In der Sicht des Christlichen Glaubens hat das Geheimnis Gott uns geschenkt:
das Leben - um es voll zu leben
die Schoepfung (als Weltbild) - um sie zu gestalten
das Licht - um die Wirklichkeit zu entdecken.
"leben, gestalten, entdecken" - das ist ein Prozess, ein Weg, eine Entwicklung.
Gott fordert uns heraus unseren Weg zu gestalten, zu entdecken, zu leben -
und dies gezielt auf die Fuelle des Lebens hin...
Darum koennen wir unseren Lebensvollzug "Auferstehungs-Weg" nennen,
eingehen ins Leben, durchgehen alle Freuden und Aerger; aufbluehen und zerfallen;
sogar den Tod erleben - und dies um ja die Fuelle des Lebens zu erreichen.
Jesus Christus ist uns dafuer ein Symbol.
Dieser "Auferstehungs-Weg" ist jedem angeboten, jeder/jede ist dazu heraus-
gefordert - darum die Anfrage: warum ihn einsam und nicht gemeinsam gehen ?
Die Kath. Kirche ist ein Versuch ihn weltweit gemeinsam zu gehen.
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Samstag, 30. März 2013
Freitag, 29. März 2013
Das Lamm Gottes als Symbol der Rache + Rettung
Am Hohen Donnerstag vernehmen wir aus Ex 12 den Entscheid des Jahwe-Gottes
alle Erstgeborenen der Aegypter zu toeten und zwar weil die Aegypter die Israelliten nicht in die Freiheit ziehen lassen. So wird Gott sie raechend schrecklich bestrafen.
Damit der raechende Todes-Engel die versklavten Israeliten nicht toetet bekommt er ein Zeichen: Die Israeliten werden in jedem ihrer Haeuser ein Lamm schlachten und dessen Blut an die Tuerpfosten streichen (und das Lamm dann in dieser Nacht fuer die Flucht geruestet auch verzehren). So werden sie durch das Blutzeichen gerettet, ein Lamm musste dafuer mit dem Leben bezahlen! waehrend die Erstgeborenen Aegyptens dem Rache-Zorn Gottes zum Opfer fallen.
Das rettende Lamm Gottes ist klar die Konsequenz eines raechenden Jahwe-Gottes, der die einen raecht, die andern rettet. Dieser Gott raecht toedlich und rettet durch den Tod des Lammes. Der alte Jahwe-Gott als Gott des Todes fuer alle - ausgenommen "sein spezielles Lieblings-Volk", fuer dessen Rettung viele Erstgeborene sterben und viele Laemmer ihr Blut vergiessen. Theologie der speziellen Erwaehlung!
So wird der alte Jahwe-Gott geglaubt und seine Methode gepriesen: Er opfert das Lamm, seinen Sohn, um sein Volk (sein Eigentum) zu retten!
Noch im 2013 betet die Kath. Kirche: "Lamm Gottes..." basierend auf der Idee des
Rache-Gottes Jahwe. D. h. es ist dem Profeten Jesus vN noch nicht gelungen, die alte Idee vom raechenden Gott auszuloeschen. Die Duerre im Owmabo, die Krankheit des Onkels, der Tod der Tochter... alles Resultat des strafend-raechenden Jahwe-Gottes. Damit dominiert die Gott-manipulierende Religion bis heute ueber das Christentum - und weder das Konzil V II noch die folgenden Paepste waren faehig, das Gottesbild im Sinne Jesu zu reinigen!
Den Gott, der sein Volk blutig rettet - den hat Jesus am Kreuz verlassen und damit sein Werk vollbracht.
alle Erstgeborenen der Aegypter zu toeten und zwar weil die Aegypter die Israelliten nicht in die Freiheit ziehen lassen. So wird Gott sie raechend schrecklich bestrafen.
Damit der raechende Todes-Engel die versklavten Israeliten nicht toetet bekommt er ein Zeichen: Die Israeliten werden in jedem ihrer Haeuser ein Lamm schlachten und dessen Blut an die Tuerpfosten streichen (und das Lamm dann in dieser Nacht fuer die Flucht geruestet auch verzehren). So werden sie durch das Blutzeichen gerettet, ein Lamm musste dafuer mit dem Leben bezahlen! waehrend die Erstgeborenen Aegyptens dem Rache-Zorn Gottes zum Opfer fallen.
Das rettende Lamm Gottes ist klar die Konsequenz eines raechenden Jahwe-Gottes, der die einen raecht, die andern rettet. Dieser Gott raecht toedlich und rettet durch den Tod des Lammes. Der alte Jahwe-Gott als Gott des Todes fuer alle - ausgenommen "sein spezielles Lieblings-Volk", fuer dessen Rettung viele Erstgeborene sterben und viele Laemmer ihr Blut vergiessen. Theologie der speziellen Erwaehlung!
So wird der alte Jahwe-Gott geglaubt und seine Methode gepriesen: Er opfert das Lamm, seinen Sohn, um sein Volk (sein Eigentum) zu retten!
Noch im 2013 betet die Kath. Kirche: "Lamm Gottes..." basierend auf der Idee des
Rache-Gottes Jahwe. D. h. es ist dem Profeten Jesus vN noch nicht gelungen, die alte Idee vom raechenden Gott auszuloeschen. Die Duerre im Owmabo, die Krankheit des Onkels, der Tod der Tochter... alles Resultat des strafend-raechenden Jahwe-Gottes. Damit dominiert die Gott-manipulierende Religion bis heute ueber das Christentum - und weder das Konzil V II noch die folgenden Paepste waren faehig, das Gottesbild im Sinne Jesu zu reinigen!
Den Gott, der sein Volk blutig rettet - den hat Jesus am Kreuz verlassen und damit sein Werk vollbracht.
Samstag, 23. März 2013
Gott in Aktion - auch in der Heiligen Woche.
TV CNN (14.03.13) hat der Welt mitgeteilt: "God's hand in action"
Im FC: Argentinien siegt ueber Mailand / und dann:
Kirche: Bergoglio (A) siegt ueber Scola (Milano)
Wieder eine Bestaetigung, dass Gott das Weltgeschehen
bestimmt - wenigstens fuer die Argentinier... und fuer CNN.
