Im Spiel zeigt sich diese Spannung:
abhaengig und frei !
1.) Die Stadt Tsumeb hat es als Ehre empfunden als der Staatspraesident sie beauftragte, die Feier zum 28. Geburtstag der Nation zu organisieren. Da APC inzwischen ein Merkmal von Tsumeb wurde, war es bald klar, dem APC wird eine Orchester-Auffuehrung zuge- standen (gegen Konkurrenz von Windhoek). Am Sonntag 18.03. hab ich Lis die Anerkennung der von ihr komponierten Auffuehrung gegeben.
2.) Dann ging es 400 km weiter; um 19h waren wir im Egumbo Nauta; wobei der 10 km
lange normale Nauta-Busch-Weg bereits "recht waesserig" war. Am 19.03. war es gewiss der Hl. Josef, der mir den Mut gab, trotz dem Regen in der Nacht, den gleichen Weg wieder zu fahren um im APC Otshikuku (50 km entfernt) die ersten 3 Monate des neuen CM zu evaluieren. Am Dienstag im Egumbo Nauta begann der Regen um Mitternacht - 11 Stunden lang... Morgens um 08h musste ich vernuenftig einsehen: wir sind im Egumbo Nauta "eingeschlossen"; zu viel Wasser ueberall rundum.Um 11h fand Moni einen einheimischen "Lotsen" der den Nordweg gut kannte (jenen Weg nach Utapi hinauf). Er fuhr mir voraus...
zB durch 6 "weite flache Seen". Ailly hat mir dann fuer den Mut gratuliert, denn an manchen Stellen watete der car erstaundlich tief im Wasser.
In der Nacht auf Dienstag, als es regnete und regnete und das Wellblech-Dach den Regen-Rausch stark verstaerkte, "stand" ich vor der Aufgabe in meinem Bewusst
sein die Aengste "fuer Tage nun eingeschlossen zu sein" zu steuern. Ich versenkte
mich ins Rauschen und interpretierte es als das "Summen des Geistes" im Kosmos,
das dann bei Sonnenaufgang in die Stimmen der Menschen sich verliert. Die realen
und eingebildeten Aengste verstummten und ich fiel in einen laengeren Schlaf.
3.) Ich teilte die Freude mit den Namibier am 21.03. in Tsumeb den Geburtstag der Nation zu feiern. Das APC ist dabei erstmals "national" aufgetreten; eine angenehme Ehre. Es ist mir immer mehr ein Raetsel, warum der Geburtstag als "Unabhaengigkeits-Feier" gilt.
Die Verblendung wird deutlich, wenn Politiker in 2018 sogar von "totaler Unabhaengigkeit"
schwaetzen. Es zeigt, wie sehr irrationale Einbildung die natuerlichen Realitaeten ueber- schwemmen und damit viele Wege blockiert werden.
Der Geburtstag ist ein 'gluecklicher", wenn in der neuen Situation (nach der Geburt, nach der Heirat, nach der Nation-Bildung etc...) der Ausgleich der gegenseitigen Abhaengigkeiten zu einer win- win-situation fuehrt. In der Theology-Geschichte lernen wir, dass der einst "Allmaechtige unabhaengige Jahwe-Gott" einen neuen Bund der gegenseitigen Abhaengig keit erfraegt (cf. Jeremia 31.31) und Gott sandte den Engel Gabriel (25.03!) zu Maria um ihr Ja zu erfragen zu einem Neuen Menschentyp: Ein Typ, wo Gott und Mensch eine gegen- seitige Beziehung anerkennen und sie zur Grundlage der Reifung und Beglueckung machen kann.
In den Abhaengigkeiten liegt der Kreuzweg (das Joch) zur Freiheit (Joh 8.31)
Ich will versuchen Gedanken zum Weiterdenken anzubieten in der Theologie, Psychologie und zu einem evolutiven Weltbild.
Donnerstag, 22. März 2018
Montag, 12. März 2018
herrschen + dienen ???
Am 4. Fasten-Sonntag B wurde es klar:
Cyrus (Koenig von Perisen) proklamiert:
"Der Herr, der Himmels-Gott, hat mir
alle Koenigreiche der Welt in die Hand gegeben
und zugleich mir aufgetragen IHM einen Tempel
in Jerusalem zu errichten.
Und folglich will / soll das Volk Gottes dorthin ziehen -
zusammen mit seinem Gott" (2 Chron 36.22-23).
Deutlicher kann der goettliche Imperialismus kaum beschrieben werden:
Ich, totaler Welt-Herrscher und adm. Verantwortlicher fuer den Tempel,
das Zentrum der Religion, wo Gott wohnt. Religioese und weltliche Macht,
given bei Gott: das ist heiliger Imperialismus.
Jm johan. Nicodemus-Gespraech (John 3.14-21) toent es anders:
Gott liebt die Welt sosehr, dass er seinen Sohn einsetzt als Erloeser -
und wer IHN verkoerpert, hat Anteil an der Fuelle des Lebens. Und dies,
nicht um die Welt zu verachten, zu unterdruecken sondern dass sie durch
den Service Jesu befreit werde.
Und Paulus erklaert (Eph 2.4-10): Die Befreiung ist eine Gnade Gottes,
da wir Menschen das Kunstwerk Gottes sind, das im Jesus-Service gelebt wird.
Das imperialistische Herrschafts-System des koeniglichen Cyrus steht dem kreativen Befreiungs-System des Auferstandenen Jesu gegenueber; wer ist nun "Retter" ???
Es wird noch schlimmer: Beide Systeme sind geschichtlich ineinander verflochten;
streiten sich, machen Gemeinsamkeiten und wir - die Getauften - haben die interessante
Aufgabe zu entscheiden wo wir wie mitmachen: Im Cyrus-Imperialismus oder im Jesus-Service. Den Ernst der Lage entdeckt, wer die Roem. Kath. Kirche unter die Lupe nimmt.
Die Mischung von beherrschendem Imperialismus und kreativem Befreiungs-Service
ist eklatant. Aber: der Missions-Auftrag Jesu heisst nicht: geht ueberall hin und herrscht
sondern tauft! Im Imperialismus ist Gott, die religioese und weltliche Total-Macht, ver-
koerpert in jeglicher Regierung (weltlich oder religioes). Im Jesus-System ist Gott, die Befreiung, verkoerpert im Service.
Die Kirche ist gebeten, in der heutigen gaengigen Mischung von Cyrus und Jesus
etwas deutlicher Stelllung zu beziehen. Vielleicht indem sie entdeckt, wie imperialistisch
sie noch immer ist ???
Cyrus (Koenig von Perisen) proklamiert:
"Der Herr, der Himmels-Gott, hat mir
alle Koenigreiche der Welt in die Hand gegeben
und zugleich mir aufgetragen IHM einen Tempel
in Jerusalem zu errichten.
Und folglich will / soll das Volk Gottes dorthin ziehen -
zusammen mit seinem Gott" (2 Chron 36.22-23).
Deutlicher kann der goettliche Imperialismus kaum beschrieben werden:
Ich, totaler Welt-Herrscher und adm. Verantwortlicher fuer den Tempel,
das Zentrum der Religion, wo Gott wohnt. Religioese und weltliche Macht,
given bei Gott: das ist heiliger Imperialismus.
Jm johan. Nicodemus-Gespraech (John 3.14-21) toent es anders:
Gott liebt die Welt sosehr, dass er seinen Sohn einsetzt als Erloeser -
und wer IHN verkoerpert, hat Anteil an der Fuelle des Lebens. Und dies,
nicht um die Welt zu verachten, zu unterdruecken sondern dass sie durch
den Service Jesu befreit werde.
Und Paulus erklaert (Eph 2.4-10): Die Befreiung ist eine Gnade Gottes,
da wir Menschen das Kunstwerk Gottes sind, das im Jesus-Service gelebt wird.
Das imperialistische Herrschafts-System des koeniglichen Cyrus steht dem kreativen Befreiungs-System des Auferstandenen Jesu gegenueber; wer ist nun "Retter" ???
Es wird noch schlimmer: Beide Systeme sind geschichtlich ineinander verflochten;
streiten sich, machen Gemeinsamkeiten und wir - die Getauften - haben die interessante
Aufgabe zu entscheiden wo wir wie mitmachen: Im Cyrus-Imperialismus oder im Jesus-Service. Den Ernst der Lage entdeckt, wer die Roem. Kath. Kirche unter die Lupe nimmt.
Die Mischung von beherrschendem Imperialismus und kreativem Befreiungs-Service
ist eklatant. Aber: der Missions-Auftrag Jesu heisst nicht: geht ueberall hin und herrscht
sondern tauft! Im Imperialismus ist Gott, die religioese und weltliche Total-Macht, ver-
koerpert in jeglicher Regierung (weltlich oder religioes). Im Jesus-System ist Gott, die Befreiung, verkoerpert im Service.
Die Kirche ist gebeten, in der heutigen gaengigen Mischung von Cyrus und Jesus
etwas deutlicher Stelllung zu beziehen. Vielleicht indem sie entdeckt, wie imperialistisch
sie noch immer ist ???
Dienstag, 20. Februar 2018
"glauben + wissen" miteinander fuereinander
wissen im glauben geerdet...
Im CiG 02/2018 faszinierte mich der Artikel von Prof. Volker Gerhardt "Wissen und
Glauben". Ich glaube VG will uns nicht den abendlaendischen Christenglauben vermasseln sondern klaeren. Mein Glaube an ihn basiert auf meinem Wissen von ihm: mehrere Artikel und vor allem: "Der Sinn des Sinns" (Versuch ueber das Goettliche / 2014). Seine Kenntnisse betreffs Nietzsche und Kant sind hervorragend; die humane Individualitaet ist ihm eine ernste Sorge und die Erkenntnis, dass "Glauben und Wissen" zusammengehen ein modernes Anliegen.
"Wer weiss, der glaubt nicht; wer glaubt, der weiss nicht" - wer hat uns diesen anti-humanen
Slogan einst in den Kopf gesetzt? Noch hallt bei mir die Mahnung nach: "Du musst nicht wissen, glauben sollst du!"; und: "Der Dummkopf glaubt; der Kluge weiss". Dieses Gegen-
einander von "glauben + wissen" saas tief in meinem Hirn und verkrebst auch meine Theologie.
Der Aufsatz fuehrt in sieben Schritten zur Einsicht: Paulus hat recht, wenn er meint :
der souveraene Akt des Wissens ist von grosser Bedeutung fuer den Menschen aber ihm zu glauben, dazu ist er frei-gestellt (2Kor 3.17). Wir werden darauf hingewiesen, dass das Wissen zwar eine retrospektivische, eine praesentische und eine futuristische Leistung vollbringt aber dass ihm der Glaube als Impuls der Wissensvermehrung vorausgeht und dass Wissen erst im Glauben Sicherheit erhaelt. Interessant wird die Differenziehrung in "natuerliches glauben" (eine normal Human-Eigenschaft) und in "religioeses glauben", wo der Mensch persoenlich unmittelbar sich dem Ganzen der Welt und der Existenz gegenueber weiss und in der Annahme darin heil und frei wird.
Es scheint mir, "glauben" ist soetwas wie: "Die Herausforderung, soweit ich um sie weiss und sie kenne, persoenlich annehmen, sich ihr stellen, ihr Resonanz gewaehren.
"Wissen" ist eine fragmentarische Subjekt-Objekt Begegnung im Sinne der Erkenntnis; "glauben" ist daselbe im Sinne erkannter Entscheidung; religioes ist er, wenn das Fragment seinem Ganzen (dem Geheimnis Gott) begegnet.
Im CiG 02/2018 faszinierte mich der Artikel von Prof. Volker Gerhardt "Wissen und
Glauben". Ich glaube VG will uns nicht den abendlaendischen Christenglauben vermasseln sondern klaeren. Mein Glaube an ihn basiert auf meinem Wissen von ihm: mehrere Artikel und vor allem: "Der Sinn des Sinns" (Versuch ueber das Goettliche / 2014). Seine Kenntnisse betreffs Nietzsche und Kant sind hervorragend; die humane Individualitaet ist ihm eine ernste Sorge und die Erkenntnis, dass "Glauben und Wissen" zusammengehen ein modernes Anliegen.
"Wer weiss, der glaubt nicht; wer glaubt, der weiss nicht" - wer hat uns diesen anti-humanen
Slogan einst in den Kopf gesetzt? Noch hallt bei mir die Mahnung nach: "Du musst nicht wissen, glauben sollst du!"; und: "Der Dummkopf glaubt; der Kluge weiss". Dieses Gegen-
einander von "glauben + wissen" saas tief in meinem Hirn und verkrebst auch meine Theologie.
Der Aufsatz fuehrt in sieben Schritten zur Einsicht: Paulus hat recht, wenn er meint :
der souveraene Akt des Wissens ist von grosser Bedeutung fuer den Menschen aber ihm zu glauben, dazu ist er frei-gestellt (2Kor 3.17). Wir werden darauf hingewiesen, dass das Wissen zwar eine retrospektivische, eine praesentische und eine futuristische Leistung vollbringt aber dass ihm der Glaube als Impuls der Wissensvermehrung vorausgeht und dass Wissen erst im Glauben Sicherheit erhaelt. Interessant wird die Differenziehrung in "natuerliches glauben" (eine normal Human-Eigenschaft) und in "religioeses glauben", wo der Mensch persoenlich unmittelbar sich dem Ganzen der Welt und der Existenz gegenueber weiss und in der Annahme darin heil und frei wird.
Es scheint mir, "glauben" ist soetwas wie: "Die Herausforderung, soweit ich um sie weiss und sie kenne, persoenlich annehmen, sich ihr stellen, ihr Resonanz gewaehren.
"Wissen" ist eine fragmentarische Subjekt-Objekt Begegnung im Sinne der Erkenntnis; "glauben" ist daselbe im Sinne erkannter Entscheidung; religioes ist er, wenn das Fragment seinem Ganzen (dem Geheimnis Gott) begegnet.
Montag, 5. Februar 2018
Gott neu denken
Neue Toene wagen...
Es sind die Menschen, die das "Geheimnis Gott" ins Gespraech bringen -
um Verstehen, um Worte, um Bilder ringen.
Die Geschichte der Theologie skizziert und animiert dieses Gespraech und
das kulturelle Ringen um Gott; die Religionen sind Ablagerungen davon und
die Kirchen (Synagogen, Moscheen, Tempel) ihre sichtbaren Verwalter.
Heute ist es hoechste Zeit, dass wir "Glaeubigen" uns wieder daran machen, das Geheimnis Gott mit der Kultur-Entwicklung etwas besser in Einklang zu bringen.
cf. Publik-Forum 01/2018 "Gott neu denken " von M. Schrom
cf. "Christ in der Gegenwart" hat angekuendigt: "Die Gottesfrage wird als Schwerpunkt
den siebzigsten Jahrgang des CiG begleiten: Wie sich der christliche Glaube erneuern kann: cf.03/2018 Der Artikel von Bischof HJ Algermissen ist jedenfalls ein kraeftiger
Schlag auf den Felsen Kirche. cf. ebenso: CiG 44 + 48/2017
Wer fuer Kosmologie, Natur, Evolution sensibel ist, der koennte in folgender Richtung
Gott denken und gutheissen:
Gott ist - fuer uns - die Ur-Energie fuer alles, um ueberhaupt da zu sein
um zu gehen (sich selbst entfalten)
um zu voll-enden (Bluete + Frucht).
Diese Ur-Energie ist in vielen Bildern bewundert:
wer Vater sagt, bestaetigt die erzeugende Ursprungs-Energie...
wer Mutter sagt, meint die ernaehrende Entwicklungs-Energie...
wer Freund sagt, denkt die beglueckende Resonanz-Energie...
wer Koenig sagt, erkennt die unumgaengliche Macht-Energie...
wer Schoepfer sagt, trifft die stete Erhaltungs-Energie...
wer Liebe sagt, freut sich an der Beziehungs-Energie...
Gott als Energie ist nicht nur eine Theorie sondern fuer viele eine Praxis, eine
Erfahrung. Das Gottes-Bild zeigte schon immer seine Wirkung, bei den Einzelnen
als auch bei Voelkern und Gesellschaften. Das Gespraech darueber ist fuer unsere
Welt-entwicklung nicht unbedeutend, denn: In dieser Ur-Energie sind wir und entfalten
und vollenden uns und die Welt, sie wirkt es in uns und wir worten es.
Wir muessen daher die Kirchen auffordern, das Gespraech ueber die Gottes-Bilder
zu wagen. Sie sind zu hinterfragen auf ihre Wirkung heute und vielleicht zu ersetzen
zugunsten von mehr Menschenfreundlichkeit Gottes. Diese Ersetzung bis in die
Sonntags-Liturgie hinein ist die harte Nuss unserer hartnaeckigen Zeit.
Die "Vater-Unser-Diskussion" ist darum wohltuende, weil sie eine verfestigte, biblische
und stark liturgische Formulierung ins Wanken bringt - ein Fells wird fluessig.
Das macht Hoffnung.
Gott als Energie zu sehen ist human, kulturell und naturwissenschaftlich einsehbar,
vielleicht sogar befluegelnd. Fuer unsere Zeit sehr wahrscheinlich wohltuend.
Ob im Gespraech weitere Archetypen auftauchen bleibt abzuwarten.
Ob die Kirche - wie die Dichtung - den Mut zum "Wort-Spiel" hat ???
Es sind die Menschen, die das "Geheimnis Gott" ins Gespraech bringen -
um Verstehen, um Worte, um Bilder ringen.
Die Geschichte der Theologie skizziert und animiert dieses Gespraech und
das kulturelle Ringen um Gott; die Religionen sind Ablagerungen davon und
die Kirchen (Synagogen, Moscheen, Tempel) ihre sichtbaren Verwalter.
Heute ist es hoechste Zeit, dass wir "Glaeubigen" uns wieder daran machen, das Geheimnis Gott mit der Kultur-Entwicklung etwas besser in Einklang zu bringen.
cf. Publik-Forum 01/2018 "Gott neu denken " von M. Schrom
cf. "Christ in der Gegenwart" hat angekuendigt: "Die Gottesfrage wird als Schwerpunkt
den siebzigsten Jahrgang des CiG begleiten: Wie sich der christliche Glaube erneuern kann: cf.03/2018 Der Artikel von Bischof HJ Algermissen ist jedenfalls ein kraeftiger
Schlag auf den Felsen Kirche. cf. ebenso: CiG 44 + 48/2017
Wer fuer Kosmologie, Natur, Evolution sensibel ist, der koennte in folgender Richtung
Gott denken und gutheissen:
Gott ist - fuer uns - die Ur-Energie fuer alles, um ueberhaupt da zu sein
um zu gehen (sich selbst entfalten)
um zu voll-enden (Bluete + Frucht).
Diese Ur-Energie ist in vielen Bildern bewundert:
wer Vater sagt, bestaetigt die erzeugende Ursprungs-Energie...
wer Mutter sagt, meint die ernaehrende Entwicklungs-Energie...
wer Freund sagt, denkt die beglueckende Resonanz-Energie...
wer Koenig sagt, erkennt die unumgaengliche Macht-Energie...
wer Schoepfer sagt, trifft die stete Erhaltungs-Energie...
wer Liebe sagt, freut sich an der Beziehungs-Energie...
Gott als Energie ist nicht nur eine Theorie sondern fuer viele eine Praxis, eine
Erfahrung. Das Gottes-Bild zeigte schon immer seine Wirkung, bei den Einzelnen
als auch bei Voelkern und Gesellschaften. Das Gespraech darueber ist fuer unsere
Welt-entwicklung nicht unbedeutend, denn: In dieser Ur-Energie sind wir und entfalten
und vollenden uns und die Welt, sie wirkt es in uns und wir worten es.
Wir muessen daher die Kirchen auffordern, das Gespraech ueber die Gottes-Bilder
zu wagen. Sie sind zu hinterfragen auf ihre Wirkung heute und vielleicht zu ersetzen
zugunsten von mehr Menschenfreundlichkeit Gottes. Diese Ersetzung bis in die
Sonntags-Liturgie hinein ist die harte Nuss unserer hartnaeckigen Zeit.
Die "Vater-Unser-Diskussion" ist darum wohltuende, weil sie eine verfestigte, biblische
und stark liturgische Formulierung ins Wanken bringt - ein Fells wird fluessig.
Das macht Hoffnung.
Gott als Energie zu sehen ist human, kulturell und naturwissenschaftlich einsehbar,
vielleicht sogar befluegelnd. Fuer unsere Zeit sehr wahrscheinlich wohltuend.
Ob im Gespraech weitere Archetypen auftauchen bleibt abzuwarten.
Ob die Kirche - wie die Dichtung - den Mut zum "Wort-Spiel" hat ???
Freitag, 26. Januar 2018
Vorbei: 32 Ueberlegungen fuers 2017
Hier folgt eine Zusammenfassung
der 32 Vic-Blog-Posts
der ca. 2000 mal besucht wurde.
Der Vic-Blog ist schwere theologische Kost
entnommen der Sonntags-Liturgie
und der Frage nach Gott, die einer
zeitgemaessen Antwort bedarf.
Ich wuensche mir, dass Sie, liebe Vic-Blog-Besucher/innen, diesen Blog wie ein
Samenkorn in das fragende Denken Ihrer Mitmenschen streuen - denn: wir alle sind
auf einen Aufbruch angewiesen. Nur das gemeinsame kreative Arbeiten an einem
Neuen Himmel und an einer Neuen Erde (hervorgerufen durch Neues Denken und
Fuehlen und Handeln) werden uns Frieden und Erfuellung bringen.
Post 01) erklaert Hingabe und sieht Gott als "der Welt gegeben" an.
02 + 03 + 04 + 05) zeigt, wie die Bergpredigt "selig" macht.
06) fraegt: welches Denkken foerdert die Welt-Rettung?
07) provoziert mit der Ansage: "Gott ist nicht aber es gibt ihn".
08) aktualisiert das Tabor- "peak-erlebnis".
09) zeigt eine Strategy-Order Gottes "nimm den Stab + schlag den Fels".
10) Die Passion zeigt: der Hl. Geist wirkt im Sternenstaub + im Samenkorn.
11 + 12) will die Auferstehungs-Dramatik besser verstehen.
13) stellt Himmelfahrt in Frage.
14) sieht Pfingsten als Verkoerperungs-Fest der Energy Gottes.
15) definiert Gott als "Geheimnis-Ereignis, das erneuert.
16 + 22 + 23) warnt for der "Einbildung Gottes" (im gen.subj + im gen.obj)
mahnt zur Vorsicht gegenueber der Einbildung 'Gott"
und wagt trotzdem wieder die Frage nach Gott.
17) Der unglaeubige Thomas lehrt, dass Wunden bezeugen.
18) Der Geist Gottes wirkt von dort aus, wo er zuhause ist.
19) versucht, die Credo-Sprache zu finden.
20) Ubersetzt "Koenigreich Gottes" ins 2017
21) wie "man/frau" verklaert "Brot + Wein" werden.
24) begleitet die Katechese mit Fragezeichen.
25) Die Gott-Mensch-Beziehung wird als "Gabe + Empfang" gedeutet.
26. weist hin auf ein neueres Christliches Welt-Gefuehl.
27) fragt provokativ" darf ein Christ reich sein?
28) Joha erlebt: so spielt das Leben.
29) Wenn Begabte das "Vater-Unser" beten.
30 + 31) Gott interveniert nicht, er kommt einfach - das ist Inkarnation.
32) Stefanus: in der gemeinsamen Lebensfreude wird die gegenseitige
Provokation vermindert.
Der Blog Vic wirkt wie ein theologischer Salat; er ist unstrukturiert, orientiert sich
aber in etwa am liturgischen Kirchenjahr. Etwas Provocation ist erwuenscht und
dient dem Nachdenken.
Wer den Vic. Hs. Leu naeher kennenlernen will, besucht von Zeit zu Zeit seinen
weitlaeufigen Tagebuch-Blog: www.leu-apcnamibia.blogspot.com
und wer ein breiteres Spektrum wuenscht besucht: www.kath.ch/author/leuhans
wer es gern english hat : www.kameel-doring-boom.blogspot.com (meistens
Meditationen zum Sonntags-Evangelium) und wer am Unternehmen APC/Namibia
interessiert ist, ruft auf: www.apcnamibia-lis.ch
Fuer 2018 wuensche ich mir und allen wieder anregende Posts auf Blog Vic.
der 32 Vic-Blog-Posts
der ca. 2000 mal besucht wurde.
Der Vic-Blog ist schwere theologische Kost
entnommen der Sonntags-Liturgie
und der Frage nach Gott, die einer
zeitgemaessen Antwort bedarf.
Ich wuensche mir, dass Sie, liebe Vic-Blog-Besucher/innen, diesen Blog wie ein
Samenkorn in das fragende Denken Ihrer Mitmenschen streuen - denn: wir alle sind
auf einen Aufbruch angewiesen. Nur das gemeinsame kreative Arbeiten an einem
Neuen Himmel und an einer Neuen Erde (hervorgerufen durch Neues Denken und
Fuehlen und Handeln) werden uns Frieden und Erfuellung bringen.
Post 01) erklaert Hingabe und sieht Gott als "der Welt gegeben" an.
02 + 03 + 04 + 05) zeigt, wie die Bergpredigt "selig" macht.
06) fraegt: welches Denkken foerdert die Welt-Rettung?
07) provoziert mit der Ansage: "Gott ist nicht aber es gibt ihn".
08) aktualisiert das Tabor- "peak-erlebnis".
09) zeigt eine Strategy-Order Gottes "nimm den Stab + schlag den Fels".
10) Die Passion zeigt: der Hl. Geist wirkt im Sternenstaub + im Samenkorn.
11 + 12) will die Auferstehungs-Dramatik besser verstehen.
13) stellt Himmelfahrt in Frage.
14) sieht Pfingsten als Verkoerperungs-Fest der Energy Gottes.
15) definiert Gott als "Geheimnis-Ereignis, das erneuert.
16 + 22 + 23) warnt for der "Einbildung Gottes" (im gen.subj + im gen.obj)
mahnt zur Vorsicht gegenueber der Einbildung 'Gott"
und wagt trotzdem wieder die Frage nach Gott.
17) Der unglaeubige Thomas lehrt, dass Wunden bezeugen.
18) Der Geist Gottes wirkt von dort aus, wo er zuhause ist.
19) versucht, die Credo-Sprache zu finden.
20) Ubersetzt "Koenigreich Gottes" ins 2017
21) wie "man/frau" verklaert "Brot + Wein" werden.
24) begleitet die Katechese mit Fragezeichen.
25) Die Gott-Mensch-Beziehung wird als "Gabe + Empfang" gedeutet.
26. weist hin auf ein neueres Christliches Welt-Gefuehl.
27) fragt provokativ" darf ein Christ reich sein?
28) Joha erlebt: so spielt das Leben.
29) Wenn Begabte das "Vater-Unser" beten.
30 + 31) Gott interveniert nicht, er kommt einfach - das ist Inkarnation.
32) Stefanus: in der gemeinsamen Lebensfreude wird die gegenseitige
Provokation vermindert.
Der Blog Vic wirkt wie ein theologischer Salat; er ist unstrukturiert, orientiert sich
aber in etwa am liturgischen Kirchenjahr. Etwas Provocation ist erwuenscht und
dient dem Nachdenken.
Wer den Vic. Hs. Leu naeher kennenlernen will, besucht von Zeit zu Zeit seinen
weitlaeufigen Tagebuch-Blog: www.leu-apcnamibia.blogspot.com
und wer ein breiteres Spektrum wuenscht besucht: www.kath.ch/author/leuhans
wer es gern english hat : www.kameel-doring-boom.blogspot.com (meistens
Meditationen zum Sonntags-Evangelium) und wer am Unternehmen APC/Namibia
interessiert ist, ruft auf: www.apcnamibia-lis.ch
Fuer 2018 wuensche ich mir und allen wieder anregende Posts auf Blog Vic.
Donnerstag, 18. Januar 2018
Der Gang des Lebens
Zur Woche der Christlichen Oekumene:
Vorerst war das GANZE NICHTS: ueberall + fuer immer.
Aufeinmal gab's ein "knistern" im Ganzen;
ein Knistern im Gebaelk des Nichts.
wie ein Echo der Vereinbarung (Oekumene).
knistern + verhallen
es knistert noch heute und verhallt im All.
Es erschien zuerst der Unterschied von sein und nicht;
wahrgenommen - keineswegs.
Und dann: das GANZE SEIN bricht auf in Teile, in Atome
und setzt sich wieder zusammen - immer + immer wieder.
teilen + einen
Eines Tages geht die Sonne auf: in dieser Welt, alles ist:
erscheinen + vergehen / aufkommen + untergehen / regnen + verdunsten
jagen + essen / saeen + ernten / bluehen + verwelken
geboren werden + sterben / einpflanzen + ausrupfen
Eines Tages sprudelt - was geschieht - im Bewusstsein auf;
das unterscheidet zwischen Schein und Wirklichkeit:
geworfen - spielen - entscheiden: einen + teilen / ahnen + wissen
glauben + zweifeln / fragen + antworten
Eines Tages - mitten im Wissen - wird entschieden im glauben:
viele Goetter streunen - ein Gott bestimmt
Menschen werden Goetter - Goetter werden Menschen
Goetter verdunsten - Menschen verzweifeln
Ein Gott-Mensch wird geboren - ein neuer Weg - unbestimmt
Eines Tages - im Glauben - Mensch in Gott + Gott in Mensch
vereint und erfuellt / gemeinsam bestimmen
am Ende des Weges zur Auferstehung in die Fuelle des Lebens.
Vorerst war das GANZE NICHTS: ueberall + fuer immer.
Aufeinmal gab's ein "knistern" im Ganzen;
ein Knistern im Gebaelk des Nichts.
wie ein Echo der Vereinbarung (Oekumene).
knistern + verhallen
es knistert noch heute und verhallt im All.
Es erschien zuerst der Unterschied von sein und nicht;
wahrgenommen - keineswegs.
Und dann: das GANZE SEIN bricht auf in Teile, in Atome
und setzt sich wieder zusammen - immer + immer wieder.
teilen + einen
Eines Tages geht die Sonne auf: in dieser Welt, alles ist:
erscheinen + vergehen / aufkommen + untergehen / regnen + verdunsten
jagen + essen / saeen + ernten / bluehen + verwelken
geboren werden + sterben / einpflanzen + ausrupfen
Eines Tages sprudelt - was geschieht - im Bewusstsein auf;
das unterscheidet zwischen Schein und Wirklichkeit:
geworfen - spielen - entscheiden: einen + teilen / ahnen + wissen
glauben + zweifeln / fragen + antworten
Eines Tages - mitten im Wissen - wird entschieden im glauben:
viele Goetter streunen - ein Gott bestimmt
Menschen werden Goetter - Goetter werden Menschen
Goetter verdunsten - Menschen verzweifeln
Ein Gott-Mensch wird geboren - ein neuer Weg - unbestimmt
Eines Tages - im Glauben - Mensch in Gott + Gott in Mensch
vereint und erfuellt / gemeinsam bestimmen
am Ende des Weges zur Auferstehung in die Fuelle des Lebens.
Samstag, 6. Januar 2018
Die Bedeutung Jesu kommt zum Vorschein
Die Kreatur betet an
Maria zeigt Vertrauen
Josef uebt Macht aus
Es scheint mir gut, Epiphany auf den Sonntag zu verschieben: Der Sonntag ist eine Offenbarung! Die sonntaegliche Eucharistie offenbart der Gemeinde und der Welt oeffentlich: Der Mensch wird Brot; Der Mensch ist Vertrauen; der Mensch ehrt Gott.
Der Ev Mt (2.1-12) ist gegenueber seinem juedischen Volk etwas verwegen.
Er erzaehlt: was muss dieser JvN feur ein grossartiger Prophet sein, wenn sogar koenigliche Weise aus dem beruehmten Morgenland IHN an-erkennen und beschenken.
Und Jerusalem muss sich schaemen.
Geht es uns heute besser? Die koeniglichen Weisen der Welt: Putin, Trump, Francis I
etc... an - erkennen JvN offiziell; beschenken IHN in seiner heutigen Verkoerperung
(Kirchen) und vermeiden die Jesus Gegnerschaft. Man darf Ev Mt fragen: Ist das heute noch Epiphany? Macht es uns noch Eindruck, wenn die "Grossen" christlich sind?
Und die Sterne im Himmel (die Heiligen) und die Sterne in unserer Gesellschft (Kunst, Sport, Geschaeftswelt...) sind sie noch "window show" fuer unsere christliche Existenz?
Dear Ev Mt. Die Roem. Kath. Kirche hat einst deine Erzaehlung ausgewaehlt um die Epiphany zu erklaeren. Gewiss brauchen wir "Epiphany". Es ist das Ereignis, in dem JvN
in seiner Bedeutung zum Vorschein kommt. Ist deine Erzaehlung dafuer heute noch zeitgemaess?
Ich mache den Vorschlag an Epiphany die "Versuchung Jesu" (Ev Mt 4.1-11) zum
Tages-Evangelium zu waehlen. Denn dort wird die Bedeutung Jesu fuer heutige
Menschen klarer. Gott fuehrt den Propheten JvN (wie alle Menschen) in Versuchung.
Es ist heute einsichtig geworden: Die ganze Schoepfung wird zur Versuchung - miss- braucht zu werden; diese Versuchung ist menschlich normal und gut. [cf. die momentane Diskussion um die Versuchungs-Bewahrung im Vater-Unser-Gebet]. Die Bedeutung
Jesu ist: 3 x Nein! Nein zum Missbrauch der Macht, des Vertrauens und der Anbetung.
Dort wo diesem dreifaltigen Missbrauch heutzutage ein entschiedenes Nein entgegensteht, da kommt Jesus zum Vorschein, da geschieht Epiphany; da ist Befreiung. Das Macht-,
Vertrauens- und Anbetungs Imperium wird von Jesus kreativ unterlaufen. Jesus offenbart
in der Versuchung: Der Mensch wird Brot, der Mensch verdient Vertrauen, das Geheimnis Gott allein wird in allem angebetet. In unserer gemeinsamen Kreativitaet koennte das
fragmentarisch gelingen.
Maria zeigt Vertrauen
Josef uebt Macht aus
Es scheint mir gut, Epiphany auf den Sonntag zu verschieben: Der Sonntag ist eine Offenbarung! Die sonntaegliche Eucharistie offenbart der Gemeinde und der Welt oeffentlich: Der Mensch wird Brot; Der Mensch ist Vertrauen; der Mensch ehrt Gott.
Der Ev Mt (2.1-12) ist gegenueber seinem juedischen Volk etwas verwegen.
Er erzaehlt: was muss dieser JvN feur ein grossartiger Prophet sein, wenn sogar koenigliche Weise aus dem beruehmten Morgenland IHN an-erkennen und beschenken.
Und Jerusalem muss sich schaemen.
Geht es uns heute besser? Die koeniglichen Weisen der Welt: Putin, Trump, Francis I
etc... an - erkennen JvN offiziell; beschenken IHN in seiner heutigen Verkoerperung
(Kirchen) und vermeiden die Jesus Gegnerschaft. Man darf Ev Mt fragen: Ist das heute noch Epiphany? Macht es uns noch Eindruck, wenn die "Grossen" christlich sind?
Und die Sterne im Himmel (die Heiligen) und die Sterne in unserer Gesellschft (Kunst, Sport, Geschaeftswelt...) sind sie noch "window show" fuer unsere christliche Existenz?
Dear Ev Mt. Die Roem. Kath. Kirche hat einst deine Erzaehlung ausgewaehlt um die Epiphany zu erklaeren. Gewiss brauchen wir "Epiphany". Es ist das Ereignis, in dem JvN
in seiner Bedeutung zum Vorschein kommt. Ist deine Erzaehlung dafuer heute noch zeitgemaess?
Ich mache den Vorschlag an Epiphany die "Versuchung Jesu" (Ev Mt 4.1-11) zum
Tages-Evangelium zu waehlen. Denn dort wird die Bedeutung Jesu fuer heutige
Menschen klarer. Gott fuehrt den Propheten JvN (wie alle Menschen) in Versuchung.
Es ist heute einsichtig geworden: Die ganze Schoepfung wird zur Versuchung - miss- braucht zu werden; diese Versuchung ist menschlich normal und gut. [cf. die momentane Diskussion um die Versuchungs-Bewahrung im Vater-Unser-Gebet]. Die Bedeutung
Jesu ist: 3 x Nein! Nein zum Missbrauch der Macht, des Vertrauens und der Anbetung.
Dort wo diesem dreifaltigen Missbrauch heutzutage ein entschiedenes Nein entgegensteht, da kommt Jesus zum Vorschein, da geschieht Epiphany; da ist Befreiung. Das Macht-,
Vertrauens- und Anbetungs Imperium wird von Jesus kreativ unterlaufen. Jesus offenbart
in der Versuchung: Der Mensch wird Brot, der Mensch verdient Vertrauen, das Geheimnis Gott allein wird in allem angebetet. In unserer gemeinsamen Kreativitaet koennte das
fragmentarisch gelingen.
Donnerstag, 28. Dezember 2017
Stefanus provokativ heilig...
Am 25. feiert die Kirche die Geburt Jesu
und schon am Tag darauf (26.)
den ersten Martyrer der "Neuen-Weg" Bewegung.
Sogar telebasel fraegt:
Stefanustag - was ist das?
Da mir die Intention der Kalendermacher
nicht bekannt ist, muss die Phantasie mithelfen:
Aber die lukan. Apostelgeschichte weiss uns
ueberraschend viel zu erzaehlen
(Apg 6 + 7).
1. Die Bewegung "der Neue Weg" organisiert sich: es werden Diakone eingefuehrt,
vor allem auch fuer den Mahlzeitendienst.
2. Die Versammlung waehlt 7 Diakone, darunter auch den bekannten Stefanus...
3. Da die Gemeinde wuchs und tuechtige Leute wie Stefanus mitmachen, waechst
auch die Angst und die Abwehr bei den Gegner.
4. Die Verteidigungsrede des Stefanus ist eine kurze brilliante provokative
Zusammenfassung der Geschichte Israels von Abraham ueber Joseph und Moses,
bis David und Salomon - und endet mit dem Vorwurf dass "sie" (Die Hierarchie)
als Verraeter gar dem Heiligen Geist widerstehen...
5. Stefanus ist eindeutig provokativ
a) Es geht nun darum ueber "Moses" hinauszuwachsen"...
b) Die Zeit, da Jahwe im Tempel wohnt ist vorbei... Schoepfung und Menschen
gelten nun als Tempel (Gott ist neu "Emmanuel").
c) Er gibt dem hingerichteten Jesus eine Stellung, die nicht nachvollziehbar ist
(der Gott und Tempel Veraechter als zur Rechten Gottes).
d) Er sieht den Himmel offen... Lebensfuelle fuer alle ... unerhoert.
6. Stefan erzuernt die fromme Hierarchie des offiziell geachteten Glaubens
in ihrem Innersten, sie ertragen "es" nicht mehr... und in ihrer allen geschuldeten Selbstverteidigung steinigen sie ihn...
Die Erzaehlung "unser Stefanus" vorgetragen am darauffolgenden Tag - gibt dem Weihnachts-Geburts-Fest einen blutig-ernsten Anstrich. Der, der da geboren ist,
niedlich arm, ist ein "zentraler Stolperstein". Die glaeubige "Jahwe-Abraham-
Moses-David -Tempel" Generation wird ueberflutet von der Emmanuel-Generation,
wo Jesus der neue Moses, der verlassene David und der zerstoerte Tempel ist.
Es naht eine nicht religioes-imperiale Zeit, wo es um den Menschen geht;
wo nicht Gott als Advokat fuer den Menschen sich einsetzt (Jahwe) sondern wo Gott
im Mitsein mit den Menschen sich heilend auswirkt.
Haette Stefan dienlich geschwiegen, es waere "gut" ausgegangen. Aber wer mit der
Herausforderung des "Neuen Wegs" Jesu die Oeffentlichkeit konfrontiert, der geht ein blutiges Risiko ein. Es ist eine Tragoedie, dass der heilsam Leben-Spendende Weg, die Leute vom alten Weg zur Weissglut erzuernt. Der Stefanustag fragt: kann die Tragoedie
vom Christentum her in ein Drama umgewandelt werden, wo der alte Weg und der Neue Weg sich finden? Wer das Christentum einfuehrt muss sehr vorsichtig, klug, geduldig, verstaendlich, mitleidsvoll und ergeben vorgehen.
Obwohl "Martyrer-sein" eine Ehre ist, so ist es doch nicht der Kirche Ziel moeglichst
viele zu machen sondern sie als selten wie moeglich zu rechtfertigen.
Christen muessen eine Provoktions-Verminderungs-Strategie lernen zugunsten der
Strategie einer gemeinsamen Lebensfreude-Entdeckung.
Heiliger Stefanus, Du hast die Kategorie der christlichen Martyrer eroeffnet.
Wir fragen heutzutage:
Wie provokativ darfst Du - in der Nachfolge Jesu - sein ?
Wie kannst Du Jahwe-Leute + Emmanuel-Leute einen ?
Wie machst Du deinen Mahlzeitendienst politisch und oekologisch effektiv ?
Wie betreibst Du heute Oeffentlichkeits-Arbeit im Cyberspace ?
oeffentlich unbedingt - aber strategisch bedingt !
Stefanus - es ist Dir passiert - naechstesmal (dafuer ist es nun zu spaet) verhuete es.
und schon am Tag darauf (26.)
den ersten Martyrer der "Neuen-Weg" Bewegung.
Sogar telebasel fraegt:
Stefanustag - was ist das?
Da mir die Intention der Kalendermacher
nicht bekannt ist, muss die Phantasie mithelfen:
Aber die lukan. Apostelgeschichte weiss uns
ueberraschend viel zu erzaehlen
(Apg 6 + 7).
1. Die Bewegung "der Neue Weg" organisiert sich: es werden Diakone eingefuehrt,
vor allem auch fuer den Mahlzeitendienst.
2. Die Versammlung waehlt 7 Diakone, darunter auch den bekannten Stefanus...
3. Da die Gemeinde wuchs und tuechtige Leute wie Stefanus mitmachen, waechst
auch die Angst und die Abwehr bei den Gegner.
4. Die Verteidigungsrede des Stefanus ist eine kurze brilliante provokative
Zusammenfassung der Geschichte Israels von Abraham ueber Joseph und Moses,
bis David und Salomon - und endet mit dem Vorwurf dass "sie" (Die Hierarchie)
als Verraeter gar dem Heiligen Geist widerstehen...
5. Stefanus ist eindeutig provokativ
a) Es geht nun darum ueber "Moses" hinauszuwachsen"...
b) Die Zeit, da Jahwe im Tempel wohnt ist vorbei... Schoepfung und Menschen
gelten nun als Tempel (Gott ist neu "Emmanuel").
c) Er gibt dem hingerichteten Jesus eine Stellung, die nicht nachvollziehbar ist
(der Gott und Tempel Veraechter als zur Rechten Gottes).
d) Er sieht den Himmel offen... Lebensfuelle fuer alle ... unerhoert.
6. Stefan erzuernt die fromme Hierarchie des offiziell geachteten Glaubens
in ihrem Innersten, sie ertragen "es" nicht mehr... und in ihrer allen geschuldeten Selbstverteidigung steinigen sie ihn...
Die Erzaehlung "unser Stefanus" vorgetragen am darauffolgenden Tag - gibt dem Weihnachts-Geburts-Fest einen blutig-ernsten Anstrich. Der, der da geboren ist,
niedlich arm, ist ein "zentraler Stolperstein". Die glaeubige "Jahwe-Abraham-
Moses-David -Tempel" Generation wird ueberflutet von der Emmanuel-Generation,
wo Jesus der neue Moses, der verlassene David und der zerstoerte Tempel ist.
Es naht eine nicht religioes-imperiale Zeit, wo es um den Menschen geht;
wo nicht Gott als Advokat fuer den Menschen sich einsetzt (Jahwe) sondern wo Gott
im Mitsein mit den Menschen sich heilend auswirkt.
Haette Stefan dienlich geschwiegen, es waere "gut" ausgegangen. Aber wer mit der
Herausforderung des "Neuen Wegs" Jesu die Oeffentlichkeit konfrontiert, der geht ein blutiges Risiko ein. Es ist eine Tragoedie, dass der heilsam Leben-Spendende Weg, die Leute vom alten Weg zur Weissglut erzuernt. Der Stefanustag fragt: kann die Tragoedie
vom Christentum her in ein Drama umgewandelt werden, wo der alte Weg und der Neue Weg sich finden? Wer das Christentum einfuehrt muss sehr vorsichtig, klug, geduldig, verstaendlich, mitleidsvoll und ergeben vorgehen.
Obwohl "Martyrer-sein" eine Ehre ist, so ist es doch nicht der Kirche Ziel moeglichst
viele zu machen sondern sie als selten wie moeglich zu rechtfertigen.
Christen muessen eine Provoktions-Verminderungs-Strategie lernen zugunsten der
Strategie einer gemeinsamen Lebensfreude-Entdeckung.
Heiliger Stefanus, Du hast die Kategorie der christlichen Martyrer eroeffnet.
Wir fragen heutzutage:
Wie provokativ darfst Du - in der Nachfolge Jesu - sein ?
Wie kannst Du Jahwe-Leute + Emmanuel-Leute einen ?
Wie machst Du deinen Mahlzeitendienst politisch und oekologisch effektiv ?
Wie betreibst Du heute Oeffentlichkeits-Arbeit im Cyberspace ?
oeffentlich unbedingt - aber strategisch bedingt !
Stefanus - es ist Dir passiert - naechstesmal (dafuer ist es nun zu spaet) verhuete es.
Dienstag, 19. Dezember 2017
Der Zeit-Raum ADVENT / 2. Teil
4. Was wir in Zukunft feststellen und in den Welt-Raeumen lokalisieren sind die
allgegenwaertigen Inkarnations-Impulse. Es ist den Menschen eben moeglich
geworden - aufgrund der Inkarnationstendenz - Gott zu erahnen. Und noch mehr:
weil sein Geist ausgegossen ist, Ihn in etwa auch zu verkoerpern - was zur vielfaeltigen Erfahrbarkeit fuehrt.
5. Gott greift weder in der Zeit noch im Raum ein (Intervention) sondern in der Zeit und
im Raum ist die Moeglichkeit vorhanden den Geist Gottes zu entdecken und verkoerpert zu sehen. (Inkarnation). Dass es einige nicht koennen, andere schon gar nicht begreifen, wieder andere es wagen, das ist unser humanes Representations-Spiel
der Kraefte, wie es in jedem Theater zur Auffuehrung kommt.
6. Das Kommen Gottes in Schoepfung und Inkarnation - jedem moeglichen Eingreifen Gottes zuvorkommend - gehoert zu den fundamentalen Weisheiten des christlichen Glaubens. Gott ruft jeden Menschen in seine Schoepfung, hat jeden Menschen mit seiner Gnade begabt und hat jedem zuvorkommend Leben in Fuelle in Aussicht gestellt.
7. Die Kirche wagt es diesen Glauben in ihren Sakramenten zum Ausdruck, zur Erfahr-
barkeit zu bringen. Dass Menschen zu dieser Einsicht kommen, dafuer bekam die Kirche die Gabe Blinden die Augen zu oeffnen. Nur Sehende sehen das Kommen. Nur Hoerende hoeren es, nur Empfindsame erfahren es; alle aber ahnen es. So wird Gott im Sehen, Hoeren, Beruehren deutlicher.
8. "Gott ist im Kommen begriffen" bedeutet: Gott kommt und wird im Erwarten des Erwartenden begreifbar, erfahrbar. Das Geheimnis Gott als solches ist in keiner Art und Weise erfahrbar; aber als ankommend, im Kommen erwartet, wird das Geheimnis Gott erahnbar und als Moeglichkeit ist dieses Kommen der Verkoerperung preisgegeben -
folglich der Erfahrbarkeit ausgesetzt.
9. Die Advent-Feier macht uns darauf aufmerksam, dass Gott im Kommen begriffen ist
und 4 Kerzen sagen: die Erwartung ist der Steigerung, Intensivierung offen und schluss- endlich ist die Erwartung katholisch-allumfassend: die ganze Welt und die ganze Schoepfung. Wer nun erwartet kann Erfuellung erleben; d.h. Leben + Tod + Auferstehung - oder besser: Leben zum Tod und Tod zur Auferstehung erleben: deutlicher:
Das Kommen Gottes ist unser Auferstehungsweg.
allgegenwaertigen Inkarnations-Impulse. Es ist den Menschen eben moeglich
geworden - aufgrund der Inkarnationstendenz - Gott zu erahnen. Und noch mehr:
weil sein Geist ausgegossen ist, Ihn in etwa auch zu verkoerpern - was zur vielfaeltigen Erfahrbarkeit fuehrt.
5. Gott greift weder in der Zeit noch im Raum ein (Intervention) sondern in der Zeit und
im Raum ist die Moeglichkeit vorhanden den Geist Gottes zu entdecken und verkoerpert zu sehen. (Inkarnation). Dass es einige nicht koennen, andere schon gar nicht begreifen, wieder andere es wagen, das ist unser humanes Representations-Spiel
der Kraefte, wie es in jedem Theater zur Auffuehrung kommt.
6. Das Kommen Gottes in Schoepfung und Inkarnation - jedem moeglichen Eingreifen Gottes zuvorkommend - gehoert zu den fundamentalen Weisheiten des christlichen Glaubens. Gott ruft jeden Menschen in seine Schoepfung, hat jeden Menschen mit seiner Gnade begabt und hat jedem zuvorkommend Leben in Fuelle in Aussicht gestellt.
7. Die Kirche wagt es diesen Glauben in ihren Sakramenten zum Ausdruck, zur Erfahr-
barkeit zu bringen. Dass Menschen zu dieser Einsicht kommen, dafuer bekam die Kirche die Gabe Blinden die Augen zu oeffnen. Nur Sehende sehen das Kommen. Nur Hoerende hoeren es, nur Empfindsame erfahren es; alle aber ahnen es. So wird Gott im Sehen, Hoeren, Beruehren deutlicher.
8. "Gott ist im Kommen begriffen" bedeutet: Gott kommt und wird im Erwarten des Erwartenden begreifbar, erfahrbar. Das Geheimnis Gott als solches ist in keiner Art und Weise erfahrbar; aber als ankommend, im Kommen erwartet, wird das Geheimnis Gott erahnbar und als Moeglichkeit ist dieses Kommen der Verkoerperung preisgegeben -
folglich der Erfahrbarkeit ausgesetzt.
9. Die Advent-Feier macht uns darauf aufmerksam, dass Gott im Kommen begriffen ist
und 4 Kerzen sagen: die Erwartung ist der Steigerung, Intensivierung offen und schluss- endlich ist die Erwartung katholisch-allumfassend: die ganze Welt und die ganze Schoepfung. Wer nun erwartet kann Erfuellung erleben; d.h. Leben + Tod + Auferstehung - oder besser: Leben zum Tod und Tod zur Auferstehung erleben: deutlicher:
Das Kommen Gottes ist unser Auferstehungsweg.
Freitag, 1. Dezember 2017
Der Zeit-Raum ADVENT
Das Bewusstsein des Kirchenjahres
in den Christen aufrecht zu erhalten,
empfinde ich als verhaeltnismaessig
wichtig.
Darin eingeordnet sind fundamentale
Glaubensfragen -
gerade auch fuer unsere Zeit.
Aktives warten auf den rechten Ton
die Synthese von Ich + Welt.
In den letzten Jahren haben so viele heilige und zustaendige Propheten ihre Sicht
geoffenbart ueber Gott und die Welt, ueber Israel und ueber das jeweilige Zeitgeschehen,
dass es fuer uns heutige etwas kompliziert geworden ist, diesen Propheten zu folgen.
Eine Komplexitaets-Reduktion ist angesagt und gesund.
Eine der grundlegenden klaren Aussagen ist: "Gott ist im Kommen".
Die Schoepfung (Kosmos + Natur, Geschichte + Entwicklung, die Evolution) gilt als
Hinweis auf "Gott ist im Kommen".
In jedem Menschen geschieht es wie in jedem Ereignis (wie immer es auch "aussieht"),
Gott ist in Allem im Kommen. Dieses Kommen ist aussagbar in vielen Bildern:
sei es Blitz + Donner, Liebe + Hass, Frieden + Krieg, Erleuchtung oder Verdunkelung,
sei es Entwicklung oder Evolution. Dabei sollte eines klar werden:
Gottes Kommen geschieht nicht im Sinne der Intervention sondern geschieht eigentlich
im Sinne der Offenbarung: Gott wird deutlicher.
1. Langsam schaelt sich heraus, es wird klarer, einsichtiger, dass Gott nicht mehr
im Sinne der Eingreifbarkeit ins kosmisch-natuerliche, evolutionistisch-menschliche,
soziale, technische Geschehen gedacht werden kann.
Die Intervention Gottes von oben und von innen ist heute in Frage gestellt.
Zuerst faellt es vielen Glaeubigen noch schwer, an die Nicht-Eingreifbarkeit Gottes zu
glauben. Sie meinen Allmacht besteht in der Faehigkeit immer und ueberall eingreifen zu koennen; alles im Griff zu haben und klar zu diktieren und das Angeordnete auch durch-
zusetzen zu wollen und zu koennen. Allmacht heisst stets siegen. Gelungene Intervention gilt dann als Beweis der Macht.
2. Dabei ist die Allmacht Gottes ganz einfach das Geschehen, das geschieht.
Das Total-Geschehen ist die ganze stets zuvorkommende Eingreiflichkeit Gottes in Einem.
Allmacht laesst eben alles Moegliche geschehen und hat gar nichts im Griff. Man darf nicht vergessen, wie Gott, so ist auch seine Allmacht, seine Barmherzigkeit, gar seine Liebe
ausgegossen in Schoepfung und Geschehen, im Komponieren und Singen, in Gedanken, Worten und Werken, im Schweigen und Verstummen.
3. Die Allmacht ist am sichtbarsten im stets zukuenftigen Aufgluehen der Liebe in allen nur moeglichen Situationen. Dass Liebe gelingt - stueckweise - ist Beweis der wirkenden Allmacht. Gott hat nicht die Macht, zugunsten der Liebe sich durchzusetzen sondern
die Liebe wie die Freiheit gelingt als Ausdruck der Allmacht.
4. Die Allmacht und die Liebe Gottes ist in seiner Schoepfung ausgegossen, inkarniert,
und das heisst fuer uns Glaeubige "unvorstellbares Geschehen im Kosmos".
zB. Der in die Schoepfung inkarnierte Geist Gottes liefert nun fuer alles Geschehen:
a) die Moeglichkeiten und die Aktivierungen
b) die Energie und die Herausforderungen
c) die Richtlinien und die Abweichungen
d) die Realitaetsintensitaet im auf und ab
e) die formgebende Hand und die leitende Stimme
Und dieses All-Geschehen (Liebe und Freiheit etc...) ist stets im Kommen,
stets moeglich und manchmal auch erstaunlicherweise fuer uns fragmentarisch
sogar erfahrbar. Man koennte auch sagen: Die Schoepfung - wie sie nun geschieht -
ist die totale Eingreiflichkeit Gottes ein fuer allemal.
Und der ADVENT ist das Erwarten der stets Neuen Schoepfung.
(Fortsetzung folgt...)
in den Christen aufrecht zu erhalten,
empfinde ich als verhaeltnismaessig
wichtig.
Darin eingeordnet sind fundamentale
Glaubensfragen -
gerade auch fuer unsere Zeit.
Aktives warten auf den rechten Ton
die Synthese von Ich + Welt.
In den letzten Jahren haben so viele heilige und zustaendige Propheten ihre Sicht
geoffenbart ueber Gott und die Welt, ueber Israel und ueber das jeweilige Zeitgeschehen,
dass es fuer uns heutige etwas kompliziert geworden ist, diesen Propheten zu folgen.
Eine Komplexitaets-Reduktion ist angesagt und gesund.
Eine der grundlegenden klaren Aussagen ist: "Gott ist im Kommen".
Die Schoepfung (Kosmos + Natur, Geschichte + Entwicklung, die Evolution) gilt als
Hinweis auf "Gott ist im Kommen".
In jedem Menschen geschieht es wie in jedem Ereignis (wie immer es auch "aussieht"),
Gott ist in Allem im Kommen. Dieses Kommen ist aussagbar in vielen Bildern:
sei es Blitz + Donner, Liebe + Hass, Frieden + Krieg, Erleuchtung oder Verdunkelung,
sei es Entwicklung oder Evolution. Dabei sollte eines klar werden:
Gottes Kommen geschieht nicht im Sinne der Intervention sondern geschieht eigentlich
im Sinne der Offenbarung: Gott wird deutlicher.
1. Langsam schaelt sich heraus, es wird klarer, einsichtiger, dass Gott nicht mehr
im Sinne der Eingreifbarkeit ins kosmisch-natuerliche, evolutionistisch-menschliche,
soziale, technische Geschehen gedacht werden kann.
Die Intervention Gottes von oben und von innen ist heute in Frage gestellt.
Zuerst faellt es vielen Glaeubigen noch schwer, an die Nicht-Eingreifbarkeit Gottes zu
glauben. Sie meinen Allmacht besteht in der Faehigkeit immer und ueberall eingreifen zu koennen; alles im Griff zu haben und klar zu diktieren und das Angeordnete auch durch-
zusetzen zu wollen und zu koennen. Allmacht heisst stets siegen. Gelungene Intervention gilt dann als Beweis der Macht.
2. Dabei ist die Allmacht Gottes ganz einfach das Geschehen, das geschieht.
Das Total-Geschehen ist die ganze stets zuvorkommende Eingreiflichkeit Gottes in Einem.
Allmacht laesst eben alles Moegliche geschehen und hat gar nichts im Griff. Man darf nicht vergessen, wie Gott, so ist auch seine Allmacht, seine Barmherzigkeit, gar seine Liebe
ausgegossen in Schoepfung und Geschehen, im Komponieren und Singen, in Gedanken, Worten und Werken, im Schweigen und Verstummen.
3. Die Allmacht ist am sichtbarsten im stets zukuenftigen Aufgluehen der Liebe in allen nur moeglichen Situationen. Dass Liebe gelingt - stueckweise - ist Beweis der wirkenden Allmacht. Gott hat nicht die Macht, zugunsten der Liebe sich durchzusetzen sondern
die Liebe wie die Freiheit gelingt als Ausdruck der Allmacht.
4. Die Allmacht und die Liebe Gottes ist in seiner Schoepfung ausgegossen, inkarniert,
und das heisst fuer uns Glaeubige "unvorstellbares Geschehen im Kosmos".
zB. Der in die Schoepfung inkarnierte Geist Gottes liefert nun fuer alles Geschehen:
a) die Moeglichkeiten und die Aktivierungen
b) die Energie und die Herausforderungen
c) die Richtlinien und die Abweichungen
d) die Realitaetsintensitaet im auf und ab
e) die formgebende Hand und die leitende Stimme
Und dieses All-Geschehen (Liebe und Freiheit etc...) ist stets im Kommen,
stets moeglich und manchmal auch erstaunlicherweise fuer uns fragmentarisch
sogar erfahrbar. Man koennte auch sagen: Die Schoepfung - wie sie nun geschieht -
ist die totale Eingreiflichkeit Gottes ein fuer allemal.
Und der ADVENT ist das Erwarten der stets Neuen Schoepfung.
(Fortsetzung folgt...)
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