Jesus hat sich - gemaess Ev Lukas 11.1- 4 - als Gebets-Lehrer betaetigt; IHM als Lehrling
zu folgen ist empfehlenswert. Aber "man" muss beachten:
1. ER betet - wie es sich fuer Menschen gehoert - kulturbedingt. ER betet wie sein Volk, wie seine Religion, wie seine Vorfahren - aber es ist auch anzunehmen, dass ER - als kreativer Prophet - einen Sprung weiterging im Beten. Vielleicht hat ER ein neues Gebets-Paradigma eroeffnet: Eine neue Weise zu beten.
Ob IHM die Lehrlinge und Zuhoerer darin folgten? Haben sie IHN verstanden oder nur sich selbst bestaetigt gefuehlt? Hat die Christenheit im Verlauf der Zeit einen neuen Weg zum Beten - fussend auf Jesu Lehre und Praxis - gefunden ? oder stets verweigert - wie heute ?
Beten wir in der Kath. Kirche (oeffentlich und privat) kulturbedingt - nun aber gemaess der Kultur des neuen Jahrtausends mit all ihrem Wissen, ihren Erfahrungen und Weisheit - oder beten wir "konservativ" - eben wie eh und je ???
Welche Anrede gelingt uns fuer das Geheimnis Gott? zB. "DAS HEILIGE GEHEIMNIS- EVENT" ? Welchen NAMEN Gottes halten wir heilig (geheimnsivoll faszinierend und erschreckend) oder halten wir heutzutage besser Gott namenlos? Wie bewusst sind wir im Einsatz fuer das Reich Gottes, dass es in der Kraft des Heiligen Geistes geschehe? Was empfinden wir als "Brot + Wein" - uns gegeben - auf dem Weg in die Fuelle des Lebens?
Anerkennen wir die Vergebung untereinander als Funken Gottes, um das menschliche Leben aller Menschen in Gang zu halten? Empfinden wir unseren Glauben und all seine Aeusserungen als zerbrechlich, unsicher, gefaehrdet, risikoreich und daher in steter Versuchung ihn aufzugeben?
Die offizielle Kath. Kirche sorgt sich fuer eine unverstaendliche Sprache und wundert sich, dass die heutigen Menschen nicht mitgehen! Was fuer eine Katastrophe fuer die gesamte Menschheit!
2. Beim Beten Jesu ist zu beachten, dass ER mehr die Tat- und Zeichen-Sprache spricht als die Wort-Sprache. ER weiss: Gott kann nicht verstanden werden, wohl aber getan werden. Gott ist eine Herzens-Angelegenheit - vor allem auch, wenn das Herz ins LEERE geht, verlassen von Welt und Gott - dann gilt nur noch das Verweilen in der LEERE (gerade nicht in der Lehre!) unter seinesgleichen; gehalten von den gegebenen Erfahrungen und der Weisheit: die LEERE ist die Vor-Bedingung fuer die Erfuellung. Taeglich beten koennte bedeuten: DAS GEHHEIMNIS GOTT BEDENKEN, das HERZ OEFFNEN UND VERWEILEN.
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Sonntag, 24. Juli 2016
Donnerstag, 14. Juli 2016
Eine Frau ersetzt Jesus...
Einst - in unseren Konzilstagen - galt Jesus als Lehrer und Erzieher, eigentlich als Vorbild, als DER Apostel der Apostel. Man wollte ja zu dem neutestamentlichen Jesus zurueck-
kehren, sich an IHM ausrichten. Nun, bei der heutigen Neu-Evangelisierung kommt
alles anders: Maria von Magdala (MvM) wird im liturgischen Kalender eine Stufe hoeher platziert; ihr wird nun der "Rang eines Festes" zugestanden, schliesslich muss man heutzutage auch kirchlich die Frauen befriedigen, das schulden wir ihrer "Wuerde". Und so wird die Kirche attraktiver... falls die Leute die Fest-Erhoehung mitbekommen.
Fuer diese Befoerderung beruft sich Kardinal R. Sarah auf:
a) Den Heiligen Thomas von Aquin, der von der "Apostolin der Apostel" spricht...
b) Den Heiligen Gregor den Grossen, der sie "Zeugin der goettlichen Barmherzigkeit" nennt.
c) Den Heiligen Rhabanus Maurus: MvM ist Subjekt und Objekt der Liebe Christi...
d) Den Heiligen Anselm von Canterbury: "Die gewaehlte Ersterwaehlte"...
So schweift der Kardinal in der mittelalterlichen "Frauen-Mystik" herum...
Fuer R. Sarah nun, folglich dieser heiligen Maenner, ist MvM bekannt als:
a) Die Erst-Verkuenderin und die Erst-Zeugin der Auferstehung.
b) Damit "Apostel der Apostel"
c) Das Beispiel einer authentischen Verkuendigung.
Man kann sich dafuer sogar auf Ev-Joh 20 berufen; und dabei das "noli me tangere" sehen als "Eintreten in eine Gotteserfahrung, die jede materialistische Aneignung und reinmenschliches Ergreifen des goettlichen Geheimnisses uebersteigt". Man kann auch weiter in die Vergangenheit fliehen (cf. A. Roche) und Eva wuerdigen als "die den Tod verbreitete wo Leben war" im Gegensatz zu MvM "die das Leben aus dem Grab verkuendete". (Gregor der Grosse).
Heute nun uebersteigen wir Mt 10.1-7 und lernen:
a) Es gab damals eigentlich 15 Apostel (12 + Ersatz + MvM + Paulus, was Mt ja haette wissen mussen, als er sein Ev schrieb).
b) Wir akzeptieren, dass nicht nur Maenner Apostel sein koennen; dass historisch nun eine Frau ihnen vorsteht (und damit die Aussicht sich eroeffnet, dass Frauen auch Bischoefe werden koennen...).
Die Aussicht, die Rom nicht sieht:
a) MvM suchte den Leib Jesu, der den Geist Gottes verkoerperte, wie es sich menschlich gehoert... sie fand den Leib nicht mehr... war verwirrt... und wurde brueskiert in ihrem Verlangen. "noli me tangere" heisst: halte mich nicht koerperlich fest, dieser Koerper ist gestorben, geh und finde deine mitmenschlichen Brueder (die meinen Geist verkoerpern) und sage ihnen: "Ich, der JvN, sei Tatsaechlich koerperlich verschwunden, nicht mehr handhabbar (eingetaucht in das heilige Geheimnis-Ereignis der Lebens-Fuelle)".
Heute ist die Verkoerperung des Geistes Gottes angesagt !!! nicht die Vergeistigung des Geistes oder des Koerpers (das Verdampfen der Kirche) und das hat MvM gesucht...
wie Jesus, der den Gesit Gottes situationsgerecht verkoerperte (Inkarnation).
b) MvM wird Nicht-Apostel weil sie eine Frau ist. Dahinter stehen keine biologischen Gruende. Sie aber wurde nicht als Apostel erkannt, weil sie eine Frau war (sozio-kulturell bestimmt). Apostel-sein ist nicht eine Frage der Biologie aber wohl eine Gender-Frage (das sozio-kulturell konstruierte Geschlecht d.h. das biologische Geschlecht wird sozio-kulturell geformt). MvM eignet sich hervorragend, die Gender-Frage in der Kirche wahrzunehmen und die eigentliche Undefinierbarkeit des Menschen einzufuehren.
c) In MvM verkoerpert eine Frau anfaenglich die noch nicht erkannte Botschaft Auferstehung; sie empfangt den Samen dieser wohl eigenartigen Botschaft und geht zu den Bruedern, um dieser Botschaft eine Gestalt zu geben, entlaesst diese Botschaft in die Welt-Kirche hinein und begleitet sie, scheinbar bis heute. Damit wird sie ein authentisches Bild der Barmherzigkeit Gottes in der Welt-Geschichte.
Lady Maria von Magdala - herzliche Gratulation am 22.07.2016
kehren, sich an IHM ausrichten. Nun, bei der heutigen Neu-Evangelisierung kommt
alles anders: Maria von Magdala (MvM) wird im liturgischen Kalender eine Stufe hoeher platziert; ihr wird nun der "Rang eines Festes" zugestanden, schliesslich muss man heutzutage auch kirchlich die Frauen befriedigen, das schulden wir ihrer "Wuerde". Und so wird die Kirche attraktiver... falls die Leute die Fest-Erhoehung mitbekommen.
Fuer diese Befoerderung beruft sich Kardinal R. Sarah auf:
a) Den Heiligen Thomas von Aquin, der von der "Apostolin der Apostel" spricht...
b) Den Heiligen Gregor den Grossen, der sie "Zeugin der goettlichen Barmherzigkeit" nennt.
c) Den Heiligen Rhabanus Maurus: MvM ist Subjekt und Objekt der Liebe Christi...
d) Den Heiligen Anselm von Canterbury: "Die gewaehlte Ersterwaehlte"...