19.03.2013 CNN hat nicht mitgeteilt, dass der 19. Maerz mein Weihetag ist,
dass der Kanton Uri ihn als Feiertag begeht und dass Hans Kueng an diesem Tag
seinen 85. Geburtstag feierte.
21.03.2013 Namibia hat mitgeteilt, dass es sich zum 23. mal freut ueber seine
politische Unabhaengigkeit und hat in Oshakati gross gefeiert. Nun geht der Kampf weiter, es geht nun auch noch um die oekonomische Unabhaengigkeit...
(Observer 22.03.2013). Und dann ? kulturelle Unabhaengigkeit ? und dann ?
Welt-Unabhaengigkeit ? Wie lange geht dieser Rausch, diese Illusion noch weiter ?
Ich hoffe, dass wir 2015 langsam zur Feier der Inter-Dependence faehig werden.
Ich bin froh, dass wir einen Freiraum schaffen konnten in dem wir unseren Platz
und Beitrag in der gegenseitigen Abhaengigkeit einbringen koennen.
In der Kath. Liturgy steht die anbrechende Woche auch unter dem Thema:
"Gott in action". Es heisst: Gott hat seinen Sohn Jesus fuer unsere Freiheit dahingegeben...
Geht er darum am Palmsonntag mit seinem Anspruch "das Reich Gottes ist nahe"
an die Oeffentlichkeit; begeht er darum am Hohen Donnerstag das Abendmahl
"Er als Brot fuer das Leben der Welt" und waescht die Fuesse seiner Apostel; schreit Er darum am Kreuz "mein Gott, warum hast Du mich verlassen" ? ? ?
Sieht so die Aktion Gottes aus... wie wir sie heutzutage feiern ?
Jedenfalls geht diese Aktion Gottes sehr natuerlich zu:
1.) Alle Menschen sterben und einige durch ihren Einsatz...
2.) Alle Menschen sind grundsaetzlich fuereinander Brot,
einigen gelingt es noch nicht...
3.) Alle Menschen sind auf Service angewiesen; einige kapieren es noch nicht...
4.) Im Sterben verlieren alle Menschen alles (Welt und Gott);
einige haben sich dafuer entschieden, dass Gott sie ins Leben rufe, endgueltig.
Im FC: Argentinien siegt ueber Mailand / und dann:
Kirche: Bergoglio (A) siegt ueber Scola (Milano)
Wieder eine Bestaetigung, dass Gott das Weltgeschehen
bestimmt - wenigstens fuer die Argentinier... und fuer CNN.
19.03.2013 CNN hat nicht mitgeteilt, dass der 19. Maerz mein Weihetag ist,
dass der Kanton Uri ihn als Feiertag begeht und dass Hans Kueng an diesem Tag
seinen 85. Geburtstag feierte.
21.03.2013 Namibia hat mitgeteilt, dass es sich zum 23. mal freut ueber seine
politische Unabhaengigkeit und hat in Oshakati gross gefeiert. Nun geht der Kampf weiter, es geht nun auch noch um die oekonomische Unabhaengigkeit...
(Observer 22.03.2013). Und dann ? kulturelle Unabhaengigkeit ? und dann ?
Welt-Unabhaengigkeit ? Wie lange geht dieser Rausch, diese Illusion noch weiter ?
Ich hoffe, dass wir 2015 langsam zur Feier der Inter-Dependence faehig werden.
Ich bin froh, dass wir einen Freiraum schaffen konnten in dem wir unseren Platz
und Beitrag in der gegenseitigen Abhaengigkeit einbringen koennen.
In der Kath. Liturgy steht die anbrechende Woche auch unter dem Thema:
"Gott in action". Es heisst: Gott hat seinen Sohn Jesus fuer unsere Freiheit dahingegeben...
Geht er darum am Palmsonntag mit seinem Anspruch "das Reich Gottes ist nahe"
an die Oeffentlichkeit; begeht er darum am Hohen Donnerstag das Abendmahl
"Er als Brot fuer das Leben der Welt" und waescht die Fuesse seiner Apostel; schreit Er darum am Kreuz "mein Gott, warum hast Du mich verlassen" ? ? ?
Sieht so die Aktion Gottes aus... wie wir sie heutzutage feiern ?
Jedenfalls geht diese Aktion Gottes sehr natuerlich zu:
1.) Alle Menschen sterben und einige durch ihren Einsatz...
2.) Alle Menschen sind grundsaetzlich fuereinander Brot,
einigen gelingt es noch nicht...
3.) Alle Menschen sind auf Service angewiesen; einige kapieren es noch nicht...
4.) Im Sterben verlieren alle Menschen alles (Welt und Gott);
einige haben sich dafuer entschieden, dass Gott sie ins Leben rufe, endgueltig.
Donnerstag, 14. März 2013
Habemus PAPAM Francis 1
Er ist kein Namibier, kein Afrikaner, keine Frau, kein "papabile" (front-runner);
er war auch nicht in meiner Sicht; mein favorit war L.A. Tagle (Manila / 56 Jahre).
Er ist auch kein Schweizer (K.Koch als Neutraler, als Oekumene-minister, als
hoch inelligent waere ein Signal gewesen).
Er ist "von der andern Weltseite" - und hier er ist: Jorge Mario Bergoglio; er war
Erzbischof von Buenos Aires, Argentinien (sein Name toent italienisch); er musste sein Amt schon abgeben - weil zu alt - und nun ist er Papst. Mit 76 Jahren, drei Jahre juenger als Ratzinger bei der Papstwahl; damals in 2005 war er der zweite;
nun hat es ihn doch noch erwischt! Mein erstes Gefuehl: der arme Mann.
Aber er ist Jesuit, und die gelten doch als clever.
1936 geboren - und jetzt noch Papst: mit einem Schiff, recht ueberladen mit
schwierigen Problemen; keine Kurien-Erfahrung - wie soll er nur die roemische
Zentrale saeubern ? Das Image, recht konservativ zu sein, wird ihm helfen.
