Wer "hab-suechtig" ist, wie der Reiche in Lk 12.13-21, den sollte man fuer krank erklaeren und fuer toericht halten. Er ist von einem unreinen Geist befangen und bedarf der Heilung!
("habsuechtig ist, wer nicht erkennen kann, was er schon alles erhalten hat")
Jesus setzt sich bekanntlich dafuer ein, dass die Menschen reich und gesund leben - aber dies eben aus der Sicht Gottes... d.h.: allumfassend + wohlwollend! [nicht aus der Sicht anderer oder gar in eigner Sicht].
Dazu einige Hinweise:
A) "Reich - sein" muss man ja nicht nur auf materielle Gueter einschraencken.
Reich an Gnade, reich an Beziehungen, reich an Weisheit, reich an Einfluss,
reich an Wissen und Fertigkeiten, reich an Erlebnissen.. aber auch reich an
Problemen und Loesungen, reich an Schwierigkeiten... erfahrungs-reich eben!
Reich an Begabungen, reich an Sympathy, reich an Einsatz...
Richtig "reich-sein" muss gelernt werden - "Leben in Fuelle" ist nicht so einfach.
B) "gesund + sicher leben"; das ist ein ganz grosser christlicher Wert und
gehoert heute in den Firm-Unterricht. Wer das Leben nur mit materiellem
Eigentum absichert ist eben kurzsichtig, antisozial, narzistisch - er ist blind
fuer die Fuelle des Lebens und bedarf der Blinden-Heilung. Das Leben ist gesichert
"im Mutterschoss Gottes" und in der Nachfolge Jesu (der von sich sagt: Ich bin
die Auferstehung und das Leben). Wer nur von der AHV lebt, der kommt auf jeden
Fall zu kurz... Der Freundeskreis ist grosszuegiger!
C) Reichtum und Sicherheit ist nur richtig, wenn sie weitgehendst geteilt werden.
Hier liegt das heutige Problem: Akkumulation oder Verteilung. Wer auf R + S
verzichtet hat nichts zu verteilen - was fuer eine Blamage. Der Mensch muss
sich heute als Verteil-Agentur verstehen; das Wasser + das Wissen sind zu
ver-teilen - sind fuer alle da - das ist die Sicht Gottes.
Die Kirche ist jene Gruppe, die Reichtum und Sicherheit gerecht und barmherzig verteilt und sich dafur heilend und tatkraeftig einsetzt.
In diesem Sinne muss die Kirche auch am politischen und wirtschatftlichen Dialog
ernsthaft teilnehmen!
An diesem ersten August-Sonntag 2013 war ich mit der APC-Association in Otshikuku um an der AGA "20 Jahre Arts-Performance-Centre-Otshikuku" zu
feiern).
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Dienstag, 30. Juli 2013
Mittwoch, 24. Juli 2013
17. Sonntag C / Lk 11.1-13 BETEN
Beten ist weit verbreitet, bedeutet vieles, aber in neuerer Zeit eher:
Eine Beziehung herstellen zum Geheimnis Gott.
Jenachdem, wie Jemand das Geheimnis Gott sich vorstellt,
so wird dieser Jemand, seiner Vorstellung gemaess,
sich in Beziehung zu diesem Gott setzen:
+ ueber diesen Gott nachdenken (ihm eine mentale Existenz geben)
+ diesen Gott empfinden (im Gefuehl zur Wirkung kommen lassen)
+ auf diesen Gott hoeren (ihm zugemutete Aussagen abrufen)
+ zu diesem Gott sprechen (das Eigene ihm anvertrauen)
+ mit diesem Gott ein Gespraech inszenieren (Gott als Dialogpartner)
"Beten" ist eine Vorstellungs-Angelegenheit und trifft nicht das
Geheimnis Gott sondern narzistisch nur die menschlichen Vorstellungen.
Dies anzuerkennen, dass Gott fuer uns unzugaenglich ist, ist fuer viele
enttaeuschend. Sie fuehlen sich zu Hoeherem berufen.
Die christliche Erziehung sagte: Man kann aktiv auf Gott zugehen...
Ihn ansprechen etc... und Er hoert... aber sie sagte nicht:
dass wir Menschen uns ein intrapsychisches Spiel mit Gott erlauben.
Die Erkenntnis-Begrenzung des Menschen wird nicht in Rechnung gestellt.
Noch denkt sich der Mensch nicht nur konstitutiv fuer die Weltanschauung
sondern auch fuer die Weltwirklichkeit.
In Wirklichkeit:
Unsere Vorstellungen/ Empfindungen von Gott sind nicht Gott!
Gott ist immer das Ganz-Andere, das in der Transzendenz erahnt, in der
Immanenz (Schoepfung, Religionen, Jesus) repraesentiert wird.
Dieser erahnte und repraesentierte Gott ist in Wirklichkeit mehr als
abwesend (in seiner erahnten Herrlichkeit) und mehr als anwesend
(in seinen repraesentierten Wirkungen) - wie beim Baby im Mutterschoss.
Darum muendet das laute Beten stets in ein stilles Schweigen
auf dem Weg zur Geburt eines Heiligen.
Auf das Geheimis Gott aktiv zuggehen ist eines -
das Geheimnis Gott auf uns zukomen lassen ein anderes.
