Schon schaukeln wir im 2016-Ocean; links bediene ich das Ruder der ERWARTUNG
(Ich erwarte doch einiges im 2016!); rechst bediene ich das Ruder der ERWIRKUNG
(Ich will ja was bewirken im 2016!)
Als einer, der an das inkarnierte Geheimnis Gott glaubt, ERWARTE ich von diesem Gott,
dass ER - in ALLEM was geschieht - in ALLER WIRKLICHKEIT -
SICH EREIGNET (das schulde ich IHM solange als ich IHN als Creator anerkenne)
SICH OFFENBART (das schulde ich der ganzen Gschichte; bes. dem Alten Testament)
SICH GIBT (das schulde ich Jesus, der Kirche und der Christlichen Eschatology).
Als REALIST weiss ich natuerlich, dass all unsere WAHRNEHMUNG bedingt-kontingent ist. Meine Wahrnehmung (was ich so sinnlich und innerlich auf die Bewusstseins-Buehne bringe) ist ein subjektiv gefaerbter, konstruierter, context-bedingter AUSSCHNITT der WIRKLICHKEIT. Ich erwarte von den Mitmenschen (und von mir!), dass wir alle dieser Tatsache uns mehr oder weniger, besser: voll bewusst sind. Jede Person hat ihre eigene Welt-An-Schauung.Trotzdm erwarte ich von meinen Mitmenschen, dass sie irgendwie fair mitspielen - im Welt-Theater 2016.
Meine ERWARTUNGEN an Gott und die Mitmenschen sind etwas hoch - besser als zu tief.
Der Bewusstseins-Level der Menschheit in bezug auf ihre prekaere Situation duerfte - so hoffe ich fuer 2016 - etwas steigen. Mehr Menschen denn je haben das Gesetz der totalen gegenseitigen Abhaengigkeit im Kleinen wie im Grossen entdeckt und beginnen es anzuerkennen.
Noch etwas zur "Projekt - DEKLARATION Jesu" (Lk 4.14-21-30) 3. + 4. Sonntag C
cf. www.kameel-doring-boom.blogspot.com
Wenn ihr den JvN wegen seiner Botschaft (Isaia) und seiner Strategy (keine Wunder in Nazareth) umbringen wollt - merkt euch - er wird euch entschluepfen - auch in jeder Diskussion. Eure Wahrnehmung ist zu einseitig und zu begrenzt . Erst wenn ihr erkennt, dass ER selbst in Person Botschaft + STRATEGY ist, dann werdet ihr IHN umbringen koennen. ER IST WEG + BROT + WEIN.
Zu Paulus 1. Kor 13.13 (4. Sonntag C / 31.01.2016)
"Drei Dinge wirken fuer immer: glauben, hoffen, lieben. Davon ist "lieben" das Beste.
Verstehenshilfe:
hoffen = wissen und daher begruendet erwarten
glauben = was wir erwarten mal als Wirklichkeit setzen
lieben = sich einsetzen, hingeben auf dass das Erwartete Wirklichkeit werde
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Mittwoch, 27. Januar 2016
Freitag, 22. Januar 2016
WAS noch fehlt... ???
Es scheint, dass mir diese Blog-Seite durch die Latten schluepfte. Sie blieb mir im Gedaechtnis - wurde aber nicht "implementiert" / realisiert !!! Hoffentlich geht das NICHT SO
im 2016 !!! Gute Ideen - nicht realisiert - werden Balast.
Schon ist Weihnachten vorbei, das Neue Jahr eingefuehrt, fuer die Christen ist JvN
schon beschnitten, im Tempel dargebracht und losgekauft, schon mit 12 Jahren als
"run-away" bekannt, bald wird er am Jordan getauft (10. Jan).
Auch ich hab' das Krippen-Welt-Schau-Spiel wieder meditiert... etwas hat mir gefehlt.
Ich hoerte den Gesang aller Kirchenchoere und Orchester der Welt vom Frieden singen;
alles zur Ehre Gottes und den Menschen eine Gefaelligkeit. Die Feldarbeiter, heute all die Getauften, eilten zur Krippe, glaubten, auch wenn ihnen zugemutet wird, Windeln als Gottesbeweis zu erkennen. Dann der grosse Auftritt - die drei Koenige - heute Paepste, Prinzen, Bischoefe, gar Pfarrer genannt - welcher Stern hat sie wohl alle hergefuehrt? Als glaubende Huldigung gaben sie Gold (obwohl niemand weiss woher sie es haben), umnebeln ihn mit Weihrauch und balsamieren ihn mit Myhrre. Ochs und Esel und die Schafe representieren die Kreatur. Eine wahre Epiphany der Wirklichkeit - lukanisch-
mathaeischer Sicht. Was fehlt ?
Auf einer Steinplatte leicht erhoeht sehe ich "Hr. von 1750" hellgrau gekleidet und "Frau von Heute" hellgruen berockt. Sie bewundern die Welt-Szene fast wohl-gefaellig, aber sie koennen nicht glauben. All dieser Weihnachts-Rummel als Friedensgesang? All dieser Firefanz und Feierklang zur Ehre Gottes - und welchen Gottes? All diese Erlasse um die Kirche zu deklarieren, all diese Mitren und Hirtenstaebe um den Glauben und die Moral zu baendigen, all dieser Hokuspokus der Pfarrer um die Eucharistie zu retten; all diese ordentlichen Geluebde, um die Welt zu enttaeuschen ???... nur im Blick auf all die Feld- arbeiter im Reich Gottes wird es ihnen fast verstaendlich das Unverstaendliche zu glauben - unglaublich!
Diese beiden "Atheisten" fehlen mir im weihnaechtlichen Krippenspiel. Ich bin ueberzeugt, es sind viele, die das Kripppenspiel beachten, vielleicht bewundern, es sogar mitsingen... aber sie sind unfaehig es zu glauben. Und darum gehoeren sie auf die Buehne. Sie erinnern uns, dass wir einer andern Welt anhaengen (nicht von dieser Welt), eine andere Sprache sprechen (nicht die der Welt), eine andere Welt-Anschauung komponieren, andere Problemloesungen vorschlagen... muss das soooo sein ??? Die Welt des religioesen Glaubens ist ziemlich verschieden von der saekularen Welt. UN-ver-ein-bar ???
Die FRAGE bleibt: Koennen wir Christen wenigstens eine Sprache finden, die auch von sog. Atheisten wenigstens verstanden wird oder muessen wir unglaublich unverstaendlich denken, reden und handeln ??? WISSEN + VERSTEHEN + GLAUBEN
im 2016 !!! Gute Ideen - nicht realisiert - werden Balast.
Schon ist Weihnachten vorbei, das Neue Jahr eingefuehrt, fuer die Christen ist JvN
schon beschnitten, im Tempel dargebracht und losgekauft, schon mit 12 Jahren als
"run-away" bekannt, bald wird er am Jordan getauft (10. Jan).
Auch ich hab' das Krippen-Welt-Schau-Spiel wieder meditiert... etwas hat mir gefehlt.
Ich hoerte den Gesang aller Kirchenchoere und Orchester der Welt vom Frieden singen;
alles zur Ehre Gottes und den Menschen eine Gefaelligkeit. Die Feldarbeiter, heute all die Getauften, eilten zur Krippe, glaubten, auch wenn ihnen zugemutet wird, Windeln als Gottesbeweis zu erkennen. Dann der grosse Auftritt - die drei Koenige - heute Paepste, Prinzen, Bischoefe, gar Pfarrer genannt - welcher Stern hat sie wohl alle hergefuehrt? Als glaubende Huldigung gaben sie Gold (obwohl niemand weiss woher sie es haben), umnebeln ihn mit Weihrauch und balsamieren ihn mit Myhrre. Ochs und Esel und die Schafe representieren die Kreatur. Eine wahre Epiphany der Wirklichkeit - lukanisch-
mathaeischer Sicht. Was fehlt ?