Trotz allem: Ich lass mich ueberraschen...
In der vatikanischen Balkon-Auffuehrung sind mir drei Zeichen aufgefallen:
1.) seine Bitte um das Gebet - und dann eben recht konservativ: "Vater unser -
Gegruesst seist du Maria - Ehre sei ", damit stellt er sich in die 1.2 Billionen
Bitt-Gemeinschaft, die Maria, dann Jesus und zuletzt auch noch Gott selbst
anruft, doch bitte bei der Problemloesung hilfreich zu sein. Es koennte ja auch
umgekehrt gedacht werden: dass Gott nicht Hilfe sondern Herausforderung ist,
dass wir Menschen miteinander die Lebens-probleme loesen.
2.) Er bat die Menschen um eine Gunst: I want you to bless me! Die Katholiken moegen den Papst segnen - das ist die Umkehrung des grossen Segens "urbi et orbi"
Nun muss man fuer diese Papst-Segnung noch ein Zeichen finden - damit sie auch
anschaulich ausgefuehrt werden kann. Vedremo...benedicere = segnen = gutheissen
Den Papst gutheissen, heisst das auch das jetztige Papsttum gutheissen ?
Die Person kann ich gutheissen; dem Amt gegenueber bleib ich skeptisch...
3.) Die "Auffuehrung" empfand ich als verhaeltnissmaessig schlicht. Die Segens-geste war zurueckhaltend wie das Laecheln. Keine Programm-Rede; eine erste
Praesentation - alles weitere offen...
(und was wir nicht zu sehen bekamen: auf dem Weg zum Balkon hat er entgegen dem Protokoll einen privaten Gebets-Verweil eingeschaltet - eigenstaendig!)
er war auch nicht in meiner Sicht; mein favorit war L.A. Tagle (Manila / 56 Jahre).
Er ist auch kein Schweizer (K.Koch als Neutraler, als Oekumene-minister, als
hoch inelligent waere ein Signal gewesen).
Er ist "von der andern Weltseite" - und hier er ist: Jorge Mario Bergoglio; er war
Erzbischof von Buenos Aires, Argentinien (sein Name toent italienisch); er musste sein Amt schon abgeben - weil zu alt - und nun ist er Papst. Mit 76 Jahren, drei Jahre juenger als Ratzinger bei der Papstwahl; damals in 2005 war er der zweite;
nun hat es ihn doch noch erwischt! Mein erstes Gefuehl: der arme Mann.
Aber er ist Jesuit, und die gelten doch als clever.
1936 geboren - und jetzt noch Papst: mit einem Schiff, recht ueberladen mit
schwierigen Problemen; keine Kurien-Erfahrung - wie soll er nur die roemische
Zentrale saeubern ? Das Image, recht konservativ zu sein, wird ihm helfen.
Trotz allem: Ich lass mich ueberraschen...
In der vatikanischen Balkon-Auffuehrung sind mir drei Zeichen aufgefallen:
1.) seine Bitte um das Gebet - und dann eben recht konservativ: "Vater unser -
Gegruesst seist du Maria - Ehre sei ", damit stellt er sich in die 1.2 Billionen
Bitt-Gemeinschaft, die Maria, dann Jesus und zuletzt auch noch Gott selbst
anruft, doch bitte bei der Problemloesung hilfreich zu sein. Es koennte ja auch
umgekehrt gedacht werden: dass Gott nicht Hilfe sondern Herausforderung ist,
dass wir Menschen miteinander die Lebens-probleme loesen.
2.) Er bat die Menschen um eine Gunst: I want you to bless me! Die Katholiken moegen den Papst segnen - das ist die Umkehrung des grossen Segens "urbi et orbi"
Nun muss man fuer diese Papst-Segnung noch ein Zeichen finden - damit sie auch
anschaulich ausgefuehrt werden kann. Vedremo...benedicere = segnen = gutheissen
Den Papst gutheissen, heisst das auch das jetztige Papsttum gutheissen ?
Die Person kann ich gutheissen; dem Amt gegenueber bleib ich skeptisch...
3.) Die "Auffuehrung" empfand ich als verhaeltnissmaessig schlicht. Die Segens-geste war zurueckhaltend wie das Laecheln. Keine Programm-Rede; eine erste
Praesentation - alles weitere offen...
(und was wir nicht zu sehen bekamen: auf dem Weg zum Balkon hat er entgegen dem Protokoll einen privaten Gebets-Verweil eingeschaltet - eigenstaendig!)
Sonntag, 10. März 2013
Mein Dilemma (immer wieder)
Die Predigt am 4. Fastensonntag ueber den "verlorenen Sohn" war ein harter Brocken (gehalten in Maria Assunta Orwetoveni in Afrikaans 10.03.2013).
Jederman freut sich ueber diesen von Lk vorgestellten barmherzigen Gott, der mich als Suender bedingungslos willkommen heisst - so ein Gott ist fuer mich gut.
Es gibt mir ein gutes Gefuehl zu glauben "irgendwo" total akzeptiert zu sein.
Dieser Glaube ist gesund und lebenverheissend. Dieser Glaube wuerde die Gesellschaft sehr positiv veraendern. Wenn keiner mehr das Gefuehl haette
verstossen, verurteilt, abgelehnt zu sein - es waere ein evolutiver Durchbruch.
Wenn es aber um den Andern geht, den, der gegen mich gesuendigt hat, der mich
oder die Gesellschaft bestohlen hat, der auf meine Kosten (mich ausbeutend)
sein Leben geniesst, den Luegner und Ausschweifer, den Vergewaltiger und gar Moerder, - dann wuenschen wir uns oft "den gerechten Gott", der diesen andern Suender straft, der ihn eventuell in die Hoelle verdammt. Gott soll das, was wir
unter Gerechtigkeit verstehen ausfuehren. Gemaess Lukas ist dieser Gott aber auch noch barmherzig. Er heisst auch den andern (juengeren Sohn) willkommen.
Das macht mir und vielen schwer zu schaffen.
