Der Fundamentaltheologe und Religionsphilosoph Eugen Biser ist am 06.01.1918 geboren und 1946 zum Priester geweiht worden. Er ist Spezialist fuer den Apostel Paulus, fuer Gertrud von le Fort und fuer Nietzsche. Er hatte den Guardini-Lehrstuhl in Muenchen inne und 2002 wurde die Eugen Biser Stiftung gegruendet (fuer Dialog aus christlichem Ursprung).
Eugen Biser ist ein religionsphilosophisches Phaenomen: Vom Apostel Paulus her naehert er sich der Person Jesus Christus. Und er deutet diesen Jesus Christus in der Weiterfuehrung von Kierkegaard, R. Guardini, K. Rahner, Tillich und in Aus-
einandersetzung mit Augustinus und H.U. vonBalthasar.
Eugen Biser hat zur Jahrtausendwende das Buch "Glaubenserweckung" (Patmos-
Verlag 2000 / 304 Seiten) veroeffentlicht.
Bei meiner ersten Lesung (2008) war ich tief beeindruckt von diesem Werk. Es ist wirklich ein aufruf, eine Vision! Die Analyse der Situation des heutigen Christen-tums ist tiefblickend und mahnt, die begonnene Wende tatsaechlich zu wagen:
vom Gehorsams- zum Verstehensglauben; vom Bekenntnis- zumErfahrungsglauben;
vom Leistungs- zum Verantwortungsglauben; vom Gegenstands- zum Identitaets-
glauben.
Er begruendet und rechtfertigt seinen Aufruf "zur Mitte des Glaubens" vorzu- stossen recht tiefsinnig. Er zeigt auf, wie sehr das Christentum nicht eine aske-
tische sondern therapeutische, nicht eine moralische sondern eine mystische
Religion ist. Das Werk fasst die theologischen Forschungs-Resultate eines langen und erlebnisreichen Lebens zusammen - sehr dicht, gar draengend: Hervorragend seine Deutung der Auferstehung (basierend auf Paulus) und das was er die Entdeckung Jesu nennt: dass Gott nicht (wie bisher) ambivalent sondern eindeutig ist: liebend.
Erst bei meiner 2. Lesung (Dec 2013) hab' ich entdeckt: wie reich das Buch ist, wie vielfaeltig, manchmal auch wie schwierig. Nimmt mich wunder, fuer wen er das Buch geschrieben hat ? wer seinen Reichtum ausschoepfen kann ? wer so offen
sein kann, um seine Vision ins alltaegliche Leben zu integrieren. Auch haette ich mir vom Verlagslektor gewuenscht, dass dieser mir einige "Gedanken-Uebergaenge"
erleichtert haette. Das Buch ist eine Fundgrube theologischer Einblicke und macht Mut fuer die Zukunft. Sehr zu empfehlen !
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Sonntag, 29. Dezember 2013
Freitag, 27. Dezember 2013
Der letzte Sonntag im Jahr 2013
Den Sonntag nach Weihnachten widmet die RCChurch einem ihrer Sorgenkinder,
dem Ideal der Family; sie erklaert Mary + Joseph + Jesus zu einer Heiligen Family.
Dabei unterschlaegt sie die Realitaet von der Bruechigkeit der Beziehung Joseph and Maria, und die Geschwister Jesu sind auch ausgeblendet. Der Ev Lk zeichnet ein Fest-programm and der Ev Mt eine Fluchtgeschichte um hervorzuheben, dass
der JvN der Messias ist (der heilend erloesende Gottesknecht).
Das ist Incarnationstheologie: im Menschenskind, im Humanum das Sakrament der Gegenwart Gottes zu sehen.
Im Blick auf die Eucharistie-Feier sehen wir:
a) im Zu-Ruf "Der Herr sei mit euch" wird das Volk "Emmanuel" genannt. EM / INC
b) im Kyrie-Ruf wird Gott zur barmherzigen Intervention angerufen. TR / INV
c) in den Orationen wird Gott gebeten zu handeln. TR / INV
d) in den Lesungen wird Gottes Wort gegenwaertig EM / INC
e) in der Predigt wird dieses Wort situiert EM / INC
f) in den Fuerbitten wird Gott geradezu bestuermt einzugreifen TR / INV
g) in der "Wandlung" aktiviert Gott zusammen mit uns
einen Neuen Leib Christi (wenigstens als Brot) EM / INC + TR / INV
h) im "Vater-unser" ist Gott im Himmel TR / INV
i) in der "Kommunion" wird durch den Hl Geist
die Gemeinschaft zum Leib Christi. EM / INC + TR / INV
k) im "ite missa est" segnet Gott die Gesendeten
fuer ihren Weltauftrag TR / INV
In der heutigen kath. Messfeier leben wir diese historische Auseinandersetzung;
das Konzil hat einen Kompromiss gebracht EM (Emmanuel) + TR (Transzendenz).
Aber wer stehen bleibt, stirbt! Sind wir Christen faehig auf die religioese Trans-
zendenz zu verzichten (Gott als ferne objektive allesumfassende Seinseinheit)
und die Incarnation (Gott im Menschen) zu leben ?
Die Fragen der Incarnation werden uns im 2014 ziemlich beschaeftigen. Was wir an Weihnachten feiern, wuerden wir gerne besser verstehen um es eher zu leben.
dem Ideal der Family; sie erklaert Mary + Joseph + Jesus zu einer Heiligen Family.
Dabei unterschlaegt sie die Realitaet von der Bruechigkeit der Beziehung Joseph and Maria, und die Geschwister Jesu sind auch ausgeblendet. Der Ev Lk zeichnet ein Fest-programm and der Ev Mt eine Fluchtgeschichte um hervorzuheben, dass
der JvN der Messias ist (der heilend erloesende Gottesknecht).
Das ist Incarnationstheologie: im Menschenskind, im Humanum das Sakrament der Gegenwart Gottes zu sehen.