Auf einer Steinplatte leicht erhoeht sehe ich "Hr. von 1750" hellgrau gekleidet und "Frau von Heute" hellgruen berockt. Sie bewundern die Welt-Szene fast wohl-gefaellig, aber sie koennen nicht glauben. All dieser Weihnachts-Rummel als Friedensgesang? All dieser Firefanz und Feierklang zur Ehre Gottes - und welchen Gottes? All diese Erlasse um die Kirche zu deklarieren, all diese Mitren und Hirtenstaebe um den Glauben und die Moral zu baendigen, all dieser Hokuspokus der Pfarrer um die Eucharistie zu retten; all diese ordentlichen Geluebde, um die Welt zu enttaeuschen ???... nur im Blick auf all die Feld- arbeiter im Reich Gottes wird es ihnen fast verstaendlich das Unverstaendliche zu glauben - unglaublich!
Diese beiden "Atheisten" fehlen mir im weihnaechtlichen Krippenspiel. Ich bin ueberzeugt, es sind viele, die das Kripppenspiel beachten, vielleicht bewundern, es sogar mitsingen... aber sie sind unfaehig es zu glauben. Und darum gehoeren sie auf die Buehne. Sie erinnern uns, dass wir einer andern Welt anhaengen (nicht von dieser Welt), eine andere Sprache sprechen (nicht die der Welt), eine andere Welt-Anschauung komponieren, andere Problemloesungen vorschlagen... muss das soooo sein ??? Die Welt des religioesen Glaubens ist ziemlich verschieden von der saekularen Welt. UN-ver-ein-bar ???
Die FRAGE bleibt: Koennen wir Christen wenigstens eine Sprache finden, die auch von sog. Atheisten wenigstens verstanden wird oder muessen wir unglaublich unverstaendlich denken, reden und handeln ??? WISSEN + VERSTEHEN + GLAUBEN
Montag, 4. Januar 2016
QUELLEN der Lebens-FREUDE (auch fuer 2016)
Einst hiess es (seit ueber 150'000 Jahren schon): "DIE SONNE KOMMT WIEDER..."
Mit dieser Welt-Erfahrung wich die Angst vor dem Untergang der Freude des Lebens.
Die Sonne, das Leben wurden als "GABE" empfunden. Allueberall wurde gefeiert - es seidenn, man hat (aus selbstverstaendlich eingebildeter Gewissheit) den Grund des Feierns verloren... zB. Weihnachten.
Doch im Grunde genommen ist dieser Satz inzwischen drei-deutig verankert:
A) Er gilt als Pille jeden Abend, den Schlaf zu wagen... sog. Gewissheit.
B) Er gilt als Kurzformel nwss Entdeckung. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Heute glauben sie zu wissen: Die Erde dreht sich um die Sonne, Jahre genannt. Das wird gewiss so weitergehen.... ebensogewiss gibt die Sonne nach spaetestens ca. 5 milliarden
Jahren auf... Die Erde hat das Nachsehen... ein Ueberleben der Menschen ist nicht ausgeschlossen...
C) Er gibt der Ueberzeugung Ausdruck: Die Wolken sind begrenzt. Kontingenz!
Diese drei Interpretationen sind tiefe natuerliche Quellen der Lebenssfreude:
+ dem Kosmos vertrauend die Augen schliessen und den Schlaf wagen
+ noch in allerletzten Untergangsstimmung auf ein Ueberleben hoffen
+ im Wandern das Dunkel, den Tunnel als begrenzt erkennen
Wenn die natuerlichen interpretativen Quellen der Lebensfreude ins Wanken geraten,
wenn der Platz an der Sonne zu kerz geraet, wenn die Erfahrungen nicht mehr ausreichen -
es gibt noch tiefere natueriche Quellen der Lebensfreude, die Religionen haben sie gesammelt und bieten sie an, genannt: die imaginativen.
Ein Beispiel: Die Kath. Kirche feiert am 1. Jan stets ein unglaubliches, noch nicht zu verstehendes Fest. Erst morgen, wenn sie noch viel mehr wissen werden, werden sie glauben, dass Gott eine Mutter hat; damit sehen sie Gott als Kind der Evolution -
EIN GOTT DER MIT UNS GEHT (Emmanuel). In der Ueberzeugung, dass Gott mit uns geht, waechst die Zuversicht, dass ER die noch ausstehende Lebensfuelle im Angebot hat. Wer die Sinne oeffnet entdeckt zu jeder Stunde, dass das Angebot, das Gott im Gesamt-Kosmos heute bietet grandios ist, "nicht zu fassen"...wie die Sonne, die stets wieder kommt.
Bitte beachten: Bei uns ist alles ganz anders>>>> trotzdem "Auf Wiedersehen".
Die schweren Wolken - Ueberschattung - Der Weihnachts-Regen gruent NAMIBIA.
Daher wuensche ich allen Blog-Besucher/innen ein gesegnetes NEUES Jahr.
Mit dieser Welt-Erfahrung wich die Angst vor dem Untergang der Freude des Lebens.
Die Sonne, das Leben wurden als "GABE" empfunden. Allueberall wurde gefeiert - es seidenn, man hat (aus selbstverstaendlich eingebildeter Gewissheit) den Grund des Feierns verloren... zB. Weihnachten.
Doch im Grunde genommen ist dieser Satz inzwischen drei-deutig verankert:
A) Er gilt als Pille jeden Abend, den Schlaf zu wagen... sog. Gewissheit.
B) Er gilt als Kurzformel nwss Entdeckung. Die Hoffnung stirbt zuletzt!
Heute glauben sie zu wissen: Die Erde dreht sich um die Sonne, Jahre genannt. Das wird gewiss so weitergehen.... ebensogewiss gibt die Sonne nach spaetestens ca. 5 milliarden
Jahren auf... Die Erde hat das Nachsehen... ein Ueberleben der Menschen ist nicht ausgeschlossen...
C) Er gibt der Ueberzeugung Ausdruck: Die Wolken sind begrenzt. Kontingenz!
Diese drei Interpretationen sind tiefe natuerliche Quellen der Lebenssfreude:
+ dem Kosmos vertrauend die Augen schliessen und den Schlaf wagen
+ noch in allerletzten Untergangsstimmung auf ein Ueberleben hoffen
+ im Wandern das Dunkel, den Tunnel als begrenzt erkennen
Wenn die natuerlichen interpretativen Quellen der Lebensfreude ins Wanken geraten,
wenn der Platz an der Sonne zu kerz geraet, wenn die Erfahrungen nicht mehr ausreichen -
es gibt noch tiefere natueriche Quellen der Lebensfreude, die Religionen haben sie gesammelt und bieten sie an, genannt: die imaginativen.
Ein Beispiel: Die Kath. Kirche feiert am 1. Jan stets ein unglaubliches, noch nicht zu verstehendes Fest. Erst morgen, wenn sie noch viel mehr wissen werden, werden sie glauben, dass Gott eine Mutter hat; damit sehen sie Gott als Kind der Evolution -
EIN GOTT DER MIT UNS GEHT (Emmanuel). In der Ueberzeugung, dass Gott mit uns geht, waechst die Zuversicht, dass ER die noch ausstehende Lebensfuelle im Angebot hat. Wer die Sinne oeffnet entdeckt zu jeder Stunde, dass das Angebot, das Gott im Gesamt-Kosmos heute bietet grandios ist, "nicht zu fassen"...wie die Sonne, die stets wieder kommt.
Bitte beachten: Bei uns ist alles ganz anders>>>> trotzdem "Auf Wiedersehen".