Die christlichen Kirchen von heute sind meistens nicht auf der Hoehe des von Lk
vorgestellten Vater-Gott. Es heisst: Mir gegenueber akzeptiere ich den barmherzigen Gott, gegenueber den andern bevorzuge ich den gerechten Gott (Strafe muss sein).
Wenn es uns gelingt, dem Lk-Gott in den christlichen Kirchen zum Durchbruch zu verhelfen, dann ist viel erreicht. Das heisst gerade nicht, dass sich der seculare Staat an diesen Lk-Gott halten soll. Anderseits schadet es dem Staat auch nicht,
wenn er sich etwas in Richtung Barmherzigkeit bewegt.
Theologisch gesehen ist Gott fuer alle Menschen ein und derselbe; eben der Lk-Vater-Gott, gerecht und barmherzig gegenueber gar allen (Monotheismus).Was bereits unsere Vorstellungskraft uebersteigt.Wir sind noch nicht soweit...
Das Dilemma: So gut das Lk-Gottesbild (der barmherzige Vater-Gott) den Menschen tut und ihn befreit...es steckt ganz stark im Rahmen des gar idealen Anthropomorphismus. Duerfen wir noch 2013, im Jahr des Glaubens, ein so
tief anthropomorphes Gottesbild verkuendigen? Genuegt die Begruendung: es
tut den Menschen gut (was aus meiner Erfahrung hier eindeutig stimmt) ? Auf welche Art tut es ihnen gut ? Es fuehrt die Christen in die Abhaengigkeit vom monotheistisch idealen Anthropomorphismus - er gibt ein Gefuehl der Akzeptanz;
dies aber nur in der Konzentration auf IHN. JvN weist in eine andere Richtung:
was ihr dem andern tut, habt ihr mir getan (Das Weltnetz der Mitmensch- lichkeit).
Um dieses Netz zu staerken brauchen wir den transkosmischen, transpersonalen
Gott. Die Einsicht, dass die Welt im Bild ein eigenes allheiliges Geheimnis ist
und darin der gesamte Kosmos Gnade strahlt - sie bringt uns der Teilnahme an
der Lebensfuelle naeher (wo auch Menschen einander zur Lebens-Erfuellung werden koennen). Wenn Gott erkannt wird als "die allgegenwaertige totale Explosion
der Lebensfuelle" - dann werden wir der Evolution und dem Evangelium etc... eher gerecht (cf. seculares Christentum).
Jederman freut sich ueber diesen von Lk vorgestellten barmherzigen Gott, der mich als Suender bedingungslos willkommen heisst - so ein Gott ist fuer mich gut.
Es gibt mir ein gutes Gefuehl zu glauben "irgendwo" total akzeptiert zu sein.
Dieser Glaube ist gesund und lebenverheissend. Dieser Glaube wuerde die Gesellschaft sehr positiv veraendern. Wenn keiner mehr das Gefuehl haette
verstossen, verurteilt, abgelehnt zu sein - es waere ein evolutiver Durchbruch.
Wenn es aber um den Andern geht, den, der gegen mich gesuendigt hat, der mich
oder die Gesellschaft bestohlen hat, der auf meine Kosten (mich ausbeutend)
sein Leben geniesst, den Luegner und Ausschweifer, den Vergewaltiger und gar Moerder, - dann wuenschen wir uns oft "den gerechten Gott", der diesen andern Suender straft, der ihn eventuell in die Hoelle verdammt. Gott soll das, was wir
unter Gerechtigkeit verstehen ausfuehren. Gemaess Lukas ist dieser Gott aber auch noch barmherzig. Er heisst auch den andern (juengeren Sohn) willkommen.
Das macht mir und vielen schwer zu schaffen.
Die christlichen Kirchen von heute sind meistens nicht auf der Hoehe des von Lk
vorgestellten Vater-Gott. Es heisst: Mir gegenueber akzeptiere ich den barmherzigen Gott, gegenueber den andern bevorzuge ich den gerechten Gott (Strafe muss sein).
Wenn es uns gelingt, dem Lk-Gott in den christlichen Kirchen zum Durchbruch zu verhelfen, dann ist viel erreicht. Das heisst gerade nicht, dass sich der seculare Staat an diesen Lk-Gott halten soll. Anderseits schadet es dem Staat auch nicht,
wenn er sich etwas in Richtung Barmherzigkeit bewegt.
Theologisch gesehen ist Gott fuer alle Menschen ein und derselbe; eben der Lk-Vater-Gott, gerecht und barmherzig gegenueber gar allen (Monotheismus).Was bereits unsere Vorstellungskraft uebersteigt.Wir sind noch nicht soweit...
Das Dilemma: So gut das Lk-Gottesbild (der barmherzige Vater-Gott) den Menschen tut und ihn befreit...es steckt ganz stark im Rahmen des gar idealen Anthropomorphismus. Duerfen wir noch 2013, im Jahr des Glaubens, ein so
tief anthropomorphes Gottesbild verkuendigen? Genuegt die Begruendung: es
tut den Menschen gut (was aus meiner Erfahrung hier eindeutig stimmt) ? Auf welche Art tut es ihnen gut ? Es fuehrt die Christen in die Abhaengigkeit vom monotheistisch idealen Anthropomorphismus - er gibt ein Gefuehl der Akzeptanz;
dies aber nur in der Konzentration auf IHN. JvN weist in eine andere Richtung:
was ihr dem andern tut, habt ihr mir getan (Das Weltnetz der Mitmensch- lichkeit).
Um dieses Netz zu staerken brauchen wir den transkosmischen, transpersonalen
Gott. Die Einsicht, dass die Welt im Bild ein eigenes allheiliges Geheimnis ist
und darin der gesamte Kosmos Gnade strahlt - sie bringt uns der Teilnahme an
der Lebensfuelle naeher (wo auch Menschen einander zur Lebens-Erfuellung werden koennen). Wenn Gott erkannt wird als "die allgegenwaertige totale Explosion
der Lebensfuelle" - dann werden wir der Evolution und dem Evangelium etc... eher gerecht (cf. seculares Christentum).
Donnerstag, 7. März 2013
4. F-Sonntag Lk 15.1-5,11-32 VERLOREN ? (10.03.13)
Fuer wen schreibt Lk diese wundervolle Geschichte ?