Donnerstag, 18. Juli 2013
16. Sonntag C / Eine Annaeherung
Die Lukas-Geschichte von Martha und Maria (Lk10.38-42) versuche ich auf drei
verschiedene Arten zu lesen:
A) Ich lese den Text wie eine Reportage: Lk berichtet wie es war...
Da frag ich mich, warum Jesus, der doch soo viel vom Dienen haelt, die Maria nicht anweist, der Martha zu helfen...
Anderseits muss der Profet von Nazareth Martha fuer anmassend halten, wie wagt sie es nur ihm zu sagen, was er tun soll...
Ist es die Paedagogik Jesu, Maria wachsen zu lassen (fuer ihren Zustand hat sie das richtige Verhalten gewaehlt), bis sie selber merkt: dienen ist der Koenigsweg.
B) Ich lese den Text als eine belehrende Skizze von Lukas: eine Mahnung...
In der Zeit von Lukas werden viele Glaeubige auch sehr beschaeftigt gewesen sein,
sogar in der Jesus-Bewegung, um diese auszubreiten...und es gab recht ver-
schiedene Stroemungen; sogar Gegensaetze... in dieser Situation genuegt es nicht, den Tisch wunderbar zu bereiten, die beste Musik auszuwaehlen, rethorisch
zu glaenzen.... das tiefe Hinhoeren auf Jesus, das Wort Gottes, ist die Loesung.
C) Ich lese den Text als wie ein Wort Gottes an mich; ein Aufruf...
Zuerst frage ich mich: bin ich eher Martha oder Maria; wie diese beiden freue ich mich Jesus zu kennen; ich bin auch irgendwie mit seinem Vorhaben engagiert.
Bin ich auf der Stufe von Martha?: einerseits stark um den Herrn bemueht, ich sorge mich um ihn und sein Reich - sehe aber, dass er meinen Trend nicht unterstuetzt; Herr sag den Menschen, sie sollen mir helfen... zu bekehren brauch
ich mich nicht; wozu auch?
Bin ich auf der Stufe von Maria?: Noch brauche ich die Worte Jesu, seine Aufmerksamkeit, um zur dienenden Haltung emporzuwachsen...das richtige zu tun
"beten und arbeiten" gegenseitig integrieren / entweder oder ?
Wieviel Meditation ?, wieviel Aktivismus ? Wie verhalte ich mich dem Herrn Jesus
gegenueber? (der seit der Himmelfahrt verschwunden ist).
verschiedene Arten zu lesen:
A) Ich lese den Text wie eine Reportage: Lk berichtet wie es war...
Da frag ich mich, warum Jesus, der doch soo viel vom Dienen haelt, die Maria nicht anweist, der Martha zu helfen...
Anderseits muss der Profet von Nazareth Martha fuer anmassend halten, wie wagt sie es nur ihm zu sagen, was er tun soll...
Ist es die Paedagogik Jesu, Maria wachsen zu lassen (fuer ihren Zustand hat sie das richtige Verhalten gewaehlt), bis sie selber merkt: dienen ist der Koenigsweg.
B) Ich lese den Text als eine belehrende Skizze von Lukas: eine Mahnung...
In der Zeit von Lukas werden viele Glaeubige auch sehr beschaeftigt gewesen sein,
sogar in der Jesus-Bewegung, um diese auszubreiten...und es gab recht ver-
schiedene Stroemungen; sogar Gegensaetze... in dieser Situation genuegt es nicht, den Tisch wunderbar zu bereiten, die beste Musik auszuwaehlen, rethorisch
zu glaenzen.... das tiefe Hinhoeren auf Jesus, das Wort Gottes, ist die Loesung.
C) Ich lese den Text als wie ein Wort Gottes an mich; ein Aufruf...
Zuerst frage ich mich: bin ich eher Martha oder Maria; wie diese beiden freue ich mich Jesus zu kennen; ich bin auch irgendwie mit seinem Vorhaben engagiert.
Bin ich auf der Stufe von Martha?: einerseits stark um den Herrn bemueht, ich sorge mich um ihn und sein Reich - sehe aber, dass er meinen Trend nicht unterstuetzt; Herr sag den Menschen, sie sollen mir helfen... zu bekehren brauch
ich mich nicht; wozu auch?
Bin ich auf der Stufe von Maria?: Noch brauche ich die Worte Jesu, seine Aufmerksamkeit, um zur dienenden Haltung emporzuwachsen...das richtige zu tun
"beten und arbeiten" gegenseitig integrieren / entweder oder ?
Wieviel Meditation ?, wieviel Aktivismus ? Wie verhalte ich mich dem Herrn Jesus
gegenueber? (der seit der Himmelfahrt verschwunden ist).
Freitag, 12. Juli 2013
15. Sonntag C / 14.07.13 / WER ist mein NAECHSTER ?
Der Ausgangspunkt fuer die neue Frage ist eine alte Frage: "WAS muss ich tun,
um die Fuelle des Lebens zu erhalten?" Und in der ersten Antwort sind sich Jesus und der Jurist einig: Lk 10.25-37 "Gott lieben - und Deinen Naechsten wie Dich selbst!" So steht's seit alters geschrieben - und - Im neuen aufzubauenden Reich Gottes ist diese Regel das erste Ueber-Lebensgesetz!