Im Blick auf die Eucharistie-Feier sehen wir:
a) im Zu-Ruf "Der Herr sei mit euch" wird das Volk "Emmanuel" genannt. EM / INC
b) im Kyrie-Ruf wird Gott zur barmherzigen Intervention angerufen. TR / INV
c) in den Orationen wird Gott gebeten zu handeln. TR / INV
d) in den Lesungen wird Gottes Wort gegenwaertig EM / INC
e) in der Predigt wird dieses Wort situiert EM / INC
f) in den Fuerbitten wird Gott geradezu bestuermt einzugreifen TR / INV
g) in der "Wandlung" aktiviert Gott zusammen mit uns
einen Neuen Leib Christi (wenigstens als Brot) EM / INC + TR / INV
h) im "Vater-unser" ist Gott im Himmel TR / INV
i) in der "Kommunion" wird durch den Hl Geist
die Gemeinschaft zum Leib Christi. EM / INC + TR / INV
k) im "ite missa est" segnet Gott die Gesendeten
fuer ihren Weltauftrag TR / INV
In der heutigen kath. Messfeier leben wir diese historische Auseinandersetzung;
das Konzil hat einen Kompromiss gebracht EM (Emmanuel) + TR (Transzendenz).
Aber wer stehen bleibt, stirbt! Sind wir Christen faehig auf die religioese Trans-
zendenz zu verzichten (Gott als ferne objektive allesumfassende Seinseinheit)
und die Incarnation (Gott im Menschen) zu leben ?
Die Fragen der Incarnation werden uns im 2014 ziemlich beschaeftigen. Was wir an Weihnachten feiern, wuerden wir gerne besser verstehen um es eher zu leben.
Dienstag, 24. Dezember 2013
Weihnachten 2013 INCARNATION
Der theologische Rahmen in dem Weihnachten noch heute einen gueltigen Platz hat ist die FRAGE nach der INCARNATION Gottes.
Viele Menschen erachten Gott als fern (absolut fern; total anders; transzendent-immanent; ueber den Sternen; kosmos-jenseitig; nicht nur unfassbar sondern gar unerreichbar).
Dengegenueber gibt es in den Religionen eine interessante weltweite historische auf und ab-Linie, die auf einen Incarnationstrend Gottes hinweist:
[im israelisch-christlichen Kulturraum als Ecksteine]
Fuer Moses wird Gott "Der da da ist fuer euch" (Jahwe)
Fuer Isaias wird Gott einst "Immanuel" (Gott mit uns) werden.
Fuer Juenger Jesu wird Gott in JvN gegenwaertig gesehen.
Fuer Heutige wird Gott gegenwaertig in der Liebe der Menschen erfahren.
In diesem Incarnationsprozess schaut die Weihnachtsfeier auf ein natuerliches Ereignis (die Geburt eines juedischen Kindes) und deklariert es zu einem Meilen-
stein. Hier wird historisch erstmalig einem Menschen entschieden eine besondere einmalige bisher nicht erkannte reale Gegenwart Gottes zugestanden:
Dieses Menschenskind ist "IMMANUEL"
Damit hat sich die Auseinandersetzung zwischen Transzendenz-Theologie und Incarnations-Theologie verschaerft. Wie ist der unausdenkbare Gott in Zukunft zu denken?
absolutes Sein ? [der jenseitige Jahwe Gott; der Schoepfer des Himmels und der Erde; der manchmal gnaedig vom Jenseits Eingreifende; interventionistisch) //
ein Profet von Nazareth ? (einmalig; der einzige Sohn Gottes, der Gott kennt); //
ein liebendes Menschenpaar ? (der Kosmos als Leib Gottes) //
ein engagiertes Team von heute im Einsatz der Vermenschlichung der Welt?
(Es liegt am Menschen seine Zukunft evolutionaer zu bestimmen; Gott als kosmische Energie).
Im Christentum wird eine Entscheidung, die dem II. Vatik. Konzil (1962 - 65) noch nicht anstand, "ueberfaellig". Wie ist Gott heute incarniert ? Wer ist im 2014
EMMANUEL: wie erkennen wir ihn, wie ehren wir ihn, wie proklamieren wir ihn ?
cf. Krippe: das Kind die Gaben der Engelsgesang
Viele Menschen erachten Gott als fern (absolut fern; total anders; transzendent-immanent; ueber den Sternen; kosmos-jenseitig; nicht nur unfassbar sondern gar unerreichbar).
Dengegenueber gibt es in den Religionen eine interessante weltweite historische auf und ab-Linie, die auf einen Incarnationstrend Gottes hinweist:
[im israelisch-christlichen Kulturraum als Ecksteine]
Fuer Moses wird Gott "Der da da ist fuer euch" (Jahwe)
Fuer Isaias wird Gott einst "Immanuel" (Gott mit uns) werden.
Fuer Juenger Jesu wird Gott in JvN gegenwaertig gesehen.
Fuer Heutige wird Gott gegenwaertig in der Liebe der Menschen erfahren.
In diesem Incarnationsprozess schaut die Weihnachtsfeier auf ein natuerliches Ereignis (die Geburt eines juedischen Kindes) und deklariert es zu einem Meilen-
stein. Hier wird historisch erstmalig einem Menschen entschieden eine besondere einmalige bisher nicht erkannte reale Gegenwart Gottes zugestanden:
Dieses Menschenskind ist "IMMANUEL"
Damit hat sich die Auseinandersetzung zwischen Transzendenz-Theologie und Incarnations-Theologie verschaerft. Wie ist der unausdenkbare Gott in Zukunft zu denken?
absolutes Sein ? [der jenseitige Jahwe Gott; der Schoepfer des Himmels und der Erde; der manchmal gnaedig vom Jenseits Eingreifende; interventionistisch) //
ein Profet von Nazareth ? (einmalig; der einzige Sohn Gottes, der Gott kennt); //
ein liebendes Menschenpaar ? (der Kosmos als Leib Gottes) //
ein engagiertes Team von heute im Einsatz der Vermenschlichung der Welt?
(Es liegt am Menschen seine Zukunft evolutionaer zu bestimmen; Gott als kosmische Energie).