So schweift der Kardinal in der mittelalterlichen "Frauen-Mystik" herum...
Fuer R. Sarah nun, folglich dieser heiligen Maenner, ist MvM bekannt als:
a) Die Erst-Verkuenderin und die Erst-Zeugin der Auferstehung.
b) Damit "Apostel der Apostel"
c) Das Beispiel einer authentischen Verkuendigung.
Man kann sich dafuer sogar auf Ev-Joh 20 berufen; und dabei das "noli me tangere" sehen als "Eintreten in eine Gotteserfahrung, die jede materialistische Aneignung und reinmenschliches Ergreifen des goettlichen Geheimnisses uebersteigt". Man kann auch weiter in die Vergangenheit fliehen (cf. A. Roche) und Eva wuerdigen als "die den Tod verbreitete wo Leben war" im Gegensatz zu MvM "die das Leben aus dem Grab verkuendete". (Gregor der Grosse).
Heute nun uebersteigen wir Mt 10.1-7 und lernen:
a) Es gab damals eigentlich 15 Apostel (12 + Ersatz + MvM + Paulus, was Mt ja haette wissen mussen, als er sein Ev schrieb).
b) Wir akzeptieren, dass nicht nur Maenner Apostel sein koennen; dass historisch nun eine Frau ihnen vorsteht (und damit die Aussicht sich eroeffnet, dass Frauen auch Bischoefe werden koennen...).
Die Aussicht, die Rom nicht sieht:
a) MvM suchte den Leib Jesu, der den Geist Gottes verkoerperte, wie es sich menschlich gehoert... sie fand den Leib nicht mehr... war verwirrt... und wurde brueskiert in ihrem Verlangen. "noli me tangere" heisst: halte mich nicht koerperlich fest, dieser Koerper ist gestorben, geh und finde deine mitmenschlichen Brueder (die meinen Geist verkoerpern) und sage ihnen: "Ich, der JvN, sei Tatsaechlich koerperlich verschwunden, nicht mehr handhabbar (eingetaucht in das heilige Geheimnis-Ereignis der Lebens-Fuelle)".
Heute ist die Verkoerperung des Geistes Gottes angesagt !!! nicht die Vergeistigung des Geistes oder des Koerpers (das Verdampfen der Kirche) und das hat MvM gesucht...
wie Jesus, der den Gesit Gottes situationsgerecht verkoerperte (Inkarnation).
b) MvM wird Nicht-Apostel weil sie eine Frau ist. Dahinter stehen keine biologischen Gruende. Sie aber wurde nicht als Apostel erkannt, weil sie eine Frau war (sozio-kulturell bestimmt). Apostel-sein ist nicht eine Frage der Biologie aber wohl eine Gender-Frage (das sozio-kulturell konstruierte Geschlecht d.h. das biologische Geschlecht wird sozio-kulturell geformt). MvM eignet sich hervorragend, die Gender-Frage in der Kirche wahrzunehmen und die eigentliche Undefinierbarkeit des Menschen einzufuehren.
c) In MvM verkoerpert eine Frau anfaenglich die noch nicht erkannte Botschaft Auferstehung; sie empfangt den Samen dieser wohl eigenartigen Botschaft und geht zu den Bruedern, um dieser Botschaft eine Gestalt zu geben, entlaesst diese Botschaft in die Welt-Kirche hinein und begleitet sie, scheinbar bis heute. Damit wird sie ein authentisches Bild der Barmherzigkeit Gottes in der Welt-Geschichte.
Lady Maria von Magdala - herzliche Gratulation am 22.07.2016
Freitag, 8. Juli 2016
"See deeper" - genauer hinschauen...
Am 18.06.2016 hat APC-Tsumeb (Lis Hidber) in der Omba-Gallery in Windhoek wieder
einmal das Werk seiner Visual-Arts-Abteilung gezeigt - die Ausstellung dauert bis 16.07.2016 wo der Maler-Lehrer (Mr. Richard-Lee Shoombe) und einige seiner Schueler ihre Bild-Werke praesentieren - Werke, die eindrucksvoll Namibia zeigen.
Vic. Hans Leu hat in seiner "Bild-Meditation" darauf aufmerksam gemacht:
1. Dass wir alle 2 Augen haben: jenes des Zu-Schauers und jenes des Kuenstlers.
Unser Wahrnehmung des Alltags ist sehr bildhaft und als Zuschauer des Geschehens sind wir uns selten bewusst, dass diese Wahrnehmung sehr qualifiziert ist; begrenzt duch den
Kontext, die Situation, das Auge, das Gehirn, die Emotionen, die Erfahrungen, die Perspektive, die wir einnehmen etc...
2. Diese Begrenztheit fuehrt dazu, dass wir NICHT DIE Wirklichkeit sehen sondern ein subjektiv-konstruiertes Abbild (Modell) - im Gesamt nennen wir das "unser Weltbild".
Wir sehen immer ein personalisiertes Bild, sei es im Bewusstsein, im Gedaechtnis, sei es aussen vor... das gilt fuer die Menschen, die wir wahrnehmen, die Situationen, die wir sehen
3. Der Aufruf "tiefer sehen" fordert uns auf: in all diesen vielen Bildern eine Botschaft zu entdecken oder wenigstens eine Ahnung zuzulassen, was all diese Bilder bedeuten. Es gibt viele Bilder, die hinterlassen in uns einen tiefen Eindruck; vielleicht praegen sie irgendwie unser Leben (the power of imagination).
4. Es ist an der Zeit, dass wir die erarbeiteten Botschaften nicht bei uns behalten, sondern dass wir sie public machen; sie ins Gespraech bringen... sehend gehen wir auf die Welt zu
und auf das was wir sehen, sollten wir reagieren...
5. Das Kuenstler-Auge erfaehrt mehr! Denn es wiederholt den Prozess des natuerlichen Auges - schafft aber nun bewusst ein neues Bild. Es erlebt, wie sehr das Auge, um ein Bild zu kreieren "in need of" ist (Idee, Material, Zeit + Raum, Licht, Faehigkeit, Motivation, Kraft + Mut, Belohnung, Disziplin + Ausdauer etc...
[Das APC liefert viele dieser Bedingungen recht gut...]
6. Das Kuenstler-Auge muss nun etwas sehr gefaehrliches versuchen: die Realitaet (Natur, Situation, Idee) reduziert auf zwei Dimensionen darzustellen oder abstract oder trans- natuerlich (wie die Naturwissenschaften die Welt auf das Messbare reduzieren).
7. Das Kuenstler-Auge hat die Macht, zu manipulieren, zu verfuehren, zu begeistern, seine Botschaft zu bestimmen... Unsichtbares sichtbar zu machen...
Wir wuenschen, dass jedes Zu-Schauer-Auge sich in Richtung Kuenstler-Auge auf den Weg macht...
einmal das Werk seiner Visual-Arts-Abteilung gezeigt - die Ausstellung dauert bis 16.07.2016 wo der Maler-Lehrer (Mr. Richard-Lee Shoombe) und einige seiner Schueler ihre Bild-Werke praesentieren - Werke, die eindrucksvoll Namibia zeigen.
Vic. Hans Leu hat in seiner "Bild-Meditation" darauf aufmerksam gemacht:
1. Dass wir alle 2 Augen haben: jenes des Zu-Schauers und jenes des Kuenstlers.
Unser Wahrnehmung des Alltags ist sehr bildhaft und als Zuschauer des Geschehens sind wir uns selten bewusst, dass diese Wahrnehmung sehr qualifiziert ist; begrenzt duch den
Kontext, die Situation, das Auge, das Gehirn, die Emotionen, die Erfahrungen, die Perspektive, die wir einnehmen etc...
2. Diese Begrenztheit fuehrt dazu, dass wir NICHT DIE Wirklichkeit sehen sondern ein subjektiv-konstruiertes Abbild (Modell) - im Gesamt nennen wir das "unser Weltbild".
Wir sehen immer ein personalisiertes Bild, sei es im Bewusstsein, im Gedaechtnis, sei es aussen vor... das gilt fuer die Menschen, die wir wahrnehmen, die Situationen, die wir sehen
3. Der Aufruf "tiefer sehen" fordert uns auf: in all diesen vielen Bildern eine Botschaft zu entdecken oder wenigstens eine Ahnung zuzulassen, was all diese Bilder bedeuten. Es gibt viele Bilder, die hinterlassen in uns einen tiefen Eindruck; vielleicht praegen sie irgendwie unser Leben (the power of imagination).
4. Es ist an der Zeit, dass wir die erarbeiteten Botschaften nicht bei uns behalten, sondern dass wir sie public machen; sie ins Gespraech bringen... sehend gehen wir auf die Welt zu
und auf das was wir sehen, sollten wir reagieren...