Die schweren Wolken - Ueberschattung - Der Weihnachts-Regen gruent NAMIBIA.
Daher wuensche ich allen Blog-Besucher/innen ein gesegnetes NEUES Jahr.
Samstag, 26. Dezember 2015
Inkarnation als Erloesung
Weihnachten hat in der 2000 jaehrigen Geschichte nun 2 grosse Interpretationen erlebt.
In der Nachfolge von Lukas-Ev singen viele mit Freude: uns ist ein Erloeser geboren. Der Profet aus Nazareth ist erkannt als Erloeser der Menschheit; so wird er auch heute in allen Christlichen Kirchen gefeiert. Es ist eine erfreuliche Botschaft, dass ein Erloeser der Welt gekommen ist - auch wenn wir das Resultat der Erloesung noch nicht ganz vor uns haben. Einige gar sehen keine Erloesung; andere hoffen sehr, sie sei bald erkennbar....
Anderseits hat der Joh-Ev etwas weiter angesetzt und laesst uns wissen: Das Wort Gottes ist in Jesus Fleisch (Mensch) geworden (anfaenglich, geburtlich). Wir sprechen bis heute vom Menschwerdungs-Prozess Gottes. Die Botschaft klingt eher "unglaublich". Der bekannte, allmaechtige Jahwe-Gott ist nun inkarniert zu sehen, im Inkarnationsprozess begriffen??? "Gott im Fleisch (Godintheflesh) - wer wagt sich ans Erklaeren?
Fuer heute mag ich skizzieren:
Wir nehmen Johannes "die Stimme aus der Wueste" etwas ernst: Er verlangt "Umkehr".
[metanoia in bezug auf das Denken (Brain), Fuehlen (Heart), und Handeln (Hand)]
Erst wenn der Mensch den "turning-point" (die Umkehr-Entscheidung) erreicht hat, erst dann wird die Jesus-Gestalt von Bedeutung. Wer umkehren will, muss sich ausdenken "wohin" (gewiss nicht zurueck, aber nun in welche Richtung?). Und hier praesentiert das Christentum den JvN, den es zum Messias (Christus) erklaerte; es empfiehlt die beruehmte Nachfolge Jesu. Wer sich nach dem "turning-point" auf diesen Jesus einlaesst, der wird so seine Erfahrungen machen. Diese Erkenntnisse, Ereignisse, Erfahrungen, die nun einsetzen und gelebt werden wollen, sind erhellend (offenbarend): Die Identification Jesu mit dem (Vater) Jahwe-Gott ist irritierend; seine Ich-Aussagen sind provozierend; sein Selbstverstaendnis als "Brot und Wein fuer das Leben der Welt" ... und all das immer nur als einer unter vielen andern... sein frueher, engagierter, verstaendlicher Tod und seine Erfahrung der Gott-Verlassenheit... all das zeigt, "Gott" kann als im Kommen gesehen werden; ist im Kommen... hinein ins Humanum; heutzutage im Versuch der Billionen Jesu nachzufolgen.
Jesus ist ein Weg fuer die, die nach dem Umkehr-Entscheid einen Pfad suchen; ein Angebot, das Kommen Gottes ins Humanum zu "erleben", die Inkarnation voranzutreiben. Im Mk-Ev wird dieser Gedanke uebersetzt mit "Das Reich Gottes ist nahe" d.h. realisierbar und daher die Empfehlung: Inkarnation / Reich Gottes is projekt Nr 1 fuer die Christlichen Kirchen im Jahr 2016.
In der Nachfolge von Lukas-Ev singen viele mit Freude: uns ist ein Erloeser geboren. Der Profet aus Nazareth ist erkannt als Erloeser der Menschheit; so wird er auch heute in allen Christlichen Kirchen gefeiert. Es ist eine erfreuliche Botschaft, dass ein Erloeser der Welt gekommen ist - auch wenn wir das Resultat der Erloesung noch nicht ganz vor uns haben. Einige gar sehen keine Erloesung; andere hoffen sehr, sie sei bald erkennbar....
Anderseits hat der Joh-Ev etwas weiter angesetzt und laesst uns wissen: Das Wort Gottes ist in Jesus Fleisch (Mensch) geworden (anfaenglich, geburtlich). Wir sprechen bis heute vom Menschwerdungs-Prozess Gottes. Die Botschaft klingt eher "unglaublich". Der bekannte, allmaechtige Jahwe-Gott ist nun inkarniert zu sehen, im Inkarnationsprozess begriffen??? "Gott im Fleisch (Godintheflesh) - wer wagt sich ans Erklaeren?
Fuer heute mag ich skizzieren:
Wir nehmen Johannes "die Stimme aus der Wueste" etwas ernst: Er verlangt "Umkehr".
[metanoia in bezug auf das Denken (Brain), Fuehlen (Heart), und Handeln (Hand)]
Erst wenn der Mensch den "turning-point" (die Umkehr-Entscheidung) erreicht hat, erst dann wird die Jesus-Gestalt von Bedeutung. Wer umkehren will, muss sich ausdenken "wohin" (gewiss nicht zurueck, aber nun in welche Richtung?). Und hier praesentiert das Christentum den JvN, den es zum Messias (Christus) erklaerte; es empfiehlt die beruehmte Nachfolge Jesu. Wer sich nach dem "turning-point" auf diesen Jesus einlaesst, der wird so seine Erfahrungen machen. Diese Erkenntnisse, Ereignisse, Erfahrungen, die nun einsetzen und gelebt werden wollen, sind erhellend (offenbarend): Die Identification Jesu mit dem (Vater) Jahwe-Gott ist irritierend; seine Ich-Aussagen sind provozierend; sein Selbstverstaendnis als "Brot und Wein fuer das Leben der Welt" ... und all das immer nur als einer unter vielen andern... sein frueher, engagierter, verstaendlicher Tod und seine Erfahrung der Gott-Verlassenheit... all das zeigt, "Gott" kann als im Kommen gesehen werden; ist im Kommen... hinein ins Humanum; heutzutage im Versuch der Billionen Jesu nachzufolgen.
Jesus ist ein Weg fuer die, die nach dem Umkehr-Entscheid einen Pfad suchen; ein Angebot, das Kommen Gottes ins Humanum zu "erleben", die Inkarnation voranzutreiben. Im Mk-Ev wird dieser Gedanke uebersetzt mit "Das Reich Gottes ist nahe" d.h. realisierbar und daher die Empfehlung: Inkarnation / Reich Gottes is projekt Nr 1 fuer die Christlichen Kirchen im Jahr 2016.
Mittwoch, 16. Dezember 2015
Woher kommt Jesu Authoritaet ???
Dass der Prophet Jesus von Nazareth, heute der Herr Jesus Christus, seit gut 2000 Jahren eine steigende weltweite Authoritaet hat, ja sogar ist, das scheint evident. Man hoert auf IHN, ER hat das Sagen, ER herrscht wie eine Regierung, man gesteht IHM Macht zu (er sitzt zur Rechten des Vaters)... fuer viele Pesonen (getaufte Christen) und kleinere oder groessere Organisationen (Family, Vereine, Kirchen) gilt ER irgendwie als "mass- gebend". Jedenfalls der Gute Wille ist gross; ob es gelingt - das Leben in der Nachfolge Jesu - das sei hier nicht entschieden.
Auf dem Weg nach Weihnachten taucht die FRAE auf: Woher hat Jesus seine Authoritaet ? (Mt 21.23-27). Vom Jahwe-Gott oder von den Menschen ??? Eine ganz gefaehrliche FRAGE !!! Jesus fand einen Trick, der FRAGE auszuweichen: Der beruehmte Taeufer: Woher hat er seine Authoritaet ? Die Gelehrten getrauten sich nicht zu antworten; sie fuehlten zuviel haeangt an der Antwort. Und so auch Jesus: Er verweigert die Antwort.