Im Christentum wird eine Entscheidung, die dem II. Vatik. Konzil (1962 - 65) noch nicht anstand, "ueberfaellig". Wie ist Gott heute incarniert ? Wer ist im 2014
EMMANUEL: wie erkennen wir ihn, wie ehren wir ihn, wie proklamieren wir ihn ?
cf. Krippe: das Kind die Gaben der Engelsgesang
Montag, 2. Dezember 2013
ADVENT Betrachtung Dec 2013
Der erste Advents-Sonntag spricht vom Tages-Anbruch - was wir lange erwartet
haben, die Sonne scheint aufzugehen, wir sehen schon die Strahlen: Alle Menschen
erwarten ein erfuelltes Leben, Glueck, Freude, Erfuellung, Heil - und nun scheint unsere Erwartung nahe, die Teilnahme an der Fuelle des Lebens wird moeglich...
was viele Profeten im Guten vorausgesagt... es wird Wirklichkeit...
Der zweite Advents-Sonntag spricht vom Umbruch (Umkehr) - das Dunkel der Nacht bricht um in die Tages-Helle. Das Gegenteil von bisher wird in Zukunft real.
Im Licht wird die Wirklichkeit anders gesehen, erlebt, erfahren.Man muss sich daran gewoehnen all das was im Licht nun Gestalt wird zu sehen. Die Welt wird nun nicht mehr nur regional erkannt sondern global. Bald haben wir die Chance mit allen Menschen zu kommunizieren. Das Wissen ist ueberwaeltigend; die Technik imposant... und die, die im Dunkel bleiben wollen mit ihren Machenschaften, sie
sind eine Schlangenbrut und wollen der bevorstehenden Vergeltung mit leeren Worten ausweichen. Es gibt Leute, die scheuen das Licht...
Der dritte Advents-Sonntag spricht daher die Frage an: der Mensch muss sich entscheiden, in welcher Richtung er im Licht weitergehen will; er sieht soviele Moeglichkeiten, Wege, Abenteuer... will der Mensch nun einen Neuen Himmel und eine Neue Erde... oder soll alles besser beim Alten bleiben? Will er "Fuelle des Lebens" wirklich neu erkennen, neu sehen oder der alten dunklen fragmentarischen Vorstellung verhaftet bleiben ? Was heisst Erfuellung im Tageslicht gesehen und nicht im Dunkel der Umnachtung? Was heisst "Gluecks-Erfahrung" angesichts der
im Licht erkannten Weltwirklichkeit?
Der vierte Advents-Sonntag spricht von einer Ueberraschung: Wieder wird ein Mensch geboren, wie Tausende jeden Tag... aber nun im Licht gesehen wagen es einige, den Menschen als "Gott mit uns" zu sehen. Hier hat der Inkarnationstrend
einen ersten Hoehepunkt erreicht: nicht nur Zeus ist im Roemischen Imperator inkarniert gesehen sondern der Jahwe Gott im Profeten Jesus von Nazareth.
Im angemessenen Tageslicht wird der Mensch anders gesehen als im Dunkel der
Chaosmaechte. Ein eigenartiges Licht, das da aufscheint...
haben, die Sonne scheint aufzugehen, wir sehen schon die Strahlen: Alle Menschen
erwarten ein erfuelltes Leben, Glueck, Freude, Erfuellung, Heil - und nun scheint unsere Erwartung nahe, die Teilnahme an der Fuelle des Lebens wird moeglich...
was viele Profeten im Guten vorausgesagt... es wird Wirklichkeit...
Der zweite Advents-Sonntag spricht vom Umbruch (Umkehr) - das Dunkel der Nacht bricht um in die Tages-Helle. Das Gegenteil von bisher wird in Zukunft real.
Im Licht wird die Wirklichkeit anders gesehen, erlebt, erfahren.Man muss sich daran gewoehnen all das was im Licht nun Gestalt wird zu sehen. Die Welt wird nun nicht mehr nur regional erkannt sondern global. Bald haben wir die Chance mit allen Menschen zu kommunizieren. Das Wissen ist ueberwaeltigend; die Technik imposant... und die, die im Dunkel bleiben wollen mit ihren Machenschaften, sie
sind eine Schlangenbrut und wollen der bevorstehenden Vergeltung mit leeren Worten ausweichen. Es gibt Leute, die scheuen das Licht...
Der dritte Advents-Sonntag spricht daher die Frage an: der Mensch muss sich entscheiden, in welcher Richtung er im Licht weitergehen will; er sieht soviele Moeglichkeiten, Wege, Abenteuer... will der Mensch nun einen Neuen Himmel und eine Neue Erde... oder soll alles besser beim Alten bleiben? Will er "Fuelle des Lebens" wirklich neu erkennen, neu sehen oder der alten dunklen fragmentarischen Vorstellung verhaftet bleiben ? Was heisst Erfuellung im Tageslicht gesehen und nicht im Dunkel der Umnachtung? Was heisst "Gluecks-Erfahrung" angesichts der
im Licht erkannten Weltwirklichkeit?
Der vierte Advents-Sonntag spricht von einer Ueberraschung: Wieder wird ein Mensch geboren, wie Tausende jeden Tag... aber nun im Licht gesehen wagen es einige, den Menschen als "Gott mit uns" zu sehen. Hier hat der Inkarnationstrend
einen ersten Hoehepunkt erreicht: nicht nur Zeus ist im Roemischen Imperator inkarniert gesehen sondern der Jahwe Gott im Profeten Jesus von Nazareth.
Im angemessenen Tageslicht wird der Mensch anders gesehen als im Dunkel der
Chaosmaechte. Ein eigenartiges Licht, das da aufscheint...
Freitag, 29. November 2013
Der erste Advents-Sonntag 01.12.2013
ES ist wieder NEUBEGINN, ein neues Kirchenjahr, um das Leben des Profeten JvN im Jahreszyklus zu feiern. Advent heisst aber auch Ankunft: Ein NEUES kommt an! Was ist denn so NEU im KOMMEN begriffen ?
Natuerlich darf man erwarten, ein Erloeser werde uns geboren... Tausende tun es
zummindest an Weihnachten... aber seit der beruehmte Suendenfall von Adam und Eva als causal-Mythos gesehen wird, braucht "Erloesung" ein neues Konzept.