5. Das Kuenstler-Auge erfaehrt mehr! Denn es wiederholt den Prozess des natuerlichen Auges - schafft aber nun bewusst ein neues Bild. Es erlebt, wie sehr das Auge, um ein Bild zu kreieren "in need of" ist (Idee, Material, Zeit + Raum, Licht, Faehigkeit, Motivation, Kraft + Mut, Belohnung, Disziplin + Ausdauer etc...
[Das APC liefert viele dieser Bedingungen recht gut...]
6. Das Kuenstler-Auge muss nun etwas sehr gefaehrliches versuchen: die Realitaet (Natur, Situation, Idee) reduziert auf zwei Dimensionen darzustellen oder abstract oder trans- natuerlich (wie die Naturwissenschaften die Welt auf das Messbare reduzieren).
7. Das Kuenstler-Auge hat die Macht, zu manipulieren, zu verfuehren, zu begeistern, seine Botschaft zu bestimmen... Unsichtbares sichtbar zu machen...
Wir wuenschen, dass jedes Zu-Schauer-Auge sich in Richtung Kuenstler-Auge auf den Weg macht...
Freitag, 1. Juli 2016
"heilig, heilig, heilig"
Wir gehen im heutigen Vic-Blog-thema davon aus, dass Gott alles (Kosmos, Welt, Natur, Mensch, Geschichte, Kultur) "erschaffen" hat, um sich selbst zum Ausruck zu bringen, um sich selbst zur Wirkung kommen zu lassen - in ALLEM!
So liebt er sich selbst wie alles andere; denn dieser liebende Gott ist fuer uns Angebot, Gabe bis zur Hingabe.
Ein saekularer Christ entscheidet sich, diesen kreativen sich hingebenden Gott in seiner eigenen Spiritualitaet zu achten, ins Gespraech zu bringen, in der Tat zur Wirkung kommen zu lassen und in der Litugie zu feiern. Gemaess unserem Verstehen wagen
wir es, unsere "vermeintlichen menschichen Erfahrungen" die wir mit diesem Gott machen zu erzaehlen, zu beschreiben.
Die eigentlichste Zu-Schreibung scheint heutzutage "heilig" zu sein.
Ein Verstaendnis-Versuch... ??? Was denkst Du, meinst Du, wenn Du singst: "heilig, heilig, heilig bis Du Herr, Gott Sabaoth" oder: "heilig ist unser Gott" ! In diesem letzten Vers sind 4 Worte unverstaendlich - wir untersuchen:
1. Glaeubige haben immer wieder den Mut, das unaussprechliche Geheimnis Gott zu ettiketieren (und jede Ettikete ist fragmentarisch und verhuellt mehr als sie preisgibt).
Die Geschichte der Theologie zeigt uns diesen Mut durch die Jahrhunderte.
2. Die Zu-Schreibung jedoch sollte wohltuend, heilsam und herausfordernd sein - fuer alle,
wenn moeglich. Dies ist eher eine Forderung der Neuzeit.
3. Es gibt sogar den Brauch einige Menschen als "heilig" zu deklarieren - warum nicht?, wenn es uns wohltut. cf. Die kath. Heiligsprechungen... andere spueren es irgendwie:
"diese Angelegenheit ist mir heilig."
A) Es gibt recht viele Meinungen darueber was denn "WIR" unter "heilig" tatsaechlich verstehen und was da und dort mit diesem Wort gemeint ist. In meiner Sicht ist "heilig"
ein erstklassiges Wort. Ich brauche es vorsichtig und eher selten:
Das Wor beinhaltet (aus meiner Sicht):
1. Das numinosum; also all das Geheimnisvolle, das Unerklaerliche.
Diese Dimension hat in der humanen Gott-Projektion heutzutage Prioritaet.
2. Das fascinosum; all das was bezaubert, von der Schoenheit bis zum Eros.
Gott ist die Freude, der Neubeginn (Auferstehung), die Einheit...
3. Das tremendum; all das, was schrecklich uns erschuettert.
Gott ist die Katastrophe, das Zerwuerfnis.... der Untergang (Tod).
"Gott heilig" meint also: ER ist geheimnisvoll, unerklaerlich, unaussprechlich;
ER is faszinierend schoen attraktiv; ER ist schrecklich erschuetternd.
Diese drei Dimensionen des zum einen gewordenen Gott sind universal: kosmologisch, natuerlich, human - erlebnisorientiert, causal-befriedigend, evolutions-
bedingt und sinngebend.
Sie moegen auch auf gewisse Menschen deutlicher zutreffen, so dass wir es wagen zu sagen: diese seien "heilig"; sie offenbaren human-aktiv das Wesen (den Namen) Gottes. Mein Wunsch ist es: Dieser Wort-Inhalt des Goettlichen sollte mehr und mehr auch in der Liturgie respektiert werden - darum sage ich; "Wir feiern die Heilige Messe".
B) Ob das "ist" auf "Gott... heilig" zupasst, haengt davon ab, was wir mit "ist" sagen wollen. Einige meinen mit "ist" das Gleiche wie mit "existieren" - ob Gott als "heilig" existiert? Wenn schon, wie denn sonst? "Heilig" ist die deutlichste und wohl haeufigste Erscheinungsweise Gottes. Gott ist eben so. Das Heilig kommt als "ein Seiendes aus dem Sein heraus zum Vorschein" (also so etwas wie Gestalt-Werdung). - und da Gott ja kein Seiendes (neben andern) ist sondern philosophisch hoechstens das Sein selbst, ist die Zu-Weisung "heilig" ein eher klar bestimmendes Seiendes. Fuer mich passt das Wort "ist" nicht zu Gott selbst, wohl aber zu seinen ihm zugestandenen Erscheinungsweisen.
Es gibt Gott und die Zuweisungen stempeln ihn zu einem Fuer-Uns-Seienden.
C) Die Wendung "unser Gott" weist darauf hin, dass es nicht um "Gott an sich" geht
sondern eben um den "unsrigen". Es geht immer um den Gott der Menschen in dem Sinne, dass Gott spezifisch von Menschen erahnt, erkannt, ersprochen, erlaeutert und gelobt wird. "Unser Gott" meint: Gott in der Sicht der Menschen d.h. soweit wir sehen, erkennen, besprechen koennen - und da sind wir ja bekanntlich recht beschraenkt, subjektiv, fragmentarisch und manchmal sind wir fast blind. Die verschiedenen Gottes-Vorstellungen sprechen da ein deutliches Wort. Aber die Vereinigung der drei universalen Dimensionen: numinosum, fascinosum, tremendum im einen Gott ist bis heute unueber- treffbar und macht uns sprachlos.
D) "Heilig ist unser Gott" zu singen ist also ein interessantes Wagnis; eine Ahnung wird artikuliert, ausgesprochen um das Erahnte uns zugaenglich zu machen.
Das ist zwar noch nicht Magie aber doch Pro-Vocation.
Gott wird herausgefordert; aus dem Chaos in den Sinn.
So liebt er sich selbst wie alles andere; denn dieser liebende Gott ist fuer uns Angebot, Gabe bis zur Hingabe.
Ein saekularer Christ entscheidet sich, diesen kreativen sich hingebenden Gott in seiner eigenen Spiritualitaet zu achten, ins Gespraech zu bringen, in der Tat zur Wirkung kommen zu lassen und in der Litugie zu feiern. Gemaess unserem Verstehen wagen
wir es, unsere "vermeintlichen menschichen Erfahrungen" die wir mit diesem Gott machen zu erzaehlen, zu beschreiben.
Die eigentlichste Zu-Schreibung scheint heutzutage "heilig" zu sein.
Ein Verstaendnis-Versuch... ??? Was denkst Du, meinst Du, wenn Du singst: "heilig, heilig, heilig bis Du Herr, Gott Sabaoth" oder: "heilig ist unser Gott" ! In diesem letzten Vers sind 4 Worte unverstaendlich - wir untersuchen:
1. Glaeubige haben immer wieder den Mut, das unaussprechliche Geheimnis Gott zu ettiketieren (und jede Ettikete ist fragmentarisch und verhuellt mehr als sie preisgibt).
Die Geschichte der Theologie zeigt uns diesen Mut durch die Jahrhunderte.
2. Die Zu-Schreibung jedoch sollte wohltuend, heilsam und herausfordernd sein - fuer alle,
wenn moeglich. Dies ist eher eine Forderung der Neuzeit.
3. Es gibt sogar den Brauch einige Menschen als "heilig" zu deklarieren - warum nicht?, wenn es uns wohltut. cf. Die kath. Heiligsprechungen... andere spueren es irgendwie:
"diese Angelegenheit ist mir heilig."
A) Es gibt recht viele Meinungen darueber was denn "WIR" unter "heilig" tatsaechlich verstehen und was da und dort mit diesem Wort gemeint ist. In meiner Sicht ist "heilig"
ein erstklassiges Wort. Ich brauche es vorsichtig und eher selten:
Das Wor beinhaltet (aus meiner Sicht):
1. Das numinosum; also all das Geheimnisvolle, das Unerklaerliche.
Diese Dimension hat in der humanen Gott-Projektion heutzutage Prioritaet.