Seit langem gibt es im Menschen dieses "entweder oder". Es kommt etwas von Gott oder von Menschen. Aber es gibt auch immer wieder die Extreme: "Alles kommt von Gott" oder: "Alles kommt von den Menschen" (Gott gibt es nicht). Wer Gott zum Schoepfer von Himmel + Erde deklariert und Jesus zum alleinigen Erloeser der ganzen Menscheit, bei dem ist klar:
Alles, gar Alles; Gut + Boes, alles kommt vom Jahwe-Gott. Schwieriger wird es, wenn Gott Mensch wird. Weihnachten bringt uns die Einsicht: Jenes "entweder oder" ist nun endgueltig vorbei. "Gott + Mensch" ist eine eigenartige Einheit geworden.
Jesus hat Authoritaet weil wir IHN in Verbindung mit Gott sehen und weil wir als Personen/Menschen IHM zugestehen, dass ER das Sagen hat. "Gott + Mensch" geben IHM Authoritaet. WIE dieses "Gott + Mensch" zusammengeht - dafuer haben wir offiziell ein Beispiel, eine Demonstration im Leben Jesu - bei vielen Heiligen erahnen wir diese Einheit, aber eigentlich sind wir noch auf der Spuren-Suche.
Wichtig ist fuer die Zukunft einzusehen, dass die FRAGE "entweder oder" falsch gestellt ist. "Gott + Mensch" sind in der Wirklichkeit unentwirrbar verwoben. Ohne den Menschen gibt es den Gedanken "Gott ist Schoepfer" gar nicht, wie es ohne Jesus im Christentum die Wirklichkeit der Inkarnation nicht gaebe.
Wir feiern die Weihnachts-Wende vom "ENTWEDER ODER" zum "UND".
Auf dem Weg nach Weihnachten taucht die FRAE auf: Woher hat Jesus seine Authoritaet ? (Mt 21.23-27). Vom Jahwe-Gott oder von den Menschen ??? Eine ganz gefaehrliche FRAGE !!! Jesus fand einen Trick, der FRAGE auszuweichen: Der beruehmte Taeufer: Woher hat er seine Authoritaet ? Die Gelehrten getrauten sich nicht zu antworten; sie fuehlten zuviel haeangt an der Antwort. Und so auch Jesus: Er verweigert die Antwort.
Seit langem gibt es im Menschen dieses "entweder oder". Es kommt etwas von Gott oder von Menschen. Aber es gibt auch immer wieder die Extreme: "Alles kommt von Gott" oder: "Alles kommt von den Menschen" (Gott gibt es nicht). Wer Gott zum Schoepfer von Himmel + Erde deklariert und Jesus zum alleinigen Erloeser der ganzen Menscheit, bei dem ist klar:
Alles, gar Alles; Gut + Boes, alles kommt vom Jahwe-Gott. Schwieriger wird es, wenn Gott Mensch wird. Weihnachten bringt uns die Einsicht: Jenes "entweder oder" ist nun endgueltig vorbei. "Gott + Mensch" ist eine eigenartige Einheit geworden.
Jesus hat Authoritaet weil wir IHN in Verbindung mit Gott sehen und weil wir als Personen/Menschen IHM zugestehen, dass ER das Sagen hat. "Gott + Mensch" geben IHM Authoritaet. WIE dieses "Gott + Mensch" zusammengeht - dafuer haben wir offiziell ein Beispiel, eine Demonstration im Leben Jesu - bei vielen Heiligen erahnen wir diese Einheit, aber eigentlich sind wir noch auf der Spuren-Suche.
Wichtig ist fuer die Zukunft einzusehen, dass die FRAGE "entweder oder" falsch gestellt ist. "Gott + Mensch" sind in der Wirklichkeit unentwirrbar verwoben. Ohne den Menschen gibt es den Gedanken "Gott ist Schoepfer" gar nicht, wie es ohne Jesus im Christentum die Wirklichkeit der Inkarnation nicht gaebe.
Wir feiern die Weihnachts-Wende vom "ENTWEDER ODER" zum "UND".
Dienstag, 8. Dezember 2015
Adventliche SPRACHE - falsch buchstabiert...
Am 8. Dezember feiert die Kath. Kirche das Fest: Maria - unbefleckt - empfangen.
* Das ERSTE: Es wird als FAKTUM dargestellt, dass Maria empfangen hat: Gnade + Leben + Kreuzweg + Auferstehung + Lebensfuelle. Alles, was Gott zu geben hat, hat sie empfangen: Gott als kreativ-zeugende Gnade, Gott als Kind in ihrem Schoss und in ihren Haenden, Gott als Geist der Annahme, des Beitrags und der Vollendung.
* Das ZWEITE: Aufgrund der Empfaengnis, also weil sie tatsaechlich empfangen hat, geraet sie in Erwartung; sie wundert sich sogar "wie und was da noch rauskommt".
Erwartung: Ich warte auf das Ergebnis und wundere mich, wie es aussehen wird.
Erwartung ist das Dazwischen, zwischen Empfangen und Ergebnis, zwischen Anfang und Ende. Aber Erwartung ist noch mehr: Erwartung ist auch mein Beitrag zum Herauskommen;
das Wie und Was des Ergebnisses ist teilweise erwartungsbedingt.
* Das DRITTE: Die Empfaengnis ist "unbefleckt", wenn das Empfangene wirklich total angenommen wird. Wenn ich dazu stehe, dass ich empfangen habe; die Empfaengnis gilt dann als Faktum und wird bewusst akzeptiert - genau so wird der Weg zum Ergebnis, mein Beitrag, und das Ergebnis selbst implizit schon angenommen.
Kompliziert: Wir feiern die ganzheitliche Akzeptanz des Gegebenseins der Gabe.
Aber wer weiss das schon? Katholiken werden eindimensional flach.
Vor allem in der Kath. Kirche - so scheint es mir - haben wir uns auf eine ungesunde allesbeherrschende SPRACHE der Erwartung verlagert. Wir erwarten das ganze Kirchenjahr hindurch, dass der Herr Jesus kommt (maranatha) und seine herrliche Herrschaft unter uns nun deutlich spuerbar antritt. Weihnachten, dass er gekommen ist, wird nicht akzeptiert. Wir erwarten die Auferstehung und immer mehr die Fuelle des Lebens; dass Gott allen alles gegeben hat, wird nicht akzeptiert. Deshalb sind (fast) alle unsere Gebete "BITTEN", weil wir scheinbar viel erwarten, mit der Voraussetzung, "es ist noch nicht geben"! Wir erwarten, dass Gott deutlich mehr tut... Die Erwartung wird beruehmt: Regierungen rufen zu Gebets-BITT-Tagen (und die Kirche macht mit); der Papst betet / bittet mit Politikern; Trockenheit fuehrt zu Gebets-Stuermen fuer Regen etc... Der Heilige Geist wird bestuermt, er moege doch kommen; dass er ausgeschuettet wurde, wird nicht akzeptiert. Das Rauschen der Bittgebete in unseren persoenlichen und kosmischen Not- und Normal-Situationen, privat und oeffentlich, wird weithin hoerbar; manchmal wie ein ohrenbetaeubendes Gekreisch manchmal wie ein stilles Seufzen. Es scheint, wir alle sind "in Erwartung"; stimmt aber nicht, weil wir das Empfangen-haben nicht akzeptieren; leider realisieren wir es nicht; der Kosmos seufzt in den Wehen, aber das ist doch nicht alles.
Woher kommt diese exklusive Totalitaet der unendlich falschen Erwartungs-Haltung
in unserem kirchlichen und dann privaten Beten / Bitten ???