Wenn wir der EVOLUTION Gottes nachgehen, wie Gott sich in den Vorstellungen der Menschen entwickelte, dann kann man einen INKARNATIONS-TREND ausmachen - dem absoluten Gott gegenueber.
"Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen" Hier wird die INKARNATION BESUNGEN...
Dem absoluten Gott wird ein INKARNATIONSPROZESS zugemutet und dem menschlichen Auge ein wunderbares SEHEN.
Die INKARNATION Gottes koennte als Erloesung erfahren werden:
Wenn das liebende Wort menschlich gesprochen wird und unter uns verweilt
und wir seine Wirkungen sehen ... = Inkarnation Gottes !
Das Licht der Welt int nicht draussen im All sondern drinnen im Herzen; das Heil der Menschen ist nicht im Jenseits sondern im Diesseits angesiedelt; das Geheimnis Gott ist nicht verschlossen sondern offen... d.h. Erloesung ist nicht im "Sich-verschliessen" sondern im "Sich-gegenseitigen Oeffnen"... wo Verwundbarkeit zur Achtsamkeit fuehren koennte. Barmherzigkeit kaeme dann von den Menschen her und nicht von oben gnaedig gewaehrt.
Gott waere dann nicht der allmaechtige Schoepfer sondern die Menschen-
freundlichkeit, die sich ereignet usw... usw...
Ich hab' den Eindruck, dass wir Christen noch immer schwanken zwischen dem absoluten Gott und dem inkarnierten Gott. Vielleicht behagen uns beide: ein
allmaechtiger Gott und ein dem Tode ausgelieferter Gott.
Die FRAGE ist, welcher Gott tut uns heute gut? Sollen wir uns dem Allmaechtigen ausliefern und eventuell an seiner Macht partizipieren (the power invested in me)
gar in der Macht die Herrlichkeit sehen, oder ist es Zeit in der Menschenfreund-
lichkeit Gott zu sehen? Was ist schoener "maechtig" oder "freundlich" ?
Natuerlich darf man erwarten, ein Erloeser werde uns geboren... Tausende tun es
zummindest an Weihnachten... aber seit der beruehmte Suendenfall von Adam und Eva als causal-Mythos gesehen wird, braucht "Erloesung" ein neues Konzept.
Wenn wir der EVOLUTION Gottes nachgehen, wie Gott sich in den Vorstellungen der Menschen entwickelte, dann kann man einen INKARNATIONS-TREND ausmachen - dem absoluten Gott gegenueber.
"Das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt und wir haben seine Herrlichkeit gesehen" Hier wird die INKARNATION BESUNGEN...
Dem absoluten Gott wird ein INKARNATIONSPROZESS zugemutet und dem menschlichen Auge ein wunderbares SEHEN.
Die INKARNATION Gottes koennte als Erloesung erfahren werden:
Wenn das liebende Wort menschlich gesprochen wird und unter uns verweilt
und wir seine Wirkungen sehen ... = Inkarnation Gottes !
Das Licht der Welt int nicht draussen im All sondern drinnen im Herzen; das Heil der Menschen ist nicht im Jenseits sondern im Diesseits angesiedelt; das Geheimnis Gott ist nicht verschlossen sondern offen... d.h. Erloesung ist nicht im "Sich-verschliessen" sondern im "Sich-gegenseitigen Oeffnen"... wo Verwundbarkeit zur Achtsamkeit fuehren koennte. Barmherzigkeit kaeme dann von den Menschen her und nicht von oben gnaedig gewaehrt.
Gott waere dann nicht der allmaechtige Schoepfer sondern die Menschen-
freundlichkeit, die sich ereignet usw... usw...
Ich hab' den Eindruck, dass wir Christen noch immer schwanken zwischen dem absoluten Gott und dem inkarnierten Gott. Vielleicht behagen uns beide: ein
allmaechtiger Gott und ein dem Tode ausgelieferter Gott.
Die FRAGE ist, welcher Gott tut uns heute gut? Sollen wir uns dem Allmaechtigen ausliefern und eventuell an seiner Macht partizipieren (the power invested in me)
gar in der Macht die Herrlichkeit sehen, oder ist es Zeit in der Menschenfreund-
lichkeit Gott zu sehen? Was ist schoener "maechtig" oder "freundlich" ?
Donnerstag, 21. November 2013
34. Sonntag C / Lk 23.35-43 / 24.Nov.13 ENDE
Wir feiern das Ende vom Kirchenjahr C, das Ende vom Glaubensjahr und das Fest von Christus dem Koenig.
Wenn das ENDE kommt, dann ist der Tod, das Nichts nahe; sei es empfunden als Erloesung oder Verdammnis. Dem JvN wird am Ende empfohlen: nun zeige was du kannst und rette dich selbst. Aber ein Koenig rettet sich selbst nur, wenn er sein Volk rettet. Beide sind gegenseitige Bezugsgroessen. Ein Mitleidender erkennt diese Gegenseitigkeit; ausgedrueckt im Vers: "Gedenke meiner o Herr, wenn du kommst in Herrlichkeit".
Diesem Glaubenden wollen wir am Ende des kirchlichen Glaubensjahres ein wenig auf die Spur kommen; ohne das Ende des Glaubens zu provozieren.
A) Der Glaubend ist eingebettet in die grosse humane Welle, die die Menscheit hervorgebracht hat: Jeder glaubt... ohne "glauben" kein Leben. Etwas in mir glaubt (eher unbewusst), die Welt sei im moment und bis in eine ferne Zukunft in etwa stabil. Der Boden traegt, die Sterne sind fix, das Universum lebt. Jeder ist im Kern ein Glaubenstraeger; jeder partizipiert in etwa an dieser Human-Kraft.
B) Innerhalb dieser umfassenden existentiellen Glaubensueberzeugung, die erst menschliches Leben ermoeglicht, erscheinen Objekte, denen der Einzelne oder die Gemeinschaft den Glauben entzieht. Ich glaube nicht mehr an... oder: ich glaube dir nichts mehr...Im Glaubensentzug verlieren einige Objekte ihre Wirkkraft.
zB. Ich glaube nicht an die heutige Welt-Oekonomie; oder: ich glaube nicht, dass Gott in das taegliche Geschehen eingreift. In der tragenden Kraftquelle des Glaubens aber bleiben die meisten Objekte erhalten; sie geniessen meinen Glauben
(zumindest irgendwie).