Es ist die Bruecke zur Teilnahme aller an der Lebensfuelle.
Der Jurist weiss um die heiklen sozialen und politischen Hintergruende der Frage: WER ist mein Naechster und er will damit den Profeten JvN irritieren - in eine Falle locken; seine Loyalitaet pruefen.
Die Antwort Jesu steckt in der Geschichte vom "barmherzigen Samaritan".
Derjenige, der Dir gegenueber Barmherzigkeit ausuebt,
ist der NAECHSTE - IHN sollst Du lieben.
Der "Naechste" ist also nicht mehr der Blutsverwandte (der vom gleichen Clan),
nicht mehr der von der gleichen Partei, nicht mehr dein Hausnachbar, nicht mehr der mit der gleichen Agenda, nicht der Berufskollege, nicht der mit der gleichen Taufe, nicht der Reisegefaehrte - der, der dir gegenueber barmherzig ist, der ist dir am naechsten. Hier stiftet JvN eine neue Verwandschaft; er gewichtet eine ganz neue Naehe: lieben sollst du den, der dir barmherzig ist.
Nun muessen wir klaeren, was denn "Barmherzigkeit" meint.
Im Hebraeischen ist "Barmherzigkeit = Mutterschoss = Womb".
Der Mutterschoss ist jener Ort, wo du beschuetzt zur Fuelle des Lebens
aufwachsen kannst (hin zur naechsten Geburt).
Barmherzig sein heisst: biete dem andern "Schutz und Schirm", so dass er zur Fuelle des Lebens wieder und wieder geboren werde.
Und diesen "Deinen Mutterschoss, sollst Du lieben", er ist das beste und wichtigste fuer dich. Dein Leben gruendet auf dem Barmherzigkeits-Netz.
Mensch - was machst Du ohne Mutter-Schoss ?
Gerechtigkeit ist recht - Barmherzigkeit ist: die chance zum Leben geben.
Jesu Hintergedanke: Er weiss: Gott ist barmherzig -
und der Barmherzige spiegelt Gott als Mutterschoss.
um die Fuelle des Lebens zu erhalten?" Und in der ersten Antwort sind sich Jesus und der Jurist einig: Lk 10.25-37 "Gott lieben - und Deinen Naechsten wie Dich selbst!" So steht's seit alters geschrieben - und - Im neuen aufzubauenden Reich Gottes ist diese Regel das erste Ueber-Lebensgesetz!
Es ist die Bruecke zur Teilnahme aller an der Lebensfuelle.
Der Jurist weiss um die heiklen sozialen und politischen Hintergruende der Frage: WER ist mein Naechster und er will damit den Profeten JvN irritieren - in eine Falle locken; seine Loyalitaet pruefen.
Die Antwort Jesu steckt in der Geschichte vom "barmherzigen Samaritan".
Derjenige, der Dir gegenueber Barmherzigkeit ausuebt,
ist der NAECHSTE - IHN sollst Du lieben.
Der "Naechste" ist also nicht mehr der Blutsverwandte (der vom gleichen Clan),
nicht mehr der von der gleichen Partei, nicht mehr dein Hausnachbar, nicht mehr der mit der gleichen Agenda, nicht der Berufskollege, nicht der mit der gleichen Taufe, nicht der Reisegefaehrte - der, der dir gegenueber barmherzig ist, der ist dir am naechsten. Hier stiftet JvN eine neue Verwandschaft; er gewichtet eine ganz neue Naehe: lieben sollst du den, der dir barmherzig ist.
Nun muessen wir klaeren, was denn "Barmherzigkeit" meint.
Im Hebraeischen ist "Barmherzigkeit = Mutterschoss = Womb".
Der Mutterschoss ist jener Ort, wo du beschuetzt zur Fuelle des Lebens
aufwachsen kannst (hin zur naechsten Geburt).
Barmherzig sein heisst: biete dem andern "Schutz und Schirm", so dass er zur Fuelle des Lebens wieder und wieder geboren werde.
Und diesen "Deinen Mutterschoss, sollst Du lieben", er ist das beste und wichtigste fuer dich. Dein Leben gruendet auf dem Barmherzigkeits-Netz.
Mensch - was machst Du ohne Mutter-Schoss ?
Gerechtigkeit ist recht - Barmherzigkeit ist: die chance zum Leben geben.
Jesu Hintergedanke: Er weiss: Gott ist barmherzig -
und der Barmherzige spiegelt Gott als Mutterschoss.
Donnerstag, 4. Juli 2013
14. Sonntag C / 07.07.13 / Missions- STRATEGIE
Lk 10.1-20 zeigt uns die Missions-Strategie Jesu:
Jesus sendet - als Vorlaeufer - zu zweit - 72 Juenger die FROHE BOTSCHAFT
zu verkuenden und zu heilen usw... usw... (Das Gottesreich ist wirklich nahe).
Zuerst macht Jesus eine Festststellung: a) Die Ernte ist reichlich
b) Arbeiter gibt's zuwenig
Dann gibt er "Instruktionen". eine ganze Menge... ( zeit- + kulturbedingt!)
Und zum Schluss hat er gut Zeit fuer Feedback und Evaluation!
Dieser Text kann als Saat, als Beispiel fuer eine 2000 jaehrige Missions-
Taetigkeit gesehen werden.