A) Von der Sehnsucht nach Erfuellung. B) Vom Unglauben an die Empfaengnis.
C) Und daher zusammen: Vom Selbstverstaendnis als Bettler.
Wenn wir es genau nehmen und recht sehen, dann gilt: Mitten in der Sehnsucht nach Erfuellung gibt es momente wo die Sehnsucht durch Empfangen anfaenglich erfuellt wird. Immer und immer wieder, ganz natuerlich... Es geschieht eine Erfuellung und der Mensch entdeckt: "Ich bin in Erwartung". Die ERWARTUNG ist die FOLGE einer Sehnsuchts-Erfuellung. Erst eine Anfangs-Erfuellung bringt uns in gerechtfertigte, bescheidene, gute Erwartung. Ohne Anfangs-Erfuellung (Empfaengnis) wirkt die "Erwartung" inszeniert, falsch, ungedeckt, ungesund, hemmunglos, hoffnungslos; die Ueberschwemmung der frommen Erwartung basiert auf der Annahme, dass das Empfangen nicht stattgefunden hat. Wir meinen bis heute: (Maria und) wir alle haetten nicht richtig wirklich empfangen... Nur wer das Faktum "empfangen zu haben" realisiert, wird reagieren: verwerfend oder akzeptierend.
Wir verweigern uns als "begabt" zu verstehen und verfallen daher ins Betteln.
* Katholisch heisst zuerst: Gott hat allen alles gegeben. Alle haben alles empfangen.
* Katholisch heisst dann: Akzeptiere die natuerliche und transnatuerliche Empfaengnis; bringe sie ins Bewusstsein und reagiere. Empfinde dich nun als "in Erwartung".
Leiste deinen Beitrag zum Ergebnis. Das ist deine Berufung und dein Selbstverstaendnis: dich als Beitrag-Leistenden zu sehen (wo und wie ist zweitrangig). Auf dich kommt es an, wie die Gabe in der Welt in Erscheinung tritt.
* Katholisch heisst dann auch: Empfinde deine Empfaengnis ganzheitlich. Oder: Alles ist empfangen - empfangen ist alles. Oder: wer nicht empfaengt hat nicht empfangen.
Es ist schade, dass wir das Fest "Maria Immaculata" nicht mehr verstehen (oder nur biologisch) und daher auch nicht mehr feiern koennen.
* Das ERSTE: Es wird als FAKTUM dargestellt, dass Maria empfangen hat: Gnade + Leben + Kreuzweg + Auferstehung + Lebensfuelle. Alles, was Gott zu geben hat, hat sie empfangen: Gott als kreativ-zeugende Gnade, Gott als Kind in ihrem Schoss und in ihren Haenden, Gott als Geist der Annahme, des Beitrags und der Vollendung.
* Das ZWEITE: Aufgrund der Empfaengnis, also weil sie tatsaechlich empfangen hat, geraet sie in Erwartung; sie wundert sich sogar "wie und was da noch rauskommt".
Erwartung: Ich warte auf das Ergebnis und wundere mich, wie es aussehen wird.
Erwartung ist das Dazwischen, zwischen Empfangen und Ergebnis, zwischen Anfang und Ende. Aber Erwartung ist noch mehr: Erwartung ist auch mein Beitrag zum Herauskommen;
das Wie und Was des Ergebnisses ist teilweise erwartungsbedingt.
* Das DRITTE: Die Empfaengnis ist "unbefleckt", wenn das Empfangene wirklich total angenommen wird. Wenn ich dazu stehe, dass ich empfangen habe; die Empfaengnis gilt dann als Faktum und wird bewusst akzeptiert - genau so wird der Weg zum Ergebnis, mein Beitrag, und das Ergebnis selbst implizit schon angenommen.
Kompliziert: Wir feiern die ganzheitliche Akzeptanz des Gegebenseins der Gabe.
Aber wer weiss das schon? Katholiken werden eindimensional flach.
Vor allem in der Kath. Kirche - so scheint es mir - haben wir uns auf eine ungesunde allesbeherrschende SPRACHE der Erwartung verlagert. Wir erwarten das ganze Kirchenjahr hindurch, dass der Herr Jesus kommt (maranatha) und seine herrliche Herrschaft unter uns nun deutlich spuerbar antritt. Weihnachten, dass er gekommen ist, wird nicht akzeptiert. Wir erwarten die Auferstehung und immer mehr die Fuelle des Lebens; dass Gott allen alles gegeben hat, wird nicht akzeptiert. Deshalb sind (fast) alle unsere Gebete "BITTEN", weil wir scheinbar viel erwarten, mit der Voraussetzung, "es ist noch nicht geben"! Wir erwarten, dass Gott deutlich mehr tut... Die Erwartung wird beruehmt: Regierungen rufen zu Gebets-BITT-Tagen (und die Kirche macht mit); der Papst betet / bittet mit Politikern; Trockenheit fuehrt zu Gebets-Stuermen fuer Regen etc... Der Heilige Geist wird bestuermt, er moege doch kommen; dass er ausgeschuettet wurde, wird nicht akzeptiert. Das Rauschen der Bittgebete in unseren persoenlichen und kosmischen Not- und Normal-Situationen, privat und oeffentlich, wird weithin hoerbar; manchmal wie ein ohrenbetaeubendes Gekreisch manchmal wie ein stilles Seufzen. Es scheint, wir alle sind "in Erwartung"; stimmt aber nicht, weil wir das Empfangen-haben nicht akzeptieren; leider realisieren wir es nicht; der Kosmos seufzt in den Wehen, aber das ist doch nicht alles.
Woher kommt diese exklusive Totalitaet der unendlich falschen Erwartungs-Haltung
in unserem kirchlichen und dann privaten Beten / Bitten ???
A) Von der Sehnsucht nach Erfuellung. B) Vom Unglauben an die Empfaengnis.
C) Und daher zusammen: Vom Selbstverstaendnis als Bettler.
Wenn wir es genau nehmen und recht sehen, dann gilt: Mitten in der Sehnsucht nach Erfuellung gibt es momente wo die Sehnsucht durch Empfangen anfaenglich erfuellt wird. Immer und immer wieder, ganz natuerlich... Es geschieht eine Erfuellung und der Mensch entdeckt: "Ich bin in Erwartung". Die ERWARTUNG ist die FOLGE einer Sehnsuchts-Erfuellung. Erst eine Anfangs-Erfuellung bringt uns in gerechtfertigte, bescheidene, gute Erwartung. Ohne Anfangs-Erfuellung (Empfaengnis) wirkt die "Erwartung" inszeniert, falsch, ungedeckt, ungesund, hemmunglos, hoffnungslos; die Ueberschwemmung der frommen Erwartung basiert auf der Annahme, dass das Empfangen nicht stattgefunden hat. Wir meinen bis heute: (Maria und) wir alle haetten nicht richtig wirklich empfangen... Nur wer das Faktum "empfangen zu haben" realisiert, wird reagieren: verwerfend oder akzeptierend.
Wir verweigern uns als "begabt" zu verstehen und verfallen daher ins Betteln.
* Katholisch heisst zuerst: Gott hat allen alles gegeben. Alle haben alles empfangen.
* Katholisch heisst dann: Akzeptiere die natuerliche und transnatuerliche Empfaengnis; bringe sie ins Bewusstsein und reagiere. Empfinde dich nun als "in Erwartung".
Leiste deinen Beitrag zum Ergebnis. Das ist deine Berufung und dein Selbstverstaendnis: dich als Beitrag-Leistenden zu sehen (wo und wie ist zweitrangig). Auf dich kommt es an, wie die Gabe in der Welt in Erscheinung tritt.
* Katholisch heisst dann auch: Empfinde deine Empfaengnis ganzheitlich. Oder: Alles ist empfangen - empfangen ist alles. Oder: wer nicht empfaengt hat nicht empfangen.