C) Glaube erscheint drittens als eine mentale, spirituelle, gar operationale Taetigkeit. Vor allem Getue liegen Entscheidungen (die meisten unbewusst und blitzschnell). Ich glaube an Gott bedeutet: Ich entscheide mich, dass es Gott gibt. Ich glaube an dich heisst: Ich entscheide mich, wir gehoeren zusammen. Ich glaube dir meint: Ich kann mich auf dich verlassen. Es it klar: Leben ist die Spur meiner Entscheidungen. "glauben" heisst: Ich entscheide mich in aller Unsicherheit, einer Potenz Wirklichkeit zu geben, damit eher etwas ist denn nichts.
Wenn wir uns fuer Gott entscheiden, dann wird er Wirklichkeit
.
Wenn das ENDE kommt, dann ist der Tod, das Nichts nahe; sei es empfunden als Erloesung oder Verdammnis. Dem JvN wird am Ende empfohlen: nun zeige was du kannst und rette dich selbst. Aber ein Koenig rettet sich selbst nur, wenn er sein Volk rettet. Beide sind gegenseitige Bezugsgroessen. Ein Mitleidender erkennt diese Gegenseitigkeit; ausgedrueckt im Vers: "Gedenke meiner o Herr, wenn du kommst in Herrlichkeit".
Diesem Glaubenden wollen wir am Ende des kirchlichen Glaubensjahres ein wenig auf die Spur kommen; ohne das Ende des Glaubens zu provozieren.
A) Der Glaubend ist eingebettet in die grosse humane Welle, die die Menscheit hervorgebracht hat: Jeder glaubt... ohne "glauben" kein Leben. Etwas in mir glaubt (eher unbewusst), die Welt sei im moment und bis in eine ferne Zukunft in etwa stabil. Der Boden traegt, die Sterne sind fix, das Universum lebt. Jeder ist im Kern ein Glaubenstraeger; jeder partizipiert in etwa an dieser Human-Kraft.
B) Innerhalb dieser umfassenden existentiellen Glaubensueberzeugung, die erst menschliches Leben ermoeglicht, erscheinen Objekte, denen der Einzelne oder die Gemeinschaft den Glauben entzieht. Ich glaube nicht mehr an... oder: ich glaube dir nichts mehr...Im Glaubensentzug verlieren einige Objekte ihre Wirkkraft.
zB. Ich glaube nicht an die heutige Welt-Oekonomie; oder: ich glaube nicht, dass Gott in das taegliche Geschehen eingreift. In der tragenden Kraftquelle des Glaubens aber bleiben die meisten Objekte erhalten; sie geniessen meinen Glauben
(zumindest irgendwie).
C) Glaube erscheint drittens als eine mentale, spirituelle, gar operationale Taetigkeit. Vor allem Getue liegen Entscheidungen (die meisten unbewusst und blitzschnell). Ich glaube an Gott bedeutet: Ich entscheide mich, dass es Gott gibt. Ich glaube an dich heisst: Ich entscheide mich, wir gehoeren zusammen. Ich glaube dir meint: Ich kann mich auf dich verlassen. Es it klar: Leben ist die Spur meiner Entscheidungen. "glauben" heisst: Ich entscheide mich in aller Unsicherheit, einer Potenz Wirklichkeit zu geben, damit eher etwas ist denn nichts.
Wenn wir uns fuer Gott entscheiden, dann wird er Wirklichkeit
.
Freitag, 15. November 2013
33. Son C Lk 21.5-19 durchhalten
Wie noch heute so haben schon damals Viele die Schoenheiten der Natur, der
Kuenste, der Religionen bewundert... - da gibt es unzaehlige Erfahrungen...
und in dieses ERLEBNIS bringt Jesus den "Schock der Wirklichkeit": ALLES VERGEHT... Braucht es dafuer eine bestimmte Zeit ? oder braucht es dafuer
"Extra Zeichen" (Beweise) ? Fuer den Illusionaer Ja... Aber Jesus will, dass man
beides in die Waagschale wirft:
Die Geburt, das Aufbluehen - die Vernichtung, den Tod.
Der Realist Jesus sieht es so:
1. Beachtet mit grosser Aufmerksamkeit was geschieht und laesst euch nicht taeuschen: Inzwischen ist klar: "Leben ist Bewegung / Veraenderung" .
Es gibt den "Angel of Life"; alles ist auf dem Weg zum Besseren... es gibt den "Angel of Death"; alles ist auf dem Weg der Vernichtung (decay). Bewundert die Schoenheit dieses Tempels und wisst: er wird zerstoert werden! Bewundert die Philippinen und erschaudert ueber den Haiyan (nicht zu vergessen: Tsunami,
Fluechtligsstroeme, Erdbeben, Revolutionen, Kriege, Hungersnoete, Seuchen...
Beide Engel kooperieren unmissverstaendlich.
2. Beachtet auch eure Erfahrung / Situation:
A) In dieser "Life / Death-welt" seid ihr daran "die Herrschaft Gottes" zu verkuenden,ihr seid mehr als nur eingeladen einen NEUEN Himmel + eine NEUE Erde einzufuehren - das ist nicht einfach!.
B) Wenn das Alte vergeht, werdet ihr von den Konservativen angeklagt; wenn die Erneuerung ausbleibt beschuldigen euch die Progressiven... und nach 4 1/2 billionen Jahren da explodiert unser Sonnensystem sowieso...
C) Eure christliche Weisheit und Gespraechsbereitschaft wird euch die Wanderung durch die Zeiten / Situationen erlauben; mit und ohne Erfolg...
In die "Leben + Tod - Welt" (aufbluehen und vergluehen) blitzt ein ganz neues Licht,
das im "durchhalten" allein schon fuer sich spricht.
D) d.h. es geht in der Weltsituation schlicht und einfach ums "durchhalten":
Keine Rede davon: Gott ist das heraus-fordernde Licht in allen Dunkelheiten - in diesem "glauben" koennt ihr durchhalten. Aber es ist klar: Jesus ist sich bewusst: die eigentlichen Schwierigkeiten entstehen, wegen ihm (dem Jesus v Nazareth).