Fuer die Pharisaeer und Schriftgelehrten ! Also fuer jene, die zutiefst ueberzeugt
sind: eingentlich sind sie recht; ihr Lebensstil ist der richtige!
Nun aber gibt es - und zwar von Natur aus - verschiedene Lebensstile...
jener des eher verschwenderischen, unternehmungslustigen Abenteurers;
risikohafte Ausschweifung wird gewagt,oft beherrschen die Triebe den Typ.
jener des eher zurueckhaltenden Zaghaften; gehorsam im Rahmen der Tradition,
ev. fleissig und produktiv; vielleicht asketisch..., gedankenorientiert...
Lk meint: Gott akzeptiert beide (den juengeren und den aelteren Sohn).
Aber - und hier kommt's zum Problem: der aeltere traditionsbehaftete, gehorsame,
produktive Unternehmer - er ist unfaehig zu dieser goettlichen Haltung.Er sieht sich als richtig und gerechtfertigt - und deshalb ist der Andere im Unrecht und zu
verurteilen. Es gibt fuer diesen gottesfuerchtigen ordentlichen Buerger nur einen gueltigen Lebensstil.
Die Akzeptanz dessen, der anders denkt und schaut und fuehlt und handelt; der Andersartige wird zum Problem - weil ich meine Art als grundsaetzlich allein richtig einschaetze (fuer mich und fuer andere).
Ein grosser Anteil an der Fuelle des Lebens ist dem juengeren gewiss (falls er diese Fuelle ertraegt und nicht bald an Aids stirbt)...dem aelteren wird die Fuelle anteilhaftig, wenn er sich dessen bewusst wird, was er alles schon erhalten hat.
In der modernen Gesellschaft: wir muessen miteinander reden wie weit wir faehig sind all die verschiedenen Lebensstile zu ertragen oder zu preisen.
Im Christentum ist die Oekumene der Ort, wo wir die verschiedenen Lebensstile
Jesus zu repraesentieren bejahen.
Im secularen Christentum wissen wir: Gott ist nicht die Instanz, Lebensstile zu sanktionieren... gutzuheissen... Gott ist die geklaerte Herausforderung.
Fuer die Pharisaeer und Schriftgelehrten ! Also fuer jene, die zutiefst ueberzeugt
sind: eingentlich sind sie recht; ihr Lebensstil ist der richtige!
Nun aber gibt es - und zwar von Natur aus - verschiedene Lebensstile...
jener des eher verschwenderischen, unternehmungslustigen Abenteurers;
risikohafte Ausschweifung wird gewagt,oft beherrschen die Triebe den Typ.
jener des eher zurueckhaltenden Zaghaften; gehorsam im Rahmen der Tradition,
ev. fleissig und produktiv; vielleicht asketisch..., gedankenorientiert...
Lk meint: Gott akzeptiert beide (den juengeren und den aelteren Sohn).
Aber - und hier kommt's zum Problem: der aeltere traditionsbehaftete, gehorsame,
produktive Unternehmer - er ist unfaehig zu dieser goettlichen Haltung.Er sieht sich als richtig und gerechtfertigt - und deshalb ist der Andere im Unrecht und zu
verurteilen. Es gibt fuer diesen gottesfuerchtigen ordentlichen Buerger nur einen gueltigen Lebensstil.
Die Akzeptanz dessen, der anders denkt und schaut und fuehlt und handelt; der Andersartige wird zum Problem - weil ich meine Art als grundsaetzlich allein richtig einschaetze (fuer mich und fuer andere).
Ein grosser Anteil an der Fuelle des Lebens ist dem juengeren gewiss (falls er diese Fuelle ertraegt und nicht bald an Aids stirbt)...dem aelteren wird die Fuelle anteilhaftig, wenn er sich dessen bewusst wird, was er alles schon erhalten hat.
In der modernen Gesellschaft: wir muessen miteinander reden wie weit wir faehig sind all die verschiedenen Lebensstile zu ertragen oder zu preisen.
Im Christentum ist die Oekumene der Ort, wo wir die verschiedenen Lebensstile
Jesus zu repraesentieren bejahen.
Im secularen Christentum wissen wir: Gott ist nicht die Instanz, Lebensstile zu sanktionieren... gutzuheissen... Gott ist die geklaerte Herausforderung.
3. F-Sonntag Lk 13.1-9 GEDULD (03.03.13)
An diesem Weekend haben wir im APC-Tsumeb durchgefuehrt:
1.) ein Ausbildungskurs fuer die Musik-Lehrer/innen von all den 3 APC's (15 Tn)
2.) ein oeffentliches Samstag-Abend -Konzert
3.) Examen fuer drei neue Musik-Lehrer
In all den drei APC's sind 30 Personen angestellt - und eine der grossen Aufgaben ist die Personal-Ausbildung.
Wie oft muss ich als Ausbildner den Managing-Directors sagen:
"Bitte gib mir etwas mehr Zeit zur Ausbildung...
naechstes Jahr werden wir dann die Fruechte ernten".
Wie manche Konzerte braucht es noch, bis wir sagen koennen:
"unsere Konzerte sind super".
Wenn ich mit dem Personal oder mit den Kindern rede, wie oft muss
ich mich wiederholen um verstanden zu werden ???
In einer planenden Gesellschaft weiss man: dieses Ziel werden wir in drei Monaten
erreichen; also stelle ich mich auf drei Monate Geduld ein. Aber in einer nicht-
planenden Gesellschaft weiss du nie, wann die Ziele erreicht werden, du brauchst
unendlich Geduld... die aber ist unmoeglich; nicht einmal Gott bringt unendliche
Geduld auf. Seine Geduld ist begrenzt: er gibt dir ein paar Jahre... selten 100 !
1.) ein Ausbildungskurs fuer die Musik-Lehrer/innen von all den 3 APC's (15 Tn)
2.) ein oeffentliches Samstag-Abend -Konzert
3.) Examen fuer drei neue Musik-Lehrer
In all den drei APC's sind 30 Personen angestellt - und eine der grossen Aufgaben ist die Personal-Ausbildung.