Die kirchliche Hierarchie hat seitdem Tausende von Priestern, Diakone
und Laien "in die Mission" gesendet...
mit der Feststellung: Die Mission wird immer schwieriger etc..
und mit den heutigen Instruktionen wird's immer heikler: Sind Armut,
Gehorsam und Zoelibat noch wirksam ? Lebenseinsatz oder Kurzeinsatz ?
Und wie stehts mit dem Feedback auswerten, mit der Evaluation ?
Und heute gibt's auch sehr viele die gehen auf MISSION aufgrund der Taufe,
sie haben keinen offiziellen Auftrag, hoechstens eine Jesus-Eingebung.
Heute veroeffentlicht fast jede Institution eine "MISSION", auch die Banken, der Staat, der Sport, die Vereine, die Stiftungen etc...
nehmen wir alle diese proklamierten MISSIONEN zusammen sehen wir
wo die Welt bewusst hin will,
sie geben der blinden Evolution eine bewusste Sinn-Richtung !
Der Christliche MISSION ist dabei wie ein Baum im "Nach-paradiesischen Garten"
Jesus sendet - als Vorlaeufer - zu zweit - 72 Juenger die FROHE BOTSCHAFT
zu verkuenden und zu heilen usw... usw... (Das Gottesreich ist wirklich nahe).
Zuerst macht Jesus eine Festststellung: a) Die Ernte ist reichlich
b) Arbeiter gibt's zuwenig
Dann gibt er "Instruktionen". eine ganze Menge... ( zeit- + kulturbedingt!)
Und zum Schluss hat er gut Zeit fuer Feedback und Evaluation!
Dieser Text kann als Saat, als Beispiel fuer eine 2000 jaehrige Missions-
Taetigkeit gesehen werden.
Die kirchliche Hierarchie hat seitdem Tausende von Priestern, Diakone
und Laien "in die Mission" gesendet...
mit der Feststellung: Die Mission wird immer schwieriger etc..
und mit den heutigen Instruktionen wird's immer heikler: Sind Armut,
Gehorsam und Zoelibat noch wirksam ? Lebenseinsatz oder Kurzeinsatz ?
Und wie stehts mit dem Feedback auswerten, mit der Evaluation ?
Und heute gibt's auch sehr viele die gehen auf MISSION aufgrund der Taufe,
sie haben keinen offiziellen Auftrag, hoechstens eine Jesus-Eingebung.
Heute veroeffentlicht fast jede Institution eine "MISSION", auch die Banken, der Staat, der Sport, die Vereine, die Stiftungen etc...
nehmen wir alle diese proklamierten MISSIONEN zusammen sehen wir
wo die Welt bewusst hin will,
sie geben der blinden Evolution eine bewusste Sinn-Richtung !
Der Christliche MISSION ist dabei wie ein Baum im "Nach-paradiesischen Garten"
Dienstag, 2. Juli 2013
RELIGION + EVOLUTION
Die RELIGION entwickelt sich
Es scheint, dass die Religionen auch der Evolution unterliegen.Die darausfolgenden Konsequenzen sollten wir uns langsam bewusst
machen: Gott das Ergebnis der Evolution.
Letzten Sonntag hab' ich bewusst den Profeten Elija vorgestellt:
Diesen "trouble-maker", aberglaeubischer Feuertest + Priestermoerder,
der mit einer Toten-Erweckung die Witwe ueberzeugt und mit Engels-
nahrung den Sinai erreicht, wo Gott ihm begegnet nicht im Sturm,
nicht im Feuer, nicht im Erdbeben, aber in sanfter Wind-Stimme.
Schon Lk stellt ihn neben Jesus (Lk 9.28-36) umso mehr wir heute
um die Entwicklung der juedischen Religion festzustellen.
Dass die Religionen (und damit auch die Gottes-Vorstellungen) sich
entwickeln, ist eine ganz wichtige Einsicht.
In der Jesus-Verkuendigung zeigt sich ein Teil des Judentums faehig:
keine Rache mehr; kein Feuer-Test mehr - dafuer: Gott ruft ins Leben;
Gott ist Nahrung...
So wie Moses die mesopotamischen und aegyptischen Gottesvorstellungen
in Richtung Ein-Gott (Monotheismus) weiterfuehrte, so wird Jesus den
juedischen Theismus zur Inkarnation Gottes weiterfuehren.
Und heute (1965/2013) bekennt sich die Jesus-Bewegung zur Religions-
Freiheit, akzeptiert die nwss Theorie von der Evolution und kann langsam
auch die Saekularisation wuerdigen..., sie versucht die Theorie von der
allgemeinen Menschenwuerde in die Praxis zu uebersetzen... und vielleicht
gelingt es der Jesus-Bewegung noch in diesem Jhh, die metaphysische
Barriere gegen die Inkarnation zu ueberwinden.
Samstag, 29. Juni 2013
13. Sonntag C / 30.06.2013 / KEIN THEMA ?
In der Predigt sollte sich der Prediger ans Kirchenjahr und an die Tages-Lesungen halten. "Die gewoehnlichen Sonntage im Kirchenjahr" haben kein Thema; und wenn
die Aktualitaet weder in Welt noch in Kirche etwas bietet - dann kommen die
Lesungen erst recht zu Bedeutung. Also:
1. Lesung ( 1 Kings 19.16-21 ): Soll der Profet Elijah Thema werden ?
Der Moerder der Baalspriester im Namen Gottes und der groesste "trouble-
maker" in Israel (im 9.Jhh vor Christus). Der die Feuerprobe praktizierte und
Gott als Regenmacher sah. Und zu ihm auffuhr im brennenden Wagen...