Es gibt eben ein Naturgeschehen (Leben + Tod) und ein Christusgeschehen (Auferstehung) - die beide bis heute noch nicht gegenseitig integriert sind..
Kuenste, der Religionen bewundert... - da gibt es unzaehlige Erfahrungen...
und in dieses ERLEBNIS bringt Jesus den "Schock der Wirklichkeit": ALLES VERGEHT... Braucht es dafuer eine bestimmte Zeit ? oder braucht es dafuer
"Extra Zeichen" (Beweise) ? Fuer den Illusionaer Ja... Aber Jesus will, dass man
beides in die Waagschale wirft:
Die Geburt, das Aufbluehen - die Vernichtung, den Tod.
Der Realist Jesus sieht es so:
1. Beachtet mit grosser Aufmerksamkeit was geschieht und laesst euch nicht taeuschen: Inzwischen ist klar: "Leben ist Bewegung / Veraenderung" .
Es gibt den "Angel of Life"; alles ist auf dem Weg zum Besseren... es gibt den "Angel of Death"; alles ist auf dem Weg der Vernichtung (decay). Bewundert die Schoenheit dieses Tempels und wisst: er wird zerstoert werden! Bewundert die Philippinen und erschaudert ueber den Haiyan (nicht zu vergessen: Tsunami,
Fluechtligsstroeme, Erdbeben, Revolutionen, Kriege, Hungersnoete, Seuchen...
Beide Engel kooperieren unmissverstaendlich.
2. Beachtet auch eure Erfahrung / Situation:
A) In dieser "Life / Death-welt" seid ihr daran "die Herrschaft Gottes" zu verkuenden,ihr seid mehr als nur eingeladen einen NEUEN Himmel + eine NEUE Erde einzufuehren - das ist nicht einfach!.
B) Wenn das Alte vergeht, werdet ihr von den Konservativen angeklagt; wenn die Erneuerung ausbleibt beschuldigen euch die Progressiven... und nach 4 1/2 billionen Jahren da explodiert unser Sonnensystem sowieso...
C) Eure christliche Weisheit und Gespraechsbereitschaft wird euch die Wanderung durch die Zeiten / Situationen erlauben; mit und ohne Erfolg...
In die "Leben + Tod - Welt" (aufbluehen und vergluehen) blitzt ein ganz neues Licht,
das im "durchhalten" allein schon fuer sich spricht.
D) d.h. es geht in der Weltsituation schlicht und einfach ums "durchhalten":
Keine Rede davon: Gott ist das heraus-fordernde Licht in allen Dunkelheiten - in diesem "glauben" koennt ihr durchhalten. Aber es ist klar: Jesus ist sich bewusst: die eigentlichen Schwierigkeiten entstehen, wegen ihm (dem Jesus v Nazareth).
Es gibt eben ein Naturgeschehen (Leben + Tod) und ein Christusgeschehen (Auferstehung) - die beide bis heute noch nicht gegenseitig integriert sind..
Samstag, 9. November 2013
32. Sun C Lk 20.38 ein Gott der Lebenden...
Der Katechist fraegt ein Maedchen, was es denn zeichne. Es antwortet: "Ich zeichne Gott". Der Katechist meint: "Aber es weiss doch gar niemand, wie Gott aussieht". Das Maedchen: "Einen Augenblick bitte und sie werden es sehen".
Was das Maedchen tut: "Gott zeichnen", das tut die Menscheit als ganzes seit es Menschen gibt. Wir entwerfen Bilder von Gott. Die Geschichte, wie Menschen Gott "zeichnen" ist sehr interessant! Der Sieger-Gott, der Raecher-Gott, der Vater-Gott, Gott als Koenig, als Schoepfer (allmaechtig, barmherzig, liebevoll...);
Wer kennt nicht Marduk, Zeus, Wotan, Jahwe usw... Wie sieht Gott aus ?
Was soll man sich unter "Gott" denken ? Gott ist...
Vor allem fuer religioese Menschen ist es eine harte Entdeckung: Gott ist ein absolutes GEHEIMNIS. Keine Religion, keine Kirche, keine Theologie, kein Profet weiss "wie Gott ist". Die Fundamental-Theologie sagt als erstes: Gott ist ein
heiliges Geheimnis.
(Jesus - ein Kind seiner Zeit - hat den Gott seines Volkes gekannt und sein Beitrag
zu einem neuen Gottesverstaednis birgt noch heute grosse Ueberraschungen.)
Gerade weil Gott ein GEHEIMNIS ist, gibt es keinen andern Weg als zu entscheiden, wie wir Gott sehen. Von Gott reden heisst immer auch, sich von Gott ein Bild machen; sich ein Gottesverstaednis aneignen, ev. erarbeiten.
Die Faktoren, die zu einem Gottesverstaendnis beitragen, sind vielfaeltig, vielen
unbewusst (zB kulturabhaengig). Wie kommt der einst harte Jesuit Bergoglio
zu einem Gott der Barmherzigkeit ? Jene Mutter, die droht: Gott wird dich strafen, impraegniert im Kind das Image von einem strafenden Gott. Wenn die Kath. Kirche von Gott als "ens absolutum" spricht, kennzeichnet sie IHN als das
hoechste all-umfassende Sein.
Tote Menschen zeichnen Gott nicht (mehr), entscheiden nicht (mehr).Nur lebende Menschen denken Gott (je nach ihrer Art). Nur lebende Menschen entwerfen Gott und propagieren stets ihre Art von Gott. Gott ist zu allen Zeiten ein Gott der je Lebenden.
So sind wir heute eingeladen zu bedenken, welches Gottesbild wir praesentieren
und hoffentlich gelingt es uns, Gott ein attraktives Image zu geben.