Es ist schade, dass wir das Fest "Maria Immaculata" nicht mehr verstehen (oder nur biologisch) und daher auch nicht mehr feiern koennen.
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Weihnachten als FEST der Inkarnation
Schon der alttestamentliche theistische Jahwe-Gott war ein "Gott fuer uns" (zugunsten seines Volkes Jsrael". Es ist die Erkenntnis des Moses im Brennenden Dornbusch und auf dem Sinai, der Proklamation der Ueberlebensregeln in der Wueste.
Nun singen wir (seit einigen Jahren) "Oh komm, oh komm Emmanuel".
Das heisst: wir rufen nach einem "Gott mit uns".
Der heute durchschnittlich, kirchliche Christ wuenscht sich einen "Gott fuer + mit uns".
Das ist eine vertrauensvolle Basis: Gott ist erwuenscht (denn ER ist fuer + mit uns).
Was uns nun ansteht, ist die Entdeckung, das Erkennen der Konsequenzen eines solchen Wunsches. Denn es besteht der "Ver-dacht", dass unser Wunsch Wirklichkeit wurde.
An Weihnachten werden einige Christen proklamieren: "Gott ist Mensch geworden".
Seither kennen wir den "Deus incarnatus". Eine solche provokative Proklamation ist eigenartig in der Weltgeschichte - sie ist christlich. Dass die alten Goetter oft "menschlich" erschienen, koennte als Vorahnung dessen, was das Christentum ernst nimmt, verstanden werden: Die Menschwerdung Gottes. Und Kurt Marti empfiehlt es ethisch bis heute auch uns: "mach es wie Gott - werde Mensch".
Die MENSCH-WERDUNG Gottes.
Dieses Faktum hat fuer Glaeubige 2 Seiten: Ganz religioes Fromme werden vordringen zur Frage, was bedeutet Menschwerdung fuer Gott selber. Auf dieses neugierige Vordringen moechte ich verzichten. Wir haben das Geheimnis Gott schon zuviel mit unseren anthropo- morphen Vorstellungen belastet.Ich moechte eher der Frage nachgehen: was bedeutet die Botschaft von der Mensch-Werdung Gottes fuer uns Christen - und zwar im Jahr 2016 etc.
Darf ich dem Ailly sagen: Gott gibt es nicht mehr irgendwo im Himmel sondern - wenn schon - dann zwischen uns? Wenn schon eine Lokation Gottes gefragt ist, dann jene von DAZWISCHEN. Und wem die Zeit wichtig wird, dann ergibt sich Gott wie einen Funken, wenn uns "Liebe" gelingt.
Damit waere theoretisch die Vorstellung vom theistisch-patriarchalen Jahwe-Gott abgesetzt zugunsten der Vorstellung von Gott als "Einheits- + Liebes- EREIGNIS".
Diese neue Vorstellung Gottes ist nicht weniger anthropomorph als die alte Vorstellung;
aber sie entspricht eher den Menschen unserer Zeit (meine Ich) und sie ist "heilsamer".
Dass die heutige Kirche dieser Sicht nicht geneigt ist sondern in der alten Sicht verharrt,
(cf. Sprache, Liturgie etc...) bedaure ich sehr. Es gibt in der Kirche keine offizielle Instanz, die beauftragt ist, dieser Frage nach einer zeitgemaessen Gottes-Vorstellung nachzugehen
Nun singen wir (seit einigen Jahren) "Oh komm, oh komm Emmanuel".
Das heisst: wir rufen nach einem "Gott mit uns".
Der heute durchschnittlich, kirchliche Christ wuenscht sich einen "Gott fuer + mit uns".
Das ist eine vertrauensvolle Basis: Gott ist erwuenscht (denn ER ist fuer + mit uns).
Was uns nun ansteht, ist die Entdeckung, das Erkennen der Konsequenzen eines solchen Wunsches. Denn es besteht der "Ver-dacht", dass unser Wunsch Wirklichkeit wurde.
An Weihnachten werden einige Christen proklamieren: "Gott ist Mensch geworden".
Seither kennen wir den "Deus incarnatus". Eine solche provokative Proklamation ist eigenartig in der Weltgeschichte - sie ist christlich. Dass die alten Goetter oft "menschlich" erschienen, koennte als Vorahnung dessen, was das Christentum ernst nimmt, verstanden werden: Die Menschwerdung Gottes. Und Kurt Marti empfiehlt es ethisch bis heute auch uns: "mach es wie Gott - werde Mensch".
Die MENSCH-WERDUNG Gottes.
Dieses Faktum hat fuer Glaeubige 2 Seiten: Ganz religioes Fromme werden vordringen zur Frage, was bedeutet Menschwerdung fuer Gott selber. Auf dieses neugierige Vordringen moechte ich verzichten. Wir haben das Geheimnis Gott schon zuviel mit unseren anthropo- morphen Vorstellungen belastet.Ich moechte eher der Frage nachgehen: was bedeutet die Botschaft von der Mensch-Werdung Gottes fuer uns Christen - und zwar im Jahr 2016 etc.
Darf ich dem Ailly sagen: Gott gibt es nicht mehr irgendwo im Himmel sondern - wenn schon - dann zwischen uns? Wenn schon eine Lokation Gottes gefragt ist, dann jene von DAZWISCHEN. Und wem die Zeit wichtig wird, dann ergibt sich Gott wie einen Funken, wenn uns "Liebe" gelingt.
Damit waere theoretisch die Vorstellung vom theistisch-patriarchalen Jahwe-Gott abgesetzt zugunsten der Vorstellung von Gott als "Einheits- + Liebes- EREIGNIS".
Diese neue Vorstellung Gottes ist nicht weniger anthropomorph als die alte Vorstellung;
aber sie entspricht eher den Menschen unserer Zeit (meine Ich) und sie ist "heilsamer".
Dass die heutige Kirche dieser Sicht nicht geneigt ist sondern in der alten Sicht verharrt,
(cf. Sprache, Liturgie etc...) bedaure ich sehr. Es gibt in der Kirche keine offizielle Instanz, die beauftragt ist, dieser Frage nach einer zeitgemaessen Gottes-Vorstellung nachzugehen
Mittwoch, 18. November 2015
Eine Stellungsnahme zum Wissen ueber Gott
Vielleicht haben es einige Blog-Besucher wirklich gespuert, wie ich beim letzten Blog
(Vic 151112) "Heute: Gott denkt - der Mensch lenkt" recht zynisch geworden bin.
Im Ernst: Es geht nicht mehr darum, herauszufinden "Was und wie Gott lenkt und denkt".
Die biblische Offenbarung von der Schoepfung bis und mit Jesus Christus der Vollender
bringt zeitgeschichtlich genug humanes Resultat betreffs "was und wie Gott lenkt und denkt" und kommt zum Schluss: das Gottesreich ist nahe und die Gnade mit allen Heiligen
(Apo 22.20-21).
Daher: Die Administration vom "Geheimnis Gott" (alle Religionen) muss sich zurueckziehen
vom Wissen ueber Gott - es wurde zu anthropomorph, zu philosophisch und zu oft miss-
braucht. Die Administration Gottes (gen.obj) muss heute deutlich sagen:
1. Wir wissen NICHTS ueber das Geheimnis Gott.
2. Unser NICHTWISSEN wurde in einem langen Suchprozess - mit vielen Irrwegen -
dahingefuehrt, dass wir heute zu sagen wagen: a) Gott ist inkarniert
b) Gott tut dem Menschen grundsaetzlich gut.
3. Wir haben uns entschieden, dass Jesus und die Heiligen (die christlichen und die nicht-
christlichen) den fuer die Menschen besten Lebensstil praktizierten.
