, Kultur] wo ist JvN noch im Gespraech ? )
4.) Jesus ruft ihn und darum benachrichtigen ihn nun die Juenger und machen ihm Mut: Er sei ein Berufener!
(Neu-Evangelisierung; das "Aggiornamento" des Konzils; das Pfarrei-programm ?)
(Die verantwortliche Berufung von Mitarbeiter/innen in den kirchl. Dienst?)
5.) X wirft den stigmatisierenden Mantel weg, macht einen mutigen Sprung in die
neue Situation und geht auf Jesus zu.
(Ohne diese mutigen vertrauenden Schritte des Menschen - keine Nachfolge Jesu.)
6.) "Was kann ich fuer dich tun?" fragt der dem Leben dienende Jesus.
X entscheidet: "lass es zu, dass ich wieder sehe".
(Und nun das Entscheidende: Die Zulassung zum wieder Sehen ist schon laengst
gegeben... du must nur den Mut zum Gehen aufbringen.)
7.) Jesus macht nun aber kein Wunder - er bestaetigt nur: die heilende Kraft des
Vertrauens hat dich gerettet (sehend gemacht).
(Die Bedeutung des Ur-Vertrauens durch die erste Erziehung und duch die menschlichen Beziehungen!)
8.) Der einsichtig gewordene, einst blinde und randstaendige X ist nun fuer die
Gefolgschaft Jesu faehig und geht nun auf den Weg.
(Ein Weg, der in vielen Hagiographien beschrieben wird).
Am Missions-Sonntag ist es wichtig
a) die blinden randstaendigen Menschen zu entdecken;
b) in ihnen die Erwartung auf "mehr Leben" und auf "Jesus,dem man vertrauen kann"
zu wecken.
c) die Menschen zu benachrichtigen, dass Jesus sie ruft; sie zu "versichern", dass
sie Gerufene sind.
d) "Mut machen" aufzustehen, die Stigmata hinter sich zu lassen und auf Jesus
zuzugehen (in einem oft jahrelangen tastenden Such-prozess) - das ist Mission.
e) das Ur-Vertrauen in den Kosmos, in die Natur, in die Menschen - und in all dem
in das Geheimnis Gott - das ist hier "ins Spiel gebracht".
(hoffentlich auch fuer die, die momentan in Rom an der Bischofsynode teilnehmen)
(hoffentlich auch fuer uns, die wir Jesus nachfolgen moechten).
aber in der Erzaehlung liegt viel mehr - sie ist grossartig - es braucht noch viel,
bis Heilung geschehen kann! bis die "Nachfolge Jesu" tatsaechlich gelingt.
In Mk 1.15 wird die Proklamation Jesu verkuendet:
Die Zeit ist reif, das Reich Gottes nahe, kehrt um und entscheidet.
Genau dies geschieht konzentriert in der Bar-Timaeus-Erzaehlung und
es geschieht lebensecht in vielen Biographien!
1.) Der blinde, randstaendige X gibt sich mit der Situation nicht mehr zufrieden;
er traeumt vom Sehen und weiss nun: seine Situation entspricht nicht dem Willen
Gottes - oder, wenn doch, dann beugt er sich diesem Willen nicht mehr.
Er will mehr Anteil an der Fuelle des Lebens - aber, wer kann ihn heilen ?
auf wen kann er hoffen und vertrauen ? wer bringt ihn auf den Weg ?
(Nur wer die Kraft entdeckt, mehr vom Leben zu wollen - wird faehig aus dem
Gefaengnis der Unter-Entwicklung auszusteigen)
2.) X hat sich erkundigt; er weiss nun einiges von diesem JvN - und als Jesus
seinen Weg kreuzt, entscheidet er sich fuer Jesus.
(Wenn Gott und Jesus nicht mehr im Gespraech sind, wenn sie nicht mehr vorgestellt werden, wenn sie kein "attraktives Angebot" mehr sind - alles verloren!
3.) Jesus gilt ihm a) als Befreier (erwarteter Erloeser) und b) als einer voll von
Erbarmen. X bekennt sich nun oeffentlich zu Jesus - ER ist es, der uns rettet -
was der Menge gerade nicht passt, was aber Jesu Aufmerksamkeit herausfordert.
(Das Image der christlichen Kirchen von heute ? und die Situation in vielen Teilen der Welt [Politik, Wirtschaft, Kultur] wo ist JvN noch im Gespraech ? )
4.) Jesus ruft ihn und darum benachrichtigen ihn nun die Juenger und machen ihm Mut: Er sei ein Berufener!