Was das Maedchen tut: "Gott zeichnen", das tut die Menscheit als ganzes seit es Menschen gibt. Wir entwerfen Bilder von Gott. Die Geschichte, wie Menschen Gott "zeichnen" ist sehr interessant! Der Sieger-Gott, der Raecher-Gott, der Vater-Gott, Gott als Koenig, als Schoepfer (allmaechtig, barmherzig, liebevoll...);
Wer kennt nicht Marduk, Zeus, Wotan, Jahwe usw... Wie sieht Gott aus ?
Was soll man sich unter "Gott" denken ? Gott ist...
Vor allem fuer religioese Menschen ist es eine harte Entdeckung: Gott ist ein absolutes GEHEIMNIS. Keine Religion, keine Kirche, keine Theologie, kein Profet weiss "wie Gott ist". Die Fundamental-Theologie sagt als erstes: Gott ist ein
heiliges Geheimnis.
(Jesus - ein Kind seiner Zeit - hat den Gott seines Volkes gekannt und sein Beitrag
zu einem neuen Gottesverstaednis birgt noch heute grosse Ueberraschungen.)
Gerade weil Gott ein GEHEIMNIS ist, gibt es keinen andern Weg als zu entscheiden, wie wir Gott sehen. Von Gott reden heisst immer auch, sich von Gott ein Bild machen; sich ein Gottesverstaednis aneignen, ev. erarbeiten.
Die Faktoren, die zu einem Gottesverstaendnis beitragen, sind vielfaeltig, vielen
unbewusst (zB kulturabhaengig). Wie kommt der einst harte Jesuit Bergoglio
zu einem Gott der Barmherzigkeit ? Jene Mutter, die droht: Gott wird dich strafen, impraegniert im Kind das Image von einem strafenden Gott. Wenn die Kath. Kirche von Gott als "ens absolutum" spricht, kennzeichnet sie IHN als das
hoechste all-umfassende Sein.
Tote Menschen zeichnen Gott nicht (mehr), entscheiden nicht (mehr).Nur lebende Menschen denken Gott (je nach ihrer Art). Nur lebende Menschen entwerfen Gott und propagieren stets ihre Art von Gott. Gott ist zu allen Zeiten ein Gott der je Lebenden.
So sind wir heute eingeladen zu bedenken, welches Gottesbild wir praesentieren
und hoffentlich gelingt es uns, Gott ein attraktives Image zu geben.
Donnerstag, 31. Oktober 2013
31. Sun C / Lk 19.1-10 / Zachaeus
Gibt uns Lk ein Beispiel von Jesu Bekehrungs-Strategie ? Eine Erfolgsgeschichte!
Will er aufmerksam machen auf: Worauf es gewiss ankommt in der neuen Jesus-Bewegung ? Heute moechte ich die Erzaehlung so verstehen:
Vor vielen vielen Jahren stiegen unsere Vorfahren von den Baeumen hinunter ins
Flachland (K.Wilber) und gerieten in die Bewusstseins-Entwicklung... u.a. wurde Transzendenz entdeckt und Goettlichkeit verortet. Der jenseitige Jahwe-Gott kam zum Vorschein... und Gottseidank die Neugier blieb erhalten... brannte auch in Zachaeus, einem tuechtigen aber im engen System der Oekonomie Befangenen.
Neugierde allein genuegt nicht. Wer den JvN einigermassen kennen lernen will, muss einen Standort-Wechsel erklimmen... aus der engen starren oekonomischen Lebenssicht kann der Profet aus Nazareth in seiner Botschaft nicht erkannt werden. Und wer ihn aus einer hoeheren Sicht zu Gesicht bekommt,
erlebt ihn zuerst unabdingbar als Einladung. Jesus ist mehr an Zachaeus interessiert als dieser an Jesus.[Da Jesus in Jericho keine Zweitwohnung hatte blieb ihm nicht anderes uebrig als die gewuenschte Begegnung in das Zacharias Haus zu verlegen].
Eine solche Begegnung ist bis heute aeusserst umstritten. Die Kirche und der korrupte Reiche. Der Reiche sieht sich veranlasst, sich fuer die Gnade der Einladung zu rechtfertigen. Er wird von nun an die Kath. Soziallehre in die Tat um-
setzen. Und darum ist dem Haus Zachaeus Heil widerfahren weil von dort aus nun Gerechtigkeit ausgeht. Ein gesellschaftlicher Werteverlust ist durch diese Einladung kompensiert worden.
Eine arme Kirche muss auch aufgeweckte korrupte Reiche einladen - nicht um zu betteln - sondern um sie vom ihrem Wert und von ihrer Verantwortung als Teil der Gesellschaft zu ueberzeugen. Auch ihnen gilt die Frohbotschaft...
Sollte im heutigen Weltfinanzsystem die kirchliche Ueberzeugungsarbeit Fruechte
tragen... "dazu braeuchte es noch viel mehr Heiliger Geist"! Die angesagte Armut
ist eine Spur davon... zuwenig Theologen studieren Oekonomie!
[Haushaltungslehre - was im Brief an Timotheus vom Bischof verlangt wird]
Will er aufmerksam machen auf: Worauf es gewiss ankommt in der neuen Jesus-Bewegung ? Heute moechte ich die Erzaehlung so verstehen:
Vor vielen vielen Jahren stiegen unsere Vorfahren von den Baeumen hinunter ins
Flachland (K.Wilber) und gerieten in die Bewusstseins-Entwicklung... u.a. wurde Transzendenz entdeckt und Goettlichkeit verortet. Der jenseitige Jahwe-Gott kam zum Vorschein... und Gottseidank die Neugier blieb erhalten... brannte auch in Zachaeus, einem tuechtigen aber im engen System der Oekonomie Befangenen.
Neugierde allein genuegt nicht. Wer den JvN einigermassen kennen lernen will, muss einen Standort-Wechsel erklimmen... aus der engen starren oekonomischen Lebenssicht kann der Profet aus Nazareth in seiner Botschaft nicht erkannt werden. Und wer ihn aus einer hoeheren Sicht zu Gesicht bekommt,
erlebt ihn zuerst unabdingbar als Einladung. Jesus ist mehr an Zachaeus interessiert als dieser an Jesus.[Da Jesus in Jericho keine Zweitwohnung hatte blieb ihm nicht anderes uebrig als die gewuenschte Begegnung in das Zacharias Haus zu verlegen].