Wie oft muss ich als Ausbildner den Managing-Directors sagen:
"Bitte gib mir etwas mehr Zeit zur Ausbildung...
naechstes Jahr werden wir dann die Fruechte ernten".
Wie manche Konzerte braucht es noch, bis wir sagen koennen:
"unsere Konzerte sind super".
Wenn ich mit dem Personal oder mit den Kindern rede, wie oft muss
ich mich wiederholen um verstanden zu werden ???
In einer planenden Gesellschaft weiss man: dieses Ziel werden wir in drei Monaten
erreichen; also stelle ich mich auf drei Monate Geduld ein. Aber in einer nicht-
planenden Gesellschaft weiss du nie, wann die Ziele erreicht werden, du brauchst
unendlich Geduld... die aber ist unmoeglich; nicht einmal Gott bringt unendliche
Geduld auf. Seine Geduld ist begrenzt: er gibt dir ein paar Jahre... selten 100 !
Sonntag, 24. Februar 2013
2. Fasten-Sonntag C Lk 9.28-36 (24.Febr 2013)
Lk schenkt uns das Bild von der TRANSFIGURATION Jesu auf dem Berg Tabor.
TF ist eine der wunderbarsten menschlichen Eigenschaften! "Man" gibt einer Sache oder einer Person eine "zusaetzliche Bedeutung". Das tun wir am laufenden Band:
Ein Haus wird zum Heim erklaert, ein Land zum "Heimatland"; Eine Frau wird zur Freundin, zur Braut, zur Ehefrau erwaehlt; ein 1000 CHF-Ring wird zum Ehe-Ring
deklariert; man sieht in diesem Mann seinen Vater; man sieht in einem Girl das schoenste Geschoepf der Welt. Katholiken erklaeren ein Stueck Brot (in der Eucharistie) zum "Leib des Herrn" und segnen einen Rosenkranz zum Gebets-instrument.
Jesus ist bekannt als "der Profet von Nazareth" und sie kennen ihn als den Erstgeborenen des Schreiners Josef. Die drei Haupt-Apostel: Petrus (Leiter der Christengemeinde in Rom), Jakobus (Leiter der Gemeinde in Jerusalem) und Johannes (Jesu Freund) sehen mehr, sie sehen Jesus nun als: der Neue Moses und als der Neue Elias.Wer Moses und Elias kennt, staunt ob dieser Neuen Bedeutung, die sie dem Jesus (dem einfachen Profeten von Nazareth) geben. Dieser Jesus - ein Moses ( der aus der Sklavenschaft fuehrt, der den Gottesnamen erfaehrt, der das
Ueberlebensgesetz bringt) ? Wer haette das gedacht ? Darueber kann man nur schweigen!
Nach 2000 Jahren haben wir dem Jesus nun weitere Bedeutungen gegeben:
Er ist nun offiziell der Messias, der Erloeser, der auferstandene Herrn, der Sohn Gottes. Vom Jesus zum Moses zum Messias zum Sohn Gottes... das ist Transfiguration. Was sehen wir in IHM ? Welche Bedeutung ordnen wir IHM zu ? Fuer wen halten wir IHN ? Nehmen wir die progressive Transfiguration Jesu noch ernst ? und vor allem, wohin fuehrt sie uns ? Fuer welche Bedeutung entscheiden wir uns heute ? Gibt es ueberhaupt ganz neue Bedeutungen ?
Die TF Jesu ist erstaunlich! Aber sie gilt einem, der vor 2000 Jahren lebte.
Entdecken wir mal die Bedeutungs-Zumessungen, die wir unseren Mitmenschen geben. Die Transfigurationen in unserer Um-Welt. Wem von unseren Mit-menschen geben wir welche Bedeutung ? und wie aendert sich diese Ver-Gebung ?
Frage: wagen wir es, jemandem "aus unserer Umgebung" die Bedeutung "Erloeser"
zuzugestehen ? Entdecken wir in Jemandem eine uns "erloesende Figur" ? Oder
gibt es heute in unserer Umgebung keine erloesende Mitmenschen ? Wehe, wenn
nicht! Ich lade Sie ein, tiefer zu sehen - und die Sie erloesenden Menschen zu
entdecken - wenigstens fuer einen Moment, in einem Gipfelerlebnis, auf dem Tabor,
- verweilen ist nicht angesagt - und zurueck in die Realitaet, behalten sie diese
Mitmenschen schweigend in ihrem Herzen.
TF ist eine der wunderbarsten menschlichen Eigenschaften! "Man" gibt einer Sache oder einer Person eine "zusaetzliche Bedeutung". Das tun wir am laufenden Band:
Ein Haus wird zum Heim erklaert, ein Land zum "Heimatland"; Eine Frau wird zur Freundin, zur Braut, zur Ehefrau erwaehlt; ein 1000 CHF-Ring wird zum Ehe-Ring
deklariert; man sieht in diesem Mann seinen Vater; man sieht in einem Girl das schoenste Geschoepf der Welt. Katholiken erklaeren ein Stueck Brot (in der Eucharistie) zum "Leib des Herrn" und segnen einen Rosenkranz zum Gebets-instrument.
Jesus ist bekannt als "der Profet von Nazareth" und sie kennen ihn als den Erstgeborenen des Schreiners Josef. Die drei Haupt-Apostel: Petrus (Leiter der Christengemeinde in Rom), Jakobus (Leiter der Gemeinde in Jerusalem) und Johannes (Jesu Freund) sehen mehr, sie sehen Jesus nun als: der Neue Moses und als der Neue Elias.Wer Moses und Elias kennt, staunt ob dieser Neuen Bedeutung, die sie dem Jesus (dem einfachen Profeten von Nazareth) geben. Dieser Jesus - ein Moses ( der aus der Sklavenschaft fuehrt, der den Gottesnamen erfaehrt, der das
Ueberlebensgesetz bringt) ? Wer haette das gedacht ? Darueber kann man nur schweigen!