2. Lesung (Gal 5.1,13-18): Paulus insistiert: "Ihr seid zur Freiheit berufen".
Gilt das nach dem 2. Vaticanum auch fuer die Katholiken und die heutigen
Baalspriester ?
3. Lesung (Lk 9.51-62 ) Teil 1) keine Rache please! Also keine Rache an denen,
die JvN nicht aufnehmen; oder die dem Bischof nicht gehorchen...
Teil 2) 3 Nachfolge-regeln: A) kein Bett; B) Tote sollen
die Toten bestatten (nicht ihr) C) kein Zurueckschauen...
Was ist nun das Richtige von dieser Vielfalt fuer die St. Anthony-Gemeinde ?
Das Thema "Berufung" koennte als roten Faden in den Lesungen gesehen werden.
Aber was hat die Gemeinde mit "Berufung" zu tun? Dass "Gott alles in allem beruft"
wird als allgemeine Glaubens-Tatsache festgehalten - ist das nicht genug? Soll etwa die Gemeinde "berufen" ? WIE? WEN? WOZU? WARUM? Was wuerde denn geschehen, wenn die Gemeinde wirklich aktiv wuerde?: Die rufende Stimme Gottes auf Erden (in Otjiwarongo) - was wuerden die Leute und die vielen andern Kirchen sagen? Man muss heute schon zufrieden sein, wenn die Kirche voll ist und die Leute den Gottesdienst als "hilfreich" erleben. Ob die Predigt da mithilft?
Von einem demokratischen Berufungsystem in der Kirche kann man nur traeumen - in der Wirklichkeit keine Spur davon.
In der Predigt sollte sich der Prediger ans Kirchenjahr und an die Tages-Lesungen halten. "Die gewoehnlichen Sonntage im Kirchenjahr" haben kein Thema; und wenn
die Aktualitaet weder in Welt noch in Kirche etwas bietet - dann kommen die
Lesungen erst recht zu Bedeutung. Also:
1. Lesung ( 1 Kings 19.16-21 ): Soll der Profet Elijah Thema werden ?
Der Moerder der Baalspriester im Namen Gottes und der groesste "trouble-
maker" in Israel (im 9.Jhh vor Christus). Der die Feuerprobe praktizierte und
Gott als Regenmacher sah. Und zu ihm auffuhr im brennenden Wagen...
2. Lesung (Gal 5.1,13-18): Paulus insistiert: "Ihr seid zur Freiheit berufen".
Gilt das nach dem 2. Vaticanum auch fuer die Katholiken und die heutigen
Baalspriester ?
3. Lesung (Lk 9.51-62 ) Teil 1) keine Rache please! Also keine Rache an denen,
die JvN nicht aufnehmen; oder die dem Bischof nicht gehorchen...
Teil 2) 3 Nachfolge-regeln: A) kein Bett; B) Tote sollen
die Toten bestatten (nicht ihr) C) kein Zurueckschauen...
Was ist nun das Richtige von dieser Vielfalt fuer die St. Anthony-Gemeinde ?
Das Thema "Berufung" koennte als roten Faden in den Lesungen gesehen werden.
Aber was hat die Gemeinde mit "Berufung" zu tun? Dass "Gott alles in allem beruft"
wird als allgemeine Glaubens-Tatsache festgehalten - ist das nicht genug? Soll etwa die Gemeinde "berufen" ? WIE? WEN? WOZU? WARUM? Was wuerde denn geschehen, wenn die Gemeinde wirklich aktiv wuerde?: Die rufende Stimme Gottes auf Erden (in Otjiwarongo) - was wuerden die Leute und die vielen andern Kirchen sagen? Man muss heute schon zufrieden sein, wenn die Kirche voll ist und die Leute den Gottesdienst als "hilfreich" erleben. Ob die Predigt da mithilft?
Von einem demokratischen Berufungsystem in der Kirche kann man nur traeumen - in der Wirklichkeit keine Spur davon.
Samstag, 22. Juni 2013
12. Sonntag C Lk 9.18-24
Diese Frage wuerde ich gerne auch oefters stellen! Manchmal bin ich neugierig.
Aber in bezug auf Jesus sind wir in einer kritischen Lage. Zuerst haben wir den
Jesus uebernommen, den die Kirche uns lehrte.Wir kennen IHN nicht persoenlich.
Katholiken kennen den "katholischen Jesus" - und der ist eine starke Mischung:
Nach den vier Evangelien haben in 2000 Jahren viele am Jesus-Bild mitgemischt:
Irenaeus, Franziskus, Ignatius, Therese vom Kinde Jesus, Teilhard de Chardin
und nun auch Prof. Ratzinger etc...
Diesen viel-farbigen Jesus verkuenden wir und versuchen ihm zu folgen.
Es stimmt: Jesus hat viele Gesichter...
In unserer Uebung IHM zu folgen erhalten wir heute drei Regeln:
1.) Eine Vor-Bedingung: "sich selbst verleugnen" (ein schreckliches Wort!)