(Neu-Evangelisierung; das "Aggiornamento" des Konzils; das Pfarrei-programm ?)
(Die verantwortliche Berufung von Mitarbeiter/innen in den kirchl. Dienst?)
5.) X wirft den stigmatisierenden Mantel weg, macht einen mutigen Sprung in die
neue Situation und geht auf Jesus zu.
(Ohne diese mutigen vertrauenden Schritte des Menschen - keine Nachfolge Jesu.)
6.) "Was kann ich fuer dich tun?" fragt der dem Leben dienende Jesus.
X entscheidet: "lass es zu, dass ich wieder sehe".
(Und nun das Entscheidende: Die Zulassung zum wieder Sehen ist schon laengst
gegeben... du must nur den Mut zum Gehen aufbringen.)
7.) Jesus macht nun aber kein Wunder - er bestaetigt nur: die heilende Kraft des
Vertrauens hat dich gerettet (sehend gemacht).
(Die Bedeutung des Ur-Vertrauens durch die erste Erziehung und duch die menschlichen Beziehungen!)
8.) Der einsichtig gewordene, einst blinde und randstaendige X ist nun fuer die
Gefolgschaft Jesu faehig und geht nun auf den Weg.
(Ein Weg, der in vielen Hagiographien beschrieben wird).
Am Missions-Sonntag ist es wichtig
a) die blinden randstaendigen Menschen zu entdecken;
b) in ihnen die Erwartung auf "mehr Leben" und auf "Jesus,dem man vertrauen kann"
zu wecken.
c) die Menschen zu benachrichtigen, dass Jesus sie ruft; sie zu "versichern", dass
sie Gerufene sind.
d) "Mut machen" aufzustehen, die Stigmata hinter sich zu lassen und auf Jesus
zuzugehen (in einem oft jahrelangen tastenden Such-prozess) - das ist Mission.
e) das Ur-Vertrauen in den Kosmos, in die Natur, in die Menschen - und in all dem
in das Geheimnis Gott - das ist hier "ins Spiel gebracht".
Freitag, 19. Oktober 2012
29. Sonntag (21.10.12) Mk 10.35-45
"Der Menschensohn selbst kam nicht um bedient zu werden -
sondern um zu dienen".
Es hat sich inzwischen fast auf der ganzen Welt die Meinung durchgesetzt, dass die
Regierungen dem Gemeinwohl ihrer Voelker zu dienen haben. Ich nehme an: unser Praesident Pohamba wuerde dem zustimmen. Ich vermute sogar: Obama und Putin und viele andere wuerden oeffentlich bekennen, dass sie sich fuer das Gemeinwohl ihrer Voelker einsetzen. Ban Ki Moon, (GS der UNO) wuerde gerne allen Staats-chefs predigen: sie haetten sich fuer das Gemeinwohl ihrer Voelker einzusetzen - dies aber in Ruecksicht auf das Gemeinwohl aller Voelker. Es geht heute um das Gemeinwohl der Voelker-Gemeinschaft, der Welt. Regieren heisst dienen. Auch Benedikt XVI versteht sich als Diener; Dienst an der Kirche. Und wenn sie in ein Geschaeft gehen, hoeren sie oefters die Begruessung: womit kann ich ihnen dienen?
Es ist sehr erfreulich, wie sich dieser christliche Grundsatz in Theorie weitgehend
durchgesetzt hat: es geht den Menschen guten Willens immer wieder um den Dienst am Gemeinwohl aller.
(Leider sind noch nicht alle Menschen guten Willens!)
"zu diensten sein" hat den Klang einer freiwilligen Aufbauarbeit zugunsten eines hoeheren Gesamt.
Spaeter bei der strategischen Frage: wie denn das Gemeinwohl aller zu erreichen sei, da gehen die Antworten grossartig auseinander. Und hier kommt es noch immer zu tragischen Konflikten: welches Steuersystem, welches Wirtschaftssystem, welches Bildungssystem dient dem Gemeinwohl am besten? Hier braucht es noch viel Forschung, Ueberzeugungsarbeit im Gespraech und viel Tatkraft.
Das II. Vatikanische Konzil (1962-65), unter dem Motto "Aggiornamento" suchte nach Antworten auf die Fage: Wie muesste der Dienst der Kirche am Heil der Welt aussehen? Die gegenwaertige Bischofssynode in Rom unter dem Titel: Neu-Evange-
lisierung" steht unter der gleichen Fage: Dienst der Kirche am Heil der Welt -
aber wie ???