2. Das fascinosum; all das was bezaubert, von der Schoenheit bis zum Eros.
Gott ist die Freude, der Neubeginn (Auferstehung), die Einheit...
3. Das tremendum; all das, was schrecklich uns erschuettert.
Gott ist die Katastrophe, das Zerwuerfnis.... der Untergang (Tod).
"Gott heilig" meint also: ER ist geheimnisvoll, unerklaerlich, unaussprechlich;
ER is faszinierend schoen attraktiv; ER ist schrecklich erschuetternd.
Diese drei Dimensionen des zum einen gewordenen Gott sind universal: kosmologisch, natuerlich, human - erlebnisorientiert, causal-befriedigend, evolutions-
bedingt und sinngebend.
Sie moegen auch auf gewisse Menschen deutlicher zutreffen, so dass wir es wagen zu sagen: diese seien "heilig"; sie offenbaren human-aktiv das Wesen (den Namen) Gottes. Mein Wunsch ist es: Dieser Wort-Inhalt des Goettlichen sollte mehr und mehr auch in der Liturgie respektiert werden - darum sage ich; "Wir feiern die Heilige Messe".
B) Ob das "ist" auf "Gott... heilig" zupasst, haengt davon ab, was wir mit "ist" sagen wollen. Einige meinen mit "ist" das Gleiche wie mit "existieren" - ob Gott als "heilig" existiert? Wenn schon, wie denn sonst? "Heilig" ist die deutlichste und wohl haeufigste Erscheinungsweise Gottes. Gott ist eben so. Das Heilig kommt als "ein Seiendes aus dem Sein heraus zum Vorschein" (also so etwas wie Gestalt-Werdung). - und da Gott ja kein Seiendes (neben andern) ist sondern philosophisch hoechstens das Sein selbst, ist die Zu-Weisung "heilig" ein eher klar bestimmendes Seiendes. Fuer mich passt das Wort "ist" nicht zu Gott selbst, wohl aber zu seinen ihm zugestandenen Erscheinungsweisen.
Es gibt Gott und die Zuweisungen stempeln ihn zu einem Fuer-Uns-Seienden.
C) Die Wendung "unser Gott" weist darauf hin, dass es nicht um "Gott an sich" geht
sondern eben um den "unsrigen". Es geht immer um den Gott der Menschen in dem Sinne, dass Gott spezifisch von Menschen erahnt, erkannt, ersprochen, erlaeutert und gelobt wird. "Unser Gott" meint: Gott in der Sicht der Menschen d.h. soweit wir sehen, erkennen, besprechen koennen - und da sind wir ja bekanntlich recht beschraenkt, subjektiv, fragmentarisch und manchmal sind wir fast blind. Die verschiedenen Gottes-Vorstellungen sprechen da ein deutliches Wort. Aber die Vereinigung der drei universalen Dimensionen: numinosum, fascinosum, tremendum im einen Gott ist bis heute unueber- treffbar und macht uns sprachlos.
D) "Heilig ist unser Gott" zu singen ist also ein interessantes Wagnis; eine Ahnung wird artikuliert, ausgesprochen um das Erahnte uns zugaenglich zu machen.
Das ist zwar noch nicht Magie aber doch Pro-Vocation.
Gott wird herausgefordert; aus dem Chaos in den Sinn.
Donnerstag, 16. Juni 2016
Die laengste EHE-RUNDE der Welt ???
Es gibt den erfrischenden Brauch in der Kath. Kirche, dass einige Ehe-Leute sich zu einer EHE-RUNDE vereinbaren. Noch heute empfehlenswert - aber bitte nicht verwechseln mit Familien-Runden, wo sich ganze Familien treffen. Die Ehe-Paare treffen sich etwa 6 mal im Jahr rotierend je bei einem Ehe-Paar in der Wohnung.
Das Thema der Runde wird von allen irgendwie vorbereitet; eine Bibel-Lesung oder gar die Feier der Eucharistie am Familientisch eroeffnet die Runde;.dann folgt die gegenseitige Information (alles was interessiert, geschah, den einen bewegt hat etc...) dann gibt ein Paar die Einleitung ins Thema, es erfolgt das freie Gespraech zum Thema und zum Abschluss ein koestliches Mahl.
Wo nun gibt es diese laengst-existierende Ehe-Runde ??? Ich meine in Birmensdorf in Zuerich... Ihm Jahr 1966 vereinbarten 5 Ehe-Paare sich zu einer Ehe-Runde - begleitet von einem Kath. Priester. Im Herbst 1969 (damals Vikar in der Pfarrei Felix + Regula in ZH)
traf ich zur Gruppe, nahm bis 1988, als ich nach Namibia auswanderte (fast) an jeder Runde teil und seither besuche ich diese "unsere Ehe-Runde" bei jedem CH-Besuch.
Am 17.05.2016 war es wieder soweit; wir traffen uns zum 50. Jahr-Jubi der Ehe-Runde.
In der Eucharistie-Feier sprachen wir ueber "die humane Verkoerperung des Geistes Gottes in Jesus... und wie wir in dieser Beziehung ihm nachfolgen koennen... und wie sehr wir diese Verkoerperung brauchen - als Erloesung. Dann schauten wir auf 50 Jahre zurueck. Wir sehen diese Ehe-Runde als eine Frucht des 2.Vatik. Konzils (1962-65).
Die offizielle Kirche hat eine Re-Formation angesagt. Damit sollten auch wir das eigene Kath.Christsein hinter fragen, erneuern und einander bestaerken. Auch zur Weitergabe des Glaubens an die eigenen Kinder in den Familien war diese Glaubens-Auseinandersetzung wichtig. Die Ehe-Runde hat erkannt: wie im offenen Gespraech "der christliche Boden" der tradierten Religion entzogen wurde, weg vom Kinder-Glauben, mutig in die Verunsicherung und hineinwachsen zu einem selbstbewussten entschieden befreienden Christsein. Diese Glaubens-Entwicklung gab auch den Mut in die eigene Pfarrei hineinzuwirken, gar darueber hinaus und Verantwortung in der Oeffentlichkeit zu uebernehmen. Es war nicht so leicht, immer wieder "Neues" zu verarbeiten und zu integrieren. Wir haben eher wenig direkt ueber Kinder-Erziehung gesprochen, wir haben auch keine Ehe-Therapie simuliert - vielmehr wollten wir uns selber der Kirche gesund und wirkfaehig erhalten - und die Fruechte lassen sich sehen.
Von den 7 beteiligenden Ehe-Paaren sind heute noch 4 Paare anwesend und wir alle sind dankbar fuer diese im Glauben staerkende Erfahrung. Wir haben auch herausgefunden welche "Regeln" Ehe-Runden am Leben erhalten und wie sehr wir durch sie einander
"Brot + Wein" wurden.
Das Thema der Runde wird von allen irgendwie vorbereitet; eine Bibel-Lesung oder gar die Feier der Eucharistie am Familientisch eroeffnet die Runde;.dann folgt die gegenseitige Information (alles was interessiert, geschah, den einen bewegt hat etc...) dann gibt ein Paar die Einleitung ins Thema, es erfolgt das freie Gespraech zum Thema und zum Abschluss ein koestliches Mahl.
Wo nun gibt es diese laengst-existierende Ehe-Runde ??? Ich meine in Birmensdorf in Zuerich... Ihm Jahr 1966 vereinbarten 5 Ehe-Paare sich zu einer Ehe-Runde - begleitet von einem Kath. Priester. Im Herbst 1969 (damals Vikar in der Pfarrei Felix + Regula in ZH)
traf ich zur Gruppe, nahm bis 1988, als ich nach Namibia auswanderte (fast) an jeder Runde teil und seither besuche ich diese "unsere Ehe-Runde" bei jedem CH-Besuch.
Am 17.05.2016 war es wieder soweit; wir traffen uns zum 50. Jahr-Jubi der Ehe-Runde.
In der Eucharistie-Feier sprachen wir ueber "die humane Verkoerperung des Geistes Gottes in Jesus... und wie wir in dieser Beziehung ihm nachfolgen koennen... und wie sehr wir diese Verkoerperung brauchen - als Erloesung. Dann schauten wir auf 50 Jahre zurueck. Wir sehen diese Ehe-Runde als eine Frucht des 2.Vatik. Konzils (1962-65).