Gemeint ist: Ich bin nicht mein eigener Gesetzgeber, Ich bin nicht mein eigener
Richter - ich bin "nur" mein eigener CEO, die Executive!
Ich trage die ausfuehrende Verantwortung - das Beste aus mir herauszuholen.
2.) Eine Norm-Bedingung: "das eigene Kreuz zu tragen". Ich muss die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidungen annehmen.
3.) Und nun die Nach-Folge Jesu bedeutet:
a) Sein Projekt Nr 1 als mein Projekt uebernehmen: Das Reich Gottes auf Erden verwirklichen. In meinen Unternehmungen, in meinem Beruf, in meinem Sozial-Leben soll das Reich-Gottes-Verwirklichen erste Prioritaet haben.
b) Seine Methode anwenden: gewaltlos, erzaehlend, berufend handeln.
Gewiss ein anspruchsvolles Programm - das koennen wir nur in einer soliden
Gemeinschaft ausfuehren. Und noch etwas: Wir haben immer wieder ein
neues und mehr biblisches Jesusbild zu entwerfen - und eines, das auch fuer
die heutigen Menschen annehmbar ist - ein "zeitgemaesses Jesus-Bild".
KENNEN WIR JESUS ?
Heute trifft uns die FRAGE Jesu: Was sagt IHR, wer ich bin ?Diese Frage wuerde ich gerne auch oefters stellen! Manchmal bin ich neugierig.
Aber in bezug auf Jesus sind wir in einer kritischen Lage. Zuerst haben wir den
Jesus uebernommen, den die Kirche uns lehrte.Wir kennen IHN nicht persoenlich.
Katholiken kennen den "katholischen Jesus" - und der ist eine starke Mischung:
Nach den vier Evangelien haben in 2000 Jahren viele am Jesus-Bild mitgemischt:
Irenaeus, Franziskus, Ignatius, Therese vom Kinde Jesus, Teilhard de Chardin
und nun auch Prof. Ratzinger etc...
Diesen viel-farbigen Jesus verkuenden wir und versuchen ihm zu folgen.
Es stimmt: Jesus hat viele Gesichter...
In unserer Uebung IHM zu folgen erhalten wir heute drei Regeln:
1.) Eine Vor-Bedingung: "sich selbst verleugnen" (ein schreckliches Wort!)
Gemeint ist: Ich bin nicht mein eigener Gesetzgeber, Ich bin nicht mein eigener
Richter - ich bin "nur" mein eigener CEO, die Executive!
Ich trage die ausfuehrende Verantwortung - das Beste aus mir herauszuholen.
2.) Eine Norm-Bedingung: "das eigene Kreuz zu tragen". Ich muss die Konsequenzen meiner eigenen Entscheidungen annehmen.
3.) Und nun die Nach-Folge Jesu bedeutet:
a) Sein Projekt Nr 1 als mein Projekt uebernehmen: Das Reich Gottes auf Erden verwirklichen. In meinen Unternehmungen, in meinem Beruf, in meinem Sozial-Leben soll das Reich-Gottes-Verwirklichen erste Prioritaet haben.
b) Seine Methode anwenden: gewaltlos, erzaehlend, berufend handeln.
Gewiss ein anspruchsvolles Programm - das koennen wir nur in einer soliden
Gemeinschaft ausfuehren. Und noch etwas: Wir haben immer wieder ein
neues und mehr biblisches Jesusbild zu entwerfen - und eines, das auch fuer
die heutigen Menschen annehmbar ist - ein "zeitgemaesses Jesus-Bild".
Freitag, 14. Juni 2013
11.Sonntag C / 16.06.2013 / Lk 7.36-50
uns darauf afmerksam machte: dass die Einhaltung der Gesetze uns nicht erloest,
denn sie offeriert keine Vergebung (ermoeglicht wohl aber die kalte Koexistenz ). Erloest werden die Menschen im Entscheid fuer Jesus Christus, denn dieser ist Vergebung (und wird darin als Zeuge Gottes gesehen).
Dieser paulinische Grundsatz wird im heutigen Ev dargestellt.
A) Der einladende Pharisaeer ist durch das Gesetz als gerecht deklariert:
er hat Jesus als Kollegen an den Tisch geladen und mit ihm das Mahl geteilt.
Er tat "was sich gehoert". Er ist in der Theorie einig mit Jesus, dass die Verzeihung zwar Liebe pro-voziert, aber er weiss: Nur die Einhaltung der
Gesetze macht gerecht vor Gott und den Menschen.
B) Die eindringliche Frau dagegen wird durch das Gesetz als Suenderin deklariert -
aber, da ihr Jesus Verzeihung zugesprochen hatte (was er ja von gesetzes wegen
nicht durfte) tut sie, was fuer eine Suenderin sich nicht gehoert, sie liebt ihn und zeigt das auch recht deutlich; was den Gastgeber an Jesu Profetenrolle zweifeln laesst.
C) Das gewagte Risiko... (im christlichen Ethos):
Je mehr Schulden Du anhaeufst, je groesser ist der Nachlass...
Je mehr Du suendigst, desto groesser die Verzeihung...
Das toent (in einigen unglaeubigen Ohren) wie eine Einladung - ist es aber nicht!