Und hier in Namibia, darf man die Frage stellen: Wie sieht der Dienst der christlichen Kirchen am Wohlergehen Namibias aus? Genauer gefragt:
Ist der christliche Glaube wie er hier gelebt wird dem Wohlergehen Namibias foerderlich? Ist er ein Dienst am Gemeinwohl Namibias?
Eigentlich weiss ich die Antwort nicht! Ich hab' zuwenig Ein- und Ueberblick.
Dennoch wage ich die Antwort: "JA - unter Vorbehalt !!!"
Bedingung Nr 01) Nur wenn Christen bereit sind, das Geheimnis Gott tatsaechlich zu repraesentieren. So wie JvN bereit war, das Geheimnis Gott in seiner Situation zu leben - so jede getaufte Person - dann ist der christliche Glaube ein Dienst am
wahren Wohlergehen - davon bin ich ueberzeugt.
Bedingung Nr 02) Je weniger der getaufte Christ das Geheimnis Gott kennt, desto eher ist sein Glaube ein Dienst am Gemeinwohl. Wenn eine getaufte Person vieles von Gott weiss und seinen Willen bereits kennt, dann ist sie ungeeignet DAS GEHEIMNIS zu repraesentieren. Es geht eben nicht darum, einen bestimmten Gott oder den eigenen Gott darzustellen sondern es geht darum, jenes GEHEIMNIS zu repraesentieren, das wir wagen GOTT zu nennen.
Gott als unergruendliches GEHEIMNIS zu glauben, sich fuer dieses GEHEIMNIS zu entscheiden, das ist der wahre Dienst am Wohlergehen der Menschheit.
Je mehr uns alles zum Geheimnis wird,
desto eher tragen wir zum Wohlergehen aller bei.
sondern um zu dienen".
Es hat sich inzwischen fast auf der ganzen Welt die Meinung durchgesetzt, dass die
Regierungen dem Gemeinwohl ihrer Voelker zu dienen haben. Ich nehme an: unser Praesident Pohamba wuerde dem zustimmen. Ich vermute sogar: Obama und Putin und viele andere wuerden oeffentlich bekennen, dass sie sich fuer das Gemeinwohl ihrer Voelker einsetzen. Ban Ki Moon, (GS der UNO) wuerde gerne allen Staats-chefs predigen: sie haetten sich fuer das Gemeinwohl ihrer Voelker einzusetzen - dies aber in Ruecksicht auf das Gemeinwohl aller Voelker. Es geht heute um das Gemeinwohl der Voelker-Gemeinschaft, der Welt. Regieren heisst dienen. Auch Benedikt XVI versteht sich als Diener; Dienst an der Kirche. Und wenn sie in ein Geschaeft gehen, hoeren sie oefters die Begruessung: womit kann ich ihnen dienen?
Es ist sehr erfreulich, wie sich dieser christliche Grundsatz in Theorie weitgehend
durchgesetzt hat: es geht den Menschen guten Willens immer wieder um den Dienst am Gemeinwohl aller.
(Leider sind noch nicht alle Menschen guten Willens!)
"zu diensten sein" hat den Klang einer freiwilligen Aufbauarbeit zugunsten eines hoeheren Gesamt.
Spaeter bei der strategischen Frage: wie denn das Gemeinwohl aller zu erreichen sei, da gehen die Antworten grossartig auseinander. Und hier kommt es noch immer zu tragischen Konflikten: welches Steuersystem, welches Wirtschaftssystem, welches Bildungssystem dient dem Gemeinwohl am besten? Hier braucht es noch viel Forschung, Ueberzeugungsarbeit im Gespraech und viel Tatkraft.
Das II. Vatikanische Konzil (1962-65), unter dem Motto "Aggiornamento" suchte nach Antworten auf die Fage: Wie muesste der Dienst der Kirche am Heil der Welt aussehen? Die gegenwaertige Bischofssynode in Rom unter dem Titel: Neu-Evange-
lisierung" steht unter der gleichen Fage: Dienst der Kirche am Heil der Welt -
aber wie ???
Und hier in Namibia, darf man die Frage stellen: Wie sieht der Dienst der christlichen Kirchen am Wohlergehen Namibias aus? Genauer gefragt:
Ist der christliche Glaube wie er hier gelebt wird dem Wohlergehen Namibias foerderlich? Ist er ein Dienst am Gemeinwohl Namibias?
Eigentlich weiss ich die Antwort nicht! Ich hab' zuwenig Ein- und Ueberblick.