Die offizielle Kirche hat eine Re-Formation angesagt. Damit sollten auch wir das eigene Kath.Christsein hinter fragen, erneuern und einander bestaerken. Auch zur Weitergabe des Glaubens an die eigenen Kinder in den Familien war diese Glaubens-Auseinandersetzung wichtig. Die Ehe-Runde hat erkannt: wie im offenen Gespraech "der christliche Boden" der tradierten Religion entzogen wurde, weg vom Kinder-Glauben, mutig in die Verunsicherung und hineinwachsen zu einem selbstbewussten entschieden befreienden Christsein. Diese Glaubens-Entwicklung gab auch den Mut in die eigene Pfarrei hineinzuwirken, gar darueber hinaus und Verantwortung in der Oeffentlichkeit zu uebernehmen. Es war nicht so leicht, immer wieder "Neues" zu verarbeiten und zu integrieren. Wir haben eher wenig direkt ueber Kinder-Erziehung gesprochen, wir haben auch keine Ehe-Therapie simuliert - vielmehr wollten wir uns selber der Kirche gesund und wirkfaehig erhalten - und die Fruechte lassen sich sehen.
Von den 7 beteiligenden Ehe-Paaren sind heute noch 4 Paare anwesend und wir alle sind dankbar fuer diese im Glauben staerkende Erfahrung. Wir haben auch herausgefunden welche "Regeln" Ehe-Runden am Leben erhalten und wie sehr wir durch sie einander
"Brot + Wein" wurden.
Mittwoch, 8. Juni 2016
Heute saekular lesen...
Mitten im evolutiven Weltprozess stehend informiert mich der Tagi woechentlich ueber sein Weltbild: heute in der Fernausgabe 49/21 vom 24.05.2016.
& Auf der Oberflaeche:
+ "Du bist dumm" (Harte Vorwuerfe gegen Befrager im Asylverfahren) / Gefaehrlich fuer
echte Fluechtlinge / Eritreer unter Vedacht
+ Der Fall Trumpusconi (Donald Trump, ein Berlusconi fuer die USA)
+ Der Bundesrat legt sich erneut mit den Bauern an / Parmelin verletzt Verfahrenspflicht /
Bern's 13 taegige Schlussoffensive in Bruessel / Mehr Unterstuetzung fuer die Bilateralen
+ Die Absimmungsvorlagen vom 5. Juni auf einen Blick /
Was die Kunden an SBB, POSTund Swisscom nervt /
Chefbeamter irritiert Initiativkomitee von "Pro Service public" /
Zuschlag fuer Pendler beim GA / Die naechste Attacke auf die Swissness-Vorlage
Design-Baby sind auch kuenftig verboten (Fortpflanzungs-Medizin)
Die Fahndung soll ausgeweitet werden (Rupperswiler Mord).
+ SP: Gallade will ganz nach oben / Mit zwei Romands in die Zukunft
+ Handel: Teures Visum fuer die USA-Reise
Saktionen gegen Nordkorea verschaerft /
SNB-Protokolle unter Verschluss /
In der Schweiz gibt es 249'000 Erwerbslose / 200 Millionen fuer Arbeitslose im Ausland
Wo weniger geworben wird, wird weniger geraucht / Prominenter Abgang bei Novartis
+ Kultur: Der Denkfabrikant (Thomas Hengartner / Kulturanthropologe)
Gestorben fuer den Gotthardtunnel / Tunnelfieber und Taucherkrankheit
Sich selbst das Rueckgrat gebrochen (Chinas Kulturrevolution)
Im Dialog gegen den Kulturpessimismus (Der Historiker Fritz Stern)
Ein Happy-End fuer einen Hund (Patricia Highsmith)
Menschenschmuggel: Drahtzieher sass in Zuerich
+ Sport: Ausgeliefert (FCZ / FC Sion) Roland Garros probt den Ernstfall (Fussball EM)
Schurters letzter Trumpf (Der Biker) etc...
+ Wo bleibt Susi?
Das Tagi-Weltbild 49/21 scheint mir informativ und eindruecklich. Einige Artikel empfinde
ich als hervorragend geschrieben.
& Welt-Bild - FRAGE:
Wir sind - um unser Weltbild aufzubauen - auf Informationen angewiesen. In diesem
geschilderten TA-Weltbild 49/21 taucht die Kirche, das Christentum, die Religion explicit nicht auf. Es scheint als Faktor, als Mitspieler ausgeblendet. Es hat keine Stimme.
Wir befinden uns in einer saekulaen Welt, wo Gott, Religion, Kirche keine Stimme haben. Es macht den Anschein, dass hier "neutral-objekitv" berichtet wird; fast "so wie es eben ist"
Die Vielfalt relativiert etwas. Aber wir sind immer noch in der Gefahr all das, was in den Medien erscheint, als Fact zu nehmen und was nicht erscheint als "nicht existent" zu verlieren: "aus den Augen aus dem Sinn".
Als saekularer Christ stimme ich dieser Art von Berichterstattung zu; der Informations-Gehalt im Tagi-Weltbild 49/21 ist grossartig und vielfaeltig, ausweitend und vertiefend;
aber er ist auch eine Herausforderung:
& Die neue Aufgabe des saekularen Christen:1. Ich nehme diese Informationen skeptisch dankbar entgegen.
2. Ich verwandle jeden Informations-Block in eine Erzaehlung:
"Jemand schildert mir seine Sicht auf ein bestimmtes Ereigniss".
3. Ich versuche zu entdecken, wiesehr in dieser Erzaehlung der Geist Gottes verkoerpert
wird, im geschilderten Ereignis selbst und im Akt der Schilderung.
4. Ich erspuere wo ich mich engagiert fuehle und wo ich gar aktiv werden moechte,
eventuell sollte und wo moeglich auch kann.
5. Ich versuche die Erzaehlungen in mein bisheriges und in unser christliches Weltbild
einzuordnen.
6. Ich hab' mir gemerkt: "Was Du lesen tust ist stets Dein eigener Text".
Wo bleibt Susi, die kluge Leserin von einst ?
& Auf der Oberflaeche:
+ "Du bist dumm" (Harte Vorwuerfe gegen Befrager im Asylverfahren) / Gefaehrlich fuer
echte Fluechtlinge / Eritreer unter Vedacht
+ Der Fall Trumpusconi (Donald Trump, ein Berlusconi fuer die USA)
+ Der Bundesrat legt sich erneut mit den Bauern an / Parmelin verletzt Verfahrenspflicht /
Bern's 13 taegige Schlussoffensive in Bruessel / Mehr Unterstuetzung fuer die Bilateralen
+ Die Absimmungsvorlagen vom 5. Juni auf einen Blick /
Was die Kunden an SBB, POSTund Swisscom nervt /
Chefbeamter irritiert Initiativkomitee von "Pro Service public" /
Zuschlag fuer Pendler beim GA / Die naechste Attacke auf die Swissness-Vorlage
Design-Baby sind auch kuenftig verboten (Fortpflanzungs-Medizin)
Die Fahndung soll ausgeweitet werden (Rupperswiler Mord).
+ SP: Gallade will ganz nach oben / Mit zwei Romands in die Zukunft
+ Handel: Teures Visum fuer die USA-Reise
Saktionen gegen Nordkorea verschaerft /
SNB-Protokolle unter Verschluss /
In der Schweiz gibt es 249'000 Erwerbslose / 200 Millionen fuer Arbeitslose im Ausland
Wo weniger geworben wird, wird weniger geraucht / Prominenter Abgang bei Novartis
+ Kultur: Der Denkfabrikant (Thomas Hengartner / Kulturanthropologe)
Gestorben fuer den Gotthardtunnel / Tunnelfieber und Taucherkrankheit
Sich selbst das Rueckgrat gebrochen (Chinas Kulturrevolution)
Im Dialog gegen den Kulturpessimismus (Der Historiker Fritz Stern)
Ein Happy-End fuer einen Hund (Patricia Highsmith)
Menschenschmuggel: Drahtzieher sass in Zuerich
+ Sport: Ausgeliefert (FCZ / FC Sion) Roland Garros probt den Ernstfall (Fussball EM)
Schurters letzter Trumpf (Der Biker) etc...
+ Wo bleibt Susi?
Das Tagi-Weltbild 49/21 scheint mir informativ und eindruecklich. Einige Artikel empfinde
ich als hervorragend geschrieben.
& Welt-Bild - FRAGE:
Wir sind - um unser Weltbild aufzubauen - auf Informationen angewiesen. In diesem
geschilderten TA-Weltbild 49/21 taucht die Kirche, das Christentum, die Religion explicit nicht auf. Es scheint als Faktor, als Mitspieler ausgeblendet. Es hat keine Stimme.
Wir befinden uns in einer saekulaen Welt, wo Gott, Religion, Kirche keine Stimme haben. Es macht den Anschein, dass hier "neutral-objekitv" berichtet wird; fast "so wie es eben ist"
Die Vielfalt relativiert etwas. Aber wir sind immer noch in der Gefahr all das, was in den Medien erscheint, als Fact zu nehmen und was nicht erscheint als "nicht existent" zu verlieren: "aus den Augen aus dem Sinn".