Sondern: der Verzeihungs-Grundsatz bringt 2 wichtige Auswirkungen:
1.Er nimmt dem Glaeubigen die Angst vor dem Einsatz (da doch jeder Einsatz das Risiko der Suende in sich traegt). Wer sich einsetzt setzt sich aus...
Die Angst vor dem Suendigen ist durch Jesus geheilt; ein Christ ist mutig auch in
sittlich gefaehrlichen Situationen cf. Politik, Geschaeftswelt etc...
2. Er erloest vom laehmenden Suendengefuehl; als ob Suende von Bedeutung were. Wer sich als Super-Suender entdeckt, muss daran nicht verzweifeln - es gibt einen erfrischenden Ausgang.
D) Liebesmystik. Lk 7.44-50
Traenen der Freude oder des Leids als Wassertropfen netzen seine Fuesse.
Kuesse als Liebesgesten / -taten erfreuen sein Herz.
Haare als Winde erfrischen seinen Koerper.
Oel als Prinzenkroenung ehrt ihn als Auserwaehlten.
In der luk. Erzaehlung (44-50) scheint es, dass diese Liebestat von Mary von Magdala an einem realen Menschen, dem Jesus v.N geschah; d.h. es ist eine
A-Szene (sie geschah in der realen Wirklichkeit). Nehmen wir aber an: es ist eine konstruierte Ideal-Erzaehlung, dann geschah sie nur als mentale Wirklichkeit (als eine geistige Vorstellung im Bewusstsein des Erzaehlers / eine B-Szene).
Bei fragwuerdigen Mystiker/innen geschieht diese Liebestat dem "eingebildeten
Jesus in der Seele oder im Herzen" - ist also eine B-Szene.
Der wahre Mystiker steht vor der Aufgabe beide Szenen in die reale Einheit zu integrieren.Vergebung befreit von der dunklen Last der Vergangenheit.
Eine aufschlussreiche Erzaehlung von VERGEBUNG.
Wir als Hoerer kommen von Paulus her, der eben in der 2. Lesung (Gal 2.16-21)uns darauf afmerksam machte: dass die Einhaltung der Gesetze uns nicht erloest,
denn sie offeriert keine Vergebung (ermoeglicht wohl aber die kalte Koexistenz ). Erloest werden die Menschen im Entscheid fuer Jesus Christus, denn dieser ist Vergebung (und wird darin als Zeuge Gottes gesehen).
Dieser paulinische Grundsatz wird im heutigen Ev dargestellt.
A) Der einladende Pharisaeer ist durch das Gesetz als gerecht deklariert:
er hat Jesus als Kollegen an den Tisch geladen und mit ihm das Mahl geteilt.
Er tat "was sich gehoert". Er ist in der Theorie einig mit Jesus, dass die Verzeihung zwar Liebe pro-voziert, aber er weiss: Nur die Einhaltung der
Gesetze macht gerecht vor Gott und den Menschen.
B) Die eindringliche Frau dagegen wird durch das Gesetz als Suenderin deklariert -
aber, da ihr Jesus Verzeihung zugesprochen hatte (was er ja von gesetzes wegen
nicht durfte) tut sie, was fuer eine Suenderin sich nicht gehoert, sie liebt ihn und zeigt das auch recht deutlich; was den Gastgeber an Jesu Profetenrolle zweifeln laesst.
C) Das gewagte Risiko... (im christlichen Ethos):
Je mehr Schulden Du anhaeufst, je groesser ist der Nachlass...
Je mehr Du suendigst, desto groesser die Verzeihung...
Das toent (in einigen unglaeubigen Ohren) wie eine Einladung - ist es aber nicht!
Sondern: der Verzeihungs-Grundsatz bringt 2 wichtige Auswirkungen:
1.Er nimmt dem Glaeubigen die Angst vor dem Einsatz (da doch jeder Einsatz das Risiko der Suende in sich traegt). Wer sich einsetzt setzt sich aus...
Die Angst vor dem Suendigen ist durch Jesus geheilt; ein Christ ist mutig auch in
sittlich gefaehrlichen Situationen cf. Politik, Geschaeftswelt etc...
2. Er erloest vom laehmenden Suendengefuehl; als ob Suende von Bedeutung were. Wer sich als Super-Suender entdeckt, muss daran nicht verzweifeln - es gibt einen erfrischenden Ausgang.
D) Liebesmystik. Lk 7.44-50
Traenen der Freude oder des Leids als Wassertropfen netzen seine Fuesse.
Kuesse als Liebesgesten / -taten erfreuen sein Herz.
Haare als Winde erfrischen seinen Koerper.
Oel als Prinzenkroenung ehrt ihn als Auserwaehlten.
In der luk. Erzaehlung (44-50) scheint es, dass diese Liebestat von Mary von Magdala an einem realen Menschen, dem Jesus v.N geschah; d.h. es ist eine
A-Szene (sie geschah in der realen Wirklichkeit). Nehmen wir aber an: es ist eine konstruierte Ideal-Erzaehlung, dann geschah sie nur als mentale Wirklichkeit (als eine geistige Vorstellung im Bewusstsein des Erzaehlers / eine B-Szene).
Bei fragwuerdigen Mystiker/innen geschieht diese Liebestat dem "eingebildeten
Jesus in der Seele oder im Herzen" - ist also eine B-Szene.