Dennoch wage ich die Antwort: "JA - unter Vorbehalt !!!"
Bedingung Nr 01) Nur wenn Christen bereit sind, das Geheimnis Gott tatsaechlich zu repraesentieren. So wie JvN bereit war, das Geheimnis Gott in seiner Situation zu leben - so jede getaufte Person - dann ist der christliche Glaube ein Dienst am
wahren Wohlergehen - davon bin ich ueberzeugt.
Bedingung Nr 02) Je weniger der getaufte Christ das Geheimnis Gott kennt, desto eher ist sein Glaube ein Dienst am Gemeinwohl. Wenn eine getaufte Person vieles von Gott weiss und seinen Willen bereits kennt, dann ist sie ungeeignet DAS GEHEIMNIS zu repraesentieren. Es geht eben nicht darum, einen bestimmten Gott oder den eigenen Gott darzustellen sondern es geht darum, jenes GEHEIMNIS zu repraesentieren, das wir wagen GOTT zu nennen.
Gott als unergruendliches GEHEIMNIS zu glauben, sich fuer dieses GEHEIMNIS zu entscheiden, das ist der wahre Dienst am Wohlergehen der Menschheit.
Je mehr uns alles zum Geheimnis wird,
desto eher tragen wir zum Wohlergehen aller bei.
Mittwoch, 10. Oktober 2012
28. Sonntag B (14.10.2012) Mk 10.17-30
Es ist doch erfreulich, dass ein reicher junger Mann nach "Lebens-qualitaet" fraegt.
Und diese Frage ist im Christentum sooo wichtig, dass sie schon im NT oefters
gestellt wird (Mt 19.16-22; Lk 18.18-23; Lk 10,25-37) und die Frage ist in der
ganzen Christentumsgeschichte nicht mehr verstummt - auch weil alle Antworten
zeitbedingt sind.
Doch, die erste Antwort ist eindeutig: "Die Gebote halten". Die "10 Gebote Gottes
vom Sinai" (ein Meisterwerk der israelischen Kultur) sind die Bedingungen unter denen das Leben der Menscheit gelingen koennte und ihr zumindest das Ueberleben sichert. Wenn Du mit dem "Gott des Lebens" im Bund sein willst, dann...
Fuer mich sind die Menschenrechte eine seculare Weiterentwicklung der Gebote Gottes... und das Weltethos die Suche nach einem gemeinsamen Verhaltens-
Nenner fuer alle. Im sekularen Namibia haben die Menschen-Rechte theoretisch einen guten Ruf (cf. Namibia Konstitution Kapitel 3 Artikels 5-25!)... deren Ein-
haltlung aber erfordert noch viele Anstrengungen und wird die Lebens-qualitaet vieler Namibier verbessern.
Gott aber gibt nicht nur das nackte Leben; er fordert uns alle heraus, an der Fuelle des Lebens teilzunehmen. Und der Reiche hat schon einen gewissen Anteil an der Fuelle. Und nun kommt das erste Prinzip in der Lebens-qualitaets-steigerung ins Spiel: das Teilen. Die ersten drei Gebote sind Gemeinschaftsgebote, das vierte sichert die Entwicklung ab, und die folgenden 6 Gebote sind Abgrenzungs-gebote (Du sollst nicht...) die im Teilen Lebens-qualitaet foerdern. Wenn einer unter die Raeuber gefallen ist - "Leben auf Sparflamme"; die Resourcen sind gepluendert; du sitzest fest im Gefaengnis der Unterentwicklung - dann geht es um den Ausgleich:
Leben wiederherstellen im Teilen. Du sollst kein falsches Zeugnis abgeben (Sicherstellung der Wahrheit) - aber die Lebens-qualitaet steigt im "mit-teilen". Du sollst die Ehe nicht brechen (Existenz-sicherung) - aber die Lebens-qualitaet steigt im mit-einander Tisch und Bett teilen.Wer irgendwo nicht teilt, hindert die Lebens- qualitaet der Menschheit.
In unseren "Arts-Performance-Centres" foerdern wir die Lebensqualitaet vieler Kinder und Jugendlicher - und wir koennen es nur tun - weil einige Reiche ihren Reichtum mit uns teilen.
Und diese Frage ist im Christentum sooo wichtig, dass sie schon im NT oefters
gestellt wird (Mt 19.16-22; Lk 18.18-23; Lk 10,25-37) und die Frage ist in der
ganzen Christentumsgeschichte nicht mehr verstummt - auch weil alle Antworten
zeitbedingt sind.