Eine solche Begegnung ist bis heute aeusserst umstritten. Die Kirche und der korrupte Reiche. Der Reiche sieht sich veranlasst, sich fuer die Gnade der Einladung zu rechtfertigen. Er wird von nun an die Kath. Soziallehre in die Tat um-
setzen. Und darum ist dem Haus Zachaeus Heil widerfahren weil von dort aus nun Gerechtigkeit ausgeht. Ein gesellschaftlicher Werteverlust ist durch diese Einladung kompensiert worden.
Eine arme Kirche muss auch aufgeweckte korrupte Reiche einladen - nicht um zu betteln - sondern um sie vom ihrem Wert und von ihrer Verantwortung als Teil der Gesellschaft zu ueberzeugen. Auch ihnen gilt die Frohbotschaft...
Sollte im heutigen Weltfinanzsystem die kirchliche Ueberzeugungsarbeit Fruechte
tragen... "dazu braeuchte es noch viel mehr Heiliger Geist"! Die angesagte Armut
ist eine Spur davon... zuwenig Theologen studieren Oekonomie!
[Haushaltungslehre - was im Brief an Timotheus vom Bischof verlangt wird]
Freitag, 25. Oktober 2013
30. Sun C / Lk 18.9-14 / Ist das moeglich ?
Den heutigen Text empfinde ich als sehr unverstaendlich, als missbehaglich...
ist er fundamental ironisch zu lesen oder eher als simple Alltags-skizze ?
A) Der Adressat:
Es scheint, dass der Lk-Jesus eine klassische Einschaetzung verteilt:
1. An jene, die stolz sich preisen als tugendhaft (als richtig! als recht-glaeubig!)
und die daher alle andern meinen verachten zu muessen (als un-tugendhaft, als un-richtig, als un-glaeubig). Wer sich einbildet: er allein und einzig sei richtig und daher sind alle andern eigentlich falsch; der wird einst als "unrealistisch" gelten.
2. An jene, die sich als "angewiesen auf..." , als "ausgeliefert an..." empfinden,
und dies auch noch wissen und bekennen. Wer also sich und seine Sicht nicht als allein richtig preisen kann, da er weiss, wie sehr er in allem der Begabung durch Gott anheimgegeben ist, der wird einst "realistisch" Anerkennung finden.
B) Das Gleichniss:
Der fromme Pharisaeer - mitten im Heiligtum - preist sich als "einzig"!
(der wahre Mensch, der vollkommen-perfekte in seinen und Gottes' Augen).
Der suendige Tax-Collector - im Heiligtum augenniedergeschlagen - bekennt
sich als in allem "begrenzt", als behindert, als erloesungsbeduerftig.
C) Die Lehre / die Warnung:
Wer sich als begrenzt versteht, stimmt eher mit der Wirklichkeit ueberein.
Wer sich als "einzig-richtig" sieht, verkennt bestimmt die Realitaet.
[biblisch: wer sich erhoeht wird erniedrigt, wer sich erniedrigt wird erhoeht.]
Ist das moeglich ? Dass sich in 2013 eine Person, eine Gruppe, ein System,
eine Weltanschauung, eine Religion noch als "einzig- und allein-richtig" verstehen
kann, - das scheint mir total unmoeglich. Keine Ahnung von begrenzter Wahr-
nehmung, von interessegeleitetem Urteil, von kontextueller Situationsbedingt-
heit, von der Interaktion zwischen Subjekt und Objekt - ist das noch moeglich ?
Keine Ahnung von der Differenz zwischen der Wirklichkeit und deren Erscheinung ?
in der Geschichte in den Medien und im heutigen menschlichen Geiste ?
Ist Lk 18.9-14 ein Spiegel fuer meine Selbst-Einschaetzung ?
ist er fundamental ironisch zu lesen oder eher als simple Alltags-skizze ?
A) Der Adressat:
Es scheint, dass der Lk-Jesus eine klassische Einschaetzung verteilt:
1. An jene, die stolz sich preisen als tugendhaft (als richtig! als recht-glaeubig!)
und die daher alle andern meinen verachten zu muessen (als un-tugendhaft, als un-richtig, als un-glaeubig). Wer sich einbildet: er allein und einzig sei richtig und daher sind alle andern eigentlich falsch; der wird einst als "unrealistisch" gelten.
2. An jene, die sich als "angewiesen auf..." , als "ausgeliefert an..." empfinden,
und dies auch noch wissen und bekennen. Wer also sich und seine Sicht nicht als allein richtig preisen kann, da er weiss, wie sehr er in allem der Begabung durch Gott anheimgegeben ist, der wird einst "realistisch" Anerkennung finden.
B) Das Gleichniss:
Der fromme Pharisaeer - mitten im Heiligtum - preist sich als "einzig"!
(der wahre Mensch, der vollkommen-perfekte in seinen und Gottes' Augen).
Der suendige Tax-Collector - im Heiligtum augenniedergeschlagen - bekennt
sich als in allem "begrenzt", als behindert, als erloesungsbeduerftig.
C) Die Lehre / die Warnung:
Wer sich als begrenzt versteht, stimmt eher mit der Wirklichkeit ueberein.
Wer sich als "einzig-richtig" sieht, verkennt bestimmt die Realitaet.
[biblisch: wer sich erhoeht wird erniedrigt, wer sich erniedrigt wird erhoeht.]
Ist das moeglich ? Dass sich in 2013 eine Person, eine Gruppe, ein System,
eine Weltanschauung, eine Religion noch als "einzig- und allein-richtig" verstehen
kann, - das scheint mir total unmoeglich. Keine Ahnung von begrenzter Wahr-
nehmung, von interessegeleitetem Urteil, von kontextueller Situationsbedingt-
heit, von der Interaktion zwischen Subjekt und Objekt - ist das noch moeglich ?
Keine Ahnung von der Differenz zwischen der Wirklichkeit und deren Erscheinung ?
in der Geschichte in den Medien und im heutigen menschlichen Geiste ?
Ist Lk 18.9-14 ein Spiegel fuer meine Selbst-Einschaetzung ?
Abonnieren
Posts (Atom)