Nach 2000 Jahren haben wir dem Jesus nun weitere Bedeutungen gegeben:
Er ist nun offiziell der Messias, der Erloeser, der auferstandene Herrn, der Sohn Gottes. Vom Jesus zum Moses zum Messias zum Sohn Gottes... das ist Transfiguration. Was sehen wir in IHM ? Welche Bedeutung ordnen wir IHM zu ? Fuer wen halten wir IHN ? Nehmen wir die progressive Transfiguration Jesu noch ernst ? und vor allem, wohin fuehrt sie uns ? Fuer welche Bedeutung entscheiden wir uns heute ? Gibt es ueberhaupt ganz neue Bedeutungen ?
Die TF Jesu ist erstaunlich! Aber sie gilt einem, der vor 2000 Jahren lebte.
Entdecken wir mal die Bedeutungs-Zumessungen, die wir unseren Mitmenschen geben. Die Transfigurationen in unserer Um-Welt. Wem von unseren Mit-menschen geben wir welche Bedeutung ? und wie aendert sich diese Ver-Gebung ?
Frage: wagen wir es, jemandem "aus unserer Umgebung" die Bedeutung "Erloeser"
zuzugestehen ? Entdecken wir in Jemandem eine uns "erloesende Figur" ? Oder
gibt es heute in unserer Umgebung keine erloesende Mitmenschen ? Wehe, wenn
nicht! Ich lade Sie ein, tiefer zu sehen - und die Sie erloesenden Menschen zu
entdecken - wenigstens fuer einen Moment, in einem Gipfelerlebnis, auf dem Tabor,
- verweilen ist nicht angesagt - und zurueck in die Realitaet, behalten sie diese
Mitmenschen schweigend in ihrem Herzen.
Freitag, 15. Februar 2013
1. Fasten-Sonntag C Lk 4.1-13 (17.02.2013)
Jesus hat uns durch die Evv mitgeteilt: dass ER kam um das Reich Gottes
auf der Erde zu realisieren (Lk 4.21). D.h. ER zeigt uns den Weg zur Teilnahme an der Fuelle des Lebens. Die Lukas-Geschichte "Versuchung Jesu in der Wueste" macht deutlich, welchen teuflischen Versuchungen ER und wir und die Kirche auf diesem Weg ausgesetzt sind.
Versuchung A) Verwandlung von Stein in Brot. Wenn wir das tun...
bedeutet das, dass alle Resourcen un-begrenzt sind (und wir sehen die Lebensfuelle
in dieser Unbegrenztheit).
Jesu erste Antwort: Nein ! Christlicher Lebens-Stil akzeptiert, dass alle Resourcen endlich sind (Wasser, Nahrung, Oel, Wald / Macht, Liebe, Freiheit, Frieden) und zieht daraus die Konsequenzen.
Jesu zweite Antwort: Nein ! Denn wir leben nicht um der Resourcen willens sondern
weil das Wort Gottes uns zum Leben herausfordert.
Versuchung B) Das Nicht-Goettliche anbeten. Wenn wir das tun...
bedeutet es: Alle Reiche der Erde sind uns bereits un-begrenzt gegeben.
Jesu Antwort: Nein ! Unsere Anbetung ist begrenzt. Sie gilt dem Geheimnis Gott -
und nichts anderem. Ihm allein ist alle Macht und Ehre gegeben - bei uns ist alle Macht und Ehre begrenzt. Wir beten an weder die Sonne noch das Geld, weder die
irdischen Autoritaeten noch die Wissenschaften...
Versuchung C) Stuerze dich in die Tiefe. Wenn wir das tun...
bedeutet es: Mit Hilfe der Engel koennen wir uns ein un-begrenztes Verhalten leisten (wir koennen tun, was immer wir wollen).
Jesu Antwort: Nein ! Unser Verhalten ist begrenzt, wir wissen und akzeptieren es.
(Unsere Sicht, unser Hoeren, unser Erkennen ist konditioniert und begrenzt).
Wenn wir also nach der Teilnahme an der Fuelle des Lebens streben, dann muessen
wir uns bewusst sein, dass all unsere Resourcen, all unser Anbeten (Identifizieren), dass all unser Verhalten (Taetigkeiten) begrenzt ist. Die Gelegenheiten des Lebens zwischen Geburt und Tod sind begrenzt. Nichts im Leben ist grenzenlos.
Ob wir nun Erden-Staub oder Sternen-Staub sind - unser AMEN zum Aschenkreuz ist unsere Zustimmung zur bejahten Begrenztheit.
Und wenn wir fasten, dann setzen wir ein Zeichen, dass wir diese Begrenztheit anerkennen und zu schaetzen wissen.
Nun stehen wir vor der Frage: wie integrieren wir Teilnahme an der Lebensfuelle in die Erfahrungen der Lebens-Begrenzungen.
"Das Ganze im Fragment" heisst auch: symbolisch leben!
Das Brot in Leib verwandeln und den Leib in ein Samenkorn.
auf der Erde zu realisieren (Lk 4.21). D.h. ER zeigt uns den Weg zur Teilnahme an der Fuelle des Lebens. Die Lukas-Geschichte "Versuchung Jesu in der Wueste" macht deutlich, welchen teuflischen Versuchungen ER und wir und die Kirche auf diesem Weg ausgesetzt sind.
Versuchung A) Verwandlung von Stein in Brot. Wenn wir das tun...
bedeutet das, dass alle Resourcen un-begrenzt sind (und wir sehen die Lebensfuelle
in dieser Unbegrenztheit).
Jesu erste Antwort: Nein ! Christlicher Lebens-Stil akzeptiert, dass alle Resourcen endlich sind (Wasser, Nahrung, Oel, Wald / Macht, Liebe, Freiheit, Frieden) und zieht daraus die Konsequenzen.
Jesu zweite Antwort: Nein ! Denn wir leben nicht um der Resourcen willens sondern
weil das Wort Gottes uns zum Leben herausfordert.
Versuchung B) Das Nicht-Goettliche anbeten. Wenn wir das tun...
bedeutet es: Alle Reiche der Erde sind uns bereits un-begrenzt gegeben.