Doch, die erste Antwort ist eindeutig: "Die Gebote halten". Die "10 Gebote Gottes
vom Sinai" (ein Meisterwerk der israelischen Kultur) sind die Bedingungen unter denen das Leben der Menscheit gelingen koennte und ihr zumindest das Ueberleben sichert. Wenn Du mit dem "Gott des Lebens" im Bund sein willst, dann...
Fuer mich sind die Menschenrechte eine seculare Weiterentwicklung der Gebote Gottes... und das Weltethos die Suche nach einem gemeinsamen Verhaltens-
Nenner fuer alle. Im sekularen Namibia haben die Menschen-Rechte theoretisch einen guten Ruf (cf. Namibia Konstitution Kapitel 3 Artikels 5-25!)... deren Ein-
haltlung aber erfordert noch viele Anstrengungen und wird die Lebens-qualitaet vieler Namibier verbessern.
Gott aber gibt nicht nur das nackte Leben; er fordert uns alle heraus, an der Fuelle des Lebens teilzunehmen. Und der Reiche hat schon einen gewissen Anteil an der Fuelle. Und nun kommt das erste Prinzip in der Lebens-qualitaets-steigerung ins Spiel: das Teilen. Die ersten drei Gebote sind Gemeinschaftsgebote, das vierte sichert die Entwicklung ab, und die folgenden 6 Gebote sind Abgrenzungs-gebote (Du sollst nicht...) die im Teilen Lebens-qualitaet foerdern. Wenn einer unter die Raeuber gefallen ist - "Leben auf Sparflamme"; die Resourcen sind gepluendert; du sitzest fest im Gefaengnis der Unterentwicklung - dann geht es um den Ausgleich:
Leben wiederherstellen im Teilen. Du sollst kein falsches Zeugnis abgeben (Sicherstellung der Wahrheit) - aber die Lebens-qualitaet steigt im "mit-teilen". Du sollst die Ehe nicht brechen (Existenz-sicherung) - aber die Lebens-qualitaet steigt im mit-einander Tisch und Bett teilen.Wer irgendwo nicht teilt, hindert die Lebens- qualitaet der Menschheit.
In unseren "Arts-Performance-Centres" foerdern wir die Lebensqualitaet vieler Kinder und Jugendlicher - und wir koennen es nur tun - weil einige Reiche ihren Reichtum mit uns teilen.
Freitag, 5. Oktober 2012
27. Sonntag B ( 07.10.12) Ein Welt-Ereignis
An diesem Sonntag werfen wir einen Blick auf die Kirchengeschichte:
1.) Heute beginnt in Rom eine kath. Bischofssynode. Etwa 300 Bischoefe
sinnen nach ueber eine Neue Evanglisierung. Sie werden vor allem methodische
Vorschlaege machen, wie man denn "den Glauben von heute" aufgefrischt etwas
mehr verbreiten kann. Ob sie die Mahnung des soeben verstorbenen Kardinals
Carlo Martinti im Ohr haben: "Die heutige Kirche lebt in 200 jaehriger Verspaetung".
Die Kirche kann es noch nicht eingestehen, dass "der Glaube von heute" zusehr
von gestern bestimmt ist und dass vor allem das Gottesbild einer Revision bedarf.
Doch dazu ist die Kirche noch nicht bereit... Wir werden ja sehen...
2.) Am 11. Oct 2012 feiert die ganze Kath. Kirche, dass for 50 Jahren (1962)
das Konzil Vaticanum II begann. Am 25.01.1959 hat Papst Johannes XXIII ein
"allgemeines pastorales Konzil fuer die Weltkirche" angekuendigt.Nun haben 1962 die 2500 teilnehmenden Bischoefe mit ihren Berater etc... die Arbeit aufgenommen unter dem Motto "aggiornamento". VER-HEUTIGUNG...
3.) Papst Benedikt wird nun ein "Jahr des Glaubens" deklarieren, wo die Glaeubigen
eingeladen sind, den "Kath. Glauben" ueberall in der Welt zu verlebendigen. Er ist ueberzeugt, dass wir "den richtigen Glauben" gefunden haben (cf. Weltkatechismus) - es geht nur um die Verbreitung (ein strategisches Problem).
Ich moechte Sie einladen als post-vatikanische Katholiken folgendes zu beachten:
Im Jahr des Glaubens koennen wir und in der Synode die Bischoefe die Themen, Fragen und Antworten des Konzils neu durchdenken und weiterfuehren! Vielleicht wagen Sie es auch neue FRAGEN zu stellen?