Der wahre Mystiker steht vor der Aufgabe beide Szenen in die reale Einheit zu integrieren.Vergebung befreit von der dunklen Last der Vergangenheit.
Samstag, 8. Juni 2013
10. Sonntag C / Lk 7.11-17 / 09.06.2013 "Ruf ins "leben" !
Der Profet Elijah und der Profet JvN bestaetigen den Glauben des Volkes Gottes,
dass der Jahwe Gott ein "Gott des Lebens" ist: einer, der ins Leben ruft.
Lk zeigt, wie JvN das Privileg Gottes: ins Leben zu rufen, fuer sich in Anspruch nimmt.Der Juengling von Nain wird vom Tod ins Leben gerufen. Es scheint, dass in Jesu Sicht die Zweideutigkeit Gottes (ein Gott des Krieges oder des Lebens /
Friedens) zugunsten des Lebens entschieden ist.
Die Jesus-Bewegung und die christichen Kirchen bis heute verheissen Leben,
aber sie haben das Leben nach dem Tod stark ins Jenseits verlagert; sie verheissen nach dem irdischen Leben ein paradiesisches Leben, ein ewiges.
Wie wollen wir Lk verstehen ? Die Totenerweckung von Nain als ein Symbol
fuer ein Leben im Jenseits ? oder ist hier ein Ruf ins Diesseits-Leben proklamiert ?
Vielleicht ist es ein Fehler hier eine Alternative aufzubauen. Koennte es ein Pro-
gramm sein: im Diesseits ein jenseitiges Leben und im Jenseits ein diesseitiges
Leben anzustreben ? Wie sehr sind wir im Diesseits tot fuer das Jenseits ?
Ich entscheide mich, den lukanischen Jesus zu verstehen als einer, der in die Intensitaet des diesseitigen Lebens ruft. Also zu einer erweiterten Teilnahme
an der Fuelle des Lebens im Hier und Jetzt. Es waere doch eine Freude, wenn die Christen Lebens-Kuenstler waeren; jeder gestaltet sein Leben zu einem Kunstwerk. Dass dabei recht viel Arbeit anfaellt, an mir selbst und an der Situation, den Umstaenden - das ist mir erfahrunsgemaess bewusst.
Vielleicht haben wir darum in Namibia APC's gegruendet (Arts-Performance-Centres) um dem Phaenomen Kunst seine Bedeutung zu vergegenwaertigen.
Es ist viel, wenn Christen Mitmenschen aufmuntern zu einem intensiveren Leben,
ihnen dazu "das Brot des Lebens" reichen und auf die stete Auferweckung auf-
merksam machen. Dass "leben" systematisch gelernt werden muesste, das ist
auch fuer die Kirchen noch Utopie, aber es ist schon viel, wenn sie zum "leben"
aufmuntern (wuerden).
Der Profet Elijah und der Profet JvN bestaetigen den Glauben des Volkes Gottes,
dass der Jahwe Gott ein "Gott des Lebens" ist: einer, der ins Leben ruft.
Lk zeigt, wie JvN das Privileg Gottes: ins Leben zu rufen, fuer sich in Anspruch nimmt.Der Juengling von Nain wird vom Tod ins Leben gerufen. Es scheint, dass in Jesu Sicht die Zweideutigkeit Gottes (ein Gott des Krieges oder des Lebens /
Friedens) zugunsten des Lebens entschieden ist.
Die Jesus-Bewegung und die christichen Kirchen bis heute verheissen Leben,
aber sie haben das Leben nach dem Tod stark ins Jenseits verlagert; sie verheissen nach dem irdischen Leben ein paradiesisches Leben, ein ewiges.
Wie wollen wir Lk verstehen ? Die Totenerweckung von Nain als ein Symbol
fuer ein Leben im Jenseits ? oder ist hier ein Ruf ins Diesseits-Leben proklamiert ?
Vielleicht ist es ein Fehler hier eine Alternative aufzubauen. Koennte es ein Pro-
gramm sein: im Diesseits ein jenseitiges Leben und im Jenseits ein diesseitiges
Leben anzustreben ? Wie sehr sind wir im Diesseits tot fuer das Jenseits ?
Ich entscheide mich, den lukanischen Jesus zu verstehen als einer, der in die Intensitaet des diesseitigen Lebens ruft. Also zu einer erweiterten Teilnahme
an der Fuelle des Lebens im Hier und Jetzt. Es waere doch eine Freude, wenn die Christen Lebens-Kuenstler waeren; jeder gestaltet sein Leben zu einem Kunstwerk. Dass dabei recht viel Arbeit anfaellt, an mir selbst und an der Situation, den Umstaenden - das ist mir erfahrunsgemaess bewusst.
Vielleicht haben wir darum in Namibia APC's gegruendet (Arts-Performance-Centres) um dem Phaenomen Kunst seine Bedeutung zu vergegenwaertigen.
Es ist viel, wenn Christen Mitmenschen aufmuntern zu einem intensiveren Leben,
ihnen dazu "das Brot des Lebens" reichen und auf die stete Auferweckung auf-
merksam machen. Dass "leben" systematisch gelernt werden muesste, das ist
auch fuer die Kirchen noch Utopie, aber es ist schon viel, wenn sie zum "leben"
aufmuntern (wuerden).
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