4. Darum verzichten wir bewusst auf das Wissen ueber Gott und uebersetzen die Praxis Jesu und der Heiligen in unsere Lebenssituation.
5. Wir hoffen, dass die Kath. Kirche in diesem Sinne METANOIA faehig ist, sich bekehrt und zukuenftig am Aufbau des Neuen Himmels und der Neuen Erde sich voll engagiert.
6. Wir wissen auch nicht, was uns beim Aufbau alles noch passiert und wohin das Ganze noch fuehrt. Aber wir glauben, dass der Einsatz fuer Einheit und Liebe auf dem Kreuzweg
in die Fuelle des Lebens die menschlichste Strategie ist.
Es ist einsichtig, dass im Neu-Aufbau die bestimmenden Horizont-Maechte: Natur + Kultur,
Politik + Wirtschaft, Gesellschaft + Christentum im Evolutionsfluss durcheinander geruettelt werden. Darum muss jeder irdische Lenker (wie Pilatus) fragen: Bist Du ein Katholik,
also einer, der in seinem Aufbau-Suchprozess das GANZE und ALLE im Blick hat oder bist Du ein verkappter Religionist, der sich mit dem theistischen Gott identifiziert, weil er sich
einbildet Gott zu kennen.
(Vic 151112) "Heute: Gott denkt - der Mensch lenkt" recht zynisch geworden bin.
Im Ernst: Es geht nicht mehr darum, herauszufinden "Was und wie Gott lenkt und denkt".
Die biblische Offenbarung von der Schoepfung bis und mit Jesus Christus der Vollender
bringt zeitgeschichtlich genug humanes Resultat betreffs "was und wie Gott lenkt und denkt" und kommt zum Schluss: das Gottesreich ist nahe und die Gnade mit allen Heiligen
(Apo 22.20-21).
Daher: Die Administration vom "Geheimnis Gott" (alle Religionen) muss sich zurueckziehen
vom Wissen ueber Gott - es wurde zu anthropomorph, zu philosophisch und zu oft miss-
braucht. Die Administration Gottes (gen.obj) muss heute deutlich sagen:
1. Wir wissen NICHTS ueber das Geheimnis Gott.
2. Unser NICHTWISSEN wurde in einem langen Suchprozess - mit vielen Irrwegen -
dahingefuehrt, dass wir heute zu sagen wagen: a) Gott ist inkarniert
b) Gott tut dem Menschen grundsaetzlich gut.
3. Wir haben uns entschieden, dass Jesus und die Heiligen (die christlichen und die nicht-
christlichen) den fuer die Menschen besten Lebensstil praktizierten.
4. Darum verzichten wir bewusst auf das Wissen ueber Gott und uebersetzen die Praxis Jesu und der Heiligen in unsere Lebenssituation.
5. Wir hoffen, dass die Kath. Kirche in diesem Sinne METANOIA faehig ist, sich bekehrt und zukuenftig am Aufbau des Neuen Himmels und der Neuen Erde sich voll engagiert.
6. Wir wissen auch nicht, was uns beim Aufbau alles noch passiert und wohin das Ganze noch fuehrt. Aber wir glauben, dass der Einsatz fuer Einheit und Liebe auf dem Kreuzweg
in die Fuelle des Lebens die menschlichste Strategie ist.
Es ist einsichtig, dass im Neu-Aufbau die bestimmenden Horizont-Maechte: Natur + Kultur,
Politik + Wirtschaft, Gesellschaft + Christentum im Evolutionsfluss durcheinander geruettelt werden. Darum muss jeder irdische Lenker (wie Pilatus) fragen: Bist Du ein Katholik,
also einer, der in seinem Aufbau-Suchprozess das GANZE und ALLE im Blick hat oder bist Du ein verkappter Religionist, der sich mit dem theistischen Gott identifiziert, weil er sich
einbildet Gott zu kennen.
Mittwoch, 11. November 2015
Heute: "Gott denkt - der Mensch lenkt"
Wir sind heute froh und etwas stolz um unser wenn auch menschlich bedingtes Denken...
das fuehrt uns weit... im Guten wie im Boesen... und gibt uns eine Art von Mitsprache in
der evolutionaeren Entwicklung. Denken ist unsere Auszeichnung. Und wenn es christlich ist und wir ihm folgen, umsobesser.
Gleichzeitig sind wir in der Moderne in die Situation geschlittelt, dass wir auch immer mehr Entscheidungen faellen muessen, allein oder mit andern. Entscheidungsschwaeche steht
uns heute nicht gut an. Das Leben besteht schliesslich aus Entscheidungen.
Einst waren wir froh und getroestet, dass Gott letztlich alles lenkt (auch wenn wir es nicht verstanden, wie er wohin lenkt). Heutzutage gilt die Ansicht, der Mensch selbst muesse Verantwortung uebernehmen und das heisst: entscheiden, lenken - sich selbst und andere,
die Enwicklung und die Welt. Gott hat alles in unsere Haende uebergeben.
Da sind wir dann froh, dass wir glauben koennen, dass Gott sich bei der Schoepfung wohl etwas gedacht hat. Die Gedanken Gottes sind uns gewiss und wenn wir sie lesen, ergruenden koennten, waere es fuer alle ein Gewinn. Und so kam es dann: Gottes Denken wurde geoffenbart; sei es in der Kosmos-Eigenart, sei es in den Geschichtsspruengen, sei
es in den Worten der Propheten, sei es in den Taten Jesu (sagt die Kirche als die begnadete Empfaengerin und Hueterin der Offenbarung). Dass Gott denkt, scheint ja gut; dass er es offenbart ist vielen etwas zuviel des Guten. Trotzdem fuehlen wir uns heute gut: wir kennen das Denken Gottes und haben die Chance es in unserem Lenken und Entscheiden als Richtschnur zu verwenden.
Die Wende vom alten "Der Mensch denkt - Gott lenkt" zum modernen "Gott denkt - der Mensch lenkt" scheint erfrischend. Mit dem geoffenbart-denkenden Gott im Hintergrund
koennen wir entscheiden, seine Gedanken, Plaene, Wuensche auszufuehren - was fuer ein Angebot - und wir versichern uns, dann geht alles gut. Denke wie Gott - und die Welt ist gerettet (und gottseidank haben wir jemanden der uns sagt, was Gott denkt).
Wenn wir guten Christen dann die Mehrheit haben, koennen wir sogar dieses Angebot demokratisch realisieren. Daher ist Evangelisation ziemlich wichtig. Sie zeigt uns was
Gott denkt und ermuntert uns es in die Tat umzusetzen - was zur Erloesung fuehrt.
das fuehrt uns weit... im Guten wie im Boesen... und gibt uns eine Art von Mitsprache in
der evolutionaeren Entwicklung. Denken ist unsere Auszeichnung. Und wenn es christlich ist und wir ihm folgen, umsobesser.
Gleichzeitig sind wir in der Moderne in die Situation geschlittelt, dass wir auch immer mehr Entscheidungen faellen muessen, allein oder mit andern. Entscheidungsschwaeche steht
uns heute nicht gut an. Das Leben besteht schliesslich aus Entscheidungen.
Einst waren wir froh und getroestet, dass Gott letztlich alles lenkt (auch wenn wir es nicht verstanden, wie er wohin lenkt). Heutzutage gilt die Ansicht, der Mensch selbst muesse Verantwortung uebernehmen und das heisst: entscheiden, lenken - sich selbst und andere,
die Enwicklung und die Welt. Gott hat alles in unsere Haende uebergeben.