A) Wie sehen Sie die Kirche? fuehlen Sie sich als Kirche?
als das Volk Gottes auf dem Weg in die Zukunf? stets aufbrechend in neue Wege...
als das Sakrament des Heils fuer die Welt? ein nuetzliches Instrument, das wirkt..
als der Leib Christi am Werk? ein Leib, der sich freut, der geniesst, der leidet...
B) Sind Sie nun aktiv an der Liturgie beteiligt? oder nur "Zuschauer"? Wer feiert die Messe, die Sakramente? der Priester oder sie alle? Was machen Sie mit den Liturgie-Abstinenten?
C) Koennen Sie als ein Katholik die Freiheit ihre Religion frei zu waehlen als ein Menschen-Recht sehen? Ist fuer Sie die Kath. Kirche noch immer die einzig wahre Religion und alleinseligmachend? Hat sich Gott in allen Religionen geoffenbart?
D) Sehen Sie die christl. Kirchen: Katholiken, Orthodoxen, Protestanten als eine Einheit in Verschiedenheit oder muessen alle "eher Katholisch" werden? Sind Sie oekumenisch engagiert?
E) Sind fuer Sie die Juden "Jesus-killer" und Bundesbruechige oder der aeltere Bruder des Christentums und im gleichen Bund mit Gott?
F) Was halten Sie von der Welt? Ein Jammertal, eine Gier-Kompanie, ein verruecktes Karusell, oder ein Spielplatz fuer die Kraefte um das Allgemeine Wohl zu erreichen und zu garantieren.Und die Rolle der Kirche in diesem Kraeftespiel?
G) Gott hat sich selbst mitgeteilt (Offenbarung).Aber wie macht er das?
Er offenbart sich in der Bibel, in der Tradition, in den Erfahrungen und durch den Verstand des Menschen? Was ist das Kriterium um die vielen Offenbarungen zu bewerten?
H) Was ist die Rolle des Bischofs in der Kirche? Ein absoluter Herrscher, der
den Willen Gottes durchsetzt oder eher ein Manager der vielen Stroemungen
oder gar ein Diener am Glauben?
Dem Konzil (1962-65) ging es wirklich darum, den alten Glauben zu verheutigen...
wir gratulieren den Pionieren! grossartig...
heute geht es darum, dass der alte Glaube nicht mehr stimmt...
1.) Heute beginnt in Rom eine kath. Bischofssynode. Etwa 300 Bischoefe
sinnen nach ueber eine Neue Evanglisierung. Sie werden vor allem methodische
Vorschlaege machen, wie man denn "den Glauben von heute" aufgefrischt etwas
mehr verbreiten kann. Ob sie die Mahnung des soeben verstorbenen Kardinals
Carlo Martinti im Ohr haben: "Die heutige Kirche lebt in 200 jaehriger Verspaetung".
Die Kirche kann es noch nicht eingestehen, dass "der Glaube von heute" zusehr
von gestern bestimmt ist und dass vor allem das Gottesbild einer Revision bedarf.
Doch dazu ist die Kirche noch nicht bereit... Wir werden ja sehen...
2.) Am 11. Oct 2012 feiert die ganze Kath. Kirche, dass for 50 Jahren (1962)
das Konzil Vaticanum II begann. Am 25.01.1959 hat Papst Johannes XXIII ein
"allgemeines pastorales Konzil fuer die Weltkirche" angekuendigt.Nun haben 1962 die 2500 teilnehmenden Bischoefe mit ihren Berater etc... die Arbeit aufgenommen unter dem Motto "aggiornamento". VER-HEUTIGUNG...
3.) Papst Benedikt wird nun ein "Jahr des Glaubens" deklarieren, wo die Glaeubigen
eingeladen sind, den "Kath. Glauben" ueberall in der Welt zu verlebendigen. Er ist ueberzeugt, dass wir "den richtigen Glauben" gefunden haben (cf. Weltkatechismus) - es geht nur um die Verbreitung (ein strategisches Problem).
Ich moechte Sie einladen als post-vatikanische Katholiken folgendes zu beachten:
Im Jahr des Glaubens koennen wir und in der Synode die Bischoefe die Themen, Fragen und Antworten des Konzils neu durchdenken und weiterfuehren! Vielleicht wagen Sie es auch neue FRAGEN zu stellen?