Jesu Antwort: Nein ! Unsere Anbetung ist begrenzt. Sie gilt dem Geheimnis Gott -
und nichts anderem. Ihm allein ist alle Macht und Ehre gegeben - bei uns ist alle Macht und Ehre begrenzt. Wir beten an weder die Sonne noch das Geld, weder die
irdischen Autoritaeten noch die Wissenschaften...
Versuchung C) Stuerze dich in die Tiefe. Wenn wir das tun...
bedeutet es: Mit Hilfe der Engel koennen wir uns ein un-begrenztes Verhalten leisten (wir koennen tun, was immer wir wollen).
Jesu Antwort: Nein ! Unser Verhalten ist begrenzt, wir wissen und akzeptieren es.
(Unsere Sicht, unser Hoeren, unser Erkennen ist konditioniert und begrenzt).
Wenn wir also nach der Teilnahme an der Fuelle des Lebens streben, dann muessen
wir uns bewusst sein, dass all unsere Resourcen, all unser Anbeten (Identifizieren), dass all unser Verhalten (Taetigkeiten) begrenzt ist. Die Gelegenheiten des Lebens zwischen Geburt und Tod sind begrenzt. Nichts im Leben ist grenzenlos.
Ob wir nun Erden-Staub oder Sternen-Staub sind - unser AMEN zum Aschenkreuz ist unsere Zustimmung zur bejahten Begrenztheit.
Und wenn wir fasten, dann setzen wir ein Zeichen, dass wir diese Begrenztheit anerkennen und zu schaetzen wissen.
Nun stehen wir vor der Frage: wie integrieren wir Teilnahme an der Lebensfuelle in die Erfahrungen der Lebens-Begrenzungen.
"Das Ganze im Fragment" heisst auch: symbolisch leben!
Das Brot in Leib verwandeln und den Leib in ein Samenkorn.
Dienstag, 12. Februar 2013
Aschermittwoch (13.02.2013) STARDUST
Aus kurzer Distanz gesehen sind wir ERD-STAUB (vom Erdboden genommen);
in grosser Distanz gesehen sind wir STERNEN-STAUB (interstellar verweht);
aber so oder so, als Staub-wesen sind wir endlich. Das ist ein humanes Factum.
Es ist interessant, dass die Kirche bestrebt ist, uns an dieses Factum zu
erinnern. Sich der Endlichkeit des Lebens bewusst zu sein, das ist nicht nur
hoechst wichtig, vorteilhaft sondern auch sehr weise! Es ist ein Grundanliegen
des Christentums die Menschen dazu anzuhalten: die Wirklichkeit zu erkennen
und sich ihr zu ergeben."Das Spiel der Kraefte" geht weitgehend darum, zu bestimmen, was als Wirklichkeit gilt. Was ist die Wirklichkeit von Raum und Zeit, von Luft und Wasser, von Landschaft und Weltbild, von Mensch und Gott, von Freiheit und Liebe ? ? ? Was immer zur Wirklichkeit erklaert wird - es ist STAUB.
Die FASTEN-ZEIT ist ein Training in Endlichkeit. Wie verhalten wir uns, wenn es uns bewusst ist, dass alles endlich ist... gelingt es uns: auf die Un-Endlichkeit zu verzichten, nicht auf eine ausgleichende Gerechtigkeit im Unendlichen zu warten ?
Die Liebe als endlich zu akzepieren ? Die Freiheit als begrenzt zu betaetigen ?
In unserem endlichen Zeitraum zwischen Geburt und Tod, wo wir aufbluehen und zerfallen, wo wir aufbauen und zerstoeren, da geht es darum, das endlich Richtige zu tun (nicht unser Image zur Unendlichkeit aufzublasen);
es geht darum in Gott zu leben (und nicht IHN der Welt gegenueberzustellen);
und unser "fasten" ist die Akzeptanz der Endlichkeit (und nicht die Flucht in das Ausufern von unrealistischen Traeumen) cf. Mt 6.1-6.16-18
Darum: GEDENKE MENSCH - DU BIST STERNEN-STAUB
und ZU STERNEN-STAUB KEHREN WIR ZURUECK
AMEN
in grosser Distanz gesehen sind wir STERNEN-STAUB (interstellar verweht);
aber so oder so, als Staub-wesen sind wir endlich. Das ist ein humanes Factum.
Es ist interessant, dass die Kirche bestrebt ist, uns an dieses Factum zu
erinnern. Sich der Endlichkeit des Lebens bewusst zu sein, das ist nicht nur
hoechst wichtig, vorteilhaft sondern auch sehr weise! Es ist ein Grundanliegen
des Christentums die Menschen dazu anzuhalten: die Wirklichkeit zu erkennen
und sich ihr zu ergeben."Das Spiel der Kraefte" geht weitgehend darum, zu bestimmen, was als Wirklichkeit gilt. Was ist die Wirklichkeit von Raum und Zeit, von Luft und Wasser, von Landschaft und Weltbild, von Mensch und Gott, von Freiheit und Liebe ? ? ? Was immer zur Wirklichkeit erklaert wird - es ist STAUB.
Die FASTEN-ZEIT ist ein Training in Endlichkeit. Wie verhalten wir uns, wenn es uns bewusst ist, dass alles endlich ist... gelingt es uns: auf die Un-Endlichkeit zu verzichten, nicht auf eine ausgleichende Gerechtigkeit im Unendlichen zu warten ?
Die Liebe als endlich zu akzepieren ? Die Freiheit als begrenzt zu betaetigen ?
In unserem endlichen Zeitraum zwischen Geburt und Tod, wo wir aufbluehen und zerfallen, wo wir aufbauen und zerstoeren, da geht es darum, das endlich Richtige zu tun (nicht unser Image zur Unendlichkeit aufzublasen);
es geht darum in Gott zu leben (und nicht IHN der Welt gegenueberzustellen);
und unser "fasten" ist die Akzeptanz der Endlichkeit (und nicht die Flucht in das Ausufern von unrealistischen Traeumen) cf. Mt 6.1-6.16-18
Darum: GEDENKE MENSCH - DU BIST STERNEN-STAUB
und ZU STERNEN-STAUB KEHREN WIR ZURUECK
AMEN
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