Da sind wir dann froh, dass wir glauben koennen, dass Gott sich bei der Schoepfung wohl etwas gedacht hat. Die Gedanken Gottes sind uns gewiss und wenn wir sie lesen, ergruenden koennten, waere es fuer alle ein Gewinn. Und so kam es dann: Gottes Denken wurde geoffenbart; sei es in der Kosmos-Eigenart, sei es in den Geschichtsspruengen, sei
es in den Worten der Propheten, sei es in den Taten Jesu (sagt die Kirche als die begnadete Empfaengerin und Hueterin der Offenbarung). Dass Gott denkt, scheint ja gut; dass er es offenbart ist vielen etwas zuviel des Guten. Trotzdem fuehlen wir uns heute gut: wir kennen das Denken Gottes und haben die Chance es in unserem Lenken und Entscheiden als Richtschnur zu verwenden.
Die Wende vom alten "Der Mensch denkt - Gott lenkt" zum modernen "Gott denkt - der Mensch lenkt" scheint erfrischend. Mit dem geoffenbart-denkenden Gott im Hintergrund
koennen wir entscheiden, seine Gedanken, Plaene, Wuensche auszufuehren - was fuer ein Angebot - und wir versichern uns, dann geht alles gut. Denke wie Gott - und die Welt ist gerettet (und gottseidank haben wir jemanden der uns sagt, was Gott denkt).
Wenn wir guten Christen dann die Mehrheit haben, koennen wir sogar dieses Angebot demokratisch realisieren. Daher ist Evangelisation ziemlich wichtig. Sie zeigt uns was
Gott denkt und ermuntert uns es in die Tat umzusetzen - was zur Erloesung fuehrt.
Mittwoch, 4. November 2015
Family - Synod 2015 is over... "erbaermlich"
Auch im Blick auf die vergangene Familien-Synode 2015 kann man argumentieren:
"Der Mensch denkt - Gott lenkt". Das heisst: die Mitras haben viel gedacht, vor allem:
wie kann man die alte Lehre behalten; moderne Neuerungen verhindern: (Gottes Wort ist
ja wie ein Fels). Die Mitra denkt nun: fuer das 21. Jhh ist etwas mehr Gunst, Gnade, Barmherzigkeit von oben herab wohl angezeigt, denn die Zeiten sind wahrhaft schwierig.
Und der Jahwe-Glaeubige glaubt Gott lenkt und so ist der Glaeubige bereit, das Resultat der Synode als "Wille Gottes" zu sehen. Das ist in der Kath. Kirche erlaubt. Aber bitte mit etwas Vorsicht... Es koennte ja auch sein, dass die Mehrheit der Hirten-Stab-Traeger den Willen Gottes verpasst! Es waere nicht das erstemal. Ob Gott die Welt auf die Art lenkt, wie der Mensch es denkt - das darf man in Frage stellen. Was sind denn die Kriterien um zu ermessen, ob die Synode den Willen Gottes erkannt hat ???
Wir aber sind froh, dass die vielen prominenten Mitra-Traeger einen je persoenlichen
Lernprozess mitgemacht haben und nun gewiss bestaerkt wurden in der Bedeutung der Mitra, des Hirten-Stabs und des Bischofs-Rings. In der Sache selber scheint das Resultat "mehr als erbaermlich" - ausser Spesen nichts gewesen. Es wurde keine neue Ehe-Theologie aufgearbeitet und die Familie wurde nicht neu geortet. Es wird zwar etwas mehr Barmherzigkeit regnen... aber der Segen ist nicht geoeffnet fuer andere Lebens-Gemeinschaften, nicht zugestanden fuer den Eucharistie-Empfang von Wieder-Verheirateten oder von oekumenischen Partnern. Der grosse Vorteil dieser "nichts-
sagenden Synode" ist es, dass die wenigen Betroffenen nun wissen: da ist kein gruenes Licht. Katholiken muessen nun mehr denn je lernen, eigene Entscheidungen zu faellen
und die Folgen in Kauf zu nehmen. Auf den Hirten-Stab ist kein Verlass.
Mir scheint, die Synode ist weit unter dem Niveau des Konzils (1962-1965) geblieben.
Attention please: Wer als Katholik einen "single-Entscheid" faellt, ohne Konsultation sei es mit guten Freunden oder mit seinem Priester (geistlicher Begleiter), der darf sich sagen: mein Entscheid ist gar egozentrisch. Man sollte auch als glaeubiger Katholik nicht ver- gessen: Gott ist nicht Dein Gewissen, Gott ist nicht Deine Vorstellung, Gott ist nicht Dein Wille... Gott ist in der Beziehung! Gott ist im Gespraech...
Und fuer Pfarrei-Priester gilt noch mehr: auf die Leute zugehen, mit ihnen eine heilsame Loesung finden und zugestehen: solche Entscheide sind ein Reifeprozess.
Und welche Synoden-Fruechte wird uns Papst Francis noch schenken ???
"Der Mensch denkt - Gott lenkt". Das heisst: die Mitras haben viel gedacht, vor allem:
wie kann man die alte Lehre behalten; moderne Neuerungen verhindern: (Gottes Wort ist
ja wie ein Fels). Die Mitra denkt nun: fuer das 21. Jhh ist etwas mehr Gunst, Gnade, Barmherzigkeit von oben herab wohl angezeigt, denn die Zeiten sind wahrhaft schwierig.
Und der Jahwe-Glaeubige glaubt Gott lenkt und so ist der Glaeubige bereit, das Resultat der Synode als "Wille Gottes" zu sehen. Das ist in der Kath. Kirche erlaubt. Aber bitte mit etwas Vorsicht... Es koennte ja auch sein, dass die Mehrheit der Hirten-Stab-Traeger den Willen Gottes verpasst! Es waere nicht das erstemal. Ob Gott die Welt auf die Art lenkt, wie der Mensch es denkt - das darf man in Frage stellen. Was sind denn die Kriterien um zu ermessen, ob die Synode den Willen Gottes erkannt hat ???
Wir aber sind froh, dass die vielen prominenten Mitra-Traeger einen je persoenlichen
Lernprozess mitgemacht haben und nun gewiss bestaerkt wurden in der Bedeutung der Mitra, des Hirten-Stabs und des Bischofs-Rings. In der Sache selber scheint das Resultat "mehr als erbaermlich" - ausser Spesen nichts gewesen. Es wurde keine neue Ehe-Theologie aufgearbeitet und die Familie wurde nicht neu geortet. Es wird zwar etwas mehr Barmherzigkeit regnen... aber der Segen ist nicht geoeffnet fuer andere Lebens-Gemeinschaften, nicht zugestanden fuer den Eucharistie-Empfang von Wieder-Verheirateten oder von oekumenischen Partnern. Der grosse Vorteil dieser "nichts-
sagenden Synode" ist es, dass die wenigen Betroffenen nun wissen: da ist kein gruenes Licht. Katholiken muessen nun mehr denn je lernen, eigene Entscheidungen zu faellen
und die Folgen in Kauf zu nehmen. Auf den Hirten-Stab ist kein Verlass.
Mir scheint, die Synode ist weit unter dem Niveau des Konzils (1962-1965) geblieben.
Attention please: Wer als Katholik einen "single-Entscheid" faellt, ohne Konsultation sei es mit guten Freunden oder mit seinem Priester (geistlicher Begleiter), der darf sich sagen: mein Entscheid ist gar egozentrisch. Man sollte auch als glaeubiger Katholik nicht ver- gessen: Gott ist nicht Dein Gewissen, Gott ist nicht Deine Vorstellung, Gott ist nicht Dein Wille... Gott ist in der Beziehung! Gott ist im Gespraech...
Und fuer Pfarrei-Priester gilt noch mehr: auf die Leute zugehen, mit ihnen eine heilsame Loesung finden und zugestehen: solche Entscheide sind ein Reifeprozess.
Und welche Synoden-Fruechte wird uns Papst Francis noch schenken ???
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