A) Wie sehen Sie die Kirche? fuehlen Sie sich als Kirche?
als das Volk Gottes auf dem Weg in die Zukunf? stets aufbrechend in neue Wege...
als das Sakrament des Heils fuer die Welt? ein nuetzliches Instrument, das wirkt..
als der Leib Christi am Werk? ein Leib, der sich freut, der geniesst, der leidet...
B) Sind Sie nun aktiv an der Liturgie beteiligt? oder nur "Zuschauer"? Wer feiert die Messe, die Sakramente? der Priester oder sie alle? Was machen Sie mit den Liturgie-Abstinenten?
C) Koennen Sie als ein Katholik die Freiheit ihre Religion frei zu waehlen als ein Menschen-Recht sehen? Ist fuer Sie die Kath. Kirche noch immer die einzig wahre Religion und alleinseligmachend? Hat sich Gott in allen Religionen geoffenbart?
D) Sehen Sie die christl. Kirchen: Katholiken, Orthodoxen, Protestanten als eine Einheit in Verschiedenheit oder muessen alle "eher Katholisch" werden? Sind Sie oekumenisch engagiert?
E) Sind fuer Sie die Juden "Jesus-killer" und Bundesbruechige oder der aeltere Bruder des Christentums und im gleichen Bund mit Gott?
F) Was halten Sie von der Welt? Ein Jammertal, eine Gier-Kompanie, ein verruecktes Karusell, oder ein Spielplatz fuer die Kraefte um das Allgemeine Wohl zu erreichen und zu garantieren.Und die Rolle der Kirche in diesem Kraeftespiel?
G) Gott hat sich selbst mitgeteilt (Offenbarung).Aber wie macht er das?
Er offenbart sich in der Bibel, in der Tradition, in den Erfahrungen und durch den Verstand des Menschen? Was ist das Kriterium um die vielen Offenbarungen zu bewerten?
H) Was ist die Rolle des Bischofs in der Kirche? Ein absoluter Herrscher, der
den Willen Gottes durchsetzt oder eher ein Manager der vielen Stroemungen
oder gar ein Diener am Glauben?
Dem Konzil (1962-65) ging es wirklich darum, den alten Glauben zu verheutigen...
wir gratulieren den Pionieren! grossartig...
heute geht es darum, dass der alte Glaube nicht mehr stimmt...
Donnerstag, 27. September 2012
26. Sonntag B (30.09.12) Mk 9.38-48
Mk bietet uns heute zwei recht tiefe Einsichten in christliches Leben.
1. (38-40) Gemaess Mk zeigt Johannes, dass die Apostel einem exclusiven Denken verfallen sind; denn er erklaert, dass sie einen, der in Jesu Namen Gutes tat und nicht zu ihrer Gruppe gehoerte, stoppen wollten. Jesus ist strict dagegen und erklaert seinerseits: Wer Gutes tut in meinem Namen wird nicht schlecht sprechen von mir. "Wer nicht gegen uns ist - ist fuer uns".
Jesus zeigt ein grosszuegiges inclusives Denken. Im Zeitalter der Oekumene, wo es Tausende von christlichen Konfessionen gibt, die sich alle auf den Namen Jesu berufen und die oft nachweislich viel Gutes tun, duerfte die Katholische Kirche ganz allgemein sich zum inclusiven Denken Jesu bekennen. Alle, die im Namen Jesu leben und wirken wollen sollten im weiten oekumenischen Gespraech eine Stimme haben. Nur wer sich als "allein-seligmachend" profiliert, schliesst sich von der Oekumene aus.
2. (41-48) Einen Becher Wasser zu trinken geben bedeutet: ihn am leben erhalten!
Christen (genauer: eine Christengemeinde) am Leben erhalten ist fuer alle vorteilhaft. Das ist eine Grundueberzeugung von Jesus!
Gilt das auch fuer Syrien, Irak, Aegypten - auch fuer die Schweiz und Norwegen?
oder gar fuer Nigeria?
Ich denke sehr wohl!
Denn "Christ-sein" heisst ja: sich fuer die Teilnahme aller an der
Fuelle des Lebens engagieren).
Fuer Jesus ist dieses "Christen am Leben erhalten" so wichtig, dass er das Droh-
bild braucht: Wer einen Glaeubigen (eine Christengemeinde) als solchen zu Fall bringt, dem ginge es besser er wuerde im See versenkt.
Den Hintergrund fuer solches Denken bildet wohl die Ueberzeugung: dass das
Christentum in seinem Kern fuer die Welt aeusserst wertvoll ist -
es stabilisiert die Welt im sinnlosen Evolutionsprozess;
es bietet der Menschheit Sinn und Heil an!
Diese Grundueberzeugung Jesu ist - weil sie auf seine Juenger uebergehen sollte -
von einer bemerkenswerten Warnung begleitet:
Die oekumenische Heilswirkung des Christentums gilt nur, wenn der christliche Wertekatalog eingehalten wird.
Man merke also: Was nuetzen die grossartigen Werke (Hand) wenn sie ausbeuterisch sind? Herr erbarme Dich
Was nuetzen die Weltrekorde und die vielen Weltreisen (Fuss) wenn sie
polarisieren und demuetigen? Herr erbarme Dich
Was nuetzen die Wissenschaften und alle Weltanschauungen (Auge), wenn
sie verwirren und unrealistischen Einbildungen froenen ? Herr erbarme Dich
Hand und Fuss und Auge sind nicht Eigenwerte, denn als solche sind sie dem zerfressenden Wurm und dem verzehrenden Feuer ausgeliefert; sie sind egozentrisch-vergaenglich.
Hand + Fuss + Auge sind koordiniert in den Dienst der Teilnahme aller an der Lebensfuelle zu stellen.
1. (38-40) Gemaess Mk zeigt Johannes, dass die Apostel einem exclusiven Denken verfallen sind; denn er erklaert, dass sie einen, der in Jesu Namen Gutes tat und nicht zu ihrer Gruppe gehoerte, stoppen wollten. Jesus ist strict dagegen und erklaert seinerseits: Wer Gutes tut in meinem Namen wird nicht schlecht sprechen von mir. "Wer nicht gegen uns ist - ist fuer uns".
Jesus zeigt ein grosszuegiges inclusives Denken. Im Zeitalter der Oekumene, wo es Tausende von christlichen Konfessionen gibt, die sich alle auf den Namen Jesu berufen und die oft nachweislich viel Gutes tun, duerfte die Katholische Kirche ganz allgemein sich zum inclusiven Denken Jesu bekennen. Alle, die im Namen Jesu leben und wirken wollen sollten im weiten oekumenischen Gespraech eine Stimme haben. Nur wer sich als "allein-seligmachend" profiliert, schliesst sich von der Oekumene aus.
2. (41-48) Einen Becher Wasser zu trinken geben bedeutet: ihn am leben erhalten!
Christen (genauer: eine Christengemeinde) am Leben erhalten ist fuer alle vorteilhaft. Das ist eine Grundueberzeugung von Jesus!
Gilt das auch fuer Syrien, Irak, Aegypten - auch fuer die Schweiz und Norwegen?
oder gar fuer Nigeria?
Ich denke sehr wohl!
Denn "Christ-sein" heisst ja: sich fuer die Teilnahme aller an der
Fuelle des Lebens engagieren).
Fuer Jesus ist dieses "Christen am Leben erhalten" so wichtig, dass er das Droh-
bild braucht: Wer einen Glaeubigen (eine Christengemeinde) als solchen zu Fall bringt, dem ginge es besser er wuerde im See versenkt.
Den Hintergrund fuer solches Denken bildet wohl die Ueberzeugung: dass das
Christentum in seinem Kern fuer die Welt aeusserst wertvoll ist -
es stabilisiert die Welt im sinnlosen Evolutionsprozess;
es bietet der Menschheit Sinn und Heil an!
Diese Grundueberzeugung Jesu ist - weil sie auf seine Juenger uebergehen sollte -
von einer bemerkenswerten Warnung begleitet:
Die oekumenische Heilswirkung des Christentums gilt nur, wenn der christliche Wertekatalog eingehalten wird.
Man merke also: Was nuetzen die grossartigen Werke (Hand) wenn sie ausbeuterisch sind? Herr erbarme Dich
Was nuetzen die Weltrekorde und die vielen Weltreisen (Fuss) wenn sie
polarisieren und demuetigen? Herr erbarme Dich
Was nuetzen die Wissenschaften und alle Weltanschauungen (Auge), wenn
sie verwirren und unrealistischen Einbildungen froenen ? Herr erbarme Dich
Hand und Fuss und Auge sind nicht Eigenwerte, denn als solche sind sie dem zerfressenden Wurm und dem verzehrenden Feuer ausgeliefert; sie sind egozentrisch-vergaenglich.
Hand + Fuss + Auge sind koordiniert in den Dienst der Teilnahme aller an der Lebensfuelle zu stellen.
Abonnieren
Posts (Atom)