Als saekularer Christ stimme ich dieser Art von Berichterstattung zu; der Informations-Gehalt im Tagi-Weltbild 49/21 ist grossartig und vielfaeltig, ausweitend und vertiefend;
aber er ist auch eine Herausforderung:
& Die neue Aufgabe des saekularen Christen:1. Ich nehme diese Informationen skeptisch dankbar entgegen.
2. Ich verwandle jeden Informations-Block in eine Erzaehlung:
"Jemand schildert mir seine Sicht auf ein bestimmtes Ereigniss".
3. Ich versuche zu entdecken, wiesehr in dieser Erzaehlung der Geist Gottes verkoerpert
wird, im geschilderten Ereignis selbst und im Akt der Schilderung.
4. Ich erspuere wo ich mich engagiert fuehle und wo ich gar aktiv werden moechte,
eventuell sollte und wo moeglich auch kann.
5. Ich versuche die Erzaehlungen in mein bisheriges und in unser christliches Weltbild
einzuordnen.
6. Ich hab' mir gemerkt: "Was Du lesen tust ist stets Dein eigener Text".
Wo bleibt Susi, die kluge Leserin von einst ?
Donnerstag, 2. Juni 2016
Was Du lesen tust ist stets Dein eigener Text.
In den May Ferien 2016 in der CH hab' ich 15 Buecher gekauft und 2 geschenkt bekommen
nun warten sie auf dem geduldigen Lesepult... zuerst will ich die Zeitungen nachlesen und die Zeit-Schriften aufarbeiten und den Computer wieder zur Ordnung bringen...
In den Ferien in Altdorf/Uri hab' ich diesmal nur ein Buch fertig gelesen:
Emmanuel Carrere: "Das Reich Gottes" aus dem Franzoesischen uebersetzt von C. Hamm.
[Mathes + Seitz Verlag Berlin (2011)] Emmanuel Carrere ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur in Paris und erhielt den Europaeischen Literaturpreis.
Ist dieses Buch ein geschichtlicher Roman oder eine verwickelte Biographie? Der Autor verwebt vier Faeden ineinander: a) Eigene Biographie-Fragmente b) Politische Zeit-Er-
eignisse c) Ein Biographie-Versuch betreffs den Apostel Paulus und den Evangelisten Lukas d) die eigene Glaubens-Entwicklung. Die Sicht auf Paulus und Lukas aus der eigenen persoenlichen Glaubens-Erfahrung heraus (glaeubig + unglaeubig) wirkt wie eine Projektion auf das fruehe Christentum. Das Leben des Apostels in Beziehung zu den andern Aposteln (bes. Petrus, Johannes, Jakobus) und des Evangelisten in Beziehung zu den andern Evangelisten (bes. Markus) und zu den Aposteln wird spannend, ereignisreich,
konflikttraechtig. Fuer normale Bibel-Leser bekommen die biblischen Schriften Konturen und Hintergrund. Es ist hilfreich fuer den Leser, dass der Autor oft darauf aufmerksam macht, dass seine Erzaehlung nicht objektiv ist sondern geschichtliche Informationen subjektiv wertet. Er liest die Bibel als Herausforderung und erzaehlt wie er sie angeht. Dabei kommen sich Verstand und Glaube stark ins Gehege und das Ur-Christentum wird mit der heutigen Glaubenssituation konfrontiert. "Das Reich Gottes" spielt Umkehrung der Werte
bis auf den heutigen Tag.
In einem lehrreichen Nachwort schildert die Uebersetzerin C. Hamm wie die Uebersetzung
zu einem fachlichen und persoenlichen Drama wird. Sie erhielt 2016 den Uebersetzerpreis der Leipziger Buchmesse und endet ihr Nachdenken mit dem Paukenschlag: dass jeder / jede stets das eigene Buch liest.
Wer dieses "Reich Gottes" liest, dem wird aufgezeigt, dass "Geschichte" eine dynamische
Konstruktion ist und dass, wer "Geschichte" liest, sich einreiht in den Konstruktionsprozess.
Das heisst aber auch, dass der Leser sein eigenes Leben mit den Erzaehlungen verwebt,
die die Vergangenheit vergegenwaertigen.
nun warten sie auf dem geduldigen Lesepult... zuerst will ich die Zeitungen nachlesen und die Zeit-Schriften aufarbeiten und den Computer wieder zur Ordnung bringen...
In den Ferien in Altdorf/Uri hab' ich diesmal nur ein Buch fertig gelesen:
Emmanuel Carrere: "Das Reich Gottes" aus dem Franzoesischen uebersetzt von C. Hamm.
[Mathes + Seitz Verlag Berlin (2011)] Emmanuel Carrere ist Schriftsteller, Drehbuchautor und Regisseur in Paris und erhielt den Europaeischen Literaturpreis.
Ist dieses Buch ein geschichtlicher Roman oder eine verwickelte Biographie? Der Autor verwebt vier Faeden ineinander: a) Eigene Biographie-Fragmente b) Politische Zeit-Er-
eignisse c) Ein Biographie-Versuch betreffs den Apostel Paulus und den Evangelisten Lukas d) die eigene Glaubens-Entwicklung. Die Sicht auf Paulus und Lukas aus der eigenen persoenlichen Glaubens-Erfahrung heraus (glaeubig + unglaeubig) wirkt wie eine Projektion auf das fruehe Christentum. Das Leben des Apostels in Beziehung zu den andern Aposteln (bes. Petrus, Johannes, Jakobus) und des Evangelisten in Beziehung zu den andern Evangelisten (bes. Markus) und zu den Aposteln wird spannend, ereignisreich,
konflikttraechtig. Fuer normale Bibel-Leser bekommen die biblischen Schriften Konturen und Hintergrund. Es ist hilfreich fuer den Leser, dass der Autor oft darauf aufmerksam macht, dass seine Erzaehlung nicht objektiv ist sondern geschichtliche Informationen subjektiv wertet. Er liest die Bibel als Herausforderung und erzaehlt wie er sie angeht. Dabei kommen sich Verstand und Glaube stark ins Gehege und das Ur-Christentum wird mit der heutigen Glaubenssituation konfrontiert. "Das Reich Gottes" spielt Umkehrung der Werte
bis auf den heutigen Tag.
In einem lehrreichen Nachwort schildert die Uebersetzerin C. Hamm wie die Uebersetzung
zu einem fachlichen und persoenlichen Drama wird. Sie erhielt 2016 den Uebersetzerpreis der Leipziger Buchmesse und endet ihr Nachdenken mit dem Paukenschlag: dass jeder / jede stets das eigene Buch liest.
Wer dieses "Reich Gottes" liest, dem wird aufgezeigt, dass "Geschichte" eine dynamische
Konstruktion ist und dass, wer "Geschichte" liest, sich einreiht in den Konstruktionsprozess.
Das heisst aber auch, dass der Leser sein eigenes Leben mit den Erzaehlungen verwebt,
die die Vergangenheit vergegenwaertigen.
Freitag, 13. Mai 2016
Entschieden den Geist Gottes verkoerpern
In unseren "Arts-Performance-Centres" achten wir sehr darauf, dass die Kinder und Jugendlichen lernen Entscheidungen zu faellen. Voraussetzung ist: Alles ist frei-willig.
Die APC-Tn sind eingeladen sich zu entscheiden fuers Registrieren, fuer eine Kunst-Disziplin, fuer ein Instrument , fuer den Besuch der Lektionen, fuer einen hoeheren Grad, fuer eine oeffentliche Auffuehrung, Ausstellung etc...
In den persoenlichen Entscheidungen bestimme ich mein eigenes Leben:
Matura 1960 / Priesterweihe 19.03.1966 / JW 1978 / Namibia 10.01.1988 ...
die Natur und die Situation (Zeit-Raum) und der Kontext bilden den Rahmen.
Pfingsten ist EINLADUNG zum Entscheiden. Das kommt so: Jesus als eine sehr humane Verkoerperung des Geistes Gottes ist gekreuzigt, gestorben und begraben worden. Er ist auferstanden, irgendwieerschienen und an Himmelfahrt endgueltig verschwunden. Es steht nun die entscheidende FRAGE an: wie weiter ?
Zwei Entscheidungen stehen an: A) Es kommt die Nachricht auf uns zu: Der Geist Gottes ist ausgegossen. Wie reagiere ich ? 1. Das geht mich nichts an; 2. sehr unwahrscheinlich 3. Ich sage JA! Das risikoreiche YES ist gut begruendet: in der Bibel,
in der Psychologie, in der Geschichte, in der Kunst etc... Im eigenen Lebensverlauf etc... Theologisch: Die INKARNATION Gottes ist selbstverstaendlich, sobald man sie entdeckt.
[ Leider ist dieses JA zur Geist-Ausschuettung eher selten; die meisten Glaeubigen singen noch immer: "Komm Heiliger Geist auf uns herab... ". Sie singen so, als ob der Hl. Geist Gottes noch immer im Himmel waere und endlich doch kommen sollte. Das ist eine krasse Verkennung der Situation und der Botschaft: der Geist Gottes ist ausgegossen als und in der Schoepfung, als und in der Geschichte, als und in JvN, d.h. in allen Menschen (in Herz + Gehirn, in Hand + Fuss) oeffentlich festgestellt in den Heiligen und ihren Lebens-Taten etc... Ein klares JA (auch seitens der Kirche) - ueberzeugte Zustimmung - taete der Welt mehr als gut... ich denke: ist sogar heils-not-wendig.]
B) Es kommt die dringende EINLADUNG auf uns zu: Persoenlich den Geist Gottes zu ver- koerpern. Wage ich ein JA ? Es gibt viele Ausreden... Aber wer tief in sein Herz schaut, der entdeckt: das Herz moechte Liebe, Einheit, Verstehen, Barmherzigkeit, Freiheit,
Weisheit und Lebensfuelle etc... Es geht nun darum miteinander diese Werte oeffentlich zu verkoerpern. Erst als verkoerpert gelten diese Werte als human. Mensch-sein heisst ein ICH im WIR verkoerpern. Ohne Verkoerperung gibts keine Geburt und keinen Tod... also kein irdisch-humanes Leben. In Taufe und in der Firmung gipfelt Anfrage, Einladung und Entscheidung - (so sollte es mindestens sein !)
In der Ausbildung des kirchlichen Personals in Namibia hab`ich immer grossen Wert darauf gelegt, den Entscheid zu dokumentieren (Missio) und die Amts-Ausfuehrung zu beobachten
(die Verkoerperung real zu sehen).
Die APC-Tn sind eingeladen sich zu entscheiden fuers Registrieren, fuer eine Kunst-Disziplin, fuer ein Instrument , fuer den Besuch der Lektionen, fuer einen hoeheren Grad, fuer eine oeffentliche Auffuehrung, Ausstellung etc...
In den persoenlichen Entscheidungen bestimme ich mein eigenes Leben:
Matura 1960 / Priesterweihe 19.03.1966 / JW 1978 / Namibia 10.01.1988 ...
die Natur und die Situation (Zeit-Raum) und der Kontext bilden den Rahmen.
Pfingsten ist EINLADUNG zum Entscheiden. Das kommt so: Jesus als eine sehr humane Verkoerperung des Geistes Gottes ist gekreuzigt, gestorben und begraben worden. Er ist auferstanden, irgendwieerschienen und an Himmelfahrt endgueltig verschwunden. Es steht nun die entscheidende FRAGE an: wie weiter ?
Zwei Entscheidungen stehen an: A) Es kommt die Nachricht auf uns zu: Der Geist Gottes ist ausgegossen. Wie reagiere ich ? 1. Das geht mich nichts an; 2. sehr unwahrscheinlich 3. Ich sage JA! Das risikoreiche YES ist gut begruendet: in der Bibel,
in der Psychologie, in der Geschichte, in der Kunst etc... Im eigenen Lebensverlauf etc... Theologisch: Die INKARNATION Gottes ist selbstverstaendlich, sobald man sie entdeckt.
[ Leider ist dieses JA zur Geist-Ausschuettung eher selten; die meisten Glaeubigen singen noch immer: "Komm Heiliger Geist auf uns herab... ". Sie singen so, als ob der Hl. Geist Gottes noch immer im Himmel waere und endlich doch kommen sollte. Das ist eine krasse Verkennung der Situation und der Botschaft: der Geist Gottes ist ausgegossen als und in der Schoepfung, als und in der Geschichte, als und in JvN, d.h. in allen Menschen (in Herz + Gehirn, in Hand + Fuss) oeffentlich festgestellt in den Heiligen und ihren Lebens-Taten etc... Ein klares JA (auch seitens der Kirche) - ueberzeugte Zustimmung - taete der Welt mehr als gut... ich denke: ist sogar heils-not-wendig.]
B) Es kommt die dringende EINLADUNG auf uns zu: Persoenlich den Geist Gottes zu ver- koerpern. Wage ich ein JA ? Es gibt viele Ausreden... Aber wer tief in sein Herz schaut, der entdeckt: das Herz moechte Liebe, Einheit, Verstehen, Barmherzigkeit, Freiheit,
Weisheit und Lebensfuelle etc... Es geht nun darum miteinander diese Werte oeffentlich zu verkoerpern. Erst als verkoerpert gelten diese Werte als human. Mensch-sein heisst ein ICH im WIR verkoerpern. Ohne Verkoerperung gibts keine Geburt und keinen Tod... also kein irdisch-humanes Leben. In Taufe und in der Firmung gipfelt Anfrage, Einladung und Entscheidung - (so sollte es mindestens sein !)
In der Ausbildung des kirchlichen Personals in Namibia hab`ich immer grossen Wert darauf gelegt, den Entscheid zu dokumentieren (Missio) und die Amts-Ausfuehrung zu beobachten
(die Verkoerperung real zu sehen).
Dienstag, 10. Mai 2016
Der Mutterschoss als Symbol der Barmherzigkeit.
Am Muttertag (08.05.2016) im Jahr der Barmherzigkeit darf man sich daran erinnern, dass in der Sprache Jesu Barmherzigkeit und Mutterschoss mit dem gleichen Wort bezeichnet werden. Ich meine, im "MUTTERSCHOSS" das SYMBOL der BARMHERZIGKEIT zu sehen. Kurzsichtige Leute uebersetzen Barmherzigkeit gerne mit Milde, Guete, Verzeihung, Geborgenheit... das ist wohl irgendwie zutreffend, diese Werte tun uns gut, greifen aber in meinem Verstaendnis fuer Barmherzigkeit zu kurz.
Als Christen beachten wir die Bibel und finden bei Lukas (10.30) die Geschichte vom barmherzigen Samaritan. Der Priester und der Levit gehen am Verwundeten vorbei: achten ihn nicht, schenken ihm keine Aufmerksamkeit, ihr Herz nimmt ihn nicht auf. Der Samaritan dagegen nimmt sich des Verwundeten an, nimmt ihn in sein Herz, Denken und Handeln auf; empfaengt ihn als Herausforderung und Auftrag. Dann gewaehrt er ihm seine eigene Gestaltwerdung, gibt ihm Heilung. Er entlaesst ihn in die Obhut eines andern und begleitet ihn "fuer-sorglich".
Graphisch gesehen ist fuer mich die Barmherzigkeit wie auch der Mutterschoss nicht ein Kreis sondern ein Quadrat mit vier Eckpunkten oder mit 4 Dimensionen, eine Viertel-Takt-Musik, ein 4 Schritt-Unternehmen:
1. Der Mutterschoss empfaengt den Samen; ohne Empfangen, Annehmen, Akzeptieren
gibt es keine Barmherzigkeit... das ist wie offen sein... wahr-nehmen
2. Der Mutterschoss gewaehrt dem ANDERN (dem Kind, dem Aufgenommenen) eine ihm eigene Lebensgestalt, traegt entscheidend zu seiner Gestaltwerdung bei...
3. Der Mutterschoss entlaesst den ANDERN in die Freiheit; wenn nicht... wartet der Tod.
4. Der Mutterschoss begleitet den ANDERN in die Zukunft... in die Lebensfuelle...
Die Mutter KIRCHE ist auch ein Mutterschoss (wenigstens theoretisch):
1. Sie empfaengt das Wort Gottes (die Hl. Schrift, Jesus von Nazareth...)
2. Sie gewaehrt dem Wort, dem JvN eine Gestalt, einen Koerper; sie wird Verkoerperung.
3. Sie entlaesst den Leib Christi und seine Mitglieder in die Freiheit, gibt das Wort und den Leib Christi als "Brot + Wein" in die Hand des Andern und sagt: geht im Frieden...
4. Sie begleitet die Verkoerperung des Wortes Gottes, die Christen, in die Zukunft auf dem Weg in die Fuelle des Lebens (cf. Sakramente).
Die Erde ist ein Mutterschoss: sie empfaengt uns, gibt uns eine Lebensgestalt, entlaesst uns ins Wirken und begleitet uns unaufhoerlich..
Ein wohlwollender Mutterschoss ist ein SEGEN. Vielleicht daemmert es uns mit der Zeit, dass auch das Geheimnis Gott als Mutterschoss gesehen werden kann. Gott empfaengt uns, gewaehrt uns eine je eigene Lebensgestalt, entlaesst uns in die Freiheit und begleitet uns auf dem Weg zur Fuelle des Lebens.
Als Christen beachten wir die Bibel und finden bei Lukas (10.30) die Geschichte vom barmherzigen Samaritan. Der Priester und der Levit gehen am Verwundeten vorbei: achten ihn nicht, schenken ihm keine Aufmerksamkeit, ihr Herz nimmt ihn nicht auf. Der Samaritan dagegen nimmt sich des Verwundeten an, nimmt ihn in sein Herz, Denken und Handeln auf; empfaengt ihn als Herausforderung und Auftrag. Dann gewaehrt er ihm seine eigene Gestaltwerdung, gibt ihm Heilung. Er entlaesst ihn in die Obhut eines andern und begleitet ihn "fuer-sorglich".
Graphisch gesehen ist fuer mich die Barmherzigkeit wie auch der Mutterschoss nicht ein Kreis sondern ein Quadrat mit vier Eckpunkten oder mit 4 Dimensionen, eine Viertel-Takt-Musik, ein 4 Schritt-Unternehmen:
1. Der Mutterschoss empfaengt den Samen; ohne Empfangen, Annehmen, Akzeptieren
gibt es keine Barmherzigkeit... das ist wie offen sein... wahr-nehmen
2. Der Mutterschoss gewaehrt dem ANDERN (dem Kind, dem Aufgenommenen) eine ihm eigene Lebensgestalt, traegt entscheidend zu seiner Gestaltwerdung bei...
3. Der Mutterschoss entlaesst den ANDERN in die Freiheit; wenn nicht... wartet der Tod.
4. Der Mutterschoss begleitet den ANDERN in die Zukunft... in die Lebensfuelle...
Die Mutter KIRCHE ist auch ein Mutterschoss (wenigstens theoretisch):
1. Sie empfaengt das Wort Gottes (die Hl. Schrift, Jesus von Nazareth...)
2. Sie gewaehrt dem Wort, dem JvN eine Gestalt, einen Koerper; sie wird Verkoerperung.
3. Sie entlaesst den Leib Christi und seine Mitglieder in die Freiheit, gibt das Wort und den Leib Christi als "Brot + Wein" in die Hand des Andern und sagt: geht im Frieden...
4. Sie begleitet die Verkoerperung des Wortes Gottes, die Christen, in die Zukunft auf dem Weg in die Fuelle des Lebens (cf. Sakramente).
Die Erde ist ein Mutterschoss: sie empfaengt uns, gibt uns eine Lebensgestalt, entlaesst uns ins Wirken und begleitet uns unaufhoerlich..
Ein wohlwollender Mutterschoss ist ein SEGEN. Vielleicht daemmert es uns mit der Zeit, dass auch das Geheimnis Gott als Mutterschoss gesehen werden kann. Gott empfaengt uns, gewaehrt uns eine je eigene Lebensgestalt, entlaesst uns in die Freiheit und begleitet uns auf dem Weg zur Fuelle des Lebens.
Freitag, 6. Mai 2016
ueber das Verschwinden Jesu
Wir sind in den Mai hinuebergeraten, fuer viele Ferien, mindestens freie Tage... Wir haben den Mai begonnen mit dem Tag der Arbeit unter dem Patronat des heiligen Zimmermanns, der dem JvN eine wohltuende Umgebung zimmern wollte, es scheint ohne Erfolg...
Und schon bestaunen wir die vielen viele irrefuehrenden Bilder von der Himmelfahrt Jesu ... da wir nicht mehr wissen wo der Himmel ist (jedenfalls nicht mehr oben ueber den Wolken) da koennen wir auch nicht mehr sagen wohin Jesus ging...
Da aber das Weggehen, das Absterben der letzte Akt des Lebens ist, muessen wir vorerst das gegenwaertige Leben Jesu definieren. Mit einem klaren Wort: JESUS war fuer uns die irdische Verkoerperung des Geistes Gottes . Der Geist Gottes ist fuer uns hochwertig: ein Geist der Oeffnung (Aug + Ohr + Sinne), der Freiheit, der Einheit, der Liebe, des totalen Engagements... und nun ist diese Verkoerperung nicht nur gekreuzigt (gestorben) sondern auch verschwunden. Maria von Magdala und andere wissen um die Bedeutung des Koerpers, sie suchen ihn... ziemlich vergebens... die Jesus Verkoerperung des Geistes Gottes ist verschwunden - und wer haette das gedacht - nach Lukas - freuten sich die Apostel darueber. Das ist eine moderne FRAGE: koennen sich die Christen freuen, dass diese Gottes-Geist-Verkoerperung verschwunden ist, wenigstens dieses Verschwinden akzeptieren? Diese FRAGE gilt ganz besonders fuer die Religioesen Leute! Dass wir diesen Geist brauchen, noetig haben ist einsichtig! Noch wichtiger: was soll dieser wunderbare Geist, wenn er nur im Himmel ist? Wir benoetigen irdische Verkoerperung. Paulus hat es erblickt: Wir als christliche Gemeinschaft sind nun herausgefordert, ein Koerper zu sein (eine Koerperschaft), die den Geist Gottes human verkoerpert. Alle die getauft sind stehen in dieser Herausforderung: den Geist Gottes je auf ihre Art zu ver- koerpern, als Frau, als Mann, als Kind , als Greis - als Ehepaar, als Gruppe, als kirchliche Gemeinschaft, als Weltkirche. Jesus steht nicht mehr im irdischen Rampenlicht, er ist zurueckgetreten, gar verschwunden - zu unseren Gunsten - so dass wir nun heute an unserem Ort, in unserer Situation die Verkoerperung des Geistes Gottes wagen. Es liegt nun an uns... Verkoerperung heisst theologisch Inkarnation... und das ist das Privileg jener, die einen Koerper weben, den Geist Gottes zu VERKOERPERN: sein Aug + sein Ohr, seine Hand + seine Fuesse, sein Herz und sein Gehirn zu sein...
Unsere Biographie wird einst aufzeigen, wie es uns denn gelang, den Geist Gottes lebendig zu verkoerpern. Papst Franziskus wuenscht sehr, dass wir fuer unsere Zeit den Geist der Barmherzigkeit verkoerpern (falls wir wissen, was das ist). Und bald kommt Pfingsten, vielleicht glauben einige daran, dass der ausgegossene Geist auf Verkoerperung wartet...
Und schon bestaunen wir die vielen viele irrefuehrenden Bilder von der Himmelfahrt Jesu ... da wir nicht mehr wissen wo der Himmel ist (jedenfalls nicht mehr oben ueber den Wolken) da koennen wir auch nicht mehr sagen wohin Jesus ging...
Da aber das Weggehen, das Absterben der letzte Akt des Lebens ist, muessen wir vorerst das gegenwaertige Leben Jesu definieren. Mit einem klaren Wort: JESUS war fuer uns die irdische Verkoerperung des Geistes Gottes . Der Geist Gottes ist fuer uns hochwertig: ein Geist der Oeffnung (Aug + Ohr + Sinne), der Freiheit, der Einheit, der Liebe, des totalen Engagements... und nun ist diese Verkoerperung nicht nur gekreuzigt (gestorben) sondern auch verschwunden. Maria von Magdala und andere wissen um die Bedeutung des Koerpers, sie suchen ihn... ziemlich vergebens... die Jesus Verkoerperung des Geistes Gottes ist verschwunden - und wer haette das gedacht - nach Lukas - freuten sich die Apostel darueber. Das ist eine moderne FRAGE: koennen sich die Christen freuen, dass diese Gottes-Geist-Verkoerperung verschwunden ist, wenigstens dieses Verschwinden akzeptieren? Diese FRAGE gilt ganz besonders fuer die Religioesen Leute! Dass wir diesen Geist brauchen, noetig haben ist einsichtig! Noch wichtiger: was soll dieser wunderbare Geist, wenn er nur im Himmel ist? Wir benoetigen irdische Verkoerperung. Paulus hat es erblickt: Wir als christliche Gemeinschaft sind nun herausgefordert, ein Koerper zu sein (eine Koerperschaft), die den Geist Gottes human verkoerpert. Alle die getauft sind stehen in dieser Herausforderung: den Geist Gottes je auf ihre Art zu ver- koerpern, als Frau, als Mann, als Kind , als Greis - als Ehepaar, als Gruppe, als kirchliche Gemeinschaft, als Weltkirche. Jesus steht nicht mehr im irdischen Rampenlicht, er ist zurueckgetreten, gar verschwunden - zu unseren Gunsten - so dass wir nun heute an unserem Ort, in unserer Situation die Verkoerperung des Geistes Gottes wagen. Es liegt nun an uns... Verkoerperung heisst theologisch Inkarnation... und das ist das Privileg jener, die einen Koerper weben, den Geist Gottes zu VERKOERPERN: sein Aug + sein Ohr, seine Hand + seine Fuesse, sein Herz und sein Gehirn zu sein...
Unsere Biographie wird einst aufzeigen, wie es uns denn gelang, den Geist Gottes lebendig zu verkoerpern. Papst Franziskus wuenscht sehr, dass wir fuer unsere Zeit den Geist der Barmherzigkeit verkoerpern (falls wir wissen, was das ist). Und bald kommt Pfingsten, vielleicht glauben einige daran, dass der ausgegossene Geist auf Verkoerperung wartet...
Abonnieren
Posts